Hallo, Andreas!
Ah okay. Dann neue Frage: Gibt es denn einen, der so riecht und theoretisch essbar wäre?
Hallo,
Inocybe adaequata, der Weinrote Risspilz, enthält kein Psilocybin. Ein Bekannter von mir hat das vor einigen jahren auch ausprobiert und keinerlei negative Auswirkungen gehabt. Er schmecke allerdings nicht gut - aber wie genau hat er nicht erläutert.
beste Grüße,
Andreas
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Das Psilocybin in manchen Rißpilzen wäre noch nicht mal das Hauptproblem, fürchte ich. Der Muscaringehalt in einigen arten dürfte noch unangenehmere Folgen als Parasympathomimetikum haben. Aber das ist ja nun auch längst nicht in allen Arten enthalten. Nur so lange man da keiinen Überblick hat, welches nun welche Art ist und was dann darin enthalten ist...
OK, immerhin zu I. adaequata weiß ich dank deines Freundes jetzt mehr. Muss man nur noch die Art finden und auch bestimmen können. 
LG, Pablo.
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Hallo Pablo,
das ist gar nicht so schwer. Einen so toll aussehenden weintötlich-farbenen Risspilz außer I. adaequata zu finden könnte sich als ziemlich schwierig erweisen. Zumindest ist die Bestimmung mit GPBW recht einfach. Hab den letztes Jahr 2mal gefunden. 
Ich wusste gar nicht, dass Inocyben Psilocybin enthalten können.
Andreas kann es sein, dass du hier was verwechselst? Ich muss das hier mal als toxikologisch gebildeter Chemiker mal fragen. :shy:
Muscarin ist klar. Ich hab übrigens einen Risspilzschlüssel bekommen, wo explizit nach An- und Abwesenheit von Muscarin gefragt wird (wie auch immer so was ohne große chem. Analytik aufzufahren feststellbar ist!). Laut Gerhard sind übrigens 2 Risspilze essbar; nämlich einerseits adaequata und cookei. Aber ich warne auch dringend davor Risspilze zu essen; es gibt genug Speisepilze in unseren Gefilden!
Um auf Leas Frage zurückzukommen. Ja so was gibts. Ich kann dir wärstens alte Brätlinge Lactarius volemus empfehlen. Die haben ein tolles fischiges/spermatisches Aroma.
Ich hab das schon mal geschrieben. Die fischigen/spermatischen Gerüche; was ihr da riecht sind sog. Amine. Das sind u.a. Abbauprodukte der Aminosäuren; deswegen sollte Fisch, der "fischig" riecht nicth mehr gegessen werden, weil diese Amine böse Vergiftungssymptome hervorrufen. Hinlänglich bekannt sollte ja das Histamin sein.
Pablo hat übrigens mit seinen obigen Erläuterungen zum Schmecken vollkommen recht. Neben den Grundgeschmacksarten: süß, sauer, salzig, bitter und "umami" (Fleischbrühgeschmack) kommen noch metallisch und adstringierend hinzu.
Die eigentlichen Aromastoffe werden beim Kauen freigesetzt und gelangen über den Nasen-Rachenraum zum Riechkolben. Man spricht hier von einer sog. retronasalen Wahrnehmung.
l.g.
Stefan