Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Emil,


    geht mir ähnlich. Das alte Layout (heißt das überhaupt so) fand ich "gemütlicher". So wirkt mir das iwie zu modern und zu steril...


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    äähm du weißt, warum die Schweden die Pilze im Wald stehen lassen? Das liegt daran, dass eine der 3 großen "atomaren Wolken" vom Tschernobylunglück direkt über Skandinavien seinereit abgeregnet hat. Mir ist leider nicht bekannt, wie hoch die Belastung da oben noch ist; aber sie dürfte immer noch immens sein.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Andreas,


    ich weiß leider nicht, wofür das gut sein soll; (geschweige denn, wie das Ding überhaupt funktioniert :shy: ;)). Meine mikroskopierenden Pilfreunde präparieren frei Hand; bei sehr kleinen Strukturen auch mit Hilfe von Stereolupen.
    Es kommt darauf an, was du überbaupt mikroskopieren willst. Bei Lamellenpilzen brauchst du auch keine Stereolupe; bei kleinen Ascos aber schon.
    Sieh lieber zu, dass du ein gescheites Mikro bekommst und such dir ggf. ne gute Stereolupe. (Wichtig sind auch gute Pinzetten, Präpariernadeln und Skalpelle)
    Dann besorg dir noch die wichtigsten Färbechemikalien und leg los. :thumbup: Bei Fragen stehen wir Mikroskopikerdir gern zur Seite. Auch solche Leute, wie IngoW, Pablo und bwergen mikroskopieren auf die von mir beschriebene Weise


    l.g.
    Stefan


    Hallo ihr beiden,


    wenn das wirklich Oxalat ist, dann ein schwer lösliches. Das müsstet ihr erstmal in Lösung kriegen. Die einzigste Möglichkeit wäre entweder starkes Erhitzen (nur damit macht ihr die Oxalationen kaputt) oder aber die Metallionen komplexieren. An sich ist das gar nicht so schwierig; lediglich die Kleinheit der Kristalle macht das so schwer. Die müsstest ihr auch erstmal von den Cystiden ablösen und sammeln. Da liegt das Problem. Die Analytik hinterher ist ein Klacks.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Matthias,


    danke für die Erklärung. Jetzt weiß ich zumindest, dass ich eine Spielreflexkamera brauche. Mein Mikro ist optisch sehr gut; allerdings nur binokular.


    Na ja ich bleib dran. Vielleicht klappt ja bald mal, dass ich auch gute Mikrofotos schießen kann. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Matthias,


    waahhnsinn. 8| Was soll ich sagen?


    1. wunderschöne Fotos
    2. ich bewundere deine ruhigen Hände und Präparierkünste
    3. Ich nicht würdig, Ich bin nicht würdig, ich bin nicht würdig. :D


    Danke für den tollen Beitrag.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    hattest du unlängst nicht mal geschrieben, dass St. rugosum keite Hütchen bildet? Es ging um die Abgrenzung von St. rugosum und gausapatum.
    Übrigens kannst du St. rugosum anfeuchten; mit Spucke z.B. Dann rötet er wieder.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Safran,


    ich verstehe, dass du dich ärgerst. Leider verstehe ich nicht, warum mit der Beantwortung der ersten Frage A. regalis ausgeschlossen sein soll.
    Was ich damit meinte, dass ich nicht sicher bin/war, dass es vielleicht z.B. eine gelbe oder weiße Varietät/Forma von dem geben kann.
    Wenn du mal in den Amanita-Band der Fungi europaei gesehen hast, wirst du überrascht sein, wie viele Varietäten es z.B. vom Pantherpilz gibt.
    Warum ich so antwortete, kann ich dir so auch erklären. Wenn ich gesagt hätte, dass die Huthaut des Pilzes immer braun ist, hätte ein Teilnehmer (so wie du jetzt) sagen können. "Moment mal. Es gibt auch eine sehr seltene Amanita regalis f. alba." (Nur ein Beispiel; ich hab keine Ahnung, obs die wirklich gibt). Ich wollte dem nur lediglich vorbeugen.
    Ein 2. Problem ist auch die Statistik. Es gibt immer Ausreiser in einem Merkmal, so dass es eigentlich nie eine 100%-Wahrscheinlichkeit exisitiert, dass die Huthaut immer braun ist. So etwas gibts immer. Wenn du mit der Gauß-Verteilung von Wahrscheinlichkeiten vertraut bist, wirst du verstehen, was ich meine.


    Natürlich, wenn du magst, kann ich dir auch gern entsprechend mehr Punkte geben; allerdings wäre das dann eine absolute Ausnahme.


    l.g.
    Stefan


    P.S. In solchen Situationen hilft nur Nachfragen. Ich hab ja auch gechrieben, dass ich den als eigene Art betrachte; genau wegen Pablos genannten Gründen.

