Beiträge von Climbingfreak


    Hi!


    Ich sehe hier spontan den Zimt-Hautkopf. Eine der wenigen Cortinarien, die ich hoffe zu erkennen. :D


    LG, Jan-Arne


    Mir fehlen die Dermocyben bei Fichte fast alle. Auch C. sanguinolentus hab ich zum ersten Mal bei Andreas gesehen. Das ist der "Fluch" der Kiefernwälder. :evil: Der Dermoccyben-Test geht btw. so:


    erstens ein Stück Zellstofftaschentuch mit Spiritus tränken
    zweitens: Vermeintliche Dermocybe drauflegen und ein paar Stunden einwirken lassen
    drittens: Die herausgelösten Farbstoffe mit 25%igem Ammoniak bedampfen; es müsste ein Farbumschlag nach Rosa erfolgen. Wenn dieser ausbleibt, dann ist das keine Dermocybe!


    Ein Herauslösen von Farbstoffen mit Ethanol aus einem Fruchtkörper ist kein Beweis für eine Dermocybe.


    l.g.
    Stefan


    P.S. Bei Cortinarien sollten auch immer die Sporengröße/Ornamentation geprüft werden. Sonst ist dort mikroskopisch nicht viel zu holen; aber die Sporenuntersuchung ist Pflicht...

    Hallo,


    also ich will hier niemanden mit den Details langweilen; aber ich hab heute von den vermeintlichen Quarciticus mal einige Exemplare (30 waren das bestimmt) mitgenommen.


    Ich komme zu folgendem Ergebnis und zwar zu keinem eindeutigen. :evil: Laut Soop und Funga Nordica komme ich zu C. pearsonii/C. alborufescens. Allerdings stört mich daran, dass
    1. in beiden Quellen die Sporengrößen nicht übereinstimmen; und zwar beträchtlich!
    2. auch Makromerkmale nicht übereinstimmen, wie teilweise die Lamellenfarbe und was sehr wichtig ist einen schuppigen Hut; der Hut bei unserem Fund ist eher striat überfasert.
    3. die Arten mit Birken vergessellschaftet sein sollen. Klar gibt im Märchenwald vereinzelte Birken; aber bei einigen Fundorten, wo ich Fruchtkörper gefunden habe, war stand mind. 20-30m weit keine Birke.


    Mit GPBW komme ich auf C. quarciticus.


    So ist der Sachstand.


    Ich persönlich würde den schon in die Laniger-Gruppe einordnen; aber wie der Pilz genau heißt, wird wohl nur genetisch entschieden werden können. :(


    l.g.
    Stefan

    Hallo Nobi,


    wirklich ein seeehr apetitanregender Bericht. Du weißt schon, dass durch solche Berichte hier im Forum das Durchschniittsgewicht der User steigt. :evil: Wenn das jeder machen würde...


    Auf alle Fälle freut es mich sehr, dass ihr eine schöne Woche hattet. Die Pilzfunde waren ja auch außerordentlich. Einen Teil der Funde konnten wir auch in Oberhof machen, das ist nicht ganz so weit weg wie Italien; die bessere Verpflegung hatten wir allerdings dafür nicht. :D


    Danke nochmal für den schönen Bericht.


    Ich muss erstmal was essen. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo Pablo,


    ja der Heller sollte qietschsauer sein; erst recht direkt neben der Kiesgrube. ;)


    l.g.
    Stefan


    Danke Pablo ok, ich seh schon. Das ist mal wieder Auslegunssache. Hälst du es für möglich, dass auf dem Heller S. granulatus kommt; oder ist der wirklich eher kalkgebunden.
    Bzw. würdest du S. luteus auch einen ockerlichen Hut einräumen? S. collinitis konnte ich btw. ausschließen; keine rosaliche Stielbasis. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    danke für das Lob. Ich konnte leider den nicht eher fertigstellen, weil ich ungeplanterweiße eine gewisse Zeit in Weimar sein musste, weil einer meiner besten Freunde Hilfe brauchte (ihm gings ganz mies), dann war ja auch noch der Cortinarienkurs in Oberhof bei Andreas, von dem auch noch zu berichten sein wird. Sehr wahrscheinlich wird das aber erst nächste Woche.
    Dann noch Nachbestimmungen von Exkursionen etc...


