Beiträge von Schwammer-Dieter

    30.07.2016: Farbenfrohes Pilzfestival XXXL - Teil 3

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 3 des Berichtes vom 30.07.2016.

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier
    Teil 6 findet Ihr hier


    Und weiter geht's...

    Fundnummer:
    2016-07-30-1036


    Ein weiterer leuchtender Täubling sprang uns in den Weg...

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Birke (nah) und Fichte (weiter weg noch Kiefer)
    Fundzeit: 30.07.2016
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex, Mitte vertieft
    Huthaut-Konsistenz: trocken matt
    Huthaut-Farbe: rosa, Zentrum bräunlich und etwas oliv, komplett weißfleckig
    Huthaut-Abziehbarkeit: 3/4 abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : absolut ungefärbt (also weiß)
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: rötlich
    Hutrand: stumpf, etwas gerieft
    Lamellen: cremeweiß, Y-Gabeln, sehr wenig Zwischenlamellen, Queradern, entfernt stehend, Lamellenschneiden nicht gezahnt (glatt)
    Lamellensprödigkeit: nicht getestet
    Lamellen-Stielübergang:
    ausgebuchtet angewachsen
    Stiel:
    weiß, fein runzelig, zylindrisch, leicht keulig, etwas mehlartig bereift, verbogen, wattig ausgestopft, beim Trocknen grauend (Basis stark grauend) und auch etwas bräunend über die gesamte Stiellänge
    Stielbasis: etwas zugespitzt, bräunend (bereits am Standort) und stark grauend beim Trocknen
    Fleisch: weiß
    Verfärbungen auf Druck: keine
    Größe: Hutdurchmesser 4 cm, Stiellänge 6 cm, Stieldurchmesser ca. 10 mm
    Sporenpulverfarbe: Pantone 7506U = ████ - am ehesten passt IIa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: unzerrieben: seltsam - "nach Plastikspielzeug" fiel mir spontan ein, zerrieben: fruchtig
    Geschmack: unangenehm, zunächst mild, nach 15 Sekunden scharf aber erträglich, ab 45 Sekunden abklingend und bei 60 Sekunden wieder mild

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 82
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,5 × 0,3 µm; von Q: 0,1; von V: 22 µm³
    Median: von L × B: 7,1 × 6 µm; von Q: 1,2; von V: 130 µm³
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 7 × 6 µm; von Q: 1,2; von V: 134 µm³
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall:
    für L × B: (5,8) 6,4 - 7,6 (8,1) × (5,3) 5,6 - 6,5 (7) µm; für Q: (1) 1,1 - 1,3 (1,4); für V: (84) 105 - 163 (205) µm³

    Warzen:
    Zylindrisch, aber noch häufiger dornig, selten auch babyschnullerförmig
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 116
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 1,08 µm; Standardabweichung S. D.: 0,24 µm; Median: 1,06 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,58) 0,77 - 1,38 (1,74) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,58) 0,68 - 1,47 (1,74) µm

    Hilarfleck:
    polygonal
    (2.1) 2.4 - 2.8 (3) µm
    N = 6
    Me = 2.6 µm

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    Ornament:
    Isoliert, selten ein paar Dopplungen, noch seltener feine, einzelne Verbindungen.
    Das ist A3 nach Romagnesi und Woo

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    Pileozystiden:
    Keulig bis lang-keulig, wenn lang-keulig dann manchmal zugespitzt, 0-1(2) septiert
    Präparat: Huthaut - Radialschnitt (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo/NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 8
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 29 × 1,5 µm; von Q: 5,9
    Median: von L × B: 78 × 7,6 µm; von Q: 9,7
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 85 × 7,9 µm; von Q: 11,7
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (54) 44 - 126 (144) × (6,1) 5,8 - 10 (10) µm; für Q: (5,4) 3,3 - 20,1 (22,8)

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    Epikutis-Endhyphen:
    septiert, gegabelt, Enden rund, teilweise mit sehr langem Fortsatz
    Präparat: Huthaut - Radialschnitt (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo/NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 10
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 2,7 µm; Standardabweichung S. D.: 0,6 µm; Median: 2,8 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (1,7) 1,8 - 3,6 (3,6) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (1,7) 1,5 - 3,9 (3,6) µm

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    Das ist der Grünviolette Täubling (Russula violacea):
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    Fundnummer: 2016-07-30-1045
    Zu jung zum Bestimmen (denn hier wären die Sporen nötig)... ein unbestimmter grauer Scheidenstreifling (Amanita spec.):

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    Auch als Baby:

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    Fundnummer: 2016-07-30-1050
    Eine damals für mich völlig neue Art, die wir aber bis heute schon mehrfach entdecken konnten.
    Kurzstieliger Risspilz (Inocybe langei)
    :

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    Fundnummer: 2016-07-30-1055
    Erst im Jahr 2017 bestimmten wir diese auf dieser Wiese häufig vorkommende Art als Wolliger Milchling (Lactarius vellereus):
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    Fundnummer: 2016-07-30-1101

    Logisch - schon wieder ein Täubling...

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Birke, Kiefer und Fichte
    Fundzeit: 30.07.2016
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex, Mitte leicht vertieft, verbogen
    Huthaut-Konsistenz: glänzend bis matt
    Huthaut-Farbe: rosa, Zentrum deutlich oliv, scheckig, auch ausgeblasst wirkend
    Huthaut-Abziehbarkeit: 1/2 abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : weiß
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine Fraßstellen
    Hutrand: gerieft
    Lamellen: cremeweiß, stark braunfleckend, wenig Y-Gabeln, wenig Zwischenlamellen, Queradern, entfernt stehend, Lamellenschneiden gezahnt, Morsezeichen-artig braunpunktiert
    Lamellensprödigkeit: nicht getestet
    Lamellen-Stielübergang:
    gerade angewachsen
    Stiel:
    weiß, stark gelb-braunfleckig, fein runzelig, zylindrisch, etwas keulig, zusammendrückbar, wahrscheinlich wattig ausgestopft (schlecht zu deuten da madig), beim Trocknen stark bräunend
    Stielbasis: rund
    Fleisch: weiß, an Fraßstellen und in Madengängen gilbend/bräunend, beim Trocknen stark bräunend
    Verfärbungen auf Druck: nicht getestet
    Größe: Hutdurchmesser 6 cm, Stiellänge 6 cm, Stieldurchmesser ca. 13 mm
    Sporenpulverfarbe: Pantone 7507U = ████ - am ehesten passt IIIa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: deutlich fruchtig
    Geschmack: zunächst mild, nach 30 Sekunden scharf aber erträglich, scharf bleibend

    Mit diesen sehr eindeutigen makroskopischen Daten kommt kaum etwas anderes als der Vielfarbige Täubling (Russula versicolor) in Frage.
    Trotzdem prüfe ich kurz die Sporen und die Pileozystiden um sicher zu gehen.

