Beiträge von mollisia

    Hallo Maren,


    sehr interessanter Pilz, aber ich kann leider nicht viel dazu beitragen. Aufgrund des Paraphyseninhaltes keine Mollisia, sondern in den Pyrenopeziza-clade gehörend. Aber wo dort hin - keine Ahnung. Ich habe etwas ähnliches noch nie gehabt, zumal mit bräunlich werdenden Sporen.
    Ich würde mal direkt bei Zotto nachfragen, oder bei Brian Douglas in Edinburgh (Mailadresse kann ich dir geben).


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    ich glaube nicht, dass hierfür was anderes in Betracht kommt als Hydropus.


    Dummerweise ist dies eine der artenreichsten Gattungen in den Tropen/Subtropen. Alleine in SINGERs Monographie der Hydropus-Arten der Neotropen sind ca. 140 Arten drin. Wenn man dann noch Peglers Beiträge aus Asien und die Publikationen über Afrika dazurechnet, dann kommt man schnell auf 250 Arten ohne auch nur die Literatur der letzten 30 Jahre zu berücksichtigen. Hört man dann noch bei Mykologen rum, die in den Tropen sammeln, so ist zu erwarten, dass die tatsächliche Artenzahl mindestens doppelt so hoch ist.


    Die Chancen stehen also nicht besonders gut.


    Ich hab mal in SINGER (1982) nachgeschaut und man kommt halbwegs gut zu Hydropus platycystis. Vielleicht wert, dies mal nachzuverfolgen.


    beste grüße,
    Andreas

    Hallo Uli,


    phantastische Bilder! Bin neiderfüllt, allerdings lasse ich mir halt auch zu wenig Zeit zum Photographieren und dann muss ich mich eigentlich nicht wundern, dass oft nur halblebiges dabei rauskommt .....


    Zu drei Bilder hätte ich noch eine Anmerkung:
    07: Das sieht aber von der Farbe her mehr nach Pycnoporellus fulgens aus. Auch dass er so fleischig wirkt lässt mich darauf schließen. Während die Zinnobertramete immer in der Sonne wächst, kommt der Prachtporling eher im beschatteten Wald vor. Vielleicht kannst Du das ja bestätigen?
    12: Kein Rehbrauner Dachpilz, sondern der Grubige Wurzelrübling
    23: Ein Weichbecherchen (Mollisia spec.)


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Nando,


    viel Glück wünsche ich Dir natürlich ebenfalls, aber ich habe mal pessimistischerweise auf "nein" gestimmt.
    Im Gegensatz zum Dottergelben Spateling halte ich Spathularia neesii für eine montane oder sogar hochmontane Art und kann mir deshalb kein Vorkommen in der Bergbaufolgelandschaft vorstellen.


    Ich habe die Art im Hochschwarzwald mal gefunden, da war weit und breit kein Kalk zu sehen ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Thorben,


    ja, definitiv eine Trichophaea, und für mich spricht alles für die häufigste ARte der Gattung: Trichophaea gregaria.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    ich bekomme demnächst einen Satz "Großpilze Baden-Württembergs" in neuwertiger Erhaltung zum Verkauf.
    Da ich weiß, dass mancheiner diese Bände noch sucht, biete ich sie hiermit an - am liebsten alle drei geschlossen. Wenn für jedes Buch ein Einzelgebote ankommt, dann verkaufe ich die drei Bücher natürlich auch an drei verschiedene Personen. Ich möchte nur nicht eines davon übrig behalten.
    Bitte überlegt Euch, was sie Euch wert wären und schcikt mir eine Mail entsprechend. Und bitte nicht von den Monspreisen, die da teils im Internet kursieren beinflussen lassen. Ich werde den Band 3 ganz sicher nicht für 320,- Euro verkaufen (guckst Du hier), selbst wenn jemand das bieten würde!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Ingo,


    die "pyrenopezizoides" wird demnächst (dieses Jahr noch) einen gültigen Namen bekommen:
    Mollisia scopiformis (Kowalski & Kehr) B. Douglas & Tanney, basierend auf der dazugehörigen Anamorphe Phialocephala scopiformis.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo abeja,


    ich wollte Dich ja nicht davon abhalten, deine Funde zu präsentieren (die auch ich spannend finde!), sondern nur sicher gehen, dass Du nicht irgendwann frustriert bist, weil kaum mal ein Name dabei rüberkommt - oder noch schlimmer, den Namen dazuschreibst der nach Internetbildern am ähnlichsten aussieht.