    Gut zu dem "Korkstäubling". Ich hab mich sofort schlau gemacht. Rainer wurde das Ding ins Pilzmuseum Reinhardsgrimma gebracht; er hat leider verpasst zu fragen, wo die Finder den herhaben; bzw. sich die Namen/Kontaktdaten geben zu lassen. Der Fruchtkörper ist aber bei Prof. Hardtke sehr gut aufgehoben. Ich hoffe, dass er bei seinem Vortrag im November sich nochmal dazu äußern wird. Ich kann auch mit Vehemenz nachfragen. :cool: :evil:


    Zum Stacheling: die Finder haben den als scabrosus bestimmt. Hier das entspr. Foto. Ich hatte keine Veranlassung die Bestimmung anzuweifeln (ich mach das auch nur, wenn die Bestimmung offensichtlich falsch ist; dann aber mit Vehemenz ;) )



    Ein tollen Fund hab ich euch noch unterschlagen; das hole ich gern nach. Direkt neben den X. ripariellus wuchs noch ein interessanter Muscheling. :evil: Was meint ihr, ist dazu? Ufer-Muscheling? :/



    Sollte dazu vielleicht noch ein Protrait schreiben. :evil: Zum X. ripariellus kommt auf alle Fälle was portraitmäßiges; speziell aufgrund des vielfachen Wunsches eines einzelnen Beorns. :evil:


    Die ferrugineus-Problematik hab ich inzwischen auch abgehakt; die meisten der hiesigen PSV gehen nicht kartieren und der Speisewert ist sowieso gleich; also so what. Dass die aufgespaltenen Filzröhrlinge es noch nicht in die Standardwerke geschafft haben liegt u.a. daran, dass es die Standardpilzsucher eh nicht interessiert und dann braucht man ggf. noch ein Mikroskop zur Bestimmung. In den wiss. Gattungswerken sind die Arten auf alle Fälle vertreten.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Pablo,


    deine Antwort bringt mich mal gleich zu einer neuen Frage; wie unterscheidest du S. granulatus und S. luteus. Bitte nicht lachen; ich finde auf dem Heller öfters (leider nicht dieses Jahr; sonst hätte ich Bilder eingestellt) "ringlose" Butterpilze, die eine ockerliche Hutoberfläche haben. Zum "Glück" finde ich trotzdem noch genug Butterpilze mit braunem Hut; aber eine gewisse Unsicherheit bleibt. Ist es bei S. granulatus wirklich immer so, dass dieser immer keine Pünktchen auf dem Stiel hat, wie S. luteus ohne Ring?


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ich bestimme meine Hallimasche eigentlich am liebsten mit Pilz in der Hand direkt. Den Dunklen (A. ostoyae) würde ich aussließen; der Ring sieht etwas anders aus; hat dunkle Schüppchen.


    Für mich käme noch A. gallica in Betracht.
    Aber bei solch alten Schlappen noch eine genaue Bestimmung wagen zu wollen, finde ich ehrlich gesagt schon sehr abenteuerlich...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Sarah und Fredy,


    danke für eure Einschätzungen. Ich werde mich mal im Winter mit der Themathik rumschlagen. Auf alle Fälle werde ich mal die mitgelieferte Software installieren und mich mit dem Thema Weißabgleich beschäftigen.
    Bin mal gespannt, ob meine Kamera überhaupt die Daten im raw-Format speichern kann. Bin auf alle Fälle gespannt, wie das weitergeht.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Tuppie,


    klingt gut; danke für den Tipp. :thumbup: Hoffentlich finde ich auch die Hintergrunddaten. Bei meiner alten Kamera war das nämlich nicht aufgezeichnet...


