Wie hat mal einer gesagt: Alle Ritterlinge, die man nicht bestimmen kann sind Seifenritterlinge...
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Wie hat mal einer gesagt: Alle Ritterlinge, die man nicht bestimmen kann sind Seifenritterlinge...
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Erinnert mich an Lentinus lepideus.
Grüße
Harald
Laut den Ausführungen von Gernot Friebes im Tintling 83 ist erstens Macrolepiota veneneta nicht gültig nach Chlorophyllum umkombiniert worden und zweitens ist das überhaupt ein sehr zweifelhaftes Taxon, das nach vorliegenden Maßstäben wenn überhaupt bei Chlorophyllum brunneum unterzubringen ist.
Ich persönlich bin davon überzeugt, das es diese mysteriöse Art nicht gibt.
Bei euren Exemplaren müsste man die Knolle besser sehen und ob sie büschelig waren. Dann bleibt die Wahl zwischen Chlorophyllum brunneum oder rachodes.
Beste Grüße
Harald
Zum Thema Essbarkeit: Auf dem größeren Exemplar sehe ich schon Ansätze von Schimmel...
Grüße
Harald
Aber die Nr.7 ist ein Dachpilz. Nur welcher, das wäre Raterei.
Da rate ich mal ganz kompetent auf den Rehbraunen.
Harald
In der Lamellenfarbe sehe ich aber keine Hebeloma, ich sehe da mehr orange Töne. Kann natürlich an der Aufnahme liegen.
Mal bei Pholiota astragalina geguckt?
Grüße
Harald
Vielen Dank! Die Schüpplinge habe ich mir angeschaut, welcher es ist kann ich als Laie aber nicht sagen, sehen sich ja verdammt ähnlich und mein Fund habe ich auch nicht mehr zu Hand.
Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit - wenn es denn Buche war - Pholiota adiposa.
Die "Goldfell-Schüpplinge" in weiterem Sinne lassen sich durch das Substrat und mikroskopische Merkmale auseinanderhalten.
Prinzipiell kommen in Frage:
Ph. adiposa, Schleimiger Schüppling
Ph. cerifera (aurivella), Goldfell-Schüppling
Ph. jahnii, Pinsel-Schüppling
Ph. limonella, Hochthronender Schüppling
Nebenbei bemerkt hilft einem in diesem Fall ausnahmsweise das Pilzkompendium nicht weiter, weil dort zusammengeworfen wird. Gute Literatur dazu ist das hier.
Beste Grüße
Harald
4) Die recht einheitlich hell gefärbten Hüte dieses Fundes erinnerten mich gleich an den Gilbenden Erdritterling - und der Verdacht bestätigte sich beim Umdrehen: Fraßgänge in den Lamellen waren kräftig gelb verfärbt. Der merklich mehlige Geruch des unverletzten Fruchkörpers und der mehlige Geschmack waren weitere Indizien. Auffällig ist auch die kräftige Gelbverfärbung an der Stielbasis die meines Erachtens erst über Nacht so richtig auftrat. Leider habe ich es versäumt einem jungen Fruchkörper mitzunehmen - ich meine aber einen solchen in der Hand gehabt und einige zwischen Hut und Stiel gespannte Cortina-Fäden entdeckt zu haben. Andererseits hatte ich an diesem Tag viele Erdritterlinge in der Hand - war es genau an der Fundstelle dieses hier abgebildeteten Fruchkörpers?! Wen dem so wäre und zudem annehmend dass diese nur sehr gering ausgerpägte Cortina repräsentativ ist dann könnte man T. scalpturatum ausschließen (dieser weißt keine Cortina auf) und T. argyraceum ebenso (dieser hat eine kräftig ausgeprägte Cortina?) - und ich lande bei T. inocybeoides. Aber letzten Endes ist das jetzt alles nur wild spekuliert. Wie bekomme ich (ohne Mikro?) diese drei Arten halbwegs sauber auseinander dividiert?
Tricholoma inocybeoides kenne ich anders. Für mich ist das ein relativ schmächtiger, ziemlich heller Pilz mit ausgeprägter Papille (Risspilz-Habitus), der gesellig (!) unter Birken wächst.
Mit dem argyraceum/scalpturatum-Komplex habe ich mich im Sinne des neuen Buches noch nicht auseinandergesetzt, für mich war das immer eine Art. Ich glaube, dass ich mich da auch mal einlesen muss...
Beste Grüße
Harald
Schwieriger Weichritterling triffts ziemlich gut...
Harald
Hallo Norbert,
ich würde mich an A. phalloides var. alba festhalten.
Amanita verna als südeuropäische Art, die im Frühjahr vorkommt, halte ich für unsere Gegenden als nicht plausibel..
Beste Grüße
Harald
Ich habe das Gefühl, das geht Richtung Weichritterling.
Ein Scheidling ist das sicher nicht.
Grüße
Harald
Auf Fichte statt Tanne komme ich, weil Hallimasche einige Tannen nicht anfressen und weil Fichten ein viel weiter ausladendes Wurzelwerk als Tannen haben. Das würde erklären, warum die bei dir so weit verstreut sind.
Nee, Hallimasche sind generell sehr "wanderfreudig", das hat erstmal nix mit der Baumart zu tun. Vielleicht mögen sie keine Tannen (Abies spec.), aber das spielt im vorliegenden Fall wohl eine eher untergeordnete Rolle.
