Erste Frage: Hat der gesuchte Pilz Lamellen?
Hallo ihr lieben; besonders Safran,
nein hat er nicht.
l.g.
Stefan
Erste Frage: Hat der gesuchte Pilz Lamellen?
Hallo ihr lieben; besonders Safran,
nein hat er nicht.
l.g.
Stefan
Hallo Mario,
du hast fast recht. Die Wellenlängen des Lichtes ("=Farben") werden von 3 unterschiedlichen Zapfen (Sehzellen) auf der Netzhaut in elektrische Impulse umgewandelt und das Gehirn setzt diese Impulse zu einem Bild zusammen. (sehr vereinfacht dargestellt)
Übrigens in Wikipedia sind in einem Artikel über Fotorezeptoren auch auf die der Pflanzen eingegangen. Stark abstrahiert kann ich Ingo wirklich recht geben, dass Pflanzen ein Hell/Dunkel"sehen" können.
l.g.
Stefan
Hallo,
die würde ich ausschließen wollen; die ist lang-gezogener; nicht so rund (und wächst oft an Birke). Wichtig wäre erstmal das Substrat zu wissen! Hypoxylon howeanum wäre eine Option; allerdings mit Fragezeichen. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
das könnte ein Thelebolus sein; so einen hatte ich auch mal.
Allerdings bin ich mir da auch nicht sicher.
l.g.
Stefan
Hallo ihr lieben,
ich scheint eurer Sache ja recht sicher zu sein.
Ihr solltet euch ruhig schon mal auf eine 1. Frage verständigen.
l.g.
Stefan
Hallo,
ich habe auch schon mehrmals gehört/gelesen; teils auch von renomierten Leuten, dass Pflanzen bei Befall Botenstoffe abgeben um andere Pflanzen/Artgenossen in der Umgebung zu warnen: Achtung "Feind XY" greift mich an.
Den Originalartikel würde ich gern mal lesen; so schwer zu verstehen sind die nun auch wieder nicht; zumindest für Chemiker. ![]()
Dass Sesquiterpene allerdings nur bei Tieren bisher eine nachweisbare Rolle spielten; war mir persönlich neu; ich meine schon gelesen zu haben, dass die auch von Pflanzen gebildet würden. Falls du an den Originalartikel rankommst Conny; Abstract würde mir auch erstmal genügen, dann wäre ich sehr daran interessiert. Schade, dass die Zeitung? keinen Link zur Zeitschrift und zum Artikel gesetzt hat.
l.g.
Stefan
P.S. Vielleicht schreibe ich die Frau Prof. Polle mal an.
Hallo Ralf,
letztendlich ist es so. Allerdings wage ich zu behaupten, dass noch keiner bei den Dungpilzen die Luftfeuchte/Substratfeuchte gemessen und dann mit dem Pilzwachstum verschiedener Arten korreliert hat. Spannend mal zu wissen ist das allemal; trotzdem wird die Feuchtigkeit nach Intuition/Erfahrung reguliert.
Ich hatte ja ganz am Anfang meiner "Dungpilz-Karriere" hier auch mal ein paar Anfängerfragen gestellt, um über diesen und andere Punkte auch mal Klarheit zu erlangen. Das hatte natürlich auch den Sinn, anderen bzw. zukünftigen Einsteigern einen Leitfaden in die Hand zu geben.
l.g.
Stefan
Hallo Enno,
wunderbares Bild. Ich hatte mich jetzt wirklich dabei ertappt beim Überlegen, was Aurora doch für eine komische Pilzgattung ist. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Ralf,
ich fang ja auch gerade erst damit an. Das Lob gebührt eher Nobi und den anderen Dungi-freaks hier. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Ulla,
das klingt sehr interessant; leider bin ich an dem Tag schon pilztechnisch anderweitig verplant.
l.g.
Stefan
Hallo Ralf,
danke für die tolle Aufklärung. Da weiß ich jetzt bescheid.
Diese grünen Kugeln habe ich tatsächlich in dem besagten Präparat gesehen; allerdings war mir gar nicht bewusst, dass das die Paraphysen sind.
Übrigens, wenn du mal wieder sächsischen Hasendung von trockenen Sandgebieten willst, kann ich dir gern bei Gelegenheit "Nachschub" schicken.
l.g.
Stefan
P.S. Ich hab mir die Trichodeltischia-Sporen nochmal ins Gedächtnis zurückgerufen. Eine Gelhülle habe nicht nicht gesehen; bzw. keine solche Auswüchse an den Septen; demzufolge müsste das T. munkii sein. Ist das was seltenes? Ich frag hier nur aus Interesse. Wenn da wirklich mal ne seltene Art dabei ist, dann sagt das bitte auch. ![]()
Hallo,
würde ich sagen. Allerdings sind die Sporen mit ca. 20 µm rel. klein. Das ist wirklich die Untergrenze der Sporengröße. Gelesen habe ich, dass die 20-40 µm lang werden sollen.
l.g.
