Beiträge von Climbingfreak


    Hallo Pablo,


    das ist gar nicht so schwer. Einen so toll aussehenden weintötlich-farbenen Risspilz außer I. adaequata zu finden könnte sich als ziemlich schwierig erweisen. Zumindest ist die Bestimmung mit GPBW recht einfach. Hab den letztes Jahr 2mal gefunden. :cool:


    Ich wusste gar nicht, dass Inocyben Psilocybin enthalten können. 8| 8| Andreas kann es sein, dass du hier was verwechselst? Ich muss das hier mal als toxikologisch gebildeter Chemiker mal fragen. :shy:
    Muscarin ist klar. Ich hab übrigens einen Risspilzschlüssel bekommen, wo explizit nach An- und Abwesenheit von Muscarin gefragt wird (wie auch immer so was ohne große chem. Analytik aufzufahren feststellbar ist!). Laut Gerhard sind übrigens 2 Risspilze essbar; nämlich einerseits adaequata und cookei. Aber ich warne auch dringend davor Risspilze zu essen; es gibt genug Speisepilze in unseren Gefilden!


    Um auf Leas Frage zurückzukommen. Ja so was gibts. Ich kann dir wärstens alte Brätlinge Lactarius volemus empfehlen. Die haben ein tolles fischiges/spermatisches Aroma. :evil:
    Ich hab das schon mal geschrieben. Die fischigen/spermatischen Gerüche; was ihr da riecht sind sog. Amine. Das sind u.a. Abbauprodukte der Aminosäuren; deswegen sollte Fisch, der "fischig" riecht nicth mehr gegessen werden, weil diese Amine böse Vergiftungssymptome hervorrufen. Hinlänglich bekannt sollte ja das Histamin sein.


    Pablo hat übrigens mit seinen obigen Erläuterungen zum Schmecken vollkommen recht. Neben den Grundgeschmacksarten: süß, sauer, salzig, bitter und "umami" (Fleischbrühgeschmack) kommen noch metallisch und adstringierend hinzu.
    Die eigentlichen Aromastoffe werden beim Kauen freigesetzt und gelangen über den Nasen-Rachenraum zum Riechkolben. Man spricht hier von einer sog. retronasalen Wahrnehmung.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Karl,


    sehr fein. :thumbup: Dungtintlinge sind toll. :sun: Ich hatte unlängst eine schöne Pferdedungprobe, wo noch Wochen nach dem Aufsammeln Parasola misera kam. Also kann man hier dann schon von einer "Zucht" sprechen. :D


    Glückwunsch zum Fund und danke fürs Zeigen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    schöne Funde. Ein paar Anmerkungen dazu; ich kanns nicht lassen. :evil:


    1. Bist du dir mit deinem Kiefernsteinpilz sicher? Es müssten am Fundort auch Kiefern gestanden haben...


    2. Hoffentlich hast du deine "Goldgelbe Koralle" nicht mit ans Pilzgericht getan. Ramarien sind per Definition keine Speisepilze. Das ist eine ganz schwierige Gattung, die nur Profis mit Mikroskop sicher auseinanderhalten können. Ich zähle mich übrigens nicht als Profi. ;) Es gibt viele giftige Arten darunter, so dass ich von einem Verzehr von Korallenpilzen dringend warnen muss.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Björn,


    zu deiner Scleroderma: Da wär ich mir nicht so sicher, denn so kann auch S. verrucosum aussehen (durch eigene Funde bestätigt ;)). Zum Trennen beider Arten müssen unbedingt die Sporen vermessen werden. Makroskopisch anhand der Schuppung der Peridie kannst du so was nicht feststellen.


    Dann die Nr.6: Wenn du noch davon noch was hast, dann leg mal ein Stück Lamelle unters Mikro. Wenn die Sporen so aussehen, wie Pistolenkugeln, dann ist der das auch. Ich bin bei makroskop. Bestimmungen bei einer solchen "mikrolastigen" Gattung immer vorsichtig; zumal du den Geruch als "anisartig" beschreibst. Ohne Pilz in der Hand; bzw. ohne Mikrobilder ist sage ich zu solchen Pilzen immer nicht viel. Den markanten Geruch von L. cristata solltest du dir einprägen (er riecht iwie leicht metallisch bis staubartig). Damit ist der Pilz dann aber unverwechelbar.


    Zu deiner Inocybe hat ja schon Helmut was geschrieben. In Zuknuft versuch aber bitte die Stielbasis mit aus dem Boden zu hebeln, das ist ein wichtiges bestimmungsrelevantes Merkmal.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    dein 2. Pilz ist schon einer aus der Umgebung von M. rotula. Je nach Substrat und Hutgröße mämen da noch M. wettsteinii und M bulliardii in Betracht.


    Bei Nr.4 sehe ich auch X. radicata.


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    bin jetzt wieder öfters online. Leider werde ich auch erst in den nächsten Tagen die Punktetabelle für die letzte Runde erstellen können; hab erstmal noch 1-2 Termine und sonstige Dinge zu regeln. Hoffe aber, dass ich das im Lauf der Woche hinbekomme.


