Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Andy,


    sehr schöne gelungene Fotos. :thumbup: Würde Mutterkörner gern mal in Natura sehen.


    @ Nobi: Du brauchst keine Bedenken zu haben. Das Getreide wird mittels sog. Trieure von Steinen, Unkrautsamen und Mutterkörnern physikalisch befreit, bevor es im Silo eingelagert wird. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Björn,


    schönes Bild. :thumbup: In der Dresdner Heide gefunden? Wenn ja würde mcih das echt interessieren, denn die kann ich für Pilzausstellungen immer gebrauchen. :evil: Kannst mir gern eine PN schicken; wäre auch für unseren Pilzatlas interessant...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Peter,


    ein sehr witziger, gelungener Beitrag.


    Eine Frage habe ich noch. Bild 5; bist du dir da mit Schweinsohr sicher? ICh hab den noch nie persönlich gefunden, aber auf allen Bildern, die ich kenne hat das einen violetten Farbton. Ich würde das auch für einen Schafporling halten...


    l.g.
    Stefan

    Hallo an alle,


    2 Sachen möchte ich zu diesem tollen Portrait noch ergänzen.


    1. Am 1. Mai diesen Jahres habe ich mti Toffel folgenden Fund aus meinem Sandkasten zu vermelden. Die Huthaut hat irgendwie so einen undefinierbaren Olivton. Der Hut des Pilzes war noch komplett von Sand bedeckt.



    2. Perlis können auch mal fast schneeweis daherkommen. Gefunden letzes Jahr Anfang November bei Hohnstein in der Sächsischen Schweiz. Erst am Folgetag zeigte sich eine leichte Rötung des Fruchtkörpers.



    l.g.
    Stefan

    Ziegelroter Risspilz
    Inocybe erubescens Blytt 1904


    Synonym:
    Inocybe patouillardi Bresadola 1905
    Inocybe lateritia Ricken 1920



    Klasse: Agaricomycetes
    Ordnung: Agaricales
    Familie: Cortinariaceae
    Gattung: Inocybe


    Hut: 3-10 (12cm), jung weißlich bis schwach strohfarben alt langsam ziegelrot anlaufend (besonders bei Verletzungen und Trockenheit), jung kegelig bis glockig bis alt flach gewölbt mit flachem Buckel, kahl, längsfaserig im Alter typisch rissig


    Lamellen: jung weißlich im Alter oliv-bis rostbräunlich

    Stiel: Stiel 4-10 x 0,6-1,2(2) cm, jung weißlich im Alter von der Basis her rötlich bis ziegelrot verfärbend, dennoch schächer gefärbt als der Hut, zylindrisch, bzw. selten an der Basis verdickt


    Fleisch: weiß; im Alter und bei Verletzung ziegelrot verfärbend

    Sporenpulver: braun-oliv


    Mikroskopische Merkmale: (10)10,5-14, x 6(6,5)-8 µm Sporengröße; Cheilocystiden ohne Kristallschopf, Pleurocystiden fehlend


    Geruch: jung angenehm nach Obst; im Alter kommt noch eine spermatische Note hinzu; riecht nie nach Mehl oder Gurke!


    Der unten gezeigte Fund wies einen süßlichen Geruch nach faulem Obst mit einer leichten spermatischen Note auf


    Speisewert/Giftwirkung: stark giftig, enthält viel Muscarin; erzeugt 15 min bis 2 h nach Aufnahme des Pilzes erhöhte Schweisausbrüche, Tränenfluss und Speichelfluss. Weiterhin Pupillenverengung (Miosis), Sehstörungen, Übelkeit mit Erbrechen (nicht obligat), Pulsverlangsamung und Blutdruckabfall. Bei schweren Vergiftungen sind Todesfälle durch Kreislaufversagen möglich.
    Muscarin ist dem Acetylcholin, einem der wichtigsten Neurotrasmitters unseres Körpers strukturell sehr ähnlich. Es bindet mit den Acetylcholinrezeptoren der Synapsen; allerdings wird Muscarin nicht durch die Acetylcolinesterase abgebaut. Es kommt zu einer Dauererregung im vegetativem Nervensystem. Muscarin ist das einzigste Pilzgift, dass ein klassisches Antidot hat; das Atropin. Das ist das Gift der Tollkirsche Atropa belladonna. Somit ist eine Muskarinvergiftung, wenn sie rechtzeitig erkannt wird, sehr gut zu behandeln.