    Wie ich schon schrob: Ein netter zeitvertreib, sofern man/frau es nicht darauf anlegt, unbedingt einen Namen erhalten zu müssen.


    beste Grüße,
    Andreas

    Lieber abeja,
    ich möchte Dich eigentlich nicht frustrieren, aber was Du da versuchst ist zum Scheitern verurteilt.
    Die Pilzbestimmung in unseren Gefilden ist schon schwierig, trotz vergleichsweise wenigen Arten und sehr guter Literatur. Bei den Artengruppen, die Du uns da zeigst, ohne Mikroskop nur in Ausnahmefällen mal möglich. Und nun willst Du versuchen, deine tropischen Funde makroskopisch mit Hilfe des Internets zu bestimmen?? Das ist zwar eine nette beschäftigung wenn man Zeit hat, aber wenn Du es auf eine Bestimmung anlegst, dann ist es Zeitverschwendung.
    Die Tropen sind allgemein sehr unerforscht, von ganz wenigen gegenden viellicht abgesehen, und von den Seychellen gibt es meines Wissens keine nennenswerte Inventarisierung. Auch wenn die tropischen Holzpilze im Vergleich zu den terrestrischen doch etwas besser bekannt sind, so muss man immer damit rechnen, dass der auf den Seychellen gefundenen Pilz bisher nur z.B. in Puerto Rica oder Tanzania gefunden wurde. Und natürlich sind auch aus DIESEn Gegenden nur selten zusammenhängende Publikationen vorhanden.
    Ich war letzten Dezember für 14 Tage in den afromontanen Nebeläwldern Äthiopiens. Da habe ich etwa 400 verschiedene Kollektionen an Pilzen mitgebracht. Mittlerwiele habe ich so etwa 50 auf die Art oder wenigstens als cf. auf Artebene bestimmt. Davon sind mindestens drei noch nicht beschrieben, eine erst 2011 aus Thailand beschrieben und von den restlichen etwa 4/5 neu für Äthiopien. Die restlichen 350 Kollektionen gehören zu schätzungsweise etwa 320 verschiedenen Arten, davon 110x "Corticiaceae spec." und 50x "Porling spec." - weiter bin ich bisher nicht gekommen, und ohne Sequenzieren wird es auch nicht mehr sehr viel weiter gehen. Trotz Mikroskop, einigem an Literatur, und der freundlichen Hilfe namhafter, tropenerprobter Mykologen.
    Noch ein Beispiel: Ich habe 12 verschiedene (bzw. mir verschieden erscheinende) Kollektionen von Stummelfüßchen (Crepidotus), darunter ein intensiv rosafarbener und ein leuchtend schwefelgelber. Da dachte ich schon, dass da bestimmungstechnisch einiges gehen würde. - Alleine in Nordamerika inkl. Floraida sind 110 Crepidotus-Arten beschrieben, gelbe gibt es mindestens 20 und nochmal soviele die noch keinen Namen haben .... Natürlich könnte ich mich an den Computer setzen und nach gelben Stummelfüßchen in den Tropen googeln. Und sicherlich fände ich da auch eine Art heraus, die sehr gut (optisch) zu meinem passt. Aber diese "Bestimmung" dann aber richtig wäre, das wäre schon ein arger Zufall!
    Die Schwierigkeit, tropische Pilze zu bestimmen, ist ungleich höher als bei unseren paar einheimischen Sachen!
    Dennoch gibt es auch dort hin und wieder mal Funde, die so charakteristisch sind, dass "man" (also jemand der sich mit gerade dieser Gruppe Pilzen in den Tropen auskennt) sie mit guter Sicherheit benennen kann.


