Beiträge von Climbingfreak

    Netzsporiger Kartoffelbovist


    Scleroderma bovista Fr.




    Synonyme:



    Scleroderma verrucosum subsp. bovista (Fr.)


    Scleroderma verrucosum var. bovista (Fr.)


    Tuber fuscum Corda


    Scleroderma fuscum (Corda) E. Fisch.




    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Boletales --> Sclerodermataceae --> Scleroderma --> Scleroderma bovista



    Fruchtkörper: kugelig-knollig, 2-6 cm, Scheinstiel nur kurz oder fehlend, Peridie gelblich bis graubraun, selten stellenweise auch weinrötlich, glatt oder fein geschuppt (Schuppen nicht erhaben), 1-1,5 mm dick, Hyphen mit Schnallen


    Fruchtschicht: Sporenmasse (Gleba) jung weißlich, im Alter olivfarben bis schwarzbraun


    Speisewert: giftig


    Sporenmasse: Sporen kugelig, (8) 9-11 µm im Durchmesser, mit bis zu 1,5-2 µm hohem regelmäßigem netzartigem Ornament, dunkelbraun


    Vorkommen: Mykorrhiza mit Eichen, Linden, Kiefern und Zedern und eventuell noch andere Baumarten. Kommt in Parks, Gärten, Kiefernforsten, Eichen-Hainbuchenwäldern, Auwäldern, Buchenwäldern und an Wegrändern vor.


    Wissenswertes: Es wurden wenige Vergiftungsfälle dokumentiert, wo es bei größeren verzehrten Mengen von Fruchtkörpern von Scleroderma-Arten zu Bewusstseinsstörungen bis hin zu temporärer Erblindung kam. Die betroffenen Personen haben die Fruchtkörper verzehrt, weil sie meinten Trüffel gefunden zu haben. Näheres dazu: hier


    Verwechslungen: mit 2-5 mm dicker deutlich geschuppter Peridie --> Scleroderm citrinum
    mit deutlichem Scheinstiel und Sporen mit stacheligem Ornament --> Scleorderma areolatum und Scleroderma verrucosum


    Bilder:




    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Scleroderma citrinum<
    >Scleroderma verrucosum<
    >Scleroderma areolatum<
    >Scleroderma cepa<

    Hallo,


    meines Wissens nach ist (beschränkt auf die Kohlebeeren) die Nebenfruchtform von H. howeianum die einzigste, die so aussieht. Und ja warum können nicht 2 Kohlebeerenarten auf dem Ast wachsen.


    Bei deinem 2. Beitrag halte ich auch die kleineren Pyrenos für Annulohypoxylon cohaerens. Ich bin auch kein Pyrenoexperte; habe aber von Toffel die häufigsten erklärt/gezeigt bekommen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    Öhrling war schneller. Ich sehe das genau so. Solche helle Hutfarben und milchkaffeebraune Lamellen passen super zu Fälblingen. Deine Geruchsangabe "rübenartig" übrigens auch.


    Was das für einer ist, kann dir von der Ferne keiner genau sagen. Fälblinge sind ein Kapitel für sich. H. crustuliniforme ist sicherlich eine Option; aber auch nur eine Option...


    l.g.
    Stefan


    Na dann als kleiner Denkanstoß nur für dich. Es ist die Gattung, an die man bei "fädigem Velum" zuerst denkt. ;)

    Reaktion mit Kalilauge kann eine gute Frage sein. Sie müsste allerdings geschickt formuliert werden.


    Das stimmt. Und da bin ich mir auch noch bzgl . der genauen besten Fragestellung etwas unschlüssig.


    Und das ganz gemeine: Bei einer Untergattung,die ich für möglich halte, finde ich gerade gar nichts zu der Farbreaktion und frage mich, ob das heißt, daß keine da ist :/


    Sagen wir mal so. Kalilaugen-Reaktion macht nur bei einer Untergattung Sinn und dort auch nur bei der Hälfte. Die andere Hälfte hat keine Reaktion. Zudem gibt es 2 mögliche Positiv-Reaktionen auf KOH in der besagten Untergattung. Deswegen sollte auch die Frage so gut formuliert werden. :giggle:


    l.g.
    Stefan


    Also mich überrascht die Antwort auf die erste Frage nicht. Der einzige Gewinn für mich ist der, daß eine fototechnisch gar nicht passende Nebenidee, auf die ich nur wegen der Hinweise kam, jetzt wirklich ausgeschlossen ist.