Gutes Beispiel war die Pilzsaison in 2015, wo gerade der Honiggelbe Hallimasch aus allen Löchern schoss, und das besonders in den Vorgärten. In meinem eigenen Garten ging der wohl vor ein paar Jahren von einem alten Birnbaum aus. Mittlerweile hat er sich auch über die Nachbargärten hergemacht.
Beste Grüße
Harald
Alles anzeigen
..... keine orangerote Milch- kein Reizker.....
es gibt auch Reizker die weiß oder gelblich milchen, diese Reizkerunterarten generell stehen lassen. Sorry ich will nicht klugscheißen, aber die Familie der Reizker ist nicht ohne, eine genaue Beschäftigung mit allen Sorten ist unabdingbar wenn man sie genießen will.
http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Birkenreizker.htm
http://www.123pilze.de/DreamHC…/BlasserBirkenreizker.htm
http://www.123pilze.de/DreamHC…hsigerEichenmilchling.htm
http://www.123pilze.de/DreamHC…BruchreizkerMaggipilz.htm
http://www.123pilze.de/DreamHC…lchenderZottenreizker.htm
Naja, die angeführten Pilze sollte man eigentlich nicht als Reizker bezeichnen. Im Grunde ist das nur eine Ähnlichkeitsbezeichnung. Das Wort "Reizker" kommt im eigentlichen Sinne aus dem slawischen Sprachraum und hat was mit "Rot" zu tun. Somit ist genau genommen die Aussage von Safran schon richtig.
Eine Stinkmorchel ist ja auch keine Morchel...
Und "Sorten" gibts bei Pilzen auch nicht. Soviel zur Klugscheißerei.
Beste Grüße
Harald
Nichts anderes habe ich erwartet.
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Schau dem mal zwischen die Lamellen. Ich würde mich nicht wundern, wenn da Querverbindungen (Anastomosen) auftauchen.
Grüße
Harald
Dein 2. mit dem gerippten Hutrand sieht mir sehr nach Tricholoma stans aus. Auf deutsch heißt der glaube ich Rotfleckender Kiefernritterling. Waren Kiefern am Fundort? Schade, dass du wieder keine Aufnahmen der Lamellen und dem Stiel zeigst.
ich hätte spontan T. fulvum gedacht - ob der Überbelichtung aber nur habituriell,
Irgendwie kam der mir auch in den Sinn. Ist natürlich vollkommen spekulativ.
Grüße
Harald
Hm, nicht dass eine Lösung parat hätte, aber Zunderschwamm kenne ich anders.
Harald
Hallo Thorsten,
"meine" pseudocyaneas habe ich immer in der Wiese gefunden, noch nie im Wald.
Bezgl. der Mikromerkmale müsste ich mich schlau machen.
Grüße
Harald
Ich untersuche dieses Jahr mal wieder einen Kandidaten für den Blauweißen Träuschling (S. pseudocyanea); die Alternative wäre ein Blauer Träuschling, der nicht allzuviel Nährstoff abbekommen hat.
Halte die Nase dran, pseudocyanea riecht nach Pfeffer!
Beste Grüße
Harald
Die auf dem letzten Bild sind Träuschlinge, entweder Grünblaue (Stropharia caerulea) oder Grünspanträuschlinge (Stropharia aeruginea).
Die beiden sind schon jung makroskopisch nur sehr unsicher auseinanderzuhalten (Farbe des Sporenpulvers sollte noch das sicherste merkmal sein)
Echt? Ich habe keine Probleme, die auseinanderzuhalten: Wenn man den Ring beachtet, der bei aeruginea ausgeprägt und bei caerulea nur rudimentar vorhanden ist und die weißen Lamellenschneiden bei aeruginea.
Grüße
Harald
Nr. 2: Lepiota castanea wäre makroskopisch am plausibelsten, keinesfalls cristata. Müsste aber mikroskopisch verifiziert werden.
Beste Grüße
Harald
Übrigens ist der derzeit gültige Name Echinoderma asperum.
Hm, da sind sich Experten aber noch nicht so ganz einig:
http://www.mycobank.org/BioloM…ced&Rec=192506&Fields=All
http://www.pilze-deutschland.d…-aspera-fr-qu%C3%A9l-1886
Grüße
Harald
Der Butterpilz steht im Verdacht das Paxillus-Syndrom auszulösen.
Hallo Harald,
mich würde mal sehr interessieren, woher du, bzw. der entsprechende Verfasser des Textes auf der verlinkten Internetseite diese Info haben. Wenn es im neuen Flammer/Horak steht, dann wäre das neu für mich. Ich hab unlängst einen sehr guten Vortrag gehört, wo die Referentin die Vergiftungssymptome nochmal schön beschrieben hat. Wenn der Butterpilz für das Paxillus-Syndrom in dort in Verbindung gebracht wird, dann hätte sie das erwähnt. Zudem habe ich auch darüber nix in den DGfM-Mitteilungen von Siegmar gelesen.
Wenn da was konketes dran wäre, hätte da er das bestimmt in einer der letzten ZMykols erwähnt...
Lieber Stefan,
ich hatte das bei meiner PSV-Ausbildung in 2003 schon beigebracht bekommen. Nach meiner Erinnerung steht das auch im alten Flammer drinne. Müsste ich jetzt aber nachschlagen.
Davon abgesehen, wann hat man letztens von einer Paxillus-Vergiftung (außer ungenügend gegarten) gehört?
Grüße
Harald