    l.g.
    Stefan


    Hallo,


    meinst du ich kann die Farbtemperatur einstellen, bevor ich fotografiere? 8| 8| Ok, ich muss mir also doch die Bedienungsanleitung aus dem Inet laden...
    Danke für deine Einschätzung.


    l.g.
    Stefan

    Hallo (Pilz)Fotofreunde,


    habe unlängst eine neue Kamera (Panasonic DMC-LF1) kaufen müssen, weil meine alte kaputt ging. Nun habe ich ein Problem und zwar die "Farbechtheit" bei Brauntönen. Das ist nun in meinem Falle fatal, weil Braune Ritterlinge ja nun sagen wir mal in mein Arbeitsschwerpunkt fällt. :(


    Hier mal 1-2 Beispiele:


    Ein brauner Ritterling, den ich als T. pessundatum bestimmt habe. Ich fotografiere meist im Halbschatten, ohne direktes Sonnenlicht und ohne große Zusatzeinstellungen, weil ich versteh die einfach nicht. :shy:
    Hier seht ihr mal, wie sich die Farbe des Brauns ohne Änderungen in der Einstellung mit Verlauf der Fotoserie verändert. Woran liegt das? Was kann ich tun, damit die Bilder farbecht werden (inkl. ggf. Nachbearbeitung; ich hab davon auch keine Ahung). :shy: Beim ersten Bild kommt die Originalfarbe noch am besten rüber.





    Dann mal Sarcodon imbricatum; etwas alt und verwässert; keinesfalls mehr in der Färbung wie wir ihn so kennen; aber so ein Rotbraun hat der nicht im Original gehabt.



    Ich lese immer hier mal wieder was von einem "Weißabgleich". Nützt denn so was? Wie oft sollte ich so was machen? Bei jedem Einschalten der Kamera. Was für ein "Weiß" benutze ich da. Gibts für so was ein "Normweiß"?


    Ist vielleicht die Kamera defekt/zu schlecht. Bis jetzt war ich eigentlich mit der Farbechtheit der Bilder sehr zufrieden.


    Über sachkundige Antworten würde ich mich feuen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Bernhard,


    klar helfen dir die meisten gern; trotzdem solltest du mal 1-2 gute Pilzbücher kaufen und dich mit der Materie befassen. Für die meisten hier ist es wichtig zu merken, dass du dich mit deinen Funden beschäftigst. Klar kommen am Anfang Fehlbestimmungen vielleicht häufiger vor; aber das macht ja nix. Wenn du schon eine Art im Verdacht hättest, kannst du die gern hinschreiben. Entweder du hast mit deiner Bestimmung recht oder aber nicht. Für den Fall das du den Pilz fehlbestimmt hast, ist das gar nicht verkehrt, denn du verstehst


    1. warum dein Vorschlag nicht stimmt.
    2. achtest in Zukunft auf bestimmungsrelevante Merkmale besser.
    3. was dein Fund tatsächlich ist und woran man ihn erkennt; vorrausgesetzt er ist per Bild bestimmbar...


    Du lernst quasi mehr und für die anderen User ist das nicht so frustrierend. Ich bin da übrigens ganz bei Nobi.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    soweit ich weiß ist das ein reiner Mykorrhizapilz; meines Wissens nach bevorzugt mit Fichten Kiefer, während G. helveticus eher mit Fichten und Kiefern Mykorrhizen eingeht...
    Zumindest den Filzigen finde ich hin und wieder unter Kiefern; den Kupferroten nur sehr selten.
    l.g.
    Stefan

    Hallo Stephan,


    ich check das mal. Ich werde nochmal nachsehen, wie die Leute den Stacheling benamst haben. Kann auch gut sein, dass ich hier was verwechsle. Ich persönlich hatte den nicht in der Mache; hab den nur fotografiert und die Bestimmung der Finder übernommen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Sven,


    ja sorry; Dieter und dich hab ich tatsächlich vergessen. :shy: Das kommt davon. Liest man den Text 4-5mal überlegt sich, habe ich wen vergessen zu erwähnen? Das war auf keine Fälle keine böse Absicht. Ich änder das heute noch im Laufe des Vormittags. Hab jetzt gleich erstmal einen Arzttermin...