    Ich habe immer noch nicht getippt.


    Ich bin immer noch für die Frage nach der Reaktion mit Kalilauge.


    Hallo Safran,


    deine Idee aufgrund der Hinweise würde mich dann schon zur Auflösung interessieren. ;)


    Reaktion mit Kalilauge kann eine gute Frage sein. Sie müsste allerdings geschickt formuliert werden. Ich schreib dann bei der Auflösung noch was dazu.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Frank,


    auch von mir alles Gute. Ich wünsche dir auch alles erdenklich Gute; vor allem Gesundheit. Danke, dass du unser Forum so wunderbar betreust.


    Hier ist noch der obligatorische Strauß Pilzblumen; ääh Blumenpilze. Oder so. :evil:



    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    die "Sternchen" gehören sehr wohl dazu. Das ist die Anamorphe (Nebenfruchtform) zu deiner gezeigten Art:


    Hypoxylon howeianum die Zimtbraune Kohlenbeere.


    Ansonsten gebe ich dir recht. Kohlebeeren makroskopisch auseinanderzuhalten ist wirklich teilweise schwer. Du kannst die Anhand der Form, Größe, Vorhandensein von Anamoprhen und des Substrates auseinanderhalten. Zudem kannst du mittels 20%iger KOH auch Pigmente aus den Fruchtkörpern lösen. Deren Farbe ist auch noch ein wichtiges Bestimmungskriterium.


    Der Rest ist Fall fürs Mikroskop...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Melanie,


    ja sehr schöne Seite. :thumbup: Hab auch gerade mal alles überflogen. Es ist zumindest toll, dass du auf die "Unechten" Pilzvergiftungen hinweist. Aber ob die wirklich die häufigsten Vergiftungsursachen sind? Ich bin mir da nicht so sicher. Mir fehlt da die Statistischen Daten.


    Ich dachte, dass es eher das Gastrointestinale Syndrom ist; zumindest für Sachsen...


    l.g.
    Stefan


    Okay, dann stell ich mal die Frage:


    Stefan, hängt am Hutrand unseres aufgeschirmten Rätselpilzes ein Rest von einigermaßen haarigem bläulich-weißem Restvelum, das jung die Lamellen bedeckt hat?


    Grüßle
    Heide


    Hallo Heide,


    so wie die Frage gestellt ist, muss ich die mit Nein beantworten.


    Allerdings hab ich heute meinen netten Tag und sage Ja der Pilz hat zumindest ein fädiges weißliches Velum. Das mit dem Hutrand und Lamellen bedecken und weiß-bläulich klammern wir da einfach mal aus. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    nur ein paar Anmerkungen. Wichtig wäre prinzipiell noch für eine Pilzbestimmung wichtig


    1. der Geruch und ggf. Geschmack
    2. das Substrat (=Baumart, an welchem der Pilz wächst)
    3. Biotopbeschreibung


    Ist in dem Fall nicht so relevant, denn dein Fund ist aufgrund der Bilder eindeutig; aber für zukünftige Anfragen sin die Angaben durchaus wichtig.
    Dann zu deinem Pilz an sich. Nach neueren Erkenntnissen gibt es 2 Samtfußrüblingsarten mit dem Aussehen deines Fundes. Sie unterscheiden sich lediglich durch die Sporenform/-größe. Prinzipiell essbar sind sie beide. Wenn du wissen willst, welche der beiden Arten das ist, dann musst du die mikroskopieren.


    l.g.
    Stefan


    Die Frage würde mir leider gar nicht weiterhelfen!


