Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Ralf,


    bei vielen Hasenkötteln tut sich bei mir nicht mehr viel. Da scheint langsam die Luft raus zu sein. Ich guck mri dann noch weitere an und das Pferd. Morgen gehts dann weiter.


    Danke für deine Mühen. Woran erkenne ich eigentlich eine Perithecienmündung bei "unterirdischen" Fruchtkörpern? BEstimmt Erfahrung. Ich bin gerade dabei an "verdächtigen" Stellen etwas "umzugraben".


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    ich kann die "Leitung" gern übernehmen. Aber deinen Vorschlag finde ich richtig gut. Erstmal deine vorgeschlagenen Themen und dann sehen wir weiter. Schwermetalle würde ich etwas nach hinten verschieben; weil wir so einfach vom 100el ins 1000el kommen und damit ist keinem gedient. Nebenbei wollte ich ja eigentlich auch noch Pilzportraits machen; Dungpilze zu mikroskopieren, "Arbeiten" gehen, anderen Hobbys fröhnen etc.
    Den "Wörkschopp" :D können wir ja hier installieren; erstmal. Und ich habe von der ganzen Thematik keine Ahnung; ich tu nur so. :evil:


    l.g.
    Stefan


    Hallo, da kann ich Stefan nur zustimmen.
    Ergänzend möchte ich aus bodenkundlicher Sicht hinzufügen dass Gesamtgehalt an Schwermetallen im Boden wenig ökologisch aussagekräftig ist (Königswasseraufschluss). In Verbindung mit anderen Bodeneigenschaften wie dem pH-Wert der Bodenlösung oder dem Gehalt an organischer Substanz und Tonmineralen kann das Gefährdungspotential von Schwermetallbelastungen jedoch grob abgeschätzt werden (somit eine Vielzahl von Informationen nötig). Für die Aufnahme von Schwermetallen spielen die Sorptions- / Bindungsverhältnisse an die feste Phase eine größere Rolle als Gesamtgehalte im Boden. Pflanzenverfügbare Schwermetalle werden in der Bodenkunde bspw. durch Ammoniumnitratextraktion bestimmt. Diese Gehalte sollten mit den bestimmten Gehalten im Pilz selber korreliert werden (und keine Gesamtgehalte). Damit könnte man dann "Boden-Pilz-Transferfaktoren" bestimmen. Über die erwähnte Stichprobenanzahl der Messungen in den Pilzen könnte man natürlich auch "streiten", da vermutl. wenig aussagekräftig.
    Wichtig für den ökotox. Kontext wäre mE folgendes: Da ja Waldböden eine Senke für die eingetragenen Schwermetalle darstellt und es langfristig zu einem Anstieg der Vorräte im Boden kommt, wäre dies ein hohes Gefährdungspotential da durch die fortschreitende Bodenversauerung (Stichwort Saurer Regen) zur Tonmineralzerstörung und in Folge dessen zur Mobilisierung von vormals festgelegte Schwermetallen können kann. Diese sind dann in verstärkten Maße bioverfügbar. Ich gehe davon aus dass Pilze generell Akkumulatoren von Schwermetallen sind - anscheinend erfolgt die (passive) Aufnahme jedoch mehr oder weniger selektiv.
    LG, Reinhard


    Hallo Reinhard,


    danke für deine Ergänzungen. Mir sind viele Fakten, die du nanntest, bekannt. Hab mich auch früher beruflich mit der Schwermetallbelastung von pflanzlichen Erzeugnissen beruflich befasst, die in stark geogen "belasteten" Regionen erzeugt wurden. Zu nennen wären da einerseits das Niedersächsische Harzvorland, bzw. auch das Erzgebirge, bzw. der Freiberger Raum. Von Blei ist bekannt, dass Kontaminationen hauptsächlich über anhaftende Erdpartikel stattfinden. Eine Entfernung dieser Partikel, z.B. durch waschen senkt die "Bleibelastung" des untersuchten Produktes stark. Eine aktive Aufnahme von Pflanzen oder Pilzen ist meines Wissens nach selten. Bei Cadmium sieht das anders aus! Dort geschieht eine aktive Anreicherung zumindest bei Weizen und einigen Gemüsen. Bei gilbenden Egerlingen ist das auch bekannt.
    Ansonsten ist es erstmal wichtig zu wissen, wie stark die Böden der Fundorte mit Schwermaetallen belastet sind; geogen, sowie auch durch Menschen verursacht. Erst danach sollten weitere Überlegungen stattfinden, wie z.B. wie stark die Freisetzung von Schwermetallen aus Tonmineralien durch sauren Regen ist.
    So weit wollte ich hier aber nicht einsteigen, um die anderen nicht mit zu vielen Details abzuschrecken.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Jan-Arne,


