Beiträge von Climbingfreak


    Hallo Pablo,


    hab ich letzte Woche am Donnerstag auch finden dürfen. L. vulpinum (Perserfund). Nobi hat 2 Tage später (gezeigter Rätselpilz) fast an der gleichen Stelle eine andere gefunden. Ist ja auch keine Kunst, denn ich hab ihm den Wald erst letzte Woche Montag gezeigt. :D
    Intern läuft der Wald schon unter der Bezeichnung "Märchenwald", einfach weil dort wie gesät Gezonte Korkstachelinge, Schwarzweiße Duftstachelinge, Halsbandritterlinge, Grünlinge, Kuhröhrlinge und dann demzufolge auch Rosenrote Schmierlinge, Kiefernhabichtspilze und Heideschleimfüße rumstehen. Die Nadelwaldrotkappe(n) waren dann die Sahnehäubchen auf dem Rieseneisbecher. :evil: Wenn du in Dresden bist, wirst du den Märchenwald auch kennenlernen und dich hoffentlich auch in ihn verlieben. ;) Steffen (Toffel) kennt den auch und er war auch begeistert.


    l.g.
    Stefan


    Hallo an alle,


    jetzt schalte ich mich doch mal ein. Also Histamin ist erstmal das decarboxylierte Histidin, das ist eine Aminosäure, die in jedem Lebewesen vorkommt. Wie du bereits sagtest Pablo ist Histamin ein Hormon, das u.a. bei Immunantwortreaktionen eine wichtige Rolle spielt. Es wird auch gebildet, wenn z.B. Lebensmittel verderben. Klassisches Beispiel ist die ungekühlte Thunfischkonserve in der Pizzeria in der prallen Sommersonne. Das Fischeiweiß wird durch Baktereien zersetzt und die Aminosäuren (allen voran Histidin und Tryptophan) werden zu Histmamin und Tryptamin (man spricht dabei auch von biogenen Aminen) zersetzt. Werden zu viele von denen über die Nahrung aufgenommen, kommt es der genannten "Histaminose". Der Körper reagiert auf das viele Histamin mit einer starken Immunantwort, obwohl gar keine Infektion vorliegt. Das kann sich bis zu einem Anaphylaktischem Schock ausweiten.
    Bei Matschigen/zu alten Pilzen passiert das gleiche. Die Eiweiße zersetzen sich noch während der Pilz im Wald steht und man bekommt die unechte Pilzvergiftung. Lange Rede kurzer Sinn; nicht die Pilzart ist meiner Meinung nach entscheidend, sondern wie "frisch" die Pilze im Wald sind.
    Übrigens gibt es einige Lebensmittel, die aufgrund von mikrobieller Fermentation viel Histamin enthalten (ohne, dass diese verdorben sind); hier seien besonders alter, durchgereifter Hartkäse, Rotwein und Sauerkraut genannt. Empfindliche Personen können bei einer kräftigen Portion Hartkäse mit Rotwein und Sauerkraut durchaus schon Symptome einer Histaminose zeigen.


    Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    soweit ich weiß, sind die Cortinariensporen fast aller Arten ungefähr gleich groß. Es bringt also nichts, dass du sie Sporen vermisst. Zudem haben sie auch ähnliche Ornamente. Bei Cortinarien geht erstmal viel makroskopisch. Habitat, Färbung in unterschiedlichen Altersstadien, Schleimigkeit von Hut und Stiel, Geruch, Geschmack, Tramafarbe, Reaktion auf verschiedene Reagenzien usw.


    Wenn du dich intensiver in die Gattung einarbeiten möchtest, solltest du dir erstmal einen gescheiten Schlüssel/Literatur zulegen; sonst hast du da keine Chance.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    nun meine bescheidene Meinung.


    1. keine Ahnung; die Bilder sind zu schlecht beleuchtet, als das ich was dazu sagen kann.
    2. könnte R. queletii sein
    3. keine Idee; aber kleine sehr scharfe Täublinge im violetter Huthaut finde ich in letzter Zeit sehr viel.
    4. sieht mir sehr nach R. sardonia aus
    5. wahrscheinlich R. ochroleuca; R. claroflava schließe ich erstmal aus; es sei denn am Fundort stand ne Birke
    6. entweder R. emetica oder R. nobilis/mairei. Standen Buchen am Fundort?


