Beiträge von Tomentella


    Hallo Oehrling,


    da gibt es nach deiner Beschreibung nichts zu deuteln, dass sind zwei unterschiedliche Arten. Und wenn du die schon öfters angetroffen hast, kann auch die Lampe im Mikro dunkel bleiben. Werde Greilhuber fragen, warum der in der Mykodata mit einem syn. versehen ist.


    Hallo Peter,


    zur Nomenklatur von Hydnellum aurantiacum von mir Folgendes:


    Hydnellum aurantiacum emed. Otto (= Hydnellum auratile) ist eine kalkholde Art mit Pinaceae und Fagaceae.


    Hydnellum aurantiacum sensu Maas Geesteranus (= Hydnellum floriforme) ist eine acidophile Art mit Bindung an Nadelbäume


    Vielleicht hilft dir diese Unterscheidung bei der Bestimmung deines Stachelings.


    Weihnachtliche Grüße
    Frank


    Hallo Pablo,


    "damals" war kurzzeitig Ceriporiopsis pseudogilvescens der gültige Name von C. resinascens. Inzwischen sind beide eigenständige Arten. Dein Fund ist C. pseudogilvescens und müßte an Populus tremula gewachsen sein.


    Beste Grüße
    Frank

    Mit Tröpfchen habe ich Ceriporiopsis gilvescens übrigens noch nie gesehen. Was nicht viel heißen muss. Ceriporiopsis pseudogilvescens (= Ceriporiopsis resinascens) ....
    LG, Pablo.



    Hallo Abeja, Pablo und Hans,


    rein makroskopisch würde ich hier Pablo folgen und Ceriporiopsis gilvescens favorisieren. Die Tröpfchen können hier vorkommen und auch teilweise eine rote Reaktion mit KOH, was in der Literatur so nicht erwähnt wird.


    Ceriporiopsis pseudogilvescens ist nicht gleich Ceriporiopsis resinascens (siehe Ryvarden & Melo 2014), mikroskopisch aber sehr ähnlich.


    Rhodonia placenta kann an Laubholz vorkommen und dort sogar als weiße Varietät.
    Antrodia xantha besiedelt im borealen Klima auch Salix.


    Beste Grüße und eine schöne Weihnachtszeit
    Frank


    Hallo Pablo,


    mit der Regelung one fungus-one Name könnte man ja gut arbeiten. Da aber von einigen Wissenschaftlern der ältere Name favorisiert wird, bringt das alles durcheinander. Zum Glück wird das noch selten praktiziert, aber in Zukunft werden sich wohl einige profilieren wollen und es gibt dann unzählige Umkombinationen. Da es aber auch noch durch das 'Nomenclature Committee for Fungi' konservierte Namen gibt, wird die ganze Prozedur unübersichtlich und schwer nachvollziehbar. Als Verantwortlicher der Taxrefliste Deutschlands stehen mir da stürmische Zeiten bevor. :)


    Beste Grüße
    Frank


    P.S. Die zum Verständnis der Natur vom Menschen eingeführten Gattungen spielen eine untergeordnete Rolle und müssen nicht respektiert werden.

    Hallo Pablo,


    im Bild mal die Sporenform von Diplomitoporus flavescens. Die Länge der Sporen übersteigt nie 7,5 µm und die Breite ist durchschnittlich 2,5(max. 3) µm, je nach dem, wie die Sporen "liegen". Sie sind allantoid, während die Sporen von Trametes cervina zylindrisch und leicht gebogen sind.
    Die Hüte sind feinfilzig und oft durch Algen grün.
    Wie genau ist deine Messung? Hast du dein Mikroskop mal mit einer Messskala kalibriert?
    Vielleicht gibt es doch bei D. flavescens "Alpinos", was mir allerdings nicht bekannt ist.


    Beste Grüße
    Frank


    Hallo Pablo,


    Trametes cervina ist nur dimitisch! (deshalb auch Trametopsis cervina)


    Ich habe heute wieder mal Diplomitoporus flavescens gefunden und werde mal sehr genau die Sporenmaße dokumentieren.


    LG
    Frank

    Hallo Pablo,


    ein typischer Vertreter mit sehr dickwandigen generativen Hyphen ist die Gattung Oligoporus. Da paßt dein Fund aber auch nicht.
    Die Sporen könnten bei Trametes cervina passen. Nach Ryvarden 7-9 (10) x 2,5 -3 µm zylindrisch, leicht gebogen. In Sibirien soll die Art an Pinus vorkommen.


