Hallo an alle,
ich klinke mich mal in die Diskussion ein, weil ich mich mit der Thematik Grünling und Rhabdomyolyse sehr intensiv auseinandergesetzt habe.
Die Vergifungserscheinungen beim Grünling beruhen darauf, dass eine große Pilzmenge in sehr kurzer Zeit gegessen wurde. Beim Grünling gilt 2-Cyclopropensäure als vermeintlicher Giftstoff; der wurde nun in T. terreum nachgewiesen.
Fakt ist: Beim Grünling dauerte es deshalb so lange, bis da was eindeutigeres rauskam, weil erstmal die Vergiftungssymptome wirklich beim Grünling nachgewiesen werden mussten und nicht irgendwelchen farblich ähnlich aussehenden Cortinarien.
Das nun T. terreum nun giftig sein soll überrascht mich etwas. Gut der vermeintliche Giftstoff des Grünlings wurde da nachgewiesen; aber in welcher Konzantration? Es sind bis jetzt noch keine NOEL-, LOEL-Werte oder Werte der akuten Toxizität bei Versuchstieren bekannt für die Substanz.
Solange 1-2 Pilze in einem Mischpilzgericht landen geht von dem Pilz auch eine sehr geringe Gefahr aus. Essen muss man den nicht unbedingt; er soll nicht schmackhaft sein; also so what!
Netti, die wichtigsten Giftpilze bleiben:
A. phalloides, virosa, verna, G. marginata, die beiden Lepioten (Phallotoxine und Virotoxine)
C. orellanus und C. rubellus (Orellanin)
G. esculenta (Gyromitrin)
A. panterina und A. muscaria (Muscimol und Ibotensäure)
I. erubescens und die weißen Trichterlinge (Muscarin)
P. involutus
am Schluss kommen aus meiner Sicht eingeschränkt die beiden Ritterlinge...
l.g.
Stefan