Beiträge von Karl W

    Liebe Pilzfreunde


    Diesen Filzröhrling fand ich direkt unter Dornigem Hauhechel und hoffte auf was besonders Interessantes.


    Keine Rottöne in den Rissen der Huthaut. Fleisch im unteren Stielteil gelb nach oben heller, im Hut fast weiß. Röhren trüb gelb. Unter der Lupe sind feine rote Pusteln im oberen Stielteil erkennbar. Nach einigen Minuten verfärbte sich das Fleisch partiell schwach blau und die Röhren auf Druck schwach blau.


    Deutliche orange Pusteln in der Stielbasis.


    Da bleibt nur der Eichen-Filzröhrling (Xerocomus engelii) Syn. X. communis oder in älterer Literatur auch X. quercinus. Die passende Eiche stand auf der gegenüberliegenden Straßenseite.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Für die Bereitung von Sulfovanillin 8 ml konzentrierte Schwefelsäure zu 3 ml Wasser gießen. Reihenfolge unbedingt beachten, da sonst durch örtliche Überhitzung und Spritzgefahr besteht (heiß wird die Mischung aber auf jeden Fall !!!) und darin 1g reines Vanillin lösen. Die Lösung verfärbt sich nach einiger Zeit und wird nach 3 Monaten fast schwarzviolett.
    Ich benutze lieber frische Lösung, indem ich einige Vanillinkristalle mit einem Tropfen ca. 70 % iger Schwefelsäure auf einem Objektträger mische.
    Du kannst auch die Kristalle auf dem Fleisch verreiben und Schwefelsäure drauf tropfen.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    L. birnbaumii schließe ich wegen fehlender Gelbtöne ebenfalls aus. Auch das Verhältnis von Hutdurchmesser zu Stiellänge passt nicht wirklich. L. brebissonii kenne ich nur mit fast schwarzer Hutmitte. Ich halte dem Pilz für Leucocoprinus cepistipes.


    LG Karl

    Hallo Birki


    S. squamosa hat einen relativ tief sitzenden Ring und der Stiel ist darunter deutlicher schuppig.


    S. inuncta gefällt mir von der Farbe überhaupt nicht, wie ja auch der deutsche Name schon sagt.


    S. albonitens ist zumindest jung schneeweiß.


    Leider kann ich Dir keinen Namen nennen. Ohne Mikroskopie sind auch noch andere Gattungen aus dem Komplex um die Strophariacea möglich.


    LG Karl

    Hallo Ralf


    Ein sehr schönes Potrait. Die Mikros der Pyrenos beeindrucken mich immer wieder, aber man kann einfach nicht alles machen ohne sich zu verzetteln.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Trotz des Standortes scheiden für mich subperonatus, vaporarius, pseudovillaticus aus. Die Arten (wenn man sie denn überhaupt trennen kann) haben einen dicken Ring und ein oder mehrere Gürtel auf dem Stiel, wie Toffel schon schrieb (andere Stieloberfläche). Außerdem läuft das Fleisch nicht so blutrot an wie im Bild 3 sondern eher rotbraun. A. subfloccosus kann es auch nicht sein, da er wie A. bisporus einen nach unten abziehbaren Ring hat.
    Makroskopisch landet man dann bei den Blutchampignons, die wie Pablo schon schrieb nicht an solchen Standorten auftreten. Möglicherweise habe die Pilze ja nicht die entsprechende Literatur gelesen ;-). Ich kann dem Pilz ohne mikroskopische Merkmale leider keinen Namen geben.


    LG Karl

    Hallo Stefan


    Zunächst beineide ich Dich mal um Dein Klettergebiet. Am Niederrhein müssen wir bis auf einen kleinen Steinbruch schon auf frühere Erzbunker im Landschaftspark Duisburg ausweichen.


    Das Judasohr habe ich schon an Totholz von Birke, Buche und Ahorn gefunden, aber auch bei uns sind 99% der Funde an Holunder. Ich habe mal im Jahn nachgelesen. Das Judasohr tritt auch als Schwächeparasit auf, was mir bisher nicht bekannt war.


    Der unbekannte Baumpilz erinnert mich sehr an P. s.


    LG Karl

    Hallo Verena


    An einen jungen Stumpfen Saftling habe ich sofort gedacht. Er kann mit allen Übergängen von hellgelb bis satt orange gefärbt sein, weshalb die Abtrennung der var. aurantiaca kaum gerechtfertigt ist.