    schöne Idee das hier zu posten. Das Geschenk von Ralf ist wirklich klasse. Wusste gar nicht, dass du Fossilien und Edelsteine sammelst. Eine kleine Sammlung habe ich auch; aber im Vergleich zu deiner ist das eher nicht der Rede wert. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Lia,


    danke für deine Antwort. Kann gern Blei und Quecksilber mit aufnehmen; aber von den 3 Schwermetallen ist Cadmium immer noch das kritischste. Bei Quecksilber muss differenziert werden. Anorganisches Quecksilber ist vergleichsweise "harmlos". Organisches Qucksilber (Methylquecksilber u.ä.) hingegen sehr kritisch zu bewerten. Bei den Gehalten in dem Merkblatt wurde wahrscheinlich der Gesamtquecksilbergehalt bestimmt. (Zudem fehlen mir bei dem Merkblatt zusätzliche Angaben; z.B.mit welcher Methode die Gehalte bestimmt wurden und wie der Schwermetallgehalt des Bodens des zugehörigen Fundortes aussah etc.) So ist das nicht wirklich aussagekräftig. Blei ist auch rel. unkritisch, weil es in größeren Mengen in den Knochen eingelagert wird, bevor es zu ersten Vergiftungssymptomen (wie z.B. der typischen "Fallhand") kommt. Blei spielt nur eine Rolle, wenn du das regelmäßig in relevanten Mengen aufnimmst.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Verena,


    danke für deine Ergänzung. Ich hatte das auch ungefähr so im Sinn, wobei die ganze Thematik auf Pilze beschränkt bleiben sollte. Hinsichtlich Schwermetallen hat eigentlich nur Cadmium eine Relevanz (aus mykologischer Sicht). Quecksilber und Blei spielen meines Wissens nach bei Pilzen keine Rolle. Andere Schwermetalle sind gesetzlich nicht reguliert (zumindest im Lebensmittelbereich).


    Die ganze Reach-Thematik wollte ich ehrlich gesagt ausblenden. Es soll hier nicht um Sicherheitsbewertungen von chemischen Zubereitungen/Stoffen gehen. Das hier ist ein Pilzforum und sollte es auch bleiben.
    Zum Thema Tierversuche wollte ich auf alle Fälle was schreiben. Das ist ein emotionales Thema; das ist mir klar. Trotzdem ist es wichtig zu verstehen, dass Tierversuche unerlässlich sind! Viele unserer toxikoligischen Erkenntnisse wären ohne Tierversuche gar nicht möglich. Im übrigen gehen die Bestrebungen dahin Tierversuche so weit wie möglich durch Tests mit Zellkulturen in-vitro zu ersetzen. Trotzdem müssen derzeit noch die finalen Tests an lebenden Tieren gemacht werden und daran wird sich so schnell nichts ändern.
    Reinhard: Danke für dein Angebot; ich komm bei Bedarf gern darauf zurück.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Kerstin,


    danke für deine Rückmeldung. Die Trennung war/ist erstmal eine Zwischenlösung; u.a. auch deshalb weil ich schon angefangen habe die Pilzgifte in den Portraits zu bearbeiten. ;) Wie sich das alles genau entwickeln wird, müssen wir erstmal abwarten. Wie, ob und wie intensiv die Schimmelpilzbestimmung bearbeitet wird, sollten wir erstmal abwarten. Ich kann gern auch was dazu beitragen; allerdings bist du derzeit die einzige Person, die sich damit aber wirklich auskennt. Mit meinem Halbwissen zur Schimmelpilzbestimmung kann ich allerdings nur marginal was beiragen. Natürlich wäre es gut, wenn wir noch Mitstreiter hier finden könnten, die sich an dem Prokekt beteiligen. Vielleicht steigen auch noch Leute ein, gerade weil wir das Projekt starten. Es wird auf keinen Fall so sein, dass du/wir das allein machen müssen.


    Das ganze ist sowieso ein Langzeitprojekt. Wir überstürzen hier nichts.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    wie ich sehe, machst du wieder einen Rund-Umschlag (bzw. Roundhouse-Kick;)). Das musste jetzt übrigens sein, weil Chuck Norris gestern 75 Jahre alt wurde.


    Übrigens ist Chuck Norris seit 10 Jahren tot; allerdings hat der Tod sich noch nicht getraut es ihm zu sagen. :D


    Hier kommt noch ein Bild. Von G. adspersum hab ich auch welche; muss nur mal in den unendlichen Weiten meines Archivs nach denen wühlen.