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 97
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,7 × 0,4 µm; von Q: 0,1; von V: 24 µm³
    Median: von L × B: 6,9 × 5,2 µm; von Q: 1,3; von V: 98 µm³
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 6,9 × 5,3 µm; von Q: 1,3; von V: 102 µm³
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich:
    für L × B: (5,4) 6,1 - 7,9 (9,1) × (4,5) 4,9 - 5,8 (6,4) µm; für Q: (1,1) 1,2 - 1,5 (1,6); für V: (65) 76 - 134 (185) µm³

    Warzen:
    zylindrisch, abgerundet
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 42
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 0,58 µm; Standardabweichung S. D.: 0,08 µm; Median: 0,58 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,4) 0,47 - 0,69 (0,82) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,4) 0,44 - 0,72 (0,82) µm

    Hilarfleck:
    Meist länglich, auch zackig, selten oval
    (2.6) 3 - 3.2 (3.7) x (1.5) 1.7 - 2.3 (2.5) µm
    Q = (1.2) 1.3 - 1.9 (2.5) ; N = 9
    Me = 3.1 x 2 µm ; Qe = 1.6

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    Ornament:

    Warzen kaum isoliert, einige Dopplungen, meist aber durch feine Linien mehrere Warzen verbunden, kein Netz ausbildend, selten zebriert
    Das ist C2 nach Romagnesi und Woo

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    Inzwischen kann ich sehr feine Handschnitte ausführen die nur noch ein paar Zellen dick sind:
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    Pileozystiden:
    2-4 septiert, keulig, selten divertikuliert
    Präparat: Huthaut - Radialschnitt (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo/NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 6
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 13 × 0,9 µm; von Q: 1,6
    Median: von L × B: 59 × 4,6 µm; von Q: 11,8
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 58 × 4,9 µm; von Q: 11,8
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (40) 44 - 72 (73) × (4) 4,2 - 6,1 (6,1) µm; für Q: (10) 10,1 - 13,5 (14,4)

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    Epikutishyphen:
    Septiert, verzweigt, gegabelt, Spitzen rund
    Präparat: Huthaut - Radialschnitt (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo/NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 15
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: nicht normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 2,9 µm; Standardabweichung S. D.: 0,6 µm; Median: 2,7 µm
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren: mit 80%-Standardbereich: (2,2) 2,3 - 3,4 (4,6) µm; mit 90%-Standardbereich: (2,2) 2,3 - 3,8 (4,6) µm

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    Ja, das passt alles wie die Faust auf's Auge - nach Vergleich in "Les Russules" - Romagnesi Seite 605ff. Die vielen aufgeführten Variatas habe ich auch geprüft - aber davon kommt keine in Frage. Anzumerken ist dass bei Marxmüller die "häufige kurzgliederige Septierung" nach anderen Autoren eher nicht so ausgeprägt ist.
    Auch wird der Pilz oft mit "mild" bis "leicht schärflich in den Lamellen" beschrieben.
    Doch auch hier liefert Henry Romagnesi die besser passende Beschreibung: "Saveur assez fortement âcre dans les lames"

    Hier also der Vielfarbige Täubling (Russula versicolor):
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    Fundnummer: 2016-07-30-1105
    Die Art kennen wir von zwei Standorten. Dies ist einer davon. Wie Mycena aciculata dort alljährlich zu finden. Zweifelsohne eine der schönsten und farbenprächtigsten Arten, die unsere Funga zu bieten hat.
    Knoblauchsaftling (Hygrocybe helobia)
    :

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    Fundnummer: 2016-07-30-1108
    Noch mal der Schleimfuß-Saftling (Hygrocybe glutinipes):
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    Fundnummer: 2016-07-30-1113
    Die Art kennen wir ebenso von genau zwei Standorten, und das sind sogar die gleichen, wie die der H. helobia. Mikroskopisch kommt man recht schnell auf die Art, denn sie hat sehr lange Lamellentramahyphen, die in Kombination mit den makroskopischen Merkmalen (nicht schuppiger, nicht schleimiger Hut, rote nach gelb ausblassende Farben) dann sehr schnell eindeutig sind.
    Trockenfuß-Saftling (Hygrocybe subpapillata):
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    Weiter zum Teil 4

    30.07.2016: Farbenfrohes Pilzfestival XXXL - Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 30.07.2016.

    Teil 1 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier
    Teil 6 findet Ihr hier


    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2016-07-30-0946

    Bei diesem Täubling nahmen wir mangels Zeit nicht alle Daten auf.

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte, Eiche und Kupfer-Felsenbirne, ca. 8 m entfernt Birke
    Fundzeit: 30.07.2016
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex, Mitte vertieft
    Huthaut-Konsistenz: glänzend
    Huthaut-Farbe: rosa, Zentrum oliv-braun
    Huthaut-Abziehbarkeit: nicht getestet
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : nicht getestet
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine Fraßstellen
    Hutrand: kaum gerieft
    Lamellen: ocker
    Lamellensprödigkeit: nicht getestet
    Lamellen-Stielübergang:
    nicht angeschaut
    Stiel:
    gilbend, keulig, sehr weich
    Stielbasis: rund
    Fleisch: nicht angeschaut
    Verfärbungen auf Druck: nicht getestet
    Größe: Hutdurchmesser 4 cm, Stiellänge 6 cm, Stieldurchmesser ca. 10 mm
    Sporenpulverfarbe:
    am ehesten IIc im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: neutral
    Geschmack: nicht getestet

    Mikroskopische Daten:

    Matthias ermittelte: Sporen: 6-8 x 5-5,5µm, Warzen <1 µm.
    Ornament: C2
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    Das konnte etwas in Richtung Milder Wachs-Täubling (Russula puellaris) oder Vielfarbiger Täubling (Russula versicolor) sein.
    Fertig-Bestimmung folgte später mit Fundnummer 2016-07-30-1101 (siehe dort für Details).
    Es war der Vielfarbige Täubling (Russula versicolor):
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    Fundnummer: 2016-07-30-0948

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte, Eiche und Kupfer-Felsenbirne, ca. 8 m entfernt Birke
    Fundzeit: 30.07.2016
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    konvex
    Huthaut-Konsistenz: feinsamtig
    Huthaut-Farbe: braun
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Stiel:
    weiß mit violettschwarzen Schuppen, außen nicht verfärbend
    Stielbasis: rund
    Größe: Hutdurchmesser 2,5 cm, Stiellänge 4 cm, Stieldurchmesser ca. 15 mm

    Bevor ich in genauer bestimmen konnte hab ich ihn verspeist ;)
    Es bleibt ein unbekannter Rauhfuß-Röhrling (Leccinum spec.):
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    Fundnummer: 2016-07-30-0950

    Und die nächsten Täublinge...