    Hallo ihr lieben,


    kommen wir nun zur allseits erwateten Auflösung. Bevor ich aber endgültig auflöse noch ein paar Vorbemerkungen. Für alle war die Gattung Amanita klar. :thumbup: Trotzdem haben mich einige Antworten erstaunt. Pantherpilz mit einem derartigen ausgeprägt häutigem Stielring mit solchen Knoten? Das kann kein Pantherpilz. Dessen Stielring ist häutig, hängend, glatt, kleiner und leicht vergänglich.
    Es gibt nur 2 Amaniten, die so einen Stielring haben. Der eine ist der Fliegenpilz. Der andere der Königsfliegenpilz Amanita regalis. (Ich zitiere Emil:


    "Ich glaube nicht, dass du uns so etwas Profanes wie A. muscaria auftischst.") Und Emil hatte vollkommen recht. :D



    Er gleicht dem Fliegenpilz, bis auf den braunen Hut und die gelben Velumsflocken. Er ist wesentlich seltener als der Fliegenpilz. Kommt in montanen Gegenden vor (Erzgebige, Thüringer Wald, Fichtelgebirge etc.) Im Flachland fehlt er; in Baden Würrtemberg (laut GPBW) gibts nur 4 Fundorte. Warum ich die Frage nach der Gifitgkeit als verschenkt betrachtete, habe ich schon geschrieben. Ich hatte eher noch auf Fragen nach der Stielbasis (warzige Gürtel), bzw. die braune Linie unter der Huthaut im Schnittbild erwartet. Damit wäre er eindeutig gewesen. Der Pantherpilz hat beide Merkmale nicht.



    An alle, die den raushatten. Herzlichen Glückwunsch. :thumbup:


    1. 27 EmilS, Safran ( je+10)
    2. 25 Janmen (+9)
    3. 24 gdno81 (+9)
    4. 22 Anja (+5)
    5. 19 nochn Pilz (+9)
    6. 18 Beorn (+9), Boletus1 (+10)
    7. 17 Claudi W (+9)
    8. 15 engelchen (+8)
    9. 9 texten (+9)
    10. 8 enno (+8)
    11. 5 luckenbachranch (+5)


    [hr]


    Runde 4:


    Wie gewünscht Rätsel Nr.7. :evil: Das ist aus meiner Sicht das schwerste von den ersten, die ich bisher für euch vorbereitet habe. Mit Zaunpfählen wirds diesmal nichts; aber ich versichere euch, dass man für die Bestimmung von dem kein Mikroskop braucht.



    Viel Erfolg


    Stefan

    GelbblättrigerRitterling
    Tricholoma fulvum (De Candolle 1815: Fries 1821) Saccardo 1886


    Synonym:
    Agaricus fulvus DC.
    Gyrophila fulva (DC.) Quél.
    Tricholoma fulvum (DC.) var. fulvum Bigeard & H. Guill.
    Agaricus fulvus Bull.
    Agaricus flavobrunneus Fr.
    Tricholoma flavobrunneum (Fr.) P. Kumm.
    Tricholoma flavobrunneum var. flavobrunneum (Fr.) P. Kumm.
    Agaricus nictitans Fr.
    Tricholoma nictitans (Fr.) Gillet,
    Gyrophila acerba var. nictitans (Fr.) Quél.
    Gyrophila nictitans (Fr.) Quél.
    Agaricus nictitans var. nictitans Fr.
    Agaricus nictitans var. fulvellus Fr.
    Tricholoma flavobrunneum var. compactum Sacc.
    (Tricholoma pseudonictitans Bon)



    Klasse: Agaricomycetes
    Ordnung: Agaricales
    Familie: Tricholomatacae
    Gattung: Tricholoma


    Hut: 3-10cm, fuchsigbraun- bis gelbbraun; in der Mitte meist etwas dunkler, feucht leicht schleimig-schmierig, trocken eingewachsen radialfaserig Rand meist leicht gerippt


    Lamellen: mehr oder minder gelb; selten auch cremefarben, später rotbräunlich gefleckt, bzw. im Alter auch rotbräunlich gerandet, gedrängt stehend, ausgebuchtet angewachsen

    Stiel: 7-13 x 0,7-2 cm, gelb-braun überfasert, Spitze heller


    Fleisch: weißlich im Hut; im Stiel mehr oder minder gelblich

    Sporenpulver: weiß


    Sporengröße: 5-7,5 x 3,5-5 µm


    Geruch: mehlartig


    Geschmack: mehlartig


    Speisewert: kein Speisepilz


    Vorkommen: Mykorrhizapartner von Birke (und Fichte; siehe "Wissenswertes"); nach Literaturangaben selten auch mit Eiche


    Verwechslung: Das gelbe Pilzflsich macht die Art unverwechselbar. Wenn aber nicht auf den Standort geachtet und kein Schnittbild angefertigt wurde, ist die Art mit anderen braunen Ritterlingen verwechselbar.


    Wissenswertes: Der Fichten-Ritterling Tricholoma pseudonictitans und Tricholoma fulvum haben einen fast identischen Habitus. Morten Christensen & Jacob Heilmann-Clausen haben in ihrem Ritterlingswerk "Fungi of Northern Europe Band 4 The Genus Tricholoma" diesen mit Tricholoma fulvum synonymisiert und auch mit molekularbiologischen Untersuchungen abgesichert.




    Hier kommt noch ein besonders schönes Bild von Nobi. :thumbup:



    Für Ergänzungen/Korrekturen bin ich, wie immer, sehr dankbar. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Sven,


    leider kann ich dir nicht helfen da absolut keine Ahnung; aber ich finde es witzig, dass ausgerechnet du einen Bestimmungsthread so benennst (als einer unserer größten Ascofreaks.) ;)


    l.g.
    Stefan