    Z. B. der Pilz im angehängten Foto: Coniolepiota spongodes. (Leider war nur blitzen möglich, was hässliche Schatten machte)
    Ich hätte mir einen Wolf gesucht und ihn doch nie gefunden, aber da es auf jeden Fall ein Schirmlingsverwandter sien musste, habe ich DIE Spezialistin dafür angemailt. Else Vellinga in Berkeley. Sie erkannte darin eine tropische Art, bisher nur aus Südostasien bekannt, und von ihr 2011 in eine neue Gattung verfrachtet. Selbst einen so krass auffälligen Pilz, mit 15 cm Hutgröße, bei dem ich eigentlich auch schon ziemlich genau die Gattung wusste (Cystolepiota oder Echinoderma dachte ich), hätte ich nicht bestimmen können ohne ihre Hilfe. Und obwohl er so auffällig ist, muss jetzt wegen geringer Unterschiede in den Sporenmaßen doch noch sicherheitshalber eine Sequenzierung gemacht werden.


    beste Grüße,
    Andreas


    Hallo, ich hatte die schwarzen Dinger auch unter dem Mikroskop, waren recht hart und innen etwas heller. Erkennen konnte ich rein gar nichts, keine Sporen, Hyphen, nichts. Hatte eher die Anmutung einer 70er-Jahre-Tapete, vielleicht hat auch die Trockenheit ihr Werk geleistet. Auch das Substrat konnte ich nicht genau bestimmen. Sie wachsen hier ausschließlich auf den vorjährigen Stängeln einer Art schulterhohen "Springkrauts", wenn man im Sommer da durch geht, wird man von allen Seiten gnadenlos beschossen. Evtl. ist es Drüsiges Springkraut, kann ich aber erst genau sagen, wenn ich das Zeug wieder blühen sehe.


    Hallo Holger,


    ach, auf Kräuterstängeln war das! Dann bist Du einem Sclerotium aufgesessen. Da passt dann auch der Vergleich mit der Tapete sehr schön, denn die Struktur der Sklerotien-Außenhaut ist oft etwas puzzle-artig oder sonstwie "gemustert".


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Juliane,


    bitte auf jeden Fall NIEMALS das Immersionsöl benutzen, dass da dabei liegt!!
    Das Röhrchen mit der Aufschrift "Kanada". Das ist Kanada-Balsam, ein Harz, das früher statt Immersionsöl benutzt wurde. Es kristallisiert aber aus, und wenn man nicht nahc jedem Gebrauch sorgfältigst das 100er-Objektiv reinigt, dann ist es völlig verklebt und kaum mehr sauber zu bekommen.


    Um mal was zum Mikroskop sagen zu können, müsstest Du mal folgende Angaben machen:
    Was steht den auf den drei Objektiven drauf? Da müssten die Vergrößerungen drauf stehen, aber auch noch andere verschlüsselte Kennungen. Auf den heutigen steht z. B. sowas: 40/0.65 160/0.17
    Was steht auf dem Okular drauf?


    Lassen sich die Objektive rausschrauben, das Okular rausnehmen?


    Das Gerät als solche sieht funktionstüchtig aus und kann durchaus auch zum Pilze mikroskopieren geeignet sein. Bequem ist es allerdings nicht, denn nur mit einem Auge zu gucken ist schon anstrengend, und von senkrecht oben erst recht .... Du wirst zwar den oberen Teil mitsamt Tisch kippen können zum angenehmeren Durchgucken, aber dann läuft dir vermutlich auch Dein Deckgläschen langsam aber sicher vom Objektträger runter.


    Die Beleuchtung ist vermutlich zu funzelig, aber da kann man vermutlich auch eine LED-Lampe nachrüsten.


    Warum ist eigentlich das gute Stück so nass? Hast Du's erst mal in die Spülmaschine nach dem Kauf? :D


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    die feinen Härchen da an der Lamellenschneide vom Samtfußrübling sind in der Tat Zystiden. Einen Kugelkopf kann ich zwar nicht erkennen, aber das sollen sie glaube ich auch gar nicht haben. Oft hängen aber irgendwelche feinen Flüssigkeitstropfen an der Spitze, die man im Präparat nachher nicht mehr sieht, makroskopisch aber als Köpfchen wahrnimmt.


    Das unbekannte Teil ist entweder ein junger Drüsling (Exidia plana wahrscheinlich) oder eine Ascocoryne - sollte mikroskopisch nicht so schwer sein auseinanderzuhalten.