    Alle Ganoderma- Portraits sind btw. wieder mal hervorragend. :thumbup:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Daniela,


    ich hab keine Ahnung zu dem Pilz aber eine Frage habe ich aber doch. ;) Die violette Linie/Zelllage in Bild 1 ist auf optischer Effekte zurückzuführen oder sieht der Pilz wirklich so aus.


    Ansonsten sehr schöne Fotos. :thumbup: Wünscht, ich könnte die auch so hinbekommen. ÜBrigens danke nochmal für deinen Präparationstipp. Ich hab mir inzwischen dünne Metallkanülen von meinem VErtrauensapotheker besorgt. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Eike,


    so wie das klingt ist das einer der Rocky-Filme (ohne die zu kennen). Der Sprecher ist aber der typische Sylvester Stallone Synchronsprecher (die Stimme erkenne ich) und es geht darum Schläge zu kassieren, einzustecken und weiterzumachen; hört sich seehr nach Boxen an. Zu dem Lied sag ich mal nix. Ich kenn mich mit dem ganzen Hip-Hop-Zeugs eh nicht aus; bzw. mag ich so was gar nicht.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Juliane,


    schöne Fotos, die du uns da zeigst. Vielen Dank dafür. :thumbup:


    Ich finde Samtfüßchen s.l. (es gibt mehrere Arten) meist einzeln und in kleinen Mengen an lebenden Stämmen oder Totholz; aber so gut wie nie in größeren Mengen, bzw. Büscheln so dass sich eine küchentechnische Zubereitung gelohnt hätte. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,



    es kam unlängst der Wunsch auf, hier mehr über Pilzgifte s.l. und Schimmelpilze zu schreiben. Mit diesem Diskussionsthread soll zu diesem Langzeitprojekt offiziell der Startschuss gegeben werden. Da ich im Studium auch im Nebenfach Toxikologie und Mikrobiologie hatte, werde ich die Federführung übernehmen. Kerstin (Goldröhrling) wird die Schimmelpilze und deren Bestimmung bearbeiten.


    Die allgemein bekannten Pilzgifte sind/werden in den dazugehörigen Pilzportraits von mir vorgestellt (worden):


    Muscarin: Ziegelroter Risspilz
    Ibotensäure/Muscimol: Pantherpilz
    Equestre-Syndrom: Grünling
    Amatoxine: Grüner Knollenblätterpilz


    Wie ich/wir genau die restlichen Themen in Threads aufteilen werde, weiß ich noch nicht genau. Zumindest wird es erstmal so werden, dass ich separate Threads eröffne. In diesen bitte ich euch herzlich nichts reinzuschreiben. Anregungen, Kritik, Wünsche, Vorschläge sind herzlich willkommen; diese schreibt aber bitte in diesen Thread! Das ist hauptsächlich der Übersichtlichkeit geschuldet, da ich in den Threads erstmal keine Fragen und Dank möchte. Das würde den Lesefluss einfach iwie auseinanderreißen. Wenn ich dann fertig bin, kann ich immer noch einen FAQ-Beitrag verfassen.


    Themen, die besprochen werden:


    1. Glossar über toxikologische Fachbegriffe und Erläuterungen über die Grundlagen der Toxikologie. (Das hat den Vorteil, dass ich bestimmte Fachausdrücke nur einmal erklären muss)
    2. Erklärung, wie ein Grenzwert in Lebensmitteln usw. zustande kommt und welche Tests da vorrausgehen
    3. Vorstellung der Schimmelpilzgifte mit Strukturformeln, Giftwirkungen usw.
    4. Wie werden Schimmelpilze bestimmt (Hauptsächlich Kerstins Part) evtl. mit Vorstellungen von Gattungen und Arten.


    Wenn von eurer Seite aus reges Interesse an der Thematik besteht, wird das Forenteam ggf. auch ein Schimmelpilzunterforum etablieren. Das entscheidet aber das Forenteam gemeinsam.


    l.g.
    Stefan


    P.S. Das wird deswegen ein Langzeitprojekt, weil ich auch nicht jeden Tag Muse haben werde dazu was zu verfassen. Diverse Pilzportraits sind auch noch geplant/in Arbeit. Bitte habt da etwas Geduld. "Gut Ding will Weile haben" ;)

    Hallo,


    im Zweifel immer mikroskopisch. Spätestens, wenn dich der Flaum aber grünlich verfärbt oder schwärzt, dann hat du schon eine große Gewissheit, dass das Schimmel ist.


