Beiträge von Climbingfreak

    Hallo ihr lieben,


    also folgende Vorschläge:


    1.Regeln zur Rätselauwahl:


    Es werden nur Pilze genommen, die makroskopisch eindeutig zu bestimmen sind. Fragen nach mikroskopischen Strukturen dürfen nicht gestellt werden.
    Es dürfen (makroskopisch eindeutig bestimmbare) Schleimpilze als Rätsel eingestellt werden; aber keine Flechten.


    2. Wenn keine Frage weiter kommt, würde ich sagen, dass Dieter bitte zeitnah auflöst und ein neues Rätsel einstellt; damit wir hier mal weiterkommen. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Peter,


    ja auf jeden Fall; klasse Aufnahmen. :thumbup: 1-2 Pilz- oder Landschaftsbilder wären zur Würze zwar schön gewesen; aber so auf alle Fälle ein sehr gelungener Beitrag. (trotzdem ich Tiere mit mehr als 4 Beinen tendenziell eher abgegeneigt bin) :shy:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Petra,


    machen das nicht alle Schleimpilze? Ich bin bei weitem kein Experte; aber ich meine das schon mal gehört zu haben.


    Wir könnten stattdessen vielleicht nach Sporengrößen, Sporenornamenten, nicht vorhandenen Kalkablagerungen in Capilitiumknoten oder so was fragen. :evil: Schade, dass Ulla oder Toffel hier nicht mitmachen; sie wüssten sofort nach was wir fragen sollten, um die Art festzumachen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    das beste wird erstmal sein, dass du dir einen gescheiten Bestimmungsschlüssel für Egerlinge besorgst. Damit schlüsselst du erstmal die geforderten makroskopischen Merkmale. Iwann werden dann mal Mikromerkmale relevant. Du solltest dann auf alle Fälle die Sporengröße messen können. Dazu mikroskopierst du ein kleines Stück Lamelle eines aufgeschirmten Fruchtkörpers; einfach als Quetschpräparat...


    Dann könnte noch die mikroskop. Beschaffenheit der Huthaut wichtig sein. DAtz wäre ein HdS-Schnitt erforderlich; keine einfache Technik.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Safran,


    deswegen ist es auch ein Stück weit "wichtig" immer mal wieder die Tipps mit Mykobank und Index fungorum abzugleichen. Aber wenn du taxonomisch da einige Unklarheiten hast, ist das denke ich nicht das Problem, denn solche Sachen sollten aus meiner Sicht vom Rätselsteller großzügig behandelt werden. (wir sind alle keine Profis und haben alle nicht den nötigen Durchblick hier Pilze in Artrang zu erheben oder den Ihnen abzusprechen). In meiner Recherche bin ich auch über den Gegabelten gestoßen; hab den Tipp dann aber aus taktischem Kalkül verworfen, weil der einfach in keinem Standard-Pilzbuch drin ist. Ich hätte da eher den Laubholzhörnling als Tipp bevorzugt...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Safran,


    ich verstehe dich vollkommen; klar diese Refenzlisten gibts ja schon in Form von Mycobank und Index Fungorum. Das nächste Problem ist, dass sowieso Pilze gefühlt aller 3 Tage umbenannt werden. Da sind dann deutsche Namen manchmal besser. Trotzdem waren (außer unserem Misverständnis damals) immer eindeutige Arten im OEPR dran.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Safran,


    Pause muss nicht sein (so lange Dieter echte Pilze einstellt ;)); aber klar wir können das auch hier besprechen.


    Hauptsächlich deswegen; ob wir hier auch Schleimpilze im Rätsel zulassen oder nicht. In meinen Pilzbüchern (Gerhard, Laux und Pareys) fehlt die Thematik total (zu Recht, wie ich finde). Es ist hier ja ein Pilzrätsel; da sollten auch meiner Meinung nach Pilze eingestellt werden und keine Schleimpilze, die weder Tier, Pflanze noch Pilz sind.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Dieter,


    da geb ich dir recht; als ich mit der Pilzbestimmung RICHTIG anfing 2006 kannte ich gerade mal so die 30-40 gängigsten Röhrlinge und den "Pfifferling" (4-5 andere gängige Arten klammere ich hier mal aus). Manchmal "bereue" ich auch, dass ich erst mich 2013; ein Jahr nach meiner bestandenen PSV-Prüfung hier angemeldet habe; mein Erkenntnislevel wär wesentlich höher. ;)


    l.g.
    Stefan


    P.S. ja es ist einfach schön hier mit Experten sich über seine Funde auszutauschen. :sun:

    Hallo Dieter,


    dazu noch einen Ratschlag (sorry dafür; will dich hier nicht bevormunden oder so was). Gerade als Anfänger würde ich dir raten den Exsiccat-Stapel nicht zu hoch werden zu lassen. Ich würde max. Funde, die du wirklich wissen willst aufheben; den Rest verwerfen; du verzettelst dich sonst.


    Übrigens in meinen ersten Pilzjahren hab ich auch die Pilze, die ich nicht makroskopisch bestimmen konnte alle verworfen (war da ein "Einzelkämpfer"). Ist zwar ein Stück weit schade; aber es hilft auch abzuschätzen, wie wichtig ein Fund wirklich ist.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    um den Sack nun endgültig zuzumachen (oder auch nicht) würde ich fragen, ob es sich bei dem gezeigten Lebewesen um einen Schleimpilz handelt. Wenn die antwort "ja" heißt, dürfte das kein Problem mehr sein.