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    war im September/Oktober auf 2 Pilztagungen und auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Malanieoderimmer, möchte ich gern ein paar Impressionen hier zeigen. ;) Leider etwas verspätet, durch teilweise unvorhergesehene Vorkommnisse. Ich war in den letzten Wochen sehr viel nicht in Dresden und kann ich das erst jetzt ins Forum einstellen.


    24.-27.09.2015 Boletus-Tagung in Belgern (Nordsachsen):


    Anhand der Adressaten der Einladungsmail konnte ich sehen, wer da so alles kommt. Es waren Mykologen aller 5 neuen Bundesländer vertreten. Neben den üblichen Teilnehmern der Sachsentagungen Frank (Tomentella), Peter (PeterW), Jörg (Parasol58), antilocal (Sven), DieterK, Heidrun, Toffel und ich (zumindest, die hier im Forum aktiv sind) waren auch noch Ulla (lamproderma), Gunnar (hengu), Tanja (huperzia) und als Vertreter der DGfM Wolfgang P gekommen. Weiterhin kamen Erhardt Ludwig, Dr. Heinrich Dörfelt, Andreas Vesper (Inocybenexperte aus Thüringen; er hat mir zur Sachsentagung 2013 die ersten Schritte in der Inocybenbestimmung gezeigt), Thomas Roedig (Filzröhrlingsexperte aus Berlin) und Thomas Rödel (ein sehr versierter sächs. Mykologe). Später hat sich noch herausgetellt, dass Daniela (Wurzelchen) und Christian (porst17) aus dem Forum unter den Gästen weilten. Christiane (Criosdan) hat sich dann gleich nach der Tagung hier im Forum angemeldet.


    Insgesamt waren wir wohl über 70 Teilnehmer; da versteht es sich von selbst, dass ich nicht alle aufzählen kann. Zumindest gabs ein schönes Wiedersehen. Meine Inocyben-Bestrebungen wurde sehr unterstützt u.a. auch deswegen, weil die bisherigen Bearbeiter der Gattung aus der Region Sachsen/Thüringen sich in andere Themengebiete gerade verstärkt bearbeiten wollen.


    Am ersten Tag stand eine Kurzexkursion nach Sachsen-Anhalt an; die leider nur wenig zufriedenstellend war. Es gab keine Inocyben. ;) Insgesamt machten sich die Inocyben in den darauffolgenden Tagen auch recht rar, so dass ich da diesbezüglich leider nicht wirklich auf meine Kosten kam. (Ein paar schöne konnte ich dann doch bestimmen; dazu später mehr.)


    Trotzdem einen schönen Fund kann ich für den ersten Tag vermelden. Der Ufer-Filzröhrling Xerocomellus ripariellus; Erstfund (gesichert) für Sachsen Anhalt, der von Toffel bestimmt und von Thomas Roedig bestätigt wurden (Bild stammt von Toffel).



    leg.: Climbingfreak
    det.: Toffel
    conf.: Thomas Roedig


    Das nenn ich mal Teamwork. :cool:


    Dann gabs noch einen Haufen Steinpilze und Flockis.





    Es gab sogar einige Teilnehmer, die wohl mit dem Funderfolgen zufirieden waren. Klar, wenn man sich hauptsächlich auf Pflanzenparasiten beschränkt, mag das stimmen. Versteht das nicht falsch; ich bewundere solche Leute, zumal wir auch einen großen Experten für Pflanzenparasiten auf der Tagung hatten. Für mich ist das nichts. Ich scheitere ja schon an der Pflanzenbestimung. :shy:



    2. Tag: Es ging zu einem Hügelgräber"wald". Sehr schöner Wald da; leider zu trocken.



    Es standen Unmassen an Amanita fulva rum.



    Interessantes Substrat gabs auch; allerdings zu frisch.



    Immerhin Inocybe mixtilis; besser als nichts. Auf der Exkursion konnte ich mal wieder I. asterospora finden. Auch nicht schlecht.