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte, Eiche und Kupfer-Felsenbirne
    Fundzeit: 30.07.2016
    Wuchsform: als Pärchen
    Hutform:
    niedergedrückt, kein Buckel
    Huthaut-Konsistenz: glänzend, man kann durch die Huthaut zwischen den Lammellen durchsehen
    Huthaut-Farbe: rosa, Zentrum dunkel-braun-violett, oliver Schimmer überall
    Huthaut-Abziehbarkeit: vollständig abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : ungefärbt (also creme-ocker)
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine
    Hutrand: stumpf, deutlich gerieft
    Lamellen: creme-gelb, keine Y-Gabeln, kaum Zwischenlamellen, leichte Queradern
    Lamellensprödigkeit: nicht geprüft
    Lamellen-Stielübergang:
    ausgebuchtet angewachsen
    Stiel:
    wässrig weiß, keulig, zusammendrückbar, wattig ausgestopft, fast hohl, nicht gilbend oder grauend aber beim Trocknen dann grauend
    Stielbasis: rund
    Fleisch: zehr zerbrechlich, weiß, nicht gilbend oder grauend aber beim Trocknen dann grauend
    Verfärbungen auf Druck: nicht getestet
    Größe: Hutdurchmesser 3 cm, Stiellänge 4 cm, Stieldurchmesser ca. 7 mm
    Sporenpulverfarbe: Pantone 141U = ████ - am ehesten passt IVa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: zerrieben fruchtig
    Geschmack: völlig
    mild (unmittelbar und auch nach 1 Minute Kauen)

    Mit diesen makroskopischen Daten bleibt eigentlich nur ein Täubling übrig: Der Geriefte Weich-Täubling (Russula nauseosa).
    Ich begnüge mich kurz mit einer Sporenuntersuchung um dies zu bestätigen.

    Mikroskopische Daten:
    Sporen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 47
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: nicht normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,5 × 0,5 µm; von Q: 0,1; von V: 33 µm³
    Median: von L × B: 7,2 × 6,1 µm; von Q: 1,2; von V: 140 µm³
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 7,3 × 6,1 µm; von Q: 1,2; von V: 146 µm³
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich:
    für L × B: (6,7) 6,7 - 7,9 (9,4) × (5,1) 5,6 - 6,6 (7,4) µm; für Q: (1,1) 1,1 - 1,3 (1,3); für V: (93) 111 - 181 (271) µm³

    Warzen:
    Zylindrisch bis knubbelig, babyschnullerförmig
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 88
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 0,78 µm; Standardabweichung S. D.: 0,19 µm; Median: 0,78 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,29) 0,53 - 1,03 (1,33) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,29) 0,46 - 1,1 (1,33) µm

    Apikulus:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 11
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,3 × 0,2 µm; von Q: 0,3
    Median: von L × B: 1,8 × 1,3 µm; von Q: 1,4
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 1,9 × 1,3 µm; von Q: 1,5
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (1,6) 1,5 - 2,2 (2,4) × (1) 1 - 1,5 (1,5) µm; für Q: (1,1) 1,1 - 1,9 (2)

    Hilarfleck:
    polygonal

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    Die stark in der Größe unterschiedlichen Sporen, das Ornament "locker punktiert", Warzenhöhe sprechen für den Gerieften Weich-Täubling (Russula nauseosa), auch wenn die Sporen etwas zu klein ausfallen.

    Der Geriefte Weich-Täubling (Russula nauseosa):
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    Fundnummer: 2016-07-30-1001
    Wie im letzten Jahr am gleichen Standort in ähnlich großer Zahl zu finden. Diesmal haben wir aber nicht ganz so ausführlich fotografiert.
    Haariger Helmling (Mycena aciculata)
    :
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    Fundnummer: 2016-07-30-1003

    Ein weiterer nicht zu übersehender Pilz...

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Birke, Fichte und Eiche
    Fundzeit: 30.07.2016
    Wuchsform: gesellig
    Hutform:
    jung: halbkugelig, alt: konvex, niedergedrückt
    Huthaut-Konsistenz: etwas schmierig
    Huthaut-Farbe: Zentrum braun, nach außen hin beige werdend
    Huthaut-Abziehbarkeit: nicht getestet
    Fleischfarbe unter Huthaut
    : nicht getestet
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine
    Hutrand: scharfkantig, deutlich gerieft
    Lamellen: ocker, braunfleckend, viele Y-Gabeln, keine Zwischenlamellen, sichelförmig
    Lamellensprödigkeit: nicht geprüft
    Lamellen-Stielübergang:
    ausgebuchtet angewachsen
    Stiel:
    ocker, braunfleckend, zylindrisch bis keulig, zusammendrückbar, total hohl, beim Trocknen stark bräunend
    Stielbasis: rund
    Fleisch: weiß, braunfleckend, beim Trocknen stark bräunend
    Verfärbungen auf Druck: nicht getestet
    Größe: Hutdurchmesser 7-10 cm, Stiellänge 7-10 cm, Stieldurchmesser ca. 20-35 mm
    Sporenpulverfarbe: Pantone 7506U = ████ - am ehesten passt IIb im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: fruchtig
    Geschmack: zuerst
    mild, nach 10 Sekunden scharf aber erträglich, widerlich
    Chemische Reaktion: KOH auf Stielbasis: rotorange bis braun, weiter oben gelblich

    Sporendaten:

    Sporen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 68
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,5 × 0,4 µm; von Q: 0,1; von V: 30 µm³
    Median: von L × B: 8 × 6,5 µm; von Q: 1,2; von V: 172 µm³
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 8 × 6,4 µm; von Q: 1,3; von V: 175 µm³
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall:
    für L × B: (6,6) 7,3 - 8,7 (9,5) × (5,1) 5,9 - 6,9 (7,3) µm; für Q: (1) 1,2 - 1,3 (1,4); für V: (90) 136 - 214 (243) µm³

    Warzen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 52
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 0,74 µm; Standardabweichung S. D.: 0,13 µm; Median: 0,73 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,5) 0,58 - 0,9 (1,11) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,5) 0,53 - 0,95 (1,11) µm

    Apikulus:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 18
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,3 × 0,2 µm; von Q: 0,2
    Median: von L × B: 1,7 × 1,2 µm; von Q: 1,4
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 1,8 × 1,2 µm; von Q: 1,5
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (1,3) 1,4 - 2,3 (2,5) × (1) 1 - 1,5 (1,6) µm; für Q: (1,2) 1,2 - 1,8 (2,1)

    Hilarfleck:
    rund
    2.8 - 4 µm
    N = 3
    Me = 3.3 µm

    Ornament:
    2-3 Verbindungen, auch Doppelungen und gratige Ketten, selten zebriert.
    Das ist Typ B2(3)

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    Zum entschlüsseln verwendete ich ausnahmsweise mal Sarnari, dort Seite 408.
    1b > 2 > 2b > 5 > 6 > 6b > 8 > 10 > 10a = Russula subfoetens
    Dann auch Marxmüller, Kibby, Romagnesi, GPBW und Gröger gegengeprüft.