    Irgendwelche Einwände eurerseits?


    Dieter, Pablo: nach der Auflösung, sollten wir die "Regeln" über die Rätselpilze nochmal per PN besprechen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ditte,


    OHA 8| 8| allgemein oder auf diese konkreten Pilzchen bezogen? Natürlich glaube ich dir; klar du musst Ornung in ein unbändiges Chaos bringen. Aber wer, wenn nicht du würdest das hinkriegen. Leider kann ich dich "nur" mit eigenen Funden unterstützen. Sei aber gewiss, dass ich jeden gefundenen Risspilz am sTandort fotografiere alle trockne und die dann sauber beschrifte.


    Den Rest haben wir ja schon per Mail besprochen.


    l.g.
    Stefan


    P.S. ich hoffe am WE auf die ersten Inocyben in Dresden...

    Hallo,


    das hier sollte mit Lotterie, Rätselraten usw. bezeichnet werden. Das kann alles und nichts sein; sehr wahrscheinlich fällt der sogar in die Kategorie "Pilzleiche".


    Sei bitte so gut und mach bitte bei Bestimmungsanfragen mehr Detailbilder (von oben und unten), beschreib die Konsistenz (weich oder hart), mach Schnittbilder, Angaben, wenn möglich zum genauen Substrat (Baumgattung reicht im Regelfall), Angaben zum Geruch (Beachte: "Geruch nach Pilz" ist wenig zielführend; sollte konkreter angegeben werden, wenn der Fruchtkörper denn einen aufälligen Gruch hat), Sporenpulverfarbe.


    Bei Mykorrhizapilzen wären ergänzend noch hinzuzufügen: Ökologische Beschreibung des Fundortes mit Baumpartnern; evtl. noch Geschmack.


    so ist der jedenfalls nicht bestimmbar


    l.g.
    Stefan

    Sternsporiger Risspilz
    Inocybe asterospora Quelet 1879




    Synonym:


    Astrosporina asterospora (Quél.) 1922




    Klasse: Agaricomycetes
    Ordnung: Agaricales
    Familie: Inocybaceae
    Gattung: Inocybe


    Hut: 3 - 6(8) cm; jung glockig; im Alter immer mehr verflachend; mit warzenähnlichem, spitzen Buckel; rotbraun bis dunkelbraun (Farbton an Marone erinnernd); Huthaut radialfaserig; im Alter rissig; zudem ist im Alter oft die hellere Huttrama unter den Fasern zu sehen, so dass der Hut sehr kontrastreich; fast zweifarbig wirkt


    Lamellen: anfangs gräulich cremefarben, im Alter rötlich- bis graubraun, Schneide weißlich


    Stiel: 5 - 10 x 0,4 - 0,8 cm zylindrisch; Basis meist als gerandete Knolle verdickt bis 1,5 cm breit; Farbe: rosa bis rotbräunlich komplett weißlich bereift


    Fleisch: weiß bis cremefarben, in der Stielrinde rötlich


    Sporenpulver: braun-oliv


    Mikroskopische Merkmale: Sporen 9,5 - 12,5 x 8,5 - 10(11) µm typisch regelmäßig geformt; die Form erinnert mich an die Herrnhuter Weihnachststerne, Cystiden bauchig spindelig 35 - 70 x 15 - 24 µm


    Vorkommen: im Juni bis November, in diversen Waldformen (meist Laubwälder); bevorzugt neutrale bis alkalische Böden, kann aber auch auf sauren Böden vorkommen; Buche, Eiche und Fichte sind bevorzugte Mykorrhiza-Partner
    Meine beiden letztjährigen Funde habe ich in Parkanlagen auf Wiesen unter Buchen, Eichen und Linden gemacht


    Geruch: spermatisch


    Speisewert/Giftwirkung: giftig, bzw. giftverdächtig, wie alle Risspilze


    Verwechlungen: Mit anderer aber trotzdem noch irgendwie sternförmiger Sporenform und nicht komplett bereiften Stiel:


    Inocybe pseudoasterospra var. microsperma
    Inocybe pseudoasterospra var. pseudoasterospora


    Wenn auf die typisch regelmäßig-sternenförmigen Sporenform geachtet wird, ist diese Art unverwechselbar.


    Über Ergänzungen und ggf. Korrekturen von euch würde ich mich sehr freuen.










    l.g.
    Stefan


    Quellen: Großpilze Baden-Württembergs Band 5
    www. inocybe.org


    Edit: Ergänzungen von Ditte wurden eingearbeitet

    Hallo Dieter,


    mal wieder eine sehr schöne Anfrage und alle wichtigen Merkmale für die Täublingsbestimmung enthalten. :thumbup: Was ich zumindest zu dem sagen kann; ich kenn den nicht. Das scheint schon was selteneres zu sein; so ein Täubling ist mir bisher noch nicht begegnet; leider wüsste ich keinen außer Toffel im Forum, der sich intensiver mit Täublignen befasst.


    Auf alle Fälle ein spannender Fund; bin mal gespannt, ob da was rauskommt. Einen Hinweis noch: Wenn du magst, kannst du dir auch noch einen Eisen-II-Sulfatkristall und 20%iges KOH und Guajak holen. Für die Täublingsbestimmung sehr hilfreiche Reagenzien zur makroskop. Bestimmung.


    l.g.
    Stefan


    P.S. DerWerIst: nein vesca ist es nicht:
    1. hat der keinen gerieften Hutrand
    2. ist das ein reiner Weissporer.