    L(+)-Musacrin chem. Strukturformel


    Vorkommen: kalkliebend, häufig in Parkanlagen, Laub und Mischwäldern, geht laut GPBW Mykorrhiza zumeist mit Laubbäumen (hauptsächlich Rotbuchen), seltener Fichten ein. Die dargestellten Fruchtkörper wurden neben einem Feldweg an einem schattigen Hang am Stadtrand von Reutlingen gefunden


    Verwechslung: können in jungem Zustand mit dem beliebten Speisepilz Mairitterling/Maipilz Calocybe gambosa verwechselt werden. Diese weisen einen markanten Mehl- oder Gurkengeruch auf. Der Ziegelrote Risspilz riecht nie mehlartig. s.o.
    Mit anderen rötenden Risspilzen, z.B. Inocybe godeyi, dem Rötenden Risspilz, dessen Cheilocystiden immer einen Kristallschopf, bzw. Pleurocystiden aufweist.


    Wissenswertes: Es gibt noch andere Giftpilze, die viel Musyarin enthalten. Stellvertretend seien hier die weißen Trichterlinge und die Rettichhelmlinge genannt.
    Das Gift Muscarin wurde zuerst im Fliegenpilz (Amanita muscaria) entdeckt und bekam so seinen Namen. Es hält sich teilweise immer noch der landläufige Irrglaube, dass Muscarin der Hauptgiftwirkstoff des Fliegenpilzes darstellt. Allerdings ist dessen Konzentration in diesem Pilz unter der Toxizitätsgrenze, so dass vom Fliegenpilz keine Gefahr einer Muscarinvergiftung ausgeht. Die wichtigsten Giftstoffe des Fliegenpilzes sind Ibotensäure und Muscimol.





    Mikrobilder:





    Über (Bild)Ergänzungen und ggf. Korrekturen von euch würde ich mich sehr freuen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    ich danke euch erstmal für die lobenden Worte des Beitrages.


    @ Nobi. Eigentlich wollte ich nicht mit der Schei*erei anfangen, aber in Pilzarmen Zeiten muss man sich irgendwelche Nischen suchen. :D Gut, ich kann auch bei trockenem Wetter klettern gehen, es klettert sich echt besser, wenn man den Kopf von der Pilzen auch mal freibekommt. ;)
    Aber irgendwann kommt man in dieses Pilzfieber und wenn dann nichts da ist...
    Edit: Ach ja ich wusste gar nicht, dass Neuerdings von Dung auch gustatorische Test vonnöten sind. Ich zumindest hab auf die Geschmacksprobe verzichtet.


    @ Enno: herzlichen Glückwunsch zu deinem 500g Krause Glucke-Fund. Hoffe sie war noch zum Essen geeignet und hat gemundet.


    Hannes2 und Mentor1010: Ich bin guter Hoffnung, dass sich hier langsam ein paar mehr Pilze zeigen werden. Immerhin ein Hoffnungsschimmer besteht. Der Thread war ja auch dazu gedacht, euch mal ein bischen auf pilzreichere Zeiten einzustimmen. Der P. schweinitzii war für mich der Höhepunkt der Tour. Ein schöner Pilz.


    @ Anna: ich freu mich auch.


    @ Tippie: Das kann sein; allerdings sollte es genug Pilze geben, welche die Temperaturschwankungen gut ertragen können. ICh vermute eher, dass der lange ausbleibende Regen die Hauptursache der Pilzarmut ist...


    l.g.
    Stefan

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    bei uns in Dresden hat es in den letzten Tagen einiges geregnet. (Für die unter euch, die nicht (mehr) wissen was Regen ist: Bei Wasserübersättigung der Luft bilden sich kleine Tröpfchen an Staubpartikeln. Wenn dies in größerem Umfang geschieht, bilden sich sog. Wolken. Wenn nun die Tröpfchen zu groß werden, dass diese nicht mehr in Luft gehalten werden können, fallen diese zu Boden. Dieses Phänomen wird landläufig Regen genannt :evil: )


    Was liegt da näher als Samstag mal in den Wald zu gehen, denn sich Regen bringt (Pilz)Segen. :D Anfangs war nicht viel los. Lediglich ein kleiner "Fuchsiger" (Amanita fulva) und ein Perli (A. rubescens) ließen sich blicken.