    Ich habe die Windaus HPS 124 - in der Tat wohl baugleich mit deiner - bei mir, verwende sie aber nicht und habe sie auch nicht im Shop, weil ich diese flackernde Beleuchtung für ein absolutes No-Go halte.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Matthias,


    also auf deinem ersten Bild ist (auf meinem Bildschirm) deutlich ein rosalicher Ton im Velum zu erkennen, bei beiden Exemplaren. Und auch das Velum ist da jetzt so üppig wie ich das von der Art kenne.
    Insofern bin ich nun gar nicht mehr abgeneigt, den Pilz als C. pseudoniveus zu akzeptieren.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    ich habe C. pseudonivea mehrfach in den letzten Jahren in Thüringen gehabt und tue mir sehr schwer, diesen Fund da mit unter zu bringen. Meine pseudonivea hatten alle ein recht deutlich rosagraulich getöntes Velum, das zudem auch deutld mir die Sporen weiterhin ich reichlicher war als auf dem von Mreul gezeigten Pilz. Dort ist das Velum für mich nicht erkennbar getönt und vergleichsweise spärlich. Für C. pseudonivea sind die Sporen einen Tick zu klein, aber ich gebe zu dass sie für cardisporus eher zu groß sind.
    Laut Beschreibung in FAN soll C. pseudoniveus auch rein weißes Velum haben dürfen, und so kleine Exemplare können bei niveus ja auch schon mal vorkommen. Also mögt ihr schon recht haben. Aber so ganz überzeugt bin ich trotzdem nicht ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Matthias,


    das sieht mir sehr nach Coprinopsis cordisporus aus. Die Sporen sind recht typisch.
    In dieser Gruppe von Tintlingen ist es auch wichtig, ob Pleurozystiden vorhanden sind oder nicht, und wie die Cheilozystiden aussehen. Dazu braucht man junge Exemplare, der Lamellen noch nicht anfangen sich aufzulösen.


    beste Grüße,
    Andreas


    Eben auch unter Berücksichtigung der entsprechenden Holotypen. Inclusive natürlich Sequenzierung. ;)


    Hallo Pablo,


    schön wär's! Im Regelfall ist der Typus eine Abbildung, echte Herbarbelege gibt es bei den alten Mykologen kaum. Mikroskopische Beschreibungen natürlich auch nicht. Und diese alten tafeln sind oft nur spekulativ beurteilbar. Man kann so viel dort hinein oder heraus interpretieren ..... Zumal dann auch noch oft die handkolorierten Tafeln von verschiedenen Malern koloriert wurden. Da kann es schon mal vorkommen, dass versehentlich einer den Sommersteinpilz mit blauendem Fleisch malt, während in einer anderen Ausgabe desselben Werkes das Fleisch blütenweiß ist ..... Wie soll man sowas interpretieren? Bei BATSCH sind alle mit weiß gemischten Farbanteile inzwischen schwarz, wegen des bleihaltigen Deckweißes der damaligen Zeit. Wie will man seine Tafeln vernünftig interpretieren? Kein Wunder, dass es mit solch ungenauen Angaben oftmals verschiedene Interpretationsmöglichkeiten für eine Art gibt.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Pablo,


    die Interpretation der alten Namen (und Tafeln) ist immer eine von persönlichen Ansichten geprägte Entscheidung. Die im Einzelfall nicht immer alle anderen mittragen. Jeder argumentiert nach seiner Auffassung, und oft sind verschiedene Argumentationen jede für sich gut begründet. Immer dann alle alten Namen als nomen confusum zu streichen ist auch nicht gerade eine gute Lösung, denn schon aus Respekt vor der Leistung unserer Vorgänger sollte man da zurückhaltend mit sein (meine persönliche Meinung).


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Florian,



    Was für mich gegen Peziza varia spricht ist ganz klar die Größe von Sporen und Asci. Die Sporenlänge ist in meinen Schlüsseln mit 14-16 µm angegeben, die Asci sollten ebenfalls länger sein.


    stimmt, die sind zu groß. Bist Du sicher, dass Dein Mikroskop korrekt geeicht ist? Ich bin schon sehr sicher, dass das nur P. Varia s.l. sein kann. Einzige Alternative wäre für mich P. granularis/granulosa, aber die sind erstens Erdbewohner, zweitens nicht so groß und drittens hätten die glaube ich noch größere Sporen als die von Dir gemessenen.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,