Stefan
Hallo Kerstin,
danke für deine Antwort. Ich hab mir das schon so gedacht. Deswegen hab ich RAlf ja auch gefragt, woran er die die Unterscheidung festmacht. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Ralf,
was ich hier nicht ganz versehe: Woran hast du festgemacht, was Konidien und was sexuell gebildete Sporen sind. Mir fällt gerade noch ein: Wenn du ein einzelnes Cleistothecium gefunden hast, kannst du dich mal in z.B. Richtung Emericella/Eurotium bewegen. (Das sind sexuelle Fortpfanzungsstadien des klassischen Aspergillus.) Schreibst du auch mal Goldröhrling (Kerstin) an? Vielleicht hat sie eine Idee.
l.g.
Stefan
Hallo Safran,
das ist ja schon mal toll.
Bin auf eure Fragen gespannt.
l.g.
Stefan
Hallo Björn,
dein Pyreno ist eher Anulohypoxylon cohaerens. Hypoxylon Multiforme kommt hauptsächlich an Birken vor, während ich Anulohypoxylon cohaerens meist an Buche finde. Was war das denn für eine Holzart?
Ansonsten kann das auch noch ganz was anderes sein. Von den Pyrenos gibts dermaßen viele, dass da letztendlich nur das Mikroskop da beim bestimmen helfen kann.
l.g.
Stefan
Hallo,
ich bin bei kleinen gelben und orangenen Knubblen auf Totholz neuerdings skeptisch; zumindest von der reinen makroskopischen Betrachtung. :shy: Ein Blick unters Mikro schafft da mehr Sicherheit; allerdings auch mehr "Probleme". ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Jan-Arne,
schöne Funde. Zu den Schleimern sag ich mal nichts; weil keine Ahnung. Deine Nr. 3+5 das kann auch mal gern in Richtung was anamorphes oder so gehen. Dein letzter kann auch gern eine Nectria oder so was sein. An Dacromyces glaub ich da erstmal nicht.
Trotz allem wunderschöne Bilder. Will hier ja nicht nur "meckern". ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Bernd,
glaub mir: die einfachen Konsolenfömigen Baumporlinge sind leichter zu bestimmen als Schleimpilze (und man braucht in der Regel kein Mikroskop.
) Die erkennt man recht schnell, wenn man die 1-2 mal gezeigt bekommen hat.
Eine Tour mit Pablo ist da sehr empfehlenswert. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Bernd,
deine letzten Bilder sind weder ein Feuerschwamm noch G. applanatum, sondern eher ganz nomale Zunderschwämme. ![]()
l.g.
Stefan
Na ja vielleicht hilft es.
Ich bin übrigens entsetzt, was ihr alle für ein Bild von mir habt.
Als ob ich mich an eurem "Leid" ergötze und mich über falsche Lösungsvorschläge freue. Das mach ich doch nicht. ![]()
Zur Not gibts, wie immer, Zaunpfähle manchmal auch in Strommastengröße. ![]()
Interesssant finde ich aber doch was teilweise an Lösungen zu mir kommt. Ihr kommt auf Ideen, mit denen ich manchmal gar nicht rechne.
Hier war ja die Sache relativ eindeutig. Diese starke Felderung hätte vielleicht nur noch bei einer Amanita vorkommen können. Ansonsten die Bovista plumbea manchmal auch gefeldert aber aber nicht so stark und glatter.
l.g.
Stefan
Hallo Bernd,
ich hab die lieber in "frisch".
Aber auch als "Leiche" sind die immer noch eindrucksvoll. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo an alle,
hier kommt noch die Ergänzung zu den Giften und der Giftwirkung.
Hier seht ihr die Struktur der Amanitine. Es handelt sich um ein dicyclische Oktapeptide. Ich weiß, was ihr jetzt denkt. Peptide werden im Magen-Darm-Trakt abgebaut. Allerdings ist das hier nicht der Fall, weil die Proteasen die doppelte Ringstruktur nicht "knacken" können. Zumdem werden im Regelfall auch im Darm Peptide von der Größe auch aufgenommen und in anderen Körperzellen dann weiter metabolisiert.