    Das ist der Gilbende Stink-Täubling (Russula subfoetens):
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    Fundnummer: 2016-07-30-1024
    Den haben wir an dieser Stelle nicht in so großer Zahl erwartet. Damit ist wieder ein neuer recht großer Standort der Art entdeckt.
    Brätling (Lactarius volemus)
    :
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    Weiter zum Teil 3

    26.07.2016: Schnell mal auf'm Spielplatz
    Update 22.02.2019 (Forums-Software change)

    Liebe Pilz-Freunde,
    auf'm Weg zu Oma und Opa hab ich schnell mal auf'm Spielplatz angehalten und geschaut...
    Neben lecker Pilzen gab es noch 2 interessante Arten die ich Euch gerne zeige.
    Viel Spaß!

    Fundnummer: 2016-07-26-1624
    Lecker lecker waren die Netzstieligen Hexenröhrlinge (Suillellus luridus) in großer Anzal:
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    Fundnummer: 2016-07-26-1633

    Der nächste Fund war zunächst vollkommen unklar und gab mir Rätsel auf...

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Rasen (keine Bäume in der Nähe)
    Fundzeit:
    26.07.2016
    Wuchsform: vereinzelt
    Hutform:
    flach, wellig verbogen
    Huthaut: gelb-braun, etwas klebrig, Mitte vertieft
    Hygrophanität: nicht festgestellt
    Hutrand: wellig verbogen, schartig
    Lamellen: braun, bauchig, mit Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden: weiß
    Lamellen-Stielübergang:
    ausgebuchtet angewachsen
    Stiel: ockergelb, oben breiter werdend und flach gedrückt zu ovalem Querschnitt, seidig glänzend, längsfaserig, fest, biegsam, hohl, mit Mark gefüllt
    Stielbasis:
    dickknollig (2 mal so dick wie der Stiel)
    Fleisch:
    ockergelb, Stiel mit Mark gefüllt
    Größe: Hutdurchmesser ca. 2-3 cm, Stiellänge ca. 5-7 cm, Stieldurchmesser ca. 1,5-2,5 mm
    Sporenpulverfarbe: Pantone 4695U = ████
    Geruch: neutral, beim zerschneiden könnte er leicht mehlig gewesen sein (schwach und unsicher)
    Geschmack: nicht probiert

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    glatt, feine Öltröpfchen, deutlicher Keimporus, Größe sehr variabel, gelbbraun hyalin, in KOH: keine Reaktion, dickwandig
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 112
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 1,1 × 0,8 µm; von Q: 0,1; von V: 104 µm³
    Median: von L × B: 11,2 × 7,3 µm; von Q: 1,5; von V: 317 µm³
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 11,3 × 7,4 µm; von Q: 1,5; von V: 334 µm³
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich:
    für L × B: (9,1) 10 - 12,7 (15) × (6) 6,6 - 8,4 (10,1) µm; für Q: (1,3) 1,4 - 1,7 (1,8); für V: (173) 234 - 450 (804) µm³

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    Cheilozystiden:
    tibiiform, manchmal lageniform, Schnallen: keine gefunden
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 22
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 5,5 × 1,9 µm; von Q: 0,6
    Median: von L × B: 32,2 × 7,6 µm; von Q: 4,1
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 32,3 × 8,3 µm; von Q: 4
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (22,5) 25 - 39,6 (40,5) × (5,2) 5,8 - 10,7 (12) µm; für Q: (2,8) 3,1 - 4,8 (5,7)

    Cheilozystiden - Kopfdurchmesser:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 20
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 3,77 µm; Standardabweichung S. D.: 0,89 µm; Median: 3,7 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (2,42) 2,58 - 4,95 (5,57) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (2,42) 2,22 - 5,31 (5,57) µm

    Cheilozystiden - Halsdurchmesser an eingeschnürtester Stelle:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 19
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 2,56 µm; Standardabweichung S. D.: 0,45 µm; Median: 2,61 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (1,88) 1,96 - 3,17 (3,67) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (1,88) 1,78 - 3,35 (3,67) µm

    Pleurozystiden:
    keine vorhanden

    Basidien:
    4-sporig und 2-sporig, Schnallen: keine gefunden
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 5
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 28,6 × 9,8 µm; von Q: 2,9
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (27,4) 27,6 - 29,9 (29,9) × (9,4) 9,4 - 10,1 (10,1) µm; für Q: (2,8) 2,8 - 3,1 (3,2)

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    Nach einiger Recherche konnte er jedoch geknackt werden.
    Es ist der Halbkugelige Ackerling (Agrocybe pediades):
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    Fundnummer: 2016-07-26-1649

    Fund Nummer 3 war ein interessantes Samthäubchen...

    Morphologische Daten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, auf Rasen (keine Bäume in der Nähe)
    Fundzeit:
    26.07.2016
    Wuchsform: vereinzelt
    Hutform:
    glockig-konvex
    Huthaut: gelblich-braun, glatt, zentrifugal-rissig
    Hygrophanität: ja
    Hutrand: Lamellen durchscheinend
    Lamellen: orange-braun, bauchig, mit Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden: weiß
    Lamellen-Stielübergang:
    nicht zu deuten
    Stiel: creme-gelb, nach unten dunkler werdend, Spitze rinnig bereift, längsfaserig, hohl
    Stielbasis:
    knollig
    Fleisch:
    ohne Besonderheiten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 1-1,3 cm, Stiellänge ca. 5-7 cm, Stieldurchmesser ca. 1 mm
    Sporenpulverfarbe: Pantone 1817U = ████
    Geruch: neutral
    Geschmack: nicht probiert
    Farben des Exsikkates: Hut: ockerbraun, nicht gelblich, Stiel: rotbraun

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:

    rotbraun, glatt, in Grundform ellipsoid aber variabel, dickwandig, großer zentraler Keimporus
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 87
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,5 × 0,4 µm; von Q: 0,1; von V: 40 µm³
    Median: von L × B: 12,2 × 6,6 µm; von Q: 1,8; von V: 278 µm³
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 12,1 × 6,6 µm; von Q: 1,8; von V: 277 µm³
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall:
    für L × B: (11,1) 11,5 - 12,8 (13,7) × (5,7) 6,1 - 7,1 (7,7) µm; für Q: (1,5) 1,7 - 2 (2,1); für V: (195) 226 - 328 (373) µm³

    Sporen-Wandstärke:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 18
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 0,72 µm; Standardabweichung S. D.: 0,06 µm; Median: 0,71 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,62) 0,65 - 0,8 (0,85) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,62) 0,62 - 0,82 (0,85) µm

    Keimporus-Durchmesser:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 11
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 1,15 µm; Standardabweichung S. D.: 0,13 µm; Median: 1,11 µm
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren: mit 80%-Standardbereich: (0,98) 1,04 - 1,33 (1,43) µm; mit 90%-Standardbereich: (0,98) 1,01 - 1,38 (1,43) µm