    Bei einem Schwenk in einem Nadelwaldbereich, lief mir dann noch ein Klebriger Hörnling (Calocera viscosa) über den Weg.



    Dann kam für mich die größte Überraschung des Tages. Phaeolus schweinitzii 8| Der kann sogar an Nadelholz wachsen. 8| :evil:
    Ok, ok, ich weiß den kann ich nicht immer an Birke finden. :D




    Hier mal was für Nobi. Ich brauchte einige Bilder, bis ich mal ein schönes davon schießen konnte. Ja auch Schei*e fotografieren will gelernt sein. :D



    Weil es mit den Amaniten so schön war. Ich hab auf einem Fleck 6-8 "Graue" (A. excelsa) gefunden.



    Das wars dann leider schon.
    Einen Nachtrag, allerdings ohne Bilder habe ich noch. Am Sonntag war ich in Schmilka klettern. (genau an der Stelle, wo ich den P. schweinitzii an Birke gefunden habe) Leider habe ich meine Kamera zu Hause gelassen. :shy: Dort fand ich, bevor uns der Regen fast vom Gipfel spülte dann noch u.a. Austernseitlinge. Sie rochen nicht nach Anis und waren unlängst noch nicht da. Die letzten Nächte waren in Dresden und Umgebung kalt, so dass ich die für für wahrscheinlicher halte als Lungenseitlinge. Ach ja, den gemeinen Heftelnabeling kann ich als Jahreserstfund auch noch vermelden.
    Zu dem Birkenstamm: Ich hab mir alles nochmal angesehen. Ja einen Meter weg liegt noch ein alter, morscher Fichtenstamm. Allerdings hatte mein gefundener Fruchtkörper keinen Kontakt zu diesem. Aber möglich ist vielleicht, dass der Pilz auf den Birkenstamm "übergesprungen" ist.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Torsten,


    schöner Bilder und schöner Bericht. :thumbup:


    Hallo Tuppie,


    Eichhasen findest du noch. ;) Ich musste auch über 2 Jahre warten, bis ich endlich meine Ziegelroten Risspilze gefunden habe. Ich finde Pilze, die ich schon immer mal finden wollte, meistens dann, wenn ich die allerwenigsten erwarte. So z.B. mein Besuch bei Markus. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo an alle,


    ich schließ mich hier Pablo definitiv an. Eins der ersten Dinge, die ich bei meiner Ausbildung zum PSV gelernt bekommen hab:


    Keine Verzehrsfreigabe allein über Bilder und übers Internet!


    Das ist nicht nur unseriös, sondern auch kreuzgefährlich! Gerade was verwechslungen von Amaniten und dergleichen angeht. Da komme ich ins Schaudern; bzw. mir die Galle hoch. X(


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    das ist echt krass; würde glatt meinen Hut ziehen, wenn ich einen hätte. Dafür bist du ja gut behütet. :D


    Gut lassen wir die Hutwitze; also das ist wirklich eine große Leistung. :thumbup: (hab leider bis jetzt den Schlüssel nur "überflogen"). Werde mir den mal bei Gelegenheit genauer ansehen.


    Danke für den tollen Schlüssel und natürlich für die Mühe, den zu erstellen.


    l.g. und in tiefster Demut :evil:


    Stefan

    Hallo,


    dein erster Pilz scheint ein Sägeblättling zu sein.


    Die beiden anderen: der große ist ein Täubling; ohne weitere Angabenwird das schwierig den herauszubekommen. Streich mal mit dem Finger bei dem über die LAmellen. Splittern die? Wenn nein ist es ein Frauentäubling, wenn ja dann wirds spaßig. :evil: Täulingsbestimmuung ist keinesfalls leicht.


