Beiträge von zuehli

    C. olivieri wurde ich bei Fichten verorten. Meine Stimme für rachodes...
    C. brunneum hat wie gesagt eine gerandete Knolle und C. venenatum gibts meiner Meinung nach nicht, bzw. ist dasselbe wie brunneum.


    Beste Grüße
    Harald

    Naja, ob das so in Stein gemeißelt ist, wird sich eines Tages erweisen.
    Die Versammlung des PSV-Treffens in Hornberg vom 12.4.14 hat Folgendes von sich gegeben (Zeitschrift für Mykologie 81/1, S. 274):



    Ich für meinen Teil bin mittlerweile etwas resignativ gegenüber den Gebaren der Gesellschaft. So wirklich brauche ich die eigentlich nicht, weil ich auch so genug zu tun habe, in der Hinsicht, dass ich z.B. sehr effektiv mit dem Umweltamt Wetzlar und dem Pilzmuseum Bad Laasphe zusammenarbeite. Trotzdem bin ich noch Mitglied, einfach aus dem Grund, weil ich eine solche Institution für nützlich und unerstützenswert halte.


    Grüße
    Harald


    Was mich noch ein wenig stutzig macht, dass elatior doch geriefte / gerunzelte Huthaut haben sollte. Da war bei meinem nichts zu sehen, alles schön glatt.


    Grüße
    Harald


    Na, beim genauen Hinsehen dann doch leichte Riefung am Hutrand. Geruch will keiner kommen - nix mit Honig...

    Was mich noch ein wenig stutzig macht, dass elatior doch geriefte / gerunzelte Huthaut haben sollte. Da war bei meinem nichts zu sehen, alles schön glatt.


    Grüße
    Harald

    Danke für die Hinweise. Dass das ein Myxacium ist, habe ich jetzt schon mal gelernt. Das Schlüsseln mit FN lässt ja dann eigentlich nur die Wahl zwischen drei Arten, elatior, collinitus und stillatitius.
    Geruch konnte ich bislang keinen feststellen, da muss ich vielleicht nachher nochmal ein wenig mehr rubbeln.


    Beste Grüße
    Harald

    ... einen Cortinarius zu entschlüsseln, ist erstmal kläglich gescheitert. Bislang bin ich dieser Großgattung geflissentlich aus dem Weg gegangen. Ich wolllte es jetzt aber trotzdem mal wissen, weil ich den so schön fand mit seinem im unteren Teil schön lila genatterten Stiel.
    Wie man sieht wuchs der im reinen Buchenwald, der Hut ist sehr leicht feucht (ob man das klebrig nennen kann?) und der Stiel trocken - außerdem schmal, ohne Knolle. Ich würde ein Phlegmatium draus machen? Sporen sind recht groß, langgestreckt zitronenförmig 12 - 16,5 µ lang.
    Ich habe keinen blassen Dunst wie ich weitermachen soll, beim Schlüsseln bin ich auch nicht großartig weiter gekommen als mit Blättern... :shy:


    Gibts irgendwelche sachdienliche Hinweise?






    Beste Grüße
    Harald

    Den hättest Du nochmal ein bisschen wachsen lassen sollen, dann hätte man auch Anhaltspunkte zur Bestimmung. Außer dass das ein Baby-Pilz ist, kann man nicht mehr sagen, wobei ich einen Knollenblätterpilz für unwahrscheinlich halte. Wenn die Lamellen nicht rein weiß sind, hätte vielleicht mal ein Champignon draus werden wollen. Das ist aber alles nur spekulativ.


    Grüße
    Harald

    Ja, ein leidiges Thema. Bedauerlicherweise scheint in weiten Kreisen der Bevölkerung ein regelrechtes Anspruchsdenken vorzuherrschen, dass man als PSV rund um die Uhr erreichbar zu sein hat und das natürlich kostenfrei. An einem Tag letzter Woche haben sich die Leute bei mir die Türklinke in die Hand gegeben. Wenn man Glück hat, rufen die vorher schon mal an und fragen ob sie kommen können. Es kommt u.U. auch schon mal vor, dass die Ratsuchenden dabei höflich sind. Dass manche einem aus dem Bett werfen, scheint auch ein normaler Vorgang zu sein. Ca. ein Drittel der Ratsuchenden bedankt sich immerhin, andere nehmen die Dienstleistung als selbstverständlich. Ganz wenige fragen dann auch schonmal, obs was kostet. Dafür steht dann eine Fliegenpilzspardose bereit (mehr als 10 Euro - insgesamt - waren da aber noch nie drin). Hin und wieder gibts mal Naturalien, in Form einer Flasche Wein, einem Glas Honig oder Apfelbrei.
    Wenn Krankenhausdiagnostik ansteht, schreibe ich eine Rechnung. Bislang hat das immer funktioniert und ich habe mein Geld bekommen. Ich verlange vom anfragenden Arzt einen Konsilschein und mache darauf aufmerksam, das ich im Falle einer Lieferung mit dem Taxi dieses sicherlich nicht bezahlen werde.