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    Kaulozystiden:

    lecythiform (entnommen am oberen Stielviertel). Messung der Hauptabmessungen war nicht möglich, sehr wenig gefunden

    Kaulozystiden-Kopfdurchmesser:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 10
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 3,69 µm; Standardabweichung S. D.: 0,27 µm; Median: 3,76 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (3,31) 3,33 - 4,06 (4,11) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (3,31) 3,21 - 4,18 (4,11) µm

    Kaulozystiden-Halsdurchmesser:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 9
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 1,16 µm; Standardabweichung S. D.: 0,23 µm; Median: 1,16 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,79) 0,84 - 1,47 (1,55) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,79) 0,74 - 1,58 (1,55) µm

    Kaulozystiden-Halslänge:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 6
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 3,85 µm; Standardabweichung S. D.: 1,45 µm; Median: 4,08 µm
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren: mit 80%-Standardbereich: (1,85) 2,27 - 5,2 (5,29) µm; mit 90%-Standardbereich: (1,85) 2,06 - 5,24 (5,29) µm

    Cheilozystiden:
    lecythiform, sehr häufig
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 10
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 1,5 × 0,5 µm; von Q: 0,2
    Median: von L × B: 19,4 × 7,5 µm; von Q: 2,6
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 19,6 × 7,5 µm; von Q: 2,6
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (17,6) 18 - 21,1 (22) × (6,7) 6,9 - 8,1 (8,2) µm; für Q: (2,4) 2,4 - 2,8 (3)

    Cheilozystiden-Kopfdurchmesser:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 13
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 3,97 µm; Standardabweichung S. D.: 0,32 µm; Median: 3,97 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (3,47) 3,54 - 4,4 (4,74) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (3,47) 3,41 - 4,54 (4,74) µm

    Cheilozystiden-Halsdurchmesser:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 13
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: nicht normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 1,08 µm; Standardabweichung S. D.: 0,13 µm; Median: 1,06 µm
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren: mit 80%-Standardbereich: (0,86) 0,97 - 1,22 (1,41) µm; mit 90%-Standardbereich: (0,86) 0,92 - 1,31 (1,41) µm

    Cheilozystiden-Halslänge:
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 12
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 2,1 µm; Standardabweichung S. D.: 0,67 µm; Median: 2,08 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (1,18) 1,19 - 3 (3,25) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (1,18) 0,9 - 3,29 (3,25) µm

    Basidien:
    4-sporig und 2-sporig, die 4-sporigen überwiegen.
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 17
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 2,37 × 0,4 µm; von Q: 0,2
    Median: von L × B: 25,48 × 11,7 µm; von Q: 2,1
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 25,09 × 11,8 µm; von Q: 2,1
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (21,34) 21,86 - 27,76 (28,99) × (11,3) 11,4 - 12,5 (12,8) µm; für Q: (1,8) 1,9 - 2,4 (2,5)

    mush-12928.jpg

    Das Schlüsseln ergab:
    (gelb sind unsichere Schlüsselpunkte)

    Gröger II:
    Seite 324 > A > A* > B > B* > H > H* > I > I* > Teilschlüssel c, S. 357 > 1 > 1b > 2 > 2b > 3 > 3b > 8 > 8b > 15 > 15b > 22 > 22b > 24 > 24b > 25 > 25b > 26 > 26b > 27 > 27b > 28 > 28b > 29 > 29b > 30 > 30a = Conocybe tenera --> Fungi Europaei S. 154 --> Sporen etwas zu groß

    Seite 324 > A > A* > B > B* > H > H* > I > I* > Teilschlüssel c, S. 357 > 1 > 1b > 2 > 2b > 3 > 3b > 8 > 8b > 15 > 15b > 22 > 22b > 24 > 24b > 25 > 25b > 26 > 26b > 27 > 27a = Conocybe semiglobata var. semiglobata -->Fungi Europaei S. 162 --> passt sehr gut.

    Seite 324 > A > A* > B > B* > H > H* > I > I* > Teilschlüssel c, S. 357 > 1 > 1b > 2 > 2b > 3 > 3b > 8 > 8b > 15 > 15b > 22 > 22b > 24 > 24b > 25 > 25b > 26 > 26b > 27 > 27b > 28 > 28b > 29 > 29a > Conocybe subalpina --> Fungi Europaei S. 145 --> Sporen sind zu groß, desalb auch in FE-Schlüssel raus

    Seite 324 > A > A* > B > B* > H > H* > I > I* > Teilschlüssel c, S. 357 > 1 > 1b > 2 > 2b > 3 > 3a > 4 > 4b > 5 > 5b > 6 > Sackgasse

    Seite 324 > A > A* > B > B* > H > H* > I > I > Teilschlüssel b, S. 347 > 1 > 1b > 14 > 14b > 21 > 21a > 22 > 22a > Conocybe pulchella --> Fungi Europaei S. 282 --> Sporen sind zu klein

    Seite 324 > A > A* > B > B* > H > Teilschlüssel a (a/1, S. 330; a/2, S. 337) > a/2, S. 337 > 20b > 22 > 22b > 23 > 23b > 26 > 26b > 28 > 28b > 29 > 29b > 33 > 33b > 34 > 34b > 36 > 36b > 37 > 37b > 38 > 38b > 39 > Sackgasse

    Seite 324 > A > A* > B > B* > H > Teilschlüssel a (a/1, S. 330; a/2, S. 337) > a/2, S. 337 > 20a > 21 > 21b > Sackgasse

    Fungi Europaei:
    S116 > 1 > 1* > 2 > 2* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 6 > 6* > 7 > 7* > 9 > Sekt. Conocybe (Schlüssel A) > 1 > 1* > 9 > 9* > 13 > 13* > 16 > 16* > 23 > 26 > 26* > 30 > 30* > 31 > 32 > 32* > 34 > 34* > 37 > 37* > 38 > 38* > 39 > 8) Conocybe semiglobata var. semiglobata --> Fungi Europaei S. 162 --> siehe oben

    S116 > 1 > 1* > 2 > 2* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 6 > 6* > 7 > 7* > 9 > Sekt. Conocybe (Schlüssel A) > 1 > 1* > 9 > 9* > 13 > 13* > 16 > 16* > 23 > 26 > 26* > 30 > 30* > 31 > 32 > 32* > 34 > 35 > Conocybe tenera --> Fungi Europaei S. 154 --> siehe oben

    S116 > 1 > 1* > 2 > 2* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 6 > 6* > 7 > 7* > 9 > Sekt. Conocybe (Schlüssel A) > 1 > 1* > 9 > 9* > 13 > 13* > 16 > 16* > 23 > 26 > 26* > 30 > 30* > 31 > 32 > 32* > 34 > 35* > 36 > 36* > Sackgasse

