Hallo Kerstin,
danke für deine Antwort. Ich hab mir das schon so gedacht. Deswegen hab ich RAlf ja auch gefragt, woran er die die Unterscheidung festmacht. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Kerstin,
danke für deine Antwort. Ich hab mir das schon so gedacht. Deswegen hab ich RAlf ja auch gefragt, woran er die die Unterscheidung festmacht. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Ralf,
was ich hier nicht ganz versehe: Woran hast du festgemacht, was Konidien und was sexuell gebildete Sporen sind. Mir fällt gerade noch ein: Wenn du ein einzelnes Cleistothecium gefunden hast, kannst du dich mal in z.B. Richtung Emericella/Eurotium bewegen. (Das sind sexuelle Fortpfanzungsstadien des klassischen Aspergillus.) Schreibst du auch mal Goldröhrling (Kerstin) an? Vielleicht hat sie eine Idee.
l.g.
Stefan
Hallo Safran,
das ist ja schon mal toll.
Bin auf eure Fragen gespannt.
l.g.
Stefan
Hallo Björn,
dein Pyreno ist eher Anulohypoxylon cohaerens. Hypoxylon Multiforme kommt hauptsächlich an Birken vor, während ich Anulohypoxylon cohaerens meist an Buche finde. Was war das denn für eine Holzart?
Ansonsten kann das auch noch ganz was anderes sein. Von den Pyrenos gibts dermaßen viele, dass da letztendlich nur das Mikroskop da beim bestimmen helfen kann.
l.g.
Stefan
Hallo,
ich bin bei kleinen gelben und orangenen Knubblen auf Totholz neuerdings skeptisch; zumindest von der reinen makroskopischen Betrachtung. :shy: Ein Blick unters Mikro schafft da mehr Sicherheit; allerdings auch mehr "Probleme". ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Jan-Arne,
schöne Funde. Zu den Schleimern sag ich mal nichts; weil keine Ahnung. Deine Nr. 3+5 das kann auch mal gern in Richtung was anamorphes oder so gehen. Dein letzter kann auch gern eine Nectria oder so was sein. An Dacromyces glaub ich da erstmal nicht.
Trotz allem wunderschöne Bilder. Will hier ja nicht nur "meckern". ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Bernd,
glaub mir: die einfachen Konsolenfömigen Baumporlinge sind leichter zu bestimmen als Schleimpilze (und man braucht in der Regel kein Mikroskop.
) Die erkennt man recht schnell, wenn man die 1-2 mal gezeigt bekommen hat.
Eine Tour mit Pablo ist da sehr empfehlenswert. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Bernd,
deine letzten Bilder sind weder ein Feuerschwamm noch G. applanatum, sondern eher ganz nomale Zunderschwämme. ![]()
l.g.
Stefan
Na ja vielleicht hilft es.
Ich bin übrigens entsetzt, was ihr alle für ein Bild von mir habt.
Als ob ich mich an eurem "Leid" ergötze und mich über falsche Lösungsvorschläge freue. Das mach ich doch nicht. ![]()
Zur Not gibts, wie immer, Zaunpfähle manchmal auch in Strommastengröße. ![]()
Interesssant finde ich aber doch was teilweise an Lösungen zu mir kommt. Ihr kommt auf Ideen, mit denen ich manchmal gar nicht rechne.
Hier war ja die Sache relativ eindeutig. Diese starke Felderung hätte vielleicht nur noch bei einer Amanita vorkommen können. Ansonsten die Bovista plumbea manchmal auch gefeldert aber aber nicht so stark und glatter.
l.g.
Stefan
Hallo Bernd,
ich hab die lieber in "frisch".
Aber auch als "Leiche" sind die immer noch eindrucksvoll. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo an alle,
hier kommt noch die Ergänzung zu den Giften und der Giftwirkung.
Hier seht ihr die Struktur der Amanitine. Es handelt sich um ein dicyclische Oktapeptide. Ich weiß, was ihr jetzt denkt. Peptide werden im Magen-Darm-Trakt abgebaut. Allerdings ist das hier nicht der Fall, weil die Proteasen die doppelte Ringstruktur nicht "knacken" können. Zumdem werden im Regelfall auch im Darm Peptide von der Größe auch aufgenommen und in anderen Körperzellen dann weiter metabolisiert.