    A. umbrinolutea war ja immerhin schon mal der Name für A. battarrae, also insofern nicht so schlimm,


    das alleine wäre tatsächlich kein Problem.
    Aber der Name battarrae ist ja nicht in der Synonymie verschwunden, sondern er wird ja weiterhin verwendet. Nur eben für eine ganz andere Art jetzt! Da ist Chaos die nächsten 10 Jahre vorprogrammiert, denn wenn mir jetzt jemand Amanita battarrae meldet, dann muss ich jedes Mal fragen "in welchem Sinne denn?" Meint er damit wie bisher die Art vom sauren Nadelwald, oder hat er schon mitbekommen, dass das jetzt eine mediterrane Laubwaldart ist. Gerade für Datensammlungen ist es extrem ungünstig, wenn Namen ihre Bedeutung ändern (siehe z.B. auch Leccinum aurantiacum für L. quercinum seit einiger Zeit, während das bisherige L. aurantiacum nun L. albostipitatum heißen soll - obwohl es da einen älteren Namen gibt, der eigentlich angewandt werden müsste ....).


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    ich würde auch stark für Peziza Varia - Aggregat plädieren, und Funde direkt auf Holz nenne ich immer Peziza micropus. Auch wenn anscheinend molekular alles dasselbe sein soll (varia, repanda, micropus und cerea).
    Die Mittelschicht aus Textura intricata wird bei HOHMEYER als wichtiges Schlüsselmerkmal herangezogen, von HÄFFNER jedoch als witterungsabhängig verworfen .....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Dieter,


    schwierig!
    Ich würde Xerocomus moravicus/leonis nicht ausschließen wollen.
    Aber die Dicke des Röhrenpolster würde durchaus auch auf Leccinum (corsicum) hindeuten.
    Hier würde Dir die Sporenlänge sofort sagen ob es ein Xerocomus oder ein Leccinum ist ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Pablo,


    naja, typische submembranaceas halte ich schon für gut erkennbar, aber wie Du an diesem Thread hier siehst ist es oft nicht eindeutig. Ich halte das was hier gezeigt wurde nicht zwingend für submembranacea. Bräunliche Volvaflecken passen da nicht zu, und von Grauen ja auch keine Spur. Dann gibt's da noch verwandte Taxa wie olivaceogrisea Kalamees oder so, von denen ich meist keine konkrete Vorstellung habe.


    Amanita battarrae ist umgedeutet worden und soll im originalen Sinne ein mediterraner Laubwaldpilz sein. Unser allbekannter Zweifarbiger Scheidenstreifling muss nun wohl leider Amanita umbrinolutea heußen fürderhin.
    Aber ansonsten, ja, du hast recht, das ist auch eine unkritische Art soweit.


    Dennoch gibt es mindestens ein olivbräunliches Texon, das zwischen battarrae/umbrinolutea und submembranacea steht und im Kalk-Laubwald wächst. Mit rostiger Volva, aber nicht so eindeutig zweifarbigem Hut. Und ziemlich groß. Ich habe keinen Namen dafür und hätte den eigentlich gerne umbrinolutea genannt. Geht nun nicht mehr. Ob das aber der mediterrane original-battarrae sein soll? Man wird sehen, ich hoffe dass ich da mal eine vernünftige Kollektion bekomme die man sequenzieren kann.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    leider ist die Diskussion müßig, auch wenn es sich um einen interessanten Fund handelt.
    Diskussionen um Scheidenstreiflinge, zu denen kein Exsikkat vorliegt, keine ausführliche mikroskopische Beschreibung vorliegt, sein definitv Zeitverschwendung.


    In den letzten Jahren sind einige Dutzend (!) neuer Arten beschrieben worden, die sicherlich nicht alles "gute" Arten sind, aber etliches davon ist sicherlich brauchbar. Mit herkömmlicher Literatur lassen sich also nur noch die allerwenigsten Arten bestimmen, wie z.B. A. crocea oder A. ceciliae.


    Es wäre schön, wenn es Mitstreiter gäbe, die Scheidenstreiflingsfunde ausführlich dokumentieren würden. Ich könnte dafür sorgen, dass zumindest die interessanteren sequenziert würden und würde die Daten mit TULLOSS abstimmen, der sich immer über gute Daten freut.
    Wer also für die nächste Saison Interesse hat - bitte melden!


    beste Grüße,
    Andreas