    S116 > 1 > 1* > 2 > 2* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 6 > 6* > 7 > 7* > 9 > Sekt. Conocybe (Schlüssel A) > 1 > 1* > 9 > 9* > 13 > 13* > 16 > 16* > 23 > 26 > 26* > 30 > 30* > 31 > 32 > 33 > Sackgasse

    Nach Rücksprache mit Matthias und Andreas ist das das Halbkugelige Samthäubchen (Conocybe semiglobata var. semiglobata):
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    Das war's für heute....
    Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare,
    Beste Grüße
    Dieter

    Hi,
    Sarnari schreibt dazu auf Seite 1323:
    "Resta tuttavia da accertare che non si tratti di Roseinae, vista la reazione "rosso Fucsia" con SV sul secco (reazione di cui non sono precisate la brillantezza e la persistenza)."
    Ich kann diesen Satz nicht 100% sicher übersetzen - könnt Ihr mir dabei helfen?
    Beste Grüße
    Dieter


    PS: ZU Russula roseoaurantia gibt es noch keine Sequenzen --> phylogenetisch konnte Helga dort also sowieso nicht landen.

    Hallo zusammen,
    vielen Dank an alle. Das hilft mir schon - es gibt also keine weiteren Voraussetzungen, als nur die eine, dass man eben eine neue Art gefunden hat.
    Damit ist die Frage abgehakt.
    Wo wir nun schon beim Thema "Inhalt" einer Erstbeschriebung sind: Hat jemand vielleicht ein Muster-Besipiel für eine moderne Erstbeschreibung (ideal wäre für mich Englisch) parad?


    @ Öhrling:
    > die Antworten werden möglicherweise zielgenauer, wenn du dazuschreibst, was du vorhast und wo du gerade stehst. z. B. hast du eine neue Art entdeckt?


    Momentan habe ich noch nichts weiter vor - es hat mich einfach interessiert - obwohl ich tatsächlich eine neue Art gefunden habe, die nun quasi als neu "abgesegnet" ist.


    Beste Grüße
    Dieter

    Vielen Dank Christoph,
    ich sehe ich muss nochmals mein Frage erklären, denn auch das ist nicht das was ich meine.
    Was Du beschreibst ist schon einen Schritt zu weit, nämlich bei den Schritt bei dem man schon die Beschreibung macht, und zum Beispiel einen gültigen Namen auswählt. Darum geht es mir noch nicht.
    Es geht um die Voraussetzungen, die vorhanden sein müssen, dass man überhaupt eine Erstbeschreibung machen kann.
    Bislang haben wir nur eine einzige Voraussetzung genannt:
    - Der Pilz muss eine neue Art sein
    Vom Hören-Sagen weiß ich, dass es evtl aber noch weitere Voraussetzungen gibt, nämlich z. B. dass Teile der Erstbeschriebung vorher noch nicht veröffentlicht worden sein dürfen.
    Und dazu muss es ja ein Regelwerk geben. Und diese Regeln sowie alle weiteren die es evtl gibt suche ich.
    Beste Grüße
    Dieter

    Hallo Karl und Öhrling,
    vielen Dank, aber (siehe oben) es geht in diesem Thread nicht um den Inhalt einer Erstbeschreibung, sondern um die Voraussetzungen.


    Hallo Christoph,
    OK, da kann ich schon einiges an Voraussetzungen herauslesen.
    Die Grundvoraussetzung, nämlich dass es nachweislich eine neue Art ist - ist natürlich klar.


    Speziell geht es mir auch um die Voraussetzung "Darf vorher noch nicht veröffentlicht gewesen sein" --> was hat es damit auf sich? Wo ist das zu lesen?


    Beste Grüße
    Dieter

    Hallo Pilzfreunde,
    ich suche derzeit die Voraussetzungen für die Erstbeschreibung eines Pilzes zusammen.
    Ich bitte Euch um Eure Mithilfe um daraus eine Auflistung zu erstellen. Vielleicht gibt es ja schon eine solche (gefunden habe ich nichts).
    Momentan geht es noch nicht um "Wie macht man eine Erstbeschreibung?" sondern wirklich nur um "Was sind die Voraussetzungen für eine Erstbeschreibung?".
    Vielen Dank für jeden Hinweis dazu.
    Beste Grüße
    Dieter

    Hallo Karl,
    die Huthaut von Versicolor müsste mindestens 1/2 abziehbar sein. Bei Cratarelles Pilz ist sie aber nur 1/3 abziehbar.
    Ebenso sollte das Fleisch unter der Huthaut bei versicolor ungefärbt sein.
    Dann haben wir bei Cratarelles Pilz noch die fein zentrifugal gerunzelte Hutoberfläche.
    Versicolor hat das nicht. Paludosa aber schon.
    Deshalb tendiere ich zu Russula paludosa.
    Beste Grüße
    Dieter

    22.07.2016: Schnell mal nach der Arbeit - Teil 2


    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 22.07.2016.

    Teil 1 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2016-07-22-1628
    Diesen musste ich einfach fotografieren ;)
    Samtfußkrempling (Tapinella atrotomentosa):
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    Fundnummer: 2016-07-22-1637
    Sehr häufig, aber immer wieder schön.
    Brennender Rübling (Gymnopus peronatus):
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    Fundnummer: 2016-07-22-1644

    Ein recht schwer bestimmbarer Täubling kündigte sich an.

    Makrodaten:
    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei Fichte, Kiefer, Birke
    Bodenart: trockener Lehmboden an sonniger Stelle
    Fundzeit: 22.07.2016
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    halbkugelig
    Huthaut-Konsistenz: trocken matt
    Huthaut-Farbe: orangerot mit minimalem oliven Schimmer
    Huthaut-Abziehbarkeit:
    fast komplett abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut:
    rötlich
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine
    Hutrand:
    minimal gerieft
    Lamellen: cremeweiß, keine Zwischenlamellen, keine Y-Gabeln, mittelweit entfernt stehend, bauchig
    Lamellenschneiden: glatt, nicht gesägt, vom Rand her rosa
    Lamellensprödigkeit: nicht getestet
    Lamellen-Stielübergang:
    gerade angewachsen
    Stiel:
    weiß, an der Spitze leicht rosa behaucht, beim Trocknen gilbend und etwas rötend, runzelig, fest, kaum zusammendrückbar, wattig ausgestopft, nirgends grauend
    Verfärbungen auf Druck: nicht getestet
    Stielbasis: gilbend, etwas knollig
    Fleisch: cermeweiß, im Schnitt etwas gilbend und etwas rötend, nirgends grauend
    Größe: Hutdurchmesser 4 cm, Stiellänge 3 cm, Stieldurchmesser ca. 10 mm
    Sporenpulverfarbe: Pantone 7507U = ████ - Am ehesten passt IIIa im direkten Vergleich mit der Romagnesi-Tafel
    Geruch: am Standort neutral, im Schnitt leicht fruchtig, zerrieben fruchtig, nicht fischig-ölig
    Geschmack: mild und nussig, nach längerem kauen minimal schärflich
    Chemische Reaktionen: Mit KOH auf Huthaut gelborange