    Trotzdem wirds langsam mal Zeit, dass eine 2. Frage gestellt wird; das Rätsel ist zwar knackig und keineswegs trivial; aber schon lösbar. Ich würde euch raten, nach der Sporenpulverfarbe zu fragen; oder ihr fragt, ob der Pilz in der Lederverarbeitung tätig ist. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ralf,


    leider kann ich gerade nicht schlüsseln; was ich zumindest zu dem sagen kann, dass ich so einen Dachpilz weder makroskopisch, noch mikroskopisch gesehen habe.


    Welchen Schlüssel hast du denn benutzt? Ich kann dir den aus dem Gröger Band 2 empfehlen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    in geringen Mengen als Würzpilz verwendbar; in größeren Mengen macht der Magen-Darm-Probleme. Das Thema hatten wir auch zu letzten Lausitztagung; der Gerhard gibt den übrigens als giftig an. Von den anderen gängigen Pilzbüchern weiß ich das gerade nicht...


    l.g.
    Stefan


    Hallo Timo,


    wenn es dir nur um essbar oder nicht essbar geht, genügt es bei Täublingen (und auch bei Milchlingen) sie zu kosten. Alle giftigen Arten schmecken in dieser Gattung scharf, alle milden Arten sind essbar.


    Viele Grüße
    Steffen


    Hallo Steffen,


    kleine Einschränkung; der giftige Lactarius helvus ist mild!


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    bei der aktuellen Hitzeperiode, würde ich auf Verfärbungen im Schnitt und Gerüche nicht viel geben. Nun zu meiner Meinung zu den Pilzen; dein Egerling ist einer; allerdings halte ich A. campestris für unwahrscheinlich; der kommt eher nicht auf irgendwelchen Grünflächen in Parks erscheinen. Allerdings ist es sehr schwer nur anhand von Bildern Egerlinge zu bestimmen. Um da was sichers zu sagen, muss auch mikroskopiert werden. Außerdem sehe ich am oberen Stiel schon eine Rötung; das sollte A, campestris nicht können.


    Zu deinem 2: optisch passt hier schon C. prunulus; zudem finde ich die auch gern unter Linden; aber das kann genausogut auch ein weißer Trichterling sein. Aufgrund des rötlichen Hintergrundes kann ich leider die Lamellenfarbe nicht beurteilen; die Sporenpulverfarbe vom Mehlräsling wäre nämlich rosa...


    Also zusammengefasst: aufgrund der Bilder kann ich leider nichts weiter dazu sagen; erst recht ohne Pilz in der Hand und ohne Mikroskop...


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    also ich hab inzwischen nochmal im Gerhard nachgeschlagen. In dem steht, dass die fragliche Pilzgattung saprophytisch lebt; sonstige Quellen, die mir zu Verfügung stehen, schweigen sich drüber aus. Ihr habt auf alle Fälle viel gewonnen, wenn ihr die Gattung rausbekämt.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ja definitiv ein schönes Sporenbild; aber leider ohne Aussagekraft, weil z.B. die Sporengröße fehlt. Hast du das lichtmikroskop. aufgenommen?
    Wichtig wäre erstmal, dass du neben den Sporen auch noch nach Pleuro- (an der Lamellenfläche) und Cheilocystiden (an der Lamellenschneide) siehst, ob die da sind und wie die aussehen. Dann wäre noch wichtig, ob direkt an den Lamellenschneiden noch Basidien (Sporen-tragende Organe) sitzen oder nicht.
    Wie sich der Pilz bei Laugen (KOH, Ammoniak-Wasser) und Schaeffer-Reaktion verhält wäre auch noch hilfreich.


    Einen guten Schlüssel von den Egerlingen solltest du dann auch haben, damit du weißt, worauf du genau achten musst. Erglinge sind auch nicht mein Spezialgebiet und ich schlüssle die am liebsten von Anfang an durch. Auf alle Fälle gibt es leichtere Gattungen für den mikroskop. Einstieg. Dachpilze und Schirmlinge (Lepiota spec.) z.B.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Andreas,


    danke für die detaillierte Erklärung (ich frag gern mal bei so was nach; wegen des Lerneffekts;)). Leider können wir das wohl nicht mehr wirklich aufklären. Täublinge gehören für mich zu einer der Gattungen, wo ich den Pilz am liebsten selber in den Händen hab, bevor ich dazu was valides sagen kann. Aber ich sehe was du meinst und würde dir aufgrund deiner Ausführungen zustimmen. :thumbup:


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    Saprophyten müssen ja nicht unbeingt auf Holz wachsen. Oder ihr fragt, ob das ein Mykorrhizapilz ist... Ansonsten wäre Sporenpulverfarbe auch immer ganz hilfreich. ;) Oder euch fällt was tolles ein; womit ich gar nicht rechne. :thumbup:


    l.g.
    Stefan


    P.S. ich werde die nächsten Tage kaum online sein; aber einmal am Tag werde ich auf alle Fälle kurz ind Forum sehen und Fragen beantworten. Was fragen solltest ihr allerdings; sonst bekommt ihr den nicht raus; zumal das Rätsel zwar vielleicht etwas einfacher ist, als das letzte aber es auch ganz schön in sich hat.