    Zudem gabs auch einige interessante Täbulinge zu bewundern. Artomyces pyxidatus (leider zu unfotogen), um ein Foto zu zeigen und noch einiges anderes.


    Viele schöne große Krause Glucken Sparassis crispa



    Hier waren einige Teilnehmer dabei eine mit einem Pilz befallene Wanze zu fotografieren. Ich hab mich aber damit begnügt, die Exkursionsteilnehmer zu fotografieren, während diese die Wanze fotografierten. :evil:



    3. Tag: Eine Tour in ein Heidegebiet in Brandenburg (gab leider kaum Pilze). Einen tollen Fund konnte Christiane hier machen. Den Pappelraufuß Leccinum duriusculum; eine braunhütige Rotkappe sozusagen. Hab ich vorher auch noch nicht live gesehen (Bild stammt von Toffel).



    Interessante Telamonien



    Amanita porphyrea Porphyrbrauner Wulstling; finde ich auch nicht alle Tage



    Dann noch mal schöne auf einem großen Haufen Pflanzenabfälle wunderschöne Chlorophyllum brunneum; das sind die "giftigen" im Sinne von "führt verstärkt zu Unverträglichkeitsrektionen" Safranschirmlinge.



    Müde Exkursionsteilnehmer...



    Tagungssaal



    Dann gabs noch einige schöne Funde von anderen Teilnehmern, die ich natürlich fotgrafiert habe.


    Hier Sarcodon scabrosus; wollte ich schon immer mal sehen. Die grüne Stielbasis ist für den typisch.



    Meine erste Bankera; ich hatte noch nie eine Bankera in der Hand.



    Ebenso der Wetterstern



    Für mich war das insgesamt eine sehr schöne Tagung, obwohl ich kaum Inocyben zum Bestimmen hatte. :P Immerhin hab ich 2 neue Arten kennengelernt; Inoybe posterula und Inocybe acuta, wobei ich da auch teilweise etwas Hilfe von Andreas Vesper bekommen habe.


    Dann hatten wir auch noch einen Dachpilz, wo Andreas Vesper, Toffel und ich 3 unterschiedliche Arten raushatten. Die Arten unterschieden sich lediglich um die Form der Cheilocystiden. Je nach Auslegung der Beschreibung deren Form im Schlüssel konnten wir im konkreten Fall den nicht bestimmen. Tja Pilze können einen ganz schön narren; ich dachte mit dem tollen Dachpilzschlüssel im Gröger Band 2 kann ich die nun bestimmen; Pustekuchen. :D


    Zudem hatte ich mal Fom Rosi (Fomitopsis rosea) in der Hand. Der wurde aus Thüringen mitgebracht; wuchs an Bauholz aus den Alpen. Ich finde den sogar noch hübscher als seinen ubiquitären Bruder.


    Es war auf alle Fälle sehr schön so viele Leute kennenzulernen/wiederzusehen. Es ist zwar sehr anstrengend die Funde bis spät in die Nacht zu mikroskopieren und zu bestimmen; aber der Spaß kam nicht zu kurz und das ist das wichtigste.



    Szenenwechsel: Lausitztagung 2.-4.10.


    Das ist ein Treffen der Ostsächsischen PSV. Ich gehe da gern hin; hauptsächlich aufgrund der tollen Truppe und aus "alter Verbundenheit". Immerhin hab ich dort 2012 meine PSV-Prüfung gemacht und kam quasi aus dem "Nichts" (keiner kannte mich vorher). Diesmal waren Heidrun, Kerstin (Goldröhrling), Enno und Petergaida mit dabei.


    Wie immer haben unsere Pilzfreunde aus Dippoldiswalde mal wieder mit seltenen Funden aufgewartet (auch ein Grund, warum ich da hingehe ;)).


    Dottergelber Spateling Spathularia flavida; noch nie in der Hand gehabt.