    Bei dem anderen, mach mal Nahaufnahmen. Hut, Stiel und Lamellen. hat der einen besonderen Geruch. DAs Habitat hast du ja schon mit Buchenwald genannt. :thumbup:


    So anhand deiner jetztigen Bilder sage ich zu dem hellen (kleineren) Pilz erstmal nichts.


    l.g.
    Stefan

    Aber, ohne Mikroskopieren bleibt immer cf oder sl (wie auch immer das heißt - also, unsicher)...


    Hallo Joli,


    in dem Fall cf. ;) "s.l." bedeutet, sensu lato. Bei nicht ganz leicht zu bestimmenden Arten/Artkomplexen, die schwer zu unterscheiden sind. (Erdritterlinge, Rotfüße und dergleichen).


    l.g.
    Stefan

    Hallo Joli,


    ich hab auch schon Telamonien in meinem Sandkasten gefunden; da ist es öfters trocken (z.B. mit Toffel am 1. Mai dieses Jahr).


    Hallo Enno,
    deinen Risspilz kann ich gern unters Mikro legen; allerdings könnte sich das als Exsikat schwierig erweisen; wegen der Stielbereifung.


    Unter Umständen müssen die Stielcystiden untersucht werden und ich weiß nicht, ob die den Trocknungsprozess überstehen. Sporen werden aber noch zu finden sein. Inocybensporen sind von Schleierlingssporen sehr gut voneinander zu unterscheiden.
    Vielleicht hilft auch Toffel. Wir können uns gern mal bei mir treffen und wir mikroskopieren mal gemeinsam zu dritt. Nachdem ich endlich auch eine Stereolupe habe, ist was Präparieren sehr viel einfacher geworden. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Hallo lx2,


    ich weiß was du meinstaber Sporenpulverfarbe geht vor Mekrmalen der Huthaut. ;)


    Es gibt Telamonien, die mich ganz schön geleimt haben, indem sie sich als Inocben zu tarnen versuchten. :evil:


    Im Zweifel ist das wirklich sehr schwer. Wenn sich die Dinger wider erwarten nun doch als Inocyben erweisen, wäre dulcamara (Edit: Tippfehler korrigiert) oder lacera gute Optionen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Joli,


    ich will hier ungern "unken" aber deine Inocyben könnten locker Telamonien sein. Kakaobraunes sporenpulver ist meiner Einschätzuing nach für Inocyben zu dunkel.


    Bin mal gespannt, ob jemand meine Einschätzung teilt. Zumindest unter dem Mikro sind Telamonien und Inocyben anhand der Sporenform/-ornamente sehr schöne auseinanderzuhalten.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Conny,


    Schöne Funde hast du da. Allerdings ist chrysenteron ohne Schnittbild nicht sicher endgültig zu bestimmen. Pruinatus schließe ich aus. Allerdings könnte der Pilz noch cisalpinus sein.


    Ansonsten herzlichen Glückwunsch auch zu der frühen Marone; normalerwesie kommen die (bei uns) nicht vor September...


    l.g.
    Stefan

    Hallo an alle,


    ja da hat Pablo recht gehabt. Ich schließe mich Mausmann an, das ist Pseudoscabrum (aunfgrund der gelblichen Röhren). Deine unbekannte Baumart; sollte eher eine Weide sein; zumindest, wenn man von der Rautenzeichnung der Borke ausgeht. Für eine Hainbuche sind mir die Blätter nicht gezackt genug... Iwo sollte dann noch eine Hainbuche rumstehen...


    l.g.
    Stefan


    Hallo Pablo,


    darauf würde ich mich auf dem Bild nicht verlassen. Zumindest auf meinem Monitor kann die "Farbigkeit" der Röhren auch einfach nur ein Farbstich sein. Wenn die Röhren wirklich gelblich sind, dann geh ich mit Pseudoscabrum natürlich mit.


    Sommersteinpilz schließe ich aus. Ich halte Nr. 8 auf jeden Fall für Leccinum spec.


    l.g.
    Stefan