    R. claroflava schmeckt mir persönlich ausgezeichnet. Ein sehr guter und mit einiger Erfahrung leicht kenntlicher Speisepilz.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Reinhard,


    hast du den mal geärgert? Verfärbt er sich dunkel/schwarz? Wenn nein, ist deine Bestimmung korrekt. Wenn ja, dann verlgeich mal mit dem Riesenporling Meripilus giganteus.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    noch ein paar eigene Erlebnisse.


    1. Ich bin mit Nobi unterwegs. So aus der Ferne (5-6m) meinte ich gelbstielige Trompetenpfifferlinge zu sehen. Bin hingegangen und hab die entnommen. Zu meiner Überraschung haben die sich als Zimtfarbene Hautköpfe entpuppt. So schnell kanns gehen! Sie sahen von weitem aus, wie Tompfiffge (trichterförmiger Hut; Farbe der vermeintlichen "Leisten" und schmächtiger Habitus waren perfekt) und bei näherer Betrachtung hatten die keine dann aber keine Leisten. 8| Mann war mir das peinlich. Es hat sich aber als "richtig" herausgestellt, dass man sich seine Funde, bevor sie in den korb wandern nochmal genau ansehen sollte; um genau so was zu entgehen. Ebenso sollte man das bei Stockschwämmchen machen; immer die Stiele genau überprfüen, dass nicht doch 1-2 Gifthäublinge in den Korb gelangen. Ich predige das übrigens bei jeder Pilztour mit Freunden, wenn ich Pilze erkläre...


    2. Auf meiner gestrigen Pilzausstellung meinten Besucher die Beringten Flämmlinge wären Butterpilze; von oben sehen die ja gleich aus. 8|


    3. Unlängst hat mir ein Ratsuchender Spitzschuppige Stachelschirmlinge (Lepiota aspera) gebracht und meinte er hätte Wiesenchampignons gefunden. 8|


    l.g.
    Stefan

    Hallo Karl,


    wunderbare Fotos! :thumbup: Ein Traum. :sun: Hoffe sehr, dass wir dich mal nächstes Jahr vielleicht mal im Depot besuchen können. Toffel und Nobi haben auf alle Fälle Interesse und wenn du mal seltene Sandkiefernpilze sehen möchtest, bist du auch herzlich in unseren "Märchenwald" (named by Nobi) eingeladen. Pablo wird ihn im Oktober kennen lernen. :sun:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Reinhard,


    das ist sicher nicht I. cincinnata. Ich hab den unlängst gefunden und von Ditte bestimmen (korrigieren) lassen.
    Für deinen Vorschlag fehlen mir die abstehenden Hutschuppen und der Stiel ist mir für deinen Fund zu "unfaserig".
    Ich bezweifle auch, dass dein Fund eine Inocybe ist; tendiere eher auch zu Telamonia.
    Wenn du den mikroskopisch untersuchen (lassen) kannst, sieht man das allerdings sehr leicht an den Sporen, ob das ein Cortinarius oder Inocybe ist. Mehr sage zu deinem fund nicht, ohne Mikroskopische Unterschung.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Markus,


    Kiefern gab es in dem kleinen Wäldchen, wo wir mit Björn die Libellen an dem Teich fotografierten. Unweit war auch die Stelle, wo wir den Ziegelroten Risspilz gefunden hatten. Dort solltest du mal nach Kiefernbegleitern sehen. Vielleicht machst du ja den Wiederentdeckungsfund vom Halsbandritterling für Baden-Württemberg dort. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo Karl,


    danke für die Aufklärung. Mir fehlt leider die Erfahrung bei Cortinarien; hier kommt immer das gleiche Zeug; hauptsächlich Telamonien, die ich eh nicht bestimmen kann. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    das schwarz eingekreiste ist irgendein Penicillium; das sieht man im Hintergrund des Bildes sehr schön. Diese pinsel-/skelletthandartigen Strukturen sind typisch für die "Gattung". Genaueres ist aber aufgrund deiner Bilder nicht möglich. Deine anderen Bilder zeigen Fremdsporen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Emil,


    tolle Bilder. :thumbup: Genau das richtige, wenn ich vom Klettern komme, so wie jetzt, möchte ich solche wunderschönen Pilzbilder sehen. ;) Der Sachse würde sagen "Ääähhh Draaoum" :D


