Beiträge von Karl W

    Interessant ist auch die Byssonectria. Da würden mich ja die Mikros echt mal noch interessieren.
    Mal ganz unabhängig davon, wie man das nun taxonomisch auflöst mit B. fusispora und B. terrestris.
    Makroskopisch ist es schon irgendwie anders als die, die ich kenne. Viel mehr vereinzelt gesähte Fruchtkörperchen, mehr Orangetöne, Wachstum auf Erde / Sand statt an Holzstückchen oder Nadel-/ Laubstreu.


    Hallo Pablo


    Die makroskopischen Unterschiede hast du ja schon genannt. Mikroskopisch sind die Paraphysen bei B. fusispora weniger gekrümmt als bei B. terrestris. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist der Sporenquotient. B. terrestris Qm ca. 2,6, B.fusispora Qm ca. 3,2 (reife Sporen im Abwurf) .


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde
     
    Die momentane Trockenheit macht weite Wege erforderlich. 4 Pilzarten findet man im Depot meistens schon am Parkplatz. Diesmal waren ca. 6 km Fußmarsch erforderlich und dann hatte ich auch noch zunächst die Kameraeinstellung verpatzt.

     
    Zum Glück sprang mein Pilzfreund Rainer in die Bresche und stellte mir die beiden nächsten Bilder zur Verfügung.


    Giftlorchel oder Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta)

     
    Tief im Gras hatten sich diese recht dunklen Exemplare versteckt.


    Giftlorchel oder Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta)

     
    Erfolglose Suche nach Poronia punctata aber ein Bewohner von Pferdedung zeigte sich dennoch.


    Halbkugeliger Träuschling (Stropharia semiglobata)

     
    Ein bunter Farbtupfer auf sandigen Boden


    Spindelsporiger Becherling (Byssonectria fusispora)

     
    Ein Massenvorkommen auf magerem, sandigem Boden bei Kiefer führte noch zu einem sehr gelungenen Tag.


    Schwarweiße Becherlorchel (Helvella leucomelaena)

     
    Wesentlich geringer war der Zeitaufwand für die nächste Art. Anruf aus der Nachbarschaft und nur 15 Fahrradminuten entfernt.


    Zedern-Sandborstling (Geopora sumneriana)



    Nicht mikroskopiert, aber bei fast Hühnerei-Größe, wohl nicht zu verwechseln.


    Konzentrischer Holzkohlenpilz (Daldinia concentrica)

     
    Zum Schluss noch ein Fund aus der Eifel, nach dem ich lange vergeblich gesucht habe.


    Kleiger Haselbecherling (Encoelia furfuracea)

     
    LG Karl

    Hallo Nobi


    Ein toller Bericht. Die Tulpenbecher sind natürlich der Knaller und Gyromitra gigas hatte ich auch noch nicht.


    Neotiella vivida haben wir im Depot in fast 15 Jahren 40x notiert. Ein Fund von Ende August sonst kein Fund
    vor Oktober. Da wundert mich, das Du (noch) nicht schreibst. Kann der so früh kommen?


    LG Karl


    Fiel dir auf, dass die Becher meist nicht im blühenden gesunden Bestand wachsen?


    Ja, das schein absolut üblich zu sein und hilft möglicherweise dem Ein- oder Anderen bei der Suche. In dichten, blühenden Beständen des Buschwindröschens sucht man meist vergeblich. Darauf weist Fredi unter Ökologie auch schon hin http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Pilze/Ascomycota/PAS-90.html Auch hier auf einer Aufnahme von März 2011 von einem anderen Standort gut zu sehen.


    [hr]


    So gesellig habe ich die Annemonen-Becherlinge noch nicht gesehen - auch noch nie so schön fotografiert! :thumbup:


    Ich kenne den entweder so oder garnicht :) Hier am Stnadort von 2011 nach Abheben der Laubschicht.


    LG Karl

    [font="Arial"]Liebe Pilzfreunde[/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"]4 Jahren habe ich den Pilz in einem kleinen Bestand von Buschwindröschen in der Nähe meiner Wohnung vergeblich gesucht. Heute stand er zur Entschädigung gleich in Massen. Der Anemonenbecherling (Dumentina tuberosa) kommt fast ausschließlich bei Anemone nemorosa vor. Wahrscheinlich wächst er parasitisch an den Wurzeln seines Wirtes, wobei man auch die Angabe findet, dass die Fruchtkörper an abgestorbenen Rhizomen wachsen. Der Stiel entspringt einem schwarzen Sklerotium, das in lockerer Erde leicht zu finden ist.[/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"]Buschwindröschen (Anemone nemorosa)[/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"]Anemonenbecherling (Dumentinia tuberosa)[/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"]Im Bild recht unten ist das Sklerotium gut zu erkennen.[/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"] [/font]
    [font="Arial"]LG Karl[/font]

    Hallo Emil


    Eine tolle Idee und für Schlüsselfehler kannst Du ja nichts :) .


    In dem Leccinum-Schlüssel steht :


    9. "Cylindrocysten" fehlen in der Huthaut; Stielbasis oft mit grünlichblauen Flecken


    richtig muss es heißen:


    9. "Cylindrocysten" in der Huthaut vorhanden



    LG Karl

    Hallo Matthias


    Danke für die tolle Beschreibung. Die Art haben wir im Depot noch nicht notiert, obwohl inzwischen mehr als 1200 erfasst sind.
    Werde mal gezielt danach suchen :) .


    LG Karl

    Hallo Eike


    Ein toller Ansatz und ein Vorhaben, dass Respekt verdient. Bei der Einteilung der Agaricales seid Ihr allerdings nicht auf dem aktuellen Stand. So wurden z. B. bereits 2008 Tubariaceae aufgestellt, die ich auf der Seite nicht entdecken kann.


    LG Karl


    Hallo Pablo


    Bei Jahn "Pilze an Bäumen" ist G. pfeifferi mehrjährig. Auch hier http://wwwuser.gwdg.de/~rjahn/Pilzbriefe/PB_Bd_2_20.pdf auf S. 91 zu lesen.



    LG Karl

    Hallo Pablo


    Schön, dass Du Dir immer soviel Mühe mit den Potraits gibst und sehr schön, dass Du nicht auf die Pilze der Schweiz Band 2 hereingefallen bist :) . Da steht nämlich Fruchtkörper mehrjährig, was nicht stimmt mir aber mal sehr viel Mühe gemacht hat. Zumindest kann ich deshalb noch einige Bilder beisteuern.


    Frische Fruchtkörper sind im Schnitt noch deutlich heller und die Wachskruste ist gelb.


    Junger Fruchtkörper am 29.07.2010


    Der gleiche Fruchtkörper am 07.08.2010. Leider konnte ich die Reihe nicht fortsetzen, da der Baum gefällt wurde X( .


    Diese Fruchtkörper wurden vor der Aufnahme am 27.07.09 "geputzt"


    Am 02.08.09 sahen sie wieder so aus.


    LG Karl