Die Amanitine werden im Darm aufgenommen, gelangen in die Blutbahn und werden von den Leberzellen bevorzugt aufgenommen. Grund: in der Zellmembran der Leber befinden sich Carrier-Proteine, welche eine hohe Affinität zu den Amanitinen haben. In anderen Organen sind diese Transportproteine nicht vertreten, bzw. nicht vorhanden. Das ist der Grund für die lebertoxische Wirkung.
In der Leber blockieren sie ein Enzym, welches die m-RNA bildet (RNA-Polymerase II) nicht reversibel. Die m-RNA ist die Vorstufe zu den körpereigenen Proteinen. Wenn die m-RNA fehlt, können auch keine Proteine mehr gebildet werden. Es werden somit keine neuen Enzyme gebildet. Das ist in der Leber besonders schlimm, denn einerseits können die wichtige Stoffwechselprodukte nicht mehr gebildet werden; andererseits können auch Giftstoffe von der Leber nicht mehr abgebaut werden. Der ganze Proteinstoffwechsel kommt zum Erliegen. Die Leberzelle stirbt dadurch den "programmierten Zelltod" Apoptose. Das freiwerdende Amanitin wird durch die Galle wieder den Darm ausgeschieden. Der Darm nimmt das Amanitin wieder auf und der Zyklus fängt von vorne an. Man spricht hier von einem enterohepatischen Kreislauf.
Therapeuthisch gibt es hier mehrere Ansatzpunkte:
1. Gabe von Aktivkohle: Das Amanitin im Darm bindet sich an die Aktivkohle und kann nicht mehr von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Die Aktivkohle wird mit dem Kot ausgeschieden. Es erfolgt eine Elimination der Giftstoffe aus dem Körper. Dies kann mit Magenspülungen, Gabe von Laxantien (Abführmittel) unterstützt werden.
2. Erzwungenes Wasserlassen (forcierte Diurese; unter ständiger Bebachtung des Venendruckes) mit Flüssigkeits- und Elektrolytersatz (Amanitine werden auch über den Urin ausgeschieden)
3. Gabe von Silibinin; evtl. eine zusätzliche Gabe von N-Acetylcystein. Das Silibinin hemmt die die Transportproteine der Leber, welche die Amanitine in die Leberzellen schleusen.
Je früher die Therapie beginnen kann (in der Regel in den ersten 24h nach Aufnahme des Giftes), desto größer sind die Überlebenschancen. Nach 2-3 Tagen kann im Regelfall nur noch eine Lebertransplatation das Leben des Patienten retten. Je nach Toxingehalt der Fruchtkörper wirkt der Verzehr von 5-50g Grüner Knollis tödlich (Frischgewicht!!!).
Verlauf der Vergiftung:
Nach 4-24 h (in der Regel nach 8-12h) kommt es teilweise zu heftigen Brechdurchfällen (Gastrointestinale Phase). Deshalb wird bei Brechdruchfällen nach einer Pilzmahlzeit prophylaktisch auf eine Amanitin-Vergiftung behandelt.
Danach kommt es zu einer scheinbaren "Verbesserung".
Nach 2-3 Tagen wird die Leberschädigung deutlich (Hepatische Phase). Es erfolgt eine Gelbfärbung der Haut und Schleimhaut (Ikterus="Gelbsucht") und auch gefährliche Blutungen in Folge von Gerinnungsstörungen sind möglich. In besonders schweren Vergiftungsfällen kann es auch mal zu akutem Nierenversagen kommen. Durch die Möglichkeit einer Lebertransplantation sind Todesfälle rel. selten. Trotzdem enden schwere Amanitinvergiftungen unbehandelt in der Regel tödlich. (meist nach 8 Tagen nach der Giftaufnahme).
Nachweis der Amanitine: Die derzeit sicherste Bestimmungsmethode ist ein ELISA-Verfahren im Urin; möglichst auch im Blutserum. Weiterhin werden im Erbrochenem auch Pilzsporen und Pilzstücke untersucht. Der klass. "Zeitungstest nach Wieland" wird kaum noch eingesetzt (falsch positive Ergebnisse möglich).
Quellen: Flammer/Horak: "Pilzfgifte Giftpilze" Schwabe Verlag Basel 2003
ZMykol: 81/1 2015
ZMykol: 50/2 1984
Anbei noch ein Bild der "Übeltäter".
l.g.
Stefan
Hallo Dieter,
ich versuch mal mein Glück; allerdings muss ich erstmal in die barocken Gärten kommen. ![]()
Ich melde mich, wenn ich Funderfolge vermelden kann. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
das neue Rätsel ist eingestellt; das alte aufgelöst. Die Punktetabelle reiche ich nach. Das schaffe ich heute nicht mehr.
l.g.