    Zum Thema PSV-Aus- und Fortbildung habe ich auch eine Meinung, in der Hinsicht, dass ich die neuen und aktuellen Regelungen der DGfM nicht für so ganz glücklich halte - ums mal so auszudrücken. Ich war Mitglied in der ersten Garde des neugegründeten PSV-Fachausschusses und in dieser Funktion durchaus von dem Model der Bayern angetan. Nachdem als erster Vorschlag des Fachauschusses die Angleichung der DGfM-Ausbildung an die zweistufige Ausbildung der BMG vorlag, kam aus der "konservativen" Ecke der DGfM vehementer Widerspruch (sogar in Form einer "Resolution"). Was weiter konkret geschah enzieht sich weitgehend meiner Kenntnis, da der erste Fachausschuss aus nicht mehr ganz zu erklärenden Gründen einem Großteil seiner Mitglieder verlustig wurde. Das ganze Gedöns um das PSV-Wesen ist für mich zumindest der Anlass gewesen, meine vor wenigen Jahren noch angedachten Ambitionen auf eine PSV-Prüfer-Tätigkeit aufs Eis zu legen.


    Beste Grüße
    Harald


    Ja, mittlerweile findet langsam ein Umdenken statt, einige besinnen sich darauf nachhaltige Forstwirstschaft (= Baumwirtschaft) zu betreiben. Weg von den Monokulturen, hauptsächlich von Fichte und Douglasie. Dazu gab es unlängst einen schönen Bericht im TV. Das ist aber noch lange nicht die Regel. Im Zuge dieser neuen Strömung, mögen die Pilze ansich auch eine Rolle spielen - Stichwort Mykorrhiza. Aber wie gesagt, hat das nicht viel mit Artenkenntnis zu tun.


    Jetzt geh ich ins Bett...


    So die groben Grundlagen davon, wie das Ökosystem Wald funktioniert (Pilze als Mykorrhiza, Zersetzer, Umwandler, Schwächeparasiten, Botenstoffnetzwerk und Kommunikationsbasis auch für Bäume), das ist nicht Bestandteil der Ausbildung zum Förster, sofern sie sich diese Kenntnisse nicht selbst aneignen?
    Was qualifiziert die Leute dann für ihre Aufgabe, wenn sie nicht wissen, was ein Wald ist und wie er funktioniert? :/


    Das hat nichts mit Artenkenntnis zu tun. Eine Forstwirtschaft ist in erster Linie - wie der Name sagt - ein Wirtschaftsunternehmen und auf Profit ausgelegt. Da spielen Pilze sicher keine große Rolle....


    Grüße
    Harald


    Ich würde meinen, daß die meisten Förster sich zumindest rudimentär mit Pilzen auskennen.


    In Sonderfällen, ja. Die Förster, die ich bislang kennengelernt habe, haben i.d.R. keine Ahnung von Pilzen (außer der Försterin, die in unserem Verein Mitglied ist), das gehört ja auch nicht zu ihrem Aufgabengebiet.
    Einen Steinpilz vom Pfiiferling unterscheiden zu können, wird noch zu machen sein, aber tiefergehende Kenntnisse dürfen nicht zu erwarten sein.


    Davon abgesehen ist das ein rechter Käse, der da oben in der FB-Gruppe von sich gegeben wird. Alternative Fakten, wie man so schön sagt...


    Beste Grüße
    Harald

    Du wirst es nicht glauben, Leucagaricus barssii hatte ich irgendwie im Hinterkopf. Dazu würde der relativ strubbelige Hut auch passen.
    Wenn Du den loswerden willst und auch den vermeintlichen Rübling - immer her damit.


    Grüße Harald


    Der von Harald vorgeschlagene G. impudicus konnte ich aber ausschließen; insbesondere auch wegen des fehlenden Geruchs.


    Du hast doch verfaulenden Kohlgeruch gehabt? G. erythropus kenne ich viel heller in den Hutfarben und mit deutlichen roteren Stielen (das muss aber nix heißen). Wie sehen denn die Cheilos aus?


    Gruß
    Harald

    Mittlerweile habe ich Post von Chris bekommen und das Teil mikroskopiert. Die Sporenform und -längen von 16,5 - 18,5 µ im Schnitt sprechen doch sehr für Panaeolus antillarum.



    Sehr schöner Fund, davon gibts noch nicht so viel in der Republik.


    Beste Grüße
    Harald


    Was mich interessiert:
    Wie waren bei deinem Fund sie Sporenmaße und wie sahen die Cystiden aus?


    Weiß ich leider nicht mehr, mangels eines Protokolls :shy:
    Ein Exsikkat habe ich auch nicht mehr. Müsste mal Piwo ran, der ist im Protokolle verfertigen ganz groß. Der ist aber erst wieder in zwei Wochen greifbar.


    Beste Grüße Harald