    LG
    Frank

    Hallo Pablo,


    die Kombination an Merkmalen, die du angibst, paßt irgendwie nicht. Deshalb meine Fragen:
    Ist die Hutoberfläche striegelig?
    Ist es wirklich Pinus? Die Rinde erinnert auch an Weide!?


    Rein weiße D. flavescens kenne ich nicht, Striegelige auch nicht.


    Die Hyphen in deinen beiden letzten Bildern haben Schnallen und sind trotz Dickwandigkeit natürlich generative Hyphen.


    Makroskopisch erinnert mich dein Porling an Coriolopsis trogii oder Trametes cervina, die auch rein weiß vorkommen kann.


    LG
    Frank

    Hallo Pablo,


    sieht sehr nach A. albida aus. Die Sporen können durchaus 14 µm Länge erreichen. Bei Basidien mit nur zwei Strerigmen können sogar Sporenlängen von 16 µm vorkommen.
    Ryvarden 10-14 (16) x 3,5-5 µm


    LG
    Frank

    Hallo Abeja,


    du mußt nach Trametes pavonia googeln nicht nach pavonina! :)
    Prof. Ryvarden hatte mir meinen ersten Fund auf Mauritius bestimmt, seit dem erkenne ich diese Art gut. Er erwähnte auch, das neotropische Funde mit diesen Namen nicht mit den paleotropischen Funden übereinstimmen, was aus seiner damaligen Beschreibung noch nicht ersichtlich war.


    LG
    Frank

    Hallo Pablo,


    da hast du doch die richtigen Hyphen gefunden, sodass Trechispora bestätigt ist. Trechispora cohaerens s.l., so steht sie in Pilze der Schweiz (und ich weiß ja nicht, welche Literatur du hast), wird nun noch auf Grund der Kristallformen von Trechispora confinis unterschieden. Bei Trechispora cohaerens sind die Kristalle stäbchenförmig mit gespaltenen Enden, bei Tr. confinis rhomboid.
    Trechispora confinis (46 Funde meinerseits) ist sehr viel häufiger als Tr. cohaeres s. str. (nur 9 Funde).
    Leptosporomyces mutabilis hat ebenfalls kleine stäbchenförmige Kristalle an den Hyphen, aber eben eine andere Sporenform und nicht diese geschwollenen Hyphen, die nur für Trechispora typisch sind und die du gut gezeichnet hast.


    Beste Grüße
    Frank

    Hallo Pablo,


    Sporenform und -breite schließen L. mutabilis fast aus. Wenn ich alles zusammenfasse, was du erkannt hast, würde ich eher auf eine Trechispora cohaerens tippen. Vielleicht findest du noch Septen mit den typischen Anschwellungen für diese Gattung, die meist am Rand des Fruchtkörpers und an im Porling befindlichen Hyphen zu suchen sind.


    LG
    Frank

    Hallo Pablo,


    da gehst du mit deinen Fragen ja schon ganz schön in die Tiefe. Die Gattung Athelia erkennt man ja mikroskopisch relativ leicht an der pallisadenförmigen Anordnung der Basidien und die lockere Struktur der Hyphen, die oft rechtwinklig verzweigt sind. Deine Mikrobilder sehen nicht wie Athelia aus und die Sporen wären auch zu klein. Makroskopisch ähnliche bis gleiche Gattungen auf Porlingen wären Leptosporomyces/Fibulomyces, Trechispora und Ceraceomyces. Leptosporomyces/Fibulomyces wird kaum noch getrennt, was auch kaum möglich ist. Kennzeichnend sind die kurzen Basidien bis max. 15 µm und die schmalen Hyphen (bis 4 µ). Trechispora (glattsporige Arten) mit ebenfalls so kurzen Basidien haben ampullenförmig angeschwollenen Hyphen an den Septen. Die Gattung Ceraceomyces hat Basidien bis 25 µm Länge und Basalhyphen bis mind. 10 µ Breite. Man muß schon von allen Gattungen mal Funde gesehen haben, um den Unterschied zu erkennen. Also mehr möchte ich zu deinem Pilz nicht sagen.
     
    Übrigens Athelia macht nie solche fimbriaten Ränder.


    LG
    Frank

    Hallo ihr zwei,


    wenn die Rote Liste Deutschlands und der Pilzatlas Sachsens fertig sind, Mykis ohne Pflege und Support auskommt und alle Stapel unbearbeiteter Pilze in meinem Zimmer fertig sind und ich noch nicht 80 bin, können wir ja mal über Kurse reden. :)


    Beste Grüße
    Frank