    Na ja, sagen wir mal so. Wenn ich Björns Frage mit einem "ja" beantworte, ist zumindest die Gattung klar...


    edit: Übrigens, ich hab inzwischen gemerkt, dass das Rätsel vielleicht doch etwas zu schwierig ist; deswegen hab ich ein Zusatzbild unter dem ersten Rätselbild eingestellt. Vielleicht nützt es euch was. ;)


    Hallo,


    ok Anna könnte den auch in den Händen gehabt haben. Das gestehe ich ihr gern zu. Ich hab die Aussage geschrieben aufgrund eurer Wohngegend. Ich bin mir recht sicher, dass die Art nicht oder nur sehr selten in Schleswig-Holstein, NRW, Niedersachsen oder Sachsen vorkommt.
    Mein Fund stammt btw. auch nicht aus Sachsen. Das Merkmal habe ich auch erst von einem Kenner des Pilzes erfahren. Ich kann sagen, dass der Pilz leicht zu (wieder)zuerkennen ist und in den jeweiligen Fundorten dort auch massig stand.


    Sporenpulverfarbe bringt euch etwas weiter. Aber vielleicht fragt ihr mal nach der Beschaffenheit eines möglichen Velums. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hi!


    Die genannten Merkmale passen zu meinem, wobei ich natürlich das eindeutige Merkmal - mangels eigener Funde - nicht kennen kann. Wenn Pablo den allerdings heraus hat, helfen mir seine Ideen zu einer ersten Frage wenig und ich liege daneben. :D


    Hallo Jan-Arne,


    ich hab nur gesagt, dass den Pablo evtl. in den Händen gehabt haben könnte nicht, dass er den raus hat. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo Hans,


    sagen wir mal so: Keine Pilze im Oman sind immer noch besser als "Keine Sterne in Athen". :D Warum auch nicht. Du bist nicht der erste, der hier wunderschöne Reiseberichte ohne Pilze verfasst.


    Also deswegen brauchst du dir wirklich keine Sorgen machen. Zumindest solange du nicht nach Athen fährst und dich über den sternenlosen Himmel beschwerst. :evil: :giggle:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Hartmut,


    ja das sieht mir sehr nach I. mixtilis aus. :thumbup:


    Noch ein Tipp/Anmerkung, wenn ich darf :shy: : Bei den Inocyben mit komplett bereiften Stielen, loht es sich, dass du die Stielbereifung unten an der Stielbasis überprüfst. In der Mitte allein ist das manchmal so eine Sache.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    was das angeht, habe ich noch 2-3 Hinweise für euch. Also geht mal von folgendem aus:


    1. Der Fruchtkörper auf dem Rätselbild wurde verändert/manipuliert, so dass ein sehr eindeutiges Merkmal für den Pilz sichtbar ist.
    2. Dieses Merkmal steht nirgendwo; bzw. steht das nicht in den allgemeinen Pilzbüchern, wie z.B. Gerhardt oder Laux.
    3. Der Pilz ist, dort wo er vorkommt, häufig. Andernorts fehlt er völlig.


    Ich behaupte mal, dass den, außer Pablo vielleicht, noch keiner von euch in den Händen hatte. Korrigiert mich bitte, wenn ich nicht recht haben sollte nach der Aufösung.


    Ansonsten kann ich euch nur den Rat geben, dass ihr erstmal die Gattung von dem rausbekommen solltet. Schwer verdiente Gattungspunkte sind auch schon was wert. Man muss auch mal kleine Brötchen, ääh Ziegel backen können oder so und dann aber auch damit zufrieden sein. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Zum Neuen hab ich mal einen Tipp abgegeben, aber ziemlich ins Blaue hinein. :/


    Grüßle
    Heide


    Den blauen Rindenpilz können wir hier ausschließen :evil:


    :D Super Björn. :thumbup: Ich hab einen Tipp für euch. Das Rätsel IST schwer. Ihr solltet eure Fragen mit bedacht stellen. Wenn ihr erstmal die Gattung raushabt, ist schon einiges gewonnen. Den Pilz dann noch rauszukriegen ist um so einiges schwerer. Der Pilz ist übrigens makroskopisch sehr gut anzusprechen.
    Das Angebot mit 4 Fragen steht, wenn ihr es annehmen wollt... Euch viel Erfolg :thumbup:


    l.g.
    Stefan