Die Amanitine werden im Darm aufgenommen, gelangen in die Blutbahn und werden von den Leberzellen bevorzugt aufgenommen. Grund: in der Zellmembran der Leber befinden sich Carrier-Proteine, welche eine hohe Affinität zu den Amanitinen haben. In anderen Organen sind diese Transportproteine nicht vertreten, bzw. nicht vorhanden. Das ist der Grund für die lebertoxische Wirkung.
In der Leber blockieren sie ein Enzym, welches die m-RNA bildet (RNA-Polymerase II) nicht reversibel. Die m-RNA ist die Vorstufe zu den körpereigenen Proteinen. Wenn die m-RNA fehlt, können auch keine Proteine mehr gebildet werden. Es werden somit keine neuen Enzyme gebildet. Das ist in der Leber besonders schlimm, denn einerseits können die wichtige Stoffwechselprodukte nicht mehr gebildet werden; andererseits können auch Giftstoffe von der Leber nicht mehr abgebaut werden. Der ganze Proteinstoffwechsel kommt zum Erliegen. Die Leberzelle stirbt dadurch den "programmierten Zelltod" Apoptose. Das freiwerdende Amanitin wird durch die Galle wieder den Darm ausgeschieden. Der Darm nimmt das Amanitin wieder auf und der Zyklus fängt von vorne an. Man spricht hier von einem enterohepatischen Kreislauf.
Therapeuthisch gibt es hier mehrere Ansatzpunkte:
1. Gabe von Aktivkohle: Das Amanitin im Darm bindet sich an die Aktivkohle und kann nicht mehr von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Die Aktivkohle wird mit dem Kot ausgeschieden. Es erfolgt eine Elimination der Giftstoffe aus dem Körper. Dies kann mit Magenspülungen, Gabe von Laxantien (Abführmittel) unterstützt werden.
2. Erzwungenes Wasserlassen (forcierte Diurese; unter ständiger Bebachtung des Venendruckes) mit Flüssigkeits- und Elektrolytersatz (Amanitine werden auch über den Urin ausgeschieden)
3. Gabe von Silibinin; evtl. eine zusätzliche Gabe von N-Acetylcystein. Das Silibinin hemmt die die Transportproteine der Leber, welche die Amanitine in die Leberzellen schleusen.
Je früher die Therapie beginnen kann (in der Regel in den ersten 24h nach Aufnahme des Giftes), desto größer sind die Überlebenschancen. Nach 2-3 Tagen kann im Regelfall nur noch eine Lebertransplatation das Leben des Patienten retten. Je nach Toxingehalt der Fruchtkörper wirkt der Verzehr von 5-50g Grüner Knollis tödlich (Frischgewicht!!!).
Verlauf der Vergiftung:
Nach 4-24 h (in der Regel nach 8-12h) kommt es teilweise zu heftigen Brechdurchfällen (Gastrointestinale Phase). Deshalb wird bei Brechdruchfällen nach einer Pilzmahlzeit prophylaktisch auf eine Amanitin-Vergiftung behandelt.
Danach kommt es zu einer scheinbaren "Verbesserung".
Nach 2-3 Tagen wird die Leberschädigung deutlich (Hepatische Phase). Es erfolgt eine Gelbfärbung der Haut und Schleimhaut (Ikterus="Gelbsucht") und auch gefährliche Blutungen in Folge von Gerinnungsstörungen sind möglich. In besonders schweren Vergiftungsfällen kann es auch mal zu akutem Nierenversagen kommen. Durch die Möglichkeit einer Lebertransplantation sind Todesfälle rel. selten. Trotzdem enden schwere Amanitinvergiftungen unbehandelt in der Regel tödlich. (meist nach 8 Tagen nach der Giftaufnahme).
Nachweis der Amanitine: Die derzeit sicherste Bestimmungsmethode ist ein ELISA-Verfahren im Urin; möglichst auch im Blutserum. Weiterhin werden im Erbrochenem auch Pilzsporen und Pilzstücke untersucht. Der klass. "Zeitungstest nach Wieland" wird kaum noch eingesetzt (falsch positive Ergebnisse möglich).
Quellen: Flammer/Horak: "Pilzfgifte Giftpilze" Schwabe Verlag Basel 2003
ZMykol: 81/1 2015
ZMykol: 50/2 1984
Anbei noch ein Bild der "Übeltäter".
l.g.
Stefan
Hallo Dieter,
ich versuch mal mein Glück; allerdings muss ich erstmal in die barocken Gärten kommen. ![]()
Ich melde mich, wenn ich Funderfolge vermelden kann. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
das neue Rätsel ist eingestellt; das alte aufgelöst. Die Punktetabelle reiche ich nach. Das schaffe ich heute nicht mehr.
l.g.
Stefan
P.S. hoffe, dass es nicht zu schwer für euch wird. ![]()