    Den Buchenschleimrübling hast du mir übrigens vorraus; in "meinen" heimischen Buchenwäldern fehlt der bisher. Um so schöner, dass du den mit einem so wunderbaren Bild verewigen konntest.


    l.g.
    Stefan
    [hr]


    Hallo Emil,
    Dein ausführlich erklärter Bericht mit tollen Bildern hat mir sehr gut gefallen! :thumbup: Den Orangeroten Heftnabeling verbinde ich immer mit Dir, weil Du ihn mir erstmals gezeigt hast. Jetzt sehe ich ihn auch häufig :)


    Pablo hat mir übrigens am Samstag erklärt, dass Kuhmaul-Rosenroter Schmierling keine Symbiose, sondern Parasitismus seitens des letzteren sei 8|


    Hallo Verena,


    da hast du mir was vorraus. Mein Stand war noch, dass das unerforscht, aber postuliert wurde. Ich kann den Rosenroten Schmierling übrigens wärmstens für die Pfanne empfehlen. In meinem "Märchenwald" (Benannt von Nobi) hab ich davon mind. 100 finden können.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Reinhard,


    Nebelkappen riechen für mich nicht süßlich mehlig; die stinken eher süßlich parfümiert; und das penetrant. Wenn du dir mal ne Volle Ladung Eau de Nebelkappe gönnen willst, dann koch mal ein paar von denen in Wasser, ohne die danach zu essen versteht sich.


    Deine Küche wird 3-4 Tage danach stinken und du vergisst den Geruch deinen Lebtag nicht. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    das sieht mir nach alten Schmierröhrlingen aus; entweder Butterpilz oder Goldröhrling. Was standen denn für Bäume in der Nähe? Kiefern, Lärchen?
    Ich bezweifle gerade, dass ihr nur eine Art im Gruppenfoto habt. Vielleicht haben sich da auch einige Filzröhrlinge eingeschlichen. ;)


    Wie dem auch sei. Ohne zusätzliche Merkmale, wie Ökologie/Begleitbäume, Geruch und Geschmack (in dem speziellen Flle nicht relevant), Schnittbilder, bessere Bilder in Großaufnahme von Huthaut, Stiel und Röhrenschicht und was noch wichtiger ist auch von jungen Exemplaren, wird die Anfrage im Sande verlaufen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ingo,


    meinst du mit "gerippt"=gerieft; ähnlich wie Scheidenstreiflinge?


    Übrigens werde ich noch andere braune Ritterlinge einstellen, die ich bei meiner anderen T. focale-Stelle gefunden habe.


    Noch 2 Fragen vom "Laien".


    Gibt es außer ustale noch andere braune Ritterlinge bei Buchen? Für mich ist bis jetzt jeder braune bei Buche automatisch ustale.
    Welcher braune Ritterling wächst bei Fichte, Eiche und evtl. noch Birke? (ausgenommen der Gelbblättrige versteht sich ;))


    l.g.
    Stefan

    Hallo,
    soweit ich weiß, splittern alle Täublingslamellen; bis auf den Frauentäbling versteht sich. ;) Ich hatte bisher nur einen Weißäubling in der Hand und da haben die Lamellen gesplittert. Allerdings hat der nicht süßlich gerochen, sonern eher unauffällig. Auch Erdschieber riechen nicht süßlich im Regelfall.
    Ansonsten kannst du noch was ganz anderes gefunden haben. Allerdings habe ich keine weiteren Ideen.


    Ich streiche übrigens bei dem Test mit dem Finger ganz vorsichtig über die Lamellen, die Brüchigkeit zu testen. Die Fingernagelmethode ist mir zu brutal. ;)


    l.g.
    Stefan
    [hr]


    Hi,


    hm. Mich erinnert das an eine (sehr hell ausgefallene) Nebelkappe...


    Ist eine Idee. :thumbup: Kannst du mal testen, ob du die Lamellen mit dem Fingernagel wegschieben kannst, meint, ob sich die Lamellen gut vom Hutfleisch lösen?


    l.g.
    Stefan