Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    falls du dich erinnerst, das ist genau der gleiche Youtuber, den ich schon bei der Essbarkeitsanfrage von Sarcoscypha-Arten von unlängst mehrfach erwähnt habe.


    Tja, was soll ich sagen? Einerseits macht er auf Naturschutzthemen aufmerksam und bringt den nicht so naturerfahrenen Leuten Naturthemen näher. Andererseits bringt er immer bei seinen Vorstellungen "Studien" ins Spiel, wo ich aus mehreren Gründen "Bauchschmerzen" bekomme. Ich zweifle an seiner wiss. Ausbildung, dass er solche Studien auch entsprechend bewerten kann und die Aussagen zu pos. Aspekten der Pflanzen/Pilze sind für mich oft wiss. nicht hinreichend gesichert. Klar erwähnt er, dass es sich dabei ggf. um "Reagenzglasstudien" handelt, aber ein Mensch ohne wiss. Ausbildung kann das nicht einschätzen, welche tatsächliche Aussagekraft hat. Da wäre es besser, wenn er diese "Studien" nicht erwähnt. Zudem fehlt auch die Quellenangabe!


    Wollen wir ihm mal immerhin zu Gute halten, dass er extra erwähnt, dass man Schmetterlinge in der Krebstherapie immer mit konventionellen Behandlungsmethoden kombinieren sollte.


    Zumindest hat er aus seinen Fehlern gelernt. Seine Videos haben in den letzten 2-3 Jahren an Qualität zugelegt. Dass er dir bei den Aussagen über die Pflanzen negativ aufgefallen ist, verwundert mich nicht.


    l.g.

    Stefan

    Schlimm, wenn man sich den Beitrag von Kirchmair nicht angesehen hat und in alten Denkmustern verhaftet ist.

    Ich kenne jemand, der an Schimmelpilze erkrankt ist, im Krankenhaus verweilen musste und heute noch nicht ganz genesen ist. Und da wird so ein Mist verbreitet. Und mich interessiert da nicht der Herr Kirchmair und sein Gelaber. Man sollte sich schämen, hier zu behaupten, Schimmelpilze sind weit weniger gefährlich als gedacht, eher ein einträgliches Geschäftsmodel für Sanierungsfirmen.

    Hi,


    so ähnlich sehe ich das auch. Zumindest das allergene Potential ist in jedem Fall vorhanden. Zwar ist Stachybotrys chartarum teilweise rehabilitiert. Dennoch sollte man das Problem nicht verharmlosen. Ich verweise dazu auch gerne auf meinen Innenraumkurs der Ausbildung zum Fachberater Mykologie der DGfM.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Sepp hat in einem anderen Thread weitere Bilder davon gepostet. Tomentella-Frank hat dazu geantwortet.



    Die Mehrjährigkeit spricht für pfeifferi; die Tramafarbe allerdings nicht. Spannend ist der Fund in jedem Fall.


    Meine "Baustelle" sind ja Baumporlinge eher nicht; ich bin eher der Lamellenpilztyp, so dass ich mich zu dem Fund auch weiterer Außerungen enthalte. ==Pilz26==Gnolm7


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    der Zeitpunkt für deine Anfrage ist leider ungünstig gewählt. Es müsste jemand absichtlich Fliegenpilze zur Fundzeit getrocknet haben, was im Regelfall nur Leute machen, welche die auch zu konsumieren gedenken.


    Schade ist, dass niemand von der Goethe-Uni selbst FK im September/Oktober gesammelt hat, denn die Masterarbeit stand ja bestimmt schon auf dem Tableau für die Planung. Da hättet ihr eifrig sammeln und trocknen können.


    Zur Analytik: du weißt sicher, dass Naturstoffe unterschiedlich konzentriert sein können in Pflanzen/Pilzen. Du hättest erst Mal das Problem die Konzentration in deinem Standard zu bestimmen.


    Dann noch eine Sache. Mit Risspilzen kenne ich mich etwas aus. Die Artbestimmung ist oft schwierig, denn ständig werden neue Arten beschrieben, bekannte Arten in neue aufgespalten etc. Ohne einen Taxonom, der die auch sicher bestimmen kann, funktioniert das nicht oder lässt du alle Kollektionen sequnzieren? Selbst mit Sequenzierung ist das nicht immer eindeutig (Falscheingabe der Datenbanken), was dann auch wieder einen Gattungsexperten auf den Plan ruft. Habt ihr euch an Ditte Bandini oder Bernd Oertel gewendet?


    So weit meine Gedanken dazu.


    Ich finde das Projekt spannend. Dann würde auch endlich mal geklärt welche Inocybe/Inosperma/Pseudosperma nun Muscarin enthalten.


    Sepas hat ja tolle Ergebnisse bei den Lepioten erzielt. :)


    l.g.

    Stefan (Biochemiker)

    Hi,


    im Mikroskopieforum kannst du dich auch beraten lassen. Dort werden auch sehr gute gebrauchte Mikroskope zu einem fairen Preis angeboten. Ein neues Mikroskop ist nicht zwingend erforderlich. Es gibt sehr gute Marken-Modelle aus den 70ern /80ern, die eine sehr gute Optik haben.


    Ansonsten gibt es hier im Forum noch ältere Beiträge, zu denen sehr viel gesagt wurde zur mikroskopischen Ausstattung. Da kannst du dich auch belesen, worauf es ankommt.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja sehe ich ähnlich. Tolle Leistung Raphael. :)


    Eine weitere Seite kann ich empfehlen, wo die wichtigsten Merkmale einer Art zusammengefasst wurden.


    Willkommen zu Pilze ohne Grenzen | Fungi Without Borders


    Da ich persönlich an der Erstellung der Webseite (Eingabe der Daten) nicht ganz unbeteiligt war, bin ich vielleicht auch nicht ganz objektiv in meiner Einschätzung. ;) Zumindest sind viele der eingegebenen Daten authentisch und wurden sauber recherchiert, bzw. stammen aus Erfahrungen von Eigenfunden der Autoren, was schon Mal die Datengrundlage/Angaben für die Merkmalserfassung der Pilze mehr valide macht als bei 123-Pilze z.B.


    l.g.

    Stefan

    Sehe ich ähnlich. ==Gnolm8


    Dennoch muss ich den Vortrag von Claudia loben. Sie hat vieles von dem, was du gesagt hat schon korrekt eingeordnet.


    Ich persönlich stehe auch den dubiosen Nahrungsergänzungsmitteln mehr als kritisch gegenüber. Ich habe mich auch im Rahmen eines früheren Jobs in der amtlichen Lebensmittelüberwachung mit der Thematik rumschlagen müssen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich habe Ozonium schon mehrfach gesehen; aber auch nicht häufig. Im Schnitt vielleicht 1-2 x im Jahr.


    Übrigens ist Ozonium kein Merkmal des Haustintlings allein, sondern von der ganzen Guppe der Domestici. In dieser gibt es einige Arten. Leider sind die derzeit alle nicht morphologisch bestimmbar. Das geht nur genetisch. Ich verweise dazu auch gerne auf meinen Tintlingsvortrag.


    l.g.

    Stefan

    Servus,

    Für mich sieht das nicht nach Basidien aus. Ich denke da eher an einen Hyphomyceten.

    Grüße

    Felli

    Sehe ich auch so. Für mich sehen die Gebilde nach Phialiden aus. Habe leider keine Idee, was das konkret sein kann. Die weißen Gebilde halte ich für Sporodochien.


    Ja die lieben Anamorphen. Eine Wissenschaft für sich.


    l.g.

    Stefan