    LG Karl

    Hallo Verena


    Die wichtigsten makroskopischen Merkmale sind:


    Hut und/oder Stiel schleimig, schmierig oder trocken;
    Lamellenansatz fast frei, angewachsen, herablaufend;
    Fruchtkörper nach einiger Zeit ganz oder teilweise schwärzend;
    Hutform: spitz gebuckelt, mit Papille, konvex usw.


    Die Schmierigkeit ist bei älteren Frk. nicht immer sofort feststellbar.
    Lippen anfeuchten und den Hut berühren hilft hier weiter.


    LG Karl

    Hallo Peter


    Dein Unbekannter könnte ein seltener Rötling aus der Gruppe um E. tjallingiorum sein. In Verbindung mit Holz kommt E. euchroum in Frage. An näheren Angaben zum Standort und einem Exsikkat wäre ich sehr interessiert.


    Hallo Pablo


    Ich habe sämtliche Sommer- und Winterfunde getestet. Bei P. pulmonarius absolut negativ. Funde P. ostreatus incl. blasser Funde im Sommer positiv.
    Nach meiner Beobachtung sind die meisten Funde ohne Mikroskopie oder die SV-Reaktion nicht sicher ansprechbar.


    LG Karl

    Hallo Hannes


    Schöne Ausbeute für einen Spaziergang.


    3 + 4 Agrocybe pediades (Rauhstieliger Ackerling) in älteren Büchern A. semiorbicularis (halbkugeliger Ackerling). Der Hut müsste dann etwas schmierig gewesen sein.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Ich habe gerade in dem neuen Band von Fungi of northern Europe Vol. 4 nachgesehen. Abbildung von T. scalpturatum schuppig, wie auf dem Bild von Doris. Laut Beschreibung "at first tomentose, soon disrupting and becoming distinctly squarrulose" also sinngemäß jung filzig, bald deutlich schuppig aufbrechend.
    Die Abbildung von T. argyraceum zeigt einen deutlichen Buckel, ist mit feinen Schüppchen bedeckt, die aber radial faserig angeordnet sind. "felty-tomentose, becoming radially fibrillose and partly squamulose"


    Pablo: Du hast es bisher wohl doch richtig gemacht


    Damit es nicht zu einfach ist, wird noch T. inocybeoides (= albocinctum) vorgestellt. Auch diese Art wird im Alter radial faserig. Die Autoren schreiben selbst, das eine sichere Trennung von T. agryacem nur bei guten Kollektionen aus jungen und alten Fruchtkörpern möglich ist. Der Taschensequenzierer für unterwegs ist leider noch nicht erfunden ;-).


    T. scalpturaum ist von den beiden zuletzt genannten Arten noch durch gedrungenere Sporen zu unterscheiden.


    LG Karl

    Hallo Eike


    So richtig überzeugen mich die Sporenbilder nicht, aber das kann natürlich täuschen und bei der Sporengröße bleibt ja nicht viel übrig. Die Sporenbeschreibung im Text passt ja zu phyllogena. Möglicherweise hast Du ja auch Sporen im Abwurf mit deutlichem Porus gesehen. Ich hänge mal zwei Bilder aus der Literatur an.


    LG Karl


    Hallo zusammen


    Danke für Eure positive Resonanz auf meinen ersten größeren Beitrag.


    Ralf und Mario
    Den Sumpfhaubenpilz haben wir am Niederrhein auch rechtsrheinisch, aber das sind sie jetzt schon hinüber.


    Tuppie
    Das ist ja nur eine Auswahl von weit über 20 teilweise misslungenen Aufnahmen. Bei Pilzen im Wasser, besonders bei Sonnenschein, kann das schnell passieren. Bis auf die letzte Aufnahme, bei der das fließende Wasser zur Geltung kommen sollte, habe ich mit einem grauen Regenschirm schattiert.


    LG Karl

    Leider kann man die Stiele nicht gut erkennen und wie groß waren die Fruchtkörper denn? Ich kann den gesäten Tintling nicht ausschließen.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    In einem Eifelmoor fanden wir heute (bei drei erhofften) gleich vier Pilze im Wasser. In Gummistiefeln mit zu kurzen Schäften, umringt von Fieberklee, mussten wir schon genau hinsehen, um die zum Teil nur 3 mm großen Schmuckstücke zu entdecken.



    Wasserkreisling (Cudoniella clavus)




    Backenzahnkreisling (Cudoniella tenuispora)



    Sumpfhaubenpilz (Mitrula paludosa)




    und zu guter Letzt das Abgestutzte Fadenscheibchen (Vibrissea truncorum) in fließendem Wasser.




    Noch ein schönes Wochenende


    Karl