Stefan
P.S. hoffe, dass es nicht zu schwer für euch wird. ![]()
Hallo ihr lieben,
wie gewünscht; die Auflösung. Nach der 3. Frage war das kein Problem mehr. Es ist der Hasenstäubling (Lycoperdon utriforme). Ob der nun zu Lycoperdon oder zu Calvatia gehört; darüber sollen sich andere den Kopf zerbrechen. Es ist auf alle Fälle ein schöner, nicht ganz so häufiger Pilz, den man durchaus auch mal bei der Autofahrt finden kann. So geschehen bei diesem Exemplar. ![]()
1. 48 Beorn, EmilS, texten ( je+10)
2. 47 nochn Pilz (+9)
3. 45 gdno81 (+8), enno (+10)
4. 44 Janmen (+8)
5. 42 Boletus1 (+8),
6. 41 Safran (+7)
7. 39 luckenbachranch (+8)
8. 33 engelchen (+8)
9. 26 Claudi W (+9)
10. 17 Petra_ (+0)
[hr]
Runde 8:
So bin gespannt.
Na dann mal viel Erfolg.
l.g.
Stefan
Hallo Magellan,
hat doch geklappt mit dem Posten.
Wunderschöne Bilder. Toll, wie du die ganzen Pflanzen und Insekten bestimmt hast .
Von den meisten hab ich noch nie was gehört. :shy: Eine Ergänzung habe ich noch. Blindschleichen sind auch Eidechsen. ![]()
l.g.
Stefan
hallo!
habe heute Vormittag einen Entwurf mit 50 Bildern fertiggestellt, den ich unter Exkursionen und Ausflüge einstellen wollte - in der Vorschau wurden dann aber keine Bilder dargestellt - habe ihn dann erst einmal abgespeichert, da ich nicht möchte, daß nach dem Einstellen auch keine Bilder angezeigt werden und noch mehr Probleme entstehen -
wie kann es weitergehen?
mfg magellan
Hallo Magellan,
das ist ein altbekanntes Problem, das eigentlich mit den Updates meines Wissens nach behoben sein sollte. Du kannst das ja ggf. 2 mal als Entwurf speichern und eine davon ja mal posten. Wenn dann keine Bilder angezeigt werden, kannst du das ja dann immer noch ggf. löschen.
l.g.
Stefan
Hallo ihr 3,
erstmal danke für die Antworten. Die Sporen + Ascusmaße von der unbekannten habe ich oben ergänzt. Sorry, hab ich vergessen anzugeben. :shy:
Zum Thema bitunikat (ich hab den Thread von Björn gelesen; allerdings nicht alles kapiert): Ich hab das so verstanden, dass kurze Asci bei Sporenreife länger werden und dann erst die Sporen freisetzen. Demzufolge gibt es wirklich unterschiedlich lange Asci; die "eingezogene" und "ausgefahrene" Variante.
Meine Frage: Wie kann ich bitunikate Asci erkennen, wenn die "ausgefahrerene" Variante im Präparat nicht erkennbar ist.
Dann Thema Gelhülle zu den Trichodelitscha: Wie erkenne ich diese? Ehrlich gesagt, habe ich unterm Mikro keine gesehen; geschweige denn eine Zwei- oder Dreiteilung. ![]()
Ach ja die Septierung der Sporen bei Sporormiella würden mich noch interessieren. Ich kann mit den genannten Begriffen (transvers und oblique) nichts anfangen und hab auch keine Ahnung, wie ich das unterm Mikro erkennen soll... ![]()
l.g.
Stefan
P.S. Leider habe ich bei Nr.3 keine Paraphysen erkennen können. :shy:
Hallo Eike,
mal sehen, was ich so finde. Ich hab bestimmt noch einiges im Fundus; leider aber ausschließlich mitteleuroppäische Arten; weil ich außerhalb Mitteleuropas noch nie Pilze gesucht hab. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
meistens kann ich mich sowieso nicht an Träume erinnern und wenn mal doch dann ist da anderes vordergründiger als Pilze. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Eike,
schönes Projekt. Braucht ihr Bilder, bzw. würdet ihr euch über Bilder freuen? Ihr habt ja z.B. kaum Risspilze und Ritterlinge auf der Seite; da muss sich dringend was ändern. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo liebe Dungpilzfreunde,
erstmal zum Pferd. Es kommen die ersten Sporormiellas. Kraft meiner Wassersuppe und den vorhandenen Schlüsseln, würde ich den die als S. intermedia benamsen wollen. Einsprüche und Korrekturvorschläge sind willkommen.