    Was ich nicht verstehe: Wieso machst du Sporenabrücke in geschlossenen Gefäßen und warum 2 Wochen lang (von den gleichen Hüten)?


    l.g.
    Stefan

    Ahh ok; gut, dann denke ich schon, dass die Kristalle vom Pilz stammen. Diese okataedrischen Kristalle/Strukturen kommen in der Natur häufig vor; allerdings kannte ich die bisher nur von meinen Anorganik-Vorlesungen, bzw. Praktika.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Björn,


    hast du mit Kongrot oder so was angefärbt? So was kann auch mal von Färbereagenzien auskristallisieren. Ansonsten würde ich tendenziell sagen, dass Oktaedrische Kristalle (Doppelpyramide) nicht von einem Pilz stammen können. Wenn aber jemand, der mehr Ahnung hat als ich, dagegen spricht, hab ich natürlich nichts gesagt. :D


    l.g.
    Stefan


    Hallo Björn,


    bitte in Zukunft solche Diskussionen auf "nach der Auflösung" verschieben. Ihr könnt die gern führen allerdings sollte so was nicht im laufenden Rätsel diskutiert werden. Das verdirbt den anderen den Spaß, bzw. haben wir auch (ungeschriebene) Regeln; ähnlich des APR.


    @all: Falls ihr noch eine Frage stellen wollt, dann tut das bitte. Ich würde nämlich wirklich gern vor Ostern mit dem Rätsel fertig werden wollen. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    habe noch einen interessanten Fund vom Hasen zu vermelden. Eigentlich wollte ich gern den Haarigen Pyreno bestimmen/präparieren.



    Meinte auch den den erwischt zu haben. Allerdings habe ich dann so was unterm Mikro gefunden. Einzelne Asci mit sehr vielen Sporen (8x4-5 µm). Der einzig unbeschädigte Ascus war 63x 40 µm. Wenn die Asci kreisrund gewesen wären, wäre mein Erster Gedanke in Richtung Emericella oder Eurotium gegegangen; aber so bin ich ratlos...


    Habt hr eine Idee? Gattung würde mir erstmal reichen.





    l.g.
    Stefan

    Hallo Juliane,


    je nachdem, wen du mit "die" meinst und wo "die" arbeiten. Im allg. Forstbetrieb, lassen "die" alte Baumstämme nicht liegen. Im Naturschutzgebiet, bzw. Nationalpark sehr wohl. Übrigens glaubst du gar nicht, wie es in einigen Teilen des Elbsandsteingebirges aussieht. Tote (stehende) Bäumstämme, so weit das Auge reicht.
    In 2-3 Jahrzehnten wird dort ein natürlicher Wald sein. Diesen Prozess mitzuerleben ist sehr spannend.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    wie Pablo schon schrieb. Die Mycele "begrenzen Ihren Lebensraum" durch die schwarzen Linien. Ein anderes Mycel kann diese Grenze nicht so ohne weiteres überwinden. Die ganze Thematik der Holzzersetzung ist übrigens keine ganz so einfache. Es gibt da eine gute Einsteigerliteratur "Pilze an Bäumen: Saprophyten und Parasiten, die an Holz wachsen" von Hermann Jahn. Das Buch ist sehr gut; allerdings auch recht preisintensiv.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pretender,


    zur Sache mit den Fotos und Bestimmungsanfragen:


    das ist kein Hexenwerk. Wichtig ist erstmal nur, dass deine Bilder scharf sein sollten; egal ob mit einer Billigknipse oder High-Tech-Apparat. Kurze Beschreibung des Pilzes, des Habitats, Schnittbild, Substrat, wenn es ein Saprohyt ist, Geruch (evtl. Geschmack), Sporenpulverfarbe. Das wars schon.


    Ich kann dich auf alle Fälle nur ermutigen, hier deine Anfragen/Meinungen einzustellen. Einzelne User, die einem unsymphathisch sind gibt es immer. Selbst, wenn deine ersten Anfragen im Sande verlaufen, weil deine Bilder zu schlecht sind, ist das auch nicht schlimm. Wichtig ist, dass du deine persönlichen Pilzziele erreichst.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Heide,


    das war eigentlich nicht in meiner Absicht. So ruhig, kann ich erklären. Viele meinen den richtig zu haben und einige wenige haben 2-3 Ideen und können sich nicht entscheiden. Dabei ist der aktuelle Rätselpilz eigentlich unverwechselbar. Ich kann euch dann gern mal bei der Auflösung eine kleine Story erzählen. ;)


    l.g.
    Stefan