    Das hier ist ein komisches Ding. Es wurde von den Dippoldiswaldern als "Korkstäubling" bestimmt. Ich hab mal recherchiert; das wäre dann Phellorinia herculeana. Der ist im MHK Band 2 abgebildet; logsich, denn der wurde 1961 von Hanns Kreisel erstbeschrieben. :D Der Fruchtkörper war 4 Wochen im Kühlschrank; deswegen sieht der etwas mitgenommen aus.



    Dann waren auch noch Pilzfreunde aus Bayern da. Die haben auch interessantes Zeug gefunden. Hier mal was aus der Sektion um den Taubenblauben-Schleimkopf Cortinarius cumatilis.



    Bei dem hab ich gemerkt/lernen müssen, dass PSV nicht unbedingt immer an aktuellen taxonomischen Veränderungen interessiert sind. Brauchen sie ja auch nicht; weil die Filröhrlinge essbar sind und das zählt für die. Mein Veto zur Bestimmung als Ziegenlippe hat dann ein wenig für Verwirrung gesorgt; zumal ich leider auch keinen deutschen Namen für Xerocomus ferrugineus zu dem Zeitpunkt parat hatte.



    Hier gabs mal wenigstens Inocyben. Ich konnte mit Inocybe quietiodor (riecht wirklich nach Blattwanze :D), Inocybe flocculosa und Inocybe rimosa 3 neue Perserfunde machen. Eigentlich peinlich, dass ich so teilweise recht häufige Arten bisher noch nicht finden konnte. :shy:



    Eine unbekannte Inocybe gibts als Abschluss. Sah auch mikroskopisch interessant aus; geht auf alle Fälle an Ditte. Bin mal gespannt, was sie dazu sagt.



    Hoffe mein (zugegebenermaßen etwas zu lang geratener) Tagungsbericht hat euch gefallen.


    l.g.
    Stefan


    Edit: Dieter und Sven wurden in der Teilnehmerliste ergänzt; sorry nochmal, dass ich euch in der Aufzählung vergessen habe. :shy:

    Hallo Nobi,


    genau solche von Enno gezeigten Fruchtkörper haben Heidrun und ich vorletzten Sonntag nach Oberhof zu Andreas mitgenommen. C. quarciticus schloss er sofort aus; die Art kennt er sehr gut. Laut Funga Nordica hätte der auch etwas größere Sporen; und btw. auch mehr Violetttöne; zumindest im Schnittbild.


    Wir haben die von Enno gezeigte Art selber versucht zu schlüsseln und kamen auf nichts. Enno hat noch per PN einen interessanten Vorschlag gemacht, der allerdings aus der Ecke um Cortinarius laniger kommt. Ich muss unbedingt diese Woche nochmal in den Märchenwald und das abchecken; natürlich könnt ihr mich gern begleiten. Bei Andreas hab ich einiges über Cortinarien gelernt; z.B. dass die Sericeocyben zu Telamonia gestellt wurden (zumindest im Sinne der Schweden), was durchaus auch Sinn macht. Diese neu entwickelten Fähigkeiten möchte ich weiter ausbauen.


    Dann kann ich noch was schönes vermelden. Der Märchenwald hat mit Pholiota mixta (und vielleicht noch henningsii) un[font="Calibri"][font="Arial"]d Pseudoomphalina pachyphylla 2 neue seltene Arten dazubekommen. Letztere wurde von Tanja bestimmt; erstere von mir. ;) Eine Einladung in den Märchenwald hab ich zumindest Tanja und Andreas ausgesprochen. Vielleicht klappt es ja mal, dass sie kommen. Oder wir richten eine Dünenpilztagung aus und kartieren den Heller. :evil: [/font][/font]


    [font="Arial"]l.g.[/font]
    [font="Arial"]Stefan[/font]


    Also das wäre mir neu; wurde zumindest beim Cortinarienkurs nicht erwähnt...


    Das KOH klappt btw. bei weitem nicht bei allen Phlegmacien; bei den Schleimfüßen gar nicht ( wenn du jetzt auf die Farbreaktionen hinaus willst). Den Hut wieder anzufeuchten klappt meist ganz gut; beim Stiel ist das zumindest laut Andreas nicht möglich...


    l.g.
    Stefan