    Mikrodaten:

    Sporen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 113
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: nicht normalverteilt; Breite: nicht normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,6 × 0,4 µm; von Q: 0,1; von V: 31 µm³
    Median: von L × B: 7,4 × 5,9 µm; von Q: 1,3; von V: 137 µm³
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 7,5 × 6 µm; von Q: 1,3; von V: 142 µm³
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich:
    für L × B: (6,3) 6,8 - 8,2 (9,6) × (5,1) 5,6 - 6,4 (7,2) µm; für Q: (1,1) 1,2 - 1,3 (1,5); für V: (86) 112 - 174 (259) µm³
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich:
    für L × B: (6,3) 6,7 - 8,7 (9,6) × (5,1) 5,5 - 6,7 (7,2) µm; für Q: (1,1) 1,2 - 1,4 (1,5); für V: (86) 107 - 205 (259) µm³
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: nicht anwendbar, da nicht normalverteilt

    Warzen:
    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 30
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 0,66 µm; Standardabweichung S. D.: 0,07 µm; Median: 0,67 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (0,52) 0,57 - 0,76 (0,79) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (0,52) 0,54 - 0,79 (0,79) µm

    Hilarfleck:
    Messwertanzahl: n = 8; Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 2,6 µm; Standardabweichung S. D.: 0,3 µm; Median: 2,6 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (2,1) 2,1 - 3,1 (3,1) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (2,1) 2 - 3,2 (3,1) µm

    Apikulus:

    Melzers Reagenz; Messwertanzahl: n = 16; Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 1,9 × 1,1 µm; von Q: 1,7
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (1,4) 1,6 - 2,1 (2,2) × (0,8) 0,9 - 1,4 (1,4) µm; für Q: (1,3) 1,3 - 2,1 (2,5)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (1,4) 1,5 - 2,2 (2,2) × (0,8) 0,8 - 1,4 (1,4) µm; für Q: (1,3) 1,1 - 2,3 (2,5)

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    Ornamente:
    isoliert, selten 2-3 Warzen durch feine Linien miteinander verbunden, wenige Dopplungen, keine ornamentierungsfreie Bereiche wie bei Russula cruentata
    Insgesamt ist das A(B)2 nach Woo und Romagnesi

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    Basidien:
    4-sporig
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 4
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 38,2 × 11,1 µm; von Q: 3,5
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (35,1) 35,5 - 42,3 (44,6) × (10) 10,4 - 11,6 (11,6) µm; für Q: (3) 3,1 - 4,1 (4,4)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (35,1) 35,3 - 43,4 (44,6) × (10) 10,2 - 11,6 (11,6) µm; für Q: (3) 3,1 - 4,3 (4,4)
    Sterigmen:
    ca. 3.9 - 5.7 µm; N = 4; Me = 4.9 µm

    Cheilozystiden / Pleurozystiden:
    spindelig, appendikuliert
    Präparat: Lamellenstück (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 9
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 6,9 × 0,7 µm; von Q: 0,4
    Median: von L × B: 48,2 × 8,2 µm; von Q: 6,2
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 49,9 × 8,2 µm; von Q: 6,1
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (38,7) 40,2 - 59,6 (59) × (7,1) 7,2 - 9,1 (9,1) µm; für Q: (5,4) 5,5 - 6,7 (6,7)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (38,7) 37 - 62,8 (59) × (7,1) 6,9 - 9,4 (9,1) µm; für Q: (5,4) 5,3 - 6,9 (6,7)

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    Pileozystiden:
    0-2-septiert, zylindrisch bis keulig
    Präparat: Präparat: Huthaut - Radialschnitt (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo/NH3 bzw. Karbolfuchsin --> P. Wäsche; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 10
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 20,6 × 1,1 µm; von Q: 4,9
    Median: von L × B: 61,6 × 4,4 µm; von Q: 11,8
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 59,6 × 4,6 µm; von Q: 13,3
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (25,7) 31,2 - 88,1 (88,1) × (3,2) 3 - 6,2 (6,5) µm; für Q: (6,2) 6,5 - 20,1 (20,3)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (25,7) 21,9 - 97,4 (88,1) × (3,2) 2,5 - 6,7 (6,5) µm; für Q: (6,2) 4,3 - 22,4 (20,3)
    Inkrustationen der Pileozystiden:
    Die Inkrustationen mussten für die Bestätigung der Bestimmung untersucht werden.
    Es sind leichte Inkrustationen vorhanden, schwer erkennbar und schwer zu fotografieren - aber da.

    Hyphen/Endhypen:
    0-2-septiert, manchmal spitz zulaufend, meistens aber stumpf, nicht geweihförmig verzweigt wie bei Russula cruentata
    Präparat: Huthaut - Radialschnitt (Exsikkat) --> Ammo 10% --> Kongo/NH3; Untersuchungsmedium: GSM; Messwertanzahl: n = 25
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: normalverteilt
    Arithmetischer Mittelwert Me: 3 µm; Standardabweichung S. D.: 0,6 µm; Median: 3 µm
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren: mit 80%-Konfidenzintervall: (2) 2,2 - 3,7 (4,1) µm; mit 90%-Konfidenzintervall: (2) 2 - 3,9 (4,1) µm

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    Pileozystiden mit den schwer erkennbaren Inkrustationen in Karbolfuchsin:
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    Hier ist klar: Das ist Ziegelrote Täubling (Russula velenovskyi) oder der Blutübergossene Täubling (Russula cruentata).
    Die Zeitschrift für Mykologie Band 67/1 2001 hat einen guten Schlüssel und eine gute Beschreibung für die besagte Gruppe.
    Des weitern lassen sich Marxmüller Seite 608 empfehlen und Romagnesi Seite 804.
    Es ist der Ziegelrote Täubling (Russula velenovskyi):
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    KOH-Reaktion auf Huthaut (ist für die Bestimmung hier aber unrelevant, ich machte den Test weil ich verdacht auf Russula font-queri hatte, dessen Huthaut hellgelb verfärbt mit KOH)
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    Fundnummer: 2016-07-22-1651
    Diesen konnte ich nur bestimmen, weil ich später nochmal am Standort war...
    Fenchelporling (Gloeophyllum odoratum):
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    Fundnummer: 2016-07-22-1657

    Zum Abschluss noch ein interessanter Risspilz - der zweiter schwer bestimmbare Pilz heute...