Sporen: 48-50 x 8-10 µm
Asci: 140-150 x 25-35 µm
Dann kommen wir mal zum Hasen:
Ich hab ja diese haarig-borstigen Pyrenos da drauf. Wie war die Freude groß, als ich da endlich mal wieder eine neue Art drauf gefunden habe, die nicht Sporormiella spec. ist. ![]()
Geschlüsselt (ok; zumindest versucht zu schlüsseln :shy: ) hab ich. Komm da auf eine Delit(z)schia
, bzw. Trichodelitschia. (was es nicht alles gibt; und beide Gattungen werden btw. ohne z geschrieben ;)). Ich würde den Fund gern Trichodelitschia bisporula nennen wollen. (was ist eigentlich der Unterschied zwischen beiden genannten Gattungen?) Bei Delitschia bin ich iwie nicht fündig geworden; zumindest mit dem Schlüssel von Peter. Die Farbe des Tomentums (was ist das genau; die Haare/Borsten?) passt nicht zu den Sporengrößen; zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.
Sporen: 19-21 x 6 µm
Asci: 135-141 x 12-13 µm
Liegen die Sporen in den Asci hier uniseriat?
Zu guter letzt hab ich noch was hellbraunes auf dem Pferd gefunden; in der Hoffnung, dass es sich um einen Ascoblus handeln könnte; stellte sich dann aber als so was raus:
Was ist das? (vielleicht noch unreif; aber ihr könntet mir bitte mal sagen, was das für eine Gattung sein könnte; sofern möglich)
Sporen: 10-11 x 4-5 µm
Asci: 36-45 x 10-13 µm
Hier liegen die Sporen nun biseriat, oder?
Dann hätte ich noch eine Frage: Woran erkenne ich bitunikate Asci, wenn alle Asci gleich lang sind? Bei der Deltischia s.l. habe ich zuerst unter den unitunikaten geschlüsselt und bin da zu keinem gescheiten Ergebnis gekommen. Erst beiden bitunikaten bin ich dann auf Delitschia s.l. gestoßen.
danke erstmal für die Hilfe im Voraus (hab mal versucht mich in die Thematik einzulesen; alerdings bisher noch nicht wirklich erfoglreich.:shy: )
l.g.
Stefan
P.S. ich hab dann auch noch was gelesen, wie die Septen zu sein haben. Mit den Fachbegriffen im Sporormiella-Schlüssel oblique und transvers kann ich nichts anfangen; was bedeuten diese?
Hallo Matthias,
ich bin begeistert, in was für Themengebiete du dich gerade so vorwagst. Ich hab zwar keine Ahnung von Cortis; aber wenn Frank mal drüber sieht, hab ich keine Bedenken, dass der das nicht benamsen kann; insbesondere bei den tollen Mikrofotos. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Dieter,
beneidenswerter Fund.
Da muss ich hier in Dressden mich auch mal auf die Suche nach Zedern mich begeben.
l.g.
Stefan
Hallo Ingo,
ich geb mich geschagen.
Trotzdem sind einige Poren bei dem Fruchtkörper extrem lang. Die Hainbuchenbilder hab ich übrigens auch schon online gestellt. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Florian und besonders Ingo, ![]()
anbei die versprochenen Hainbuchenbilder. Ich muss mich korrigieren. Die Äste/Zweige (ohne Blätter) sehen sich von Rotbuche und Hainbuche verdammt ähnlich. :shy: Die Stämme allerdings überhaupt nicht:
Stamm der Hainbuche: immer unregelmäßig; sieht im Querschnitt einem "Saint Albray"-Käse ähnlich. Die Borke ist weißgrau; bekommt ziemlich schnell Risse, die manchmal eine gewisse Karoform (zugegebenermaßen manchmal etwas sehr abstarhierte) aufweisen können. Durch diese Risse wirkt die Borke etwas dunkler als die der Rotbuche.
Bilder:
Stamm der Rotbuche: immer rund bis oval, im jungen, bis mittelalten Zustand glatt, ohne Risse und einheitlich Weißgrau. Erst im Alter werden Rotbuchenstämme im unteren Bereich "feinschuppig"; im oberen bleiben sie glatt.
Zumindest kann man so Buchenzweige von Heinbuchenzweigen trennen, wenn beide Bäume nicht in unmittelbarer Nähe stehen...
l.g.
Stefan