    Fundort: Überwiegender Fichtenwald, an Wegrand (unter Farnen) bei Fichte, Kiefer und weiter entfernt einige wenige Birken.
    Größe: Hut: 3,2cm Durchmesser, Gesamtlänge: 8,6cm.
    Geruch: vor Ort nur als solcher wahrzunehmen, aber in Dose und nach Zerreiben eindeutig spermatisch.
    Hut: filzig-faserig, in der Mitte mit dunklerem, zugespitztem Buckel.
    Stiel: nur oben bereift, auf ganzer Länge (je nach Lichteinfall) ein schwacher Lilaton zu erkennen. Im zweiten großen Makrobild kommt die lilaliche Farbe jedenfalls auf meinem Monitor sehr gut an die vor Ort wahrgenommene Farbe hin.
    Sielbasis: nicht verdickt
    Sporen: 8-10 x 4,5-5,5µm, glatt.
    Kaulozystiden: sehr lange und schmal mit (meist) relativ dünner Wand.
    Cheilo- und Pleurozystiden reichlich vorhanden, recht ähnlich, meist kristallbesetzt, mit normaler Wandstärke, in KOH ist diese etwas dicker und einige Zystiden mäßig gelb verfärbend. Lamellenschneide mit keuligen, farblosen Zystiolen untermischt.


    Nach Rücksprache mit Dr. Ditte Bandini ist das ein Pilz aus dem Stamm der Radialrissigen Risspilze (Inocybe stirps pusio):
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    Das war's für heute....
    Wir freuen uns wie immer auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

    22.07.2016: Schnell mal nach der Arbeit - Teil 1


    Liebe Pilz-Freunde,
    an diesem Tag schauten ich und Matthias schnell mal im Garten meiner Mutter und in einem Mischwaldstück um die Ecke.
    Die Tour war sehr kurz,, trotzdem fanden wir einige interessante Pilze...
    Gerne nehmen wir Euch wieder mit...
    Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 2 Teile aufteilen.

    Teil 2 findet Ihr hier

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün. ;)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.
    Und los geht's...

    Fundnummer: 2016-07-22-1337
    Für mich ein sehr schöner Erstfund, da ich die Art lange gesucht und nie gefunden habe. Ich ahnte ja nicht, dass ich in diesem Jahr (2016) noch drei weitere Fundorte von Marasmius curreyi finden werde, davon ein Exemplar sogar im eigenen Garten.
    Gras-Schwindling (Marasmius curreyi)
    :
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    Fundnummer: 2016-07-22-1423
    Blaustieliger Heftelnabeling (Rickenella swartzii)
    :
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    Fundnummer: 2016-07-22-1429
    Orangeroter Heftelnabeling (Rickenella fibula)
    :
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    Fundnummer: 2016-07-22-1618
    Dass ein Pilz sowas von scharf sein kann. Den Geschmackstest vergesse ich jedenfalls nicht so schnell.
    Langstieliger Pfeffermilchling (Lactarius piperatus):
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    Weiter zum Teil 2

    Danke Andreas für Deine Hinweise,
    ja mein Latein ist wirklich schlecht ;)
    Ja, auch klar mit den niedrigen Bootrstrap-Werten. Allerdings: Die Abstandswerte sind ebenso zu betrachten. Niedrige Bootstrap-Werte innerhalb der hypothetischen Clade bedeuten nicht, dass der Knoten aus der Clade beliebig weit herausspringen kann. Aber Du hast natürlich Recht, die Stellung des jeweiligen Knotens im Phylogramm, welches auch bei 100% Bootstrap-Werten eine Hypothese bleibt, ist sehr unsicher.
    Beste Grüße
    Dieter

    Danke Andreas,
    den Tipp werd ich mir gleich abspeichern.
    Zum Fundzeitpunkt wusste ich noch nichts von den Chemischen Reaktionen, da ich da gerade mal "Cortinarius" erkannte ;)
    Inzwischen hab ich eine ToDo Liste für Cortinarius mit der Aufnahme aller morphologischen Daten und chemischen Reaktionen.
    Da gibt es ja ne menge zu tun bei der Datenaufnahme.
    In Funden ab 2017 ist dies alle mit dabei...


    Ein Frage noch: "Entwässerung radial statt zentrifugal (!)" --> meinst Du damit dass das Hygrophanisieren ringförmig auftaucht anstatt in zentrifugalen streifen? Wenn nein, was genau ist das?
    Beste Grüße
    Dieter

    Hallo zusammen,



    ein toller Bericht mit so seltenen Pilzen. Selbstverständlich ist der Grasfrosch ebenso zu würdigen.



    Mannomann, Ihr beiden, da habt Ihr ja wieder zwei Beiträge rausgehauen! :thumbup::thumbup:
    Und sogar relativ zeitnah! ;)



    Teil 2 steht dem ersten nicht nach.
    Traumfotos der Vibrissea. :thumbup:
    Und Glückwunsch zum Fund der Lichenomphalia. Auch hier wieder eine tolle Dokumentation!



    Hallo Ihr Zwo!
    Was soll ich da sagen, mir gehen wieder mal die Superlative aus... aber ganz ehrlich?! Die sind ja soooo süüüüüßßß! Danke für diese tolle Pilzparade. :heart:



    Ihr schlagt ja mal wieder richtig zu und das gleich doppelt ;) .



    sehr sehr großes schwammerlkino-danke dafür!


    DANKE DANKE DANKE! ;) ;)




    Der Rätselpilz gibt mir Rätsel auf. Den müsste ich jetzt durchschlüsseln, wofür mir leider die Zeit fehlt.
    Auf die Auflösung bin ich gespannt!


    Schaut mal auf die Sporenpulverfarbe - dann könnte es einfach sein ;)



    Total beeindruckende Dokumentation der Lichenomphalina. Die hellgrünen Thalli gehören dazu, oder? Also ich meine: Das sind schon die Thalli dieser Flechte (Lichenomphalina umbillifera) und nicht eine andere Flechte, die halt zufällig auch da wohnt?


    Das würde ich mal mit ja beantworten, ohne ganz sicher zu sein.
    --> Matthias hat den Pilz untersucht vielleicht kann er noch was dazu sagen.
    Für mich ist das totales Neuland :/



    Antrodia serialis sollte zumindest makroskopisch schon hinkommen. >Antrodia sinuosa< kann allerdings sehr ähnlich aussehen, wenn ich die auch bisher nie so knubbelig fand und auch nicht mit so bräunlichen Kanten an den oberen Rändern. Wirklich sicher lassen sich die beiden in der Tat nur anhand der Sporen trennen.


    Danke Pablo. Wir fanden leider kein Sporen.



    Die Antrodia sieht schon sehr nach Antrodia serialis aus. Es war ja auch ein Fichtenstamm... An Kiefer muss man auch Antrodia primaeva achten. Die hätte weniger dominante Skeletthyphen und ist daher auch steril unterscheidbar.
    Ich habe hier einen kleinen Schlüssel zum Antrodia-serialis-Komplex aus Spirin et al (2017) gepostet (ins Deutsche übersetzt): http://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1535.0.html


    Danke auch Christoph -> nächstes mal werden wir ein größeres Stück entnehmen um sicher eni paar Sporen zu bekommen.


    Beste Grüße
    Dieter