Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Rasselbande,


    soo ihr lieben. Ich sehe, ihr habt noch Fragebedarf. :cool: :thumbup: Das ist gut, da kann ich mich heute und morgen nochmal damit befassen, was ich euch als nächstes "auftische". Das nächste Rätsel wird hoffentlich fur euch etwas leichter. Dass ihr euch mit dem Rätsel hier so schwer tut, war nicht beabsichtigt. Ist aber denke ich auch nicht ganz so schlimm, so können wir anhand des Rätsels mal ein paar offene Fragen diskutieren.


    Nun zu der Idee, die ich hatte. Safran, überlege dir mal bitte eine KOH-Frage, wie du sie im OEPR gestellt hättest. Die kannst du auch gern hier in diesem Thread schreiben oder aber du schickst sie mir per PN.


    Diese Frage werde ich nach/zur Auflösung dann auch anhand des Rätselpilzes beantworten und wir können dann mal diskutieren, ob die Beantwortung der Frage in der Form Sinn macht oder nicht.


    Auflösen würde ich dann spätestens Mittwoch, wenn das für euch ok ist.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Torsten,


    setz mich mal mit auf die Warteliste. ;) Ich werde aber erst im April näheres wissen; bzw. kann ich ja Freitags abend ja auch später kommen und wenn Angela mitkommt, wird bestimmt noch ein Platz im Auto bei ihr frei sein...


    Wie siehts denn mit Übernachtungsmöglichkeiten aus?


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    also ich kenne M. nucleatum nicht; würde mir den aber so vorstellen. Besser wäre es gewesen, dass du Fruchtkörper anstatt zu zerreiben lieber mal durchgeschnitten hättest. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob der "Kern" bei der Art wirklich ein richtiger Kern ist, oder aber nur farblich abgesetzte Trama im Inneren des Fruchtkörpers.


    l.g.
    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    wollt ihr noch ne Frage? Safran hat gebeten, dass wir hier an der Stelle nochmal die KOH-Sache diskutieren. Das können wir gern tun.


    Ich hab da auch schon eine Idee, die dann aber erst zur Auflösung kommen wird.


    l.g.
    Stefan


    Na, dann stelle ich jetzt mal die nächste Frage, da bisher kein Widerspruch gekommen ist und damit, die, die auflösen wollen, nicht SOOOOOO lange warten müssen:


    Gilt der gesuchte Pilz überwiegend als guter Speisepilz (und damit meine ich keine Pilze, die mal als eßbar, mal als ungenießbar angesehen werden- je nach Literaturangabe, die allerhöchstens vielleicht von einzelnen als gut angesehen werden)?


    Hallo ihr lieben,


    die Frage beantworte ich ohne schlechtes Gewissen mit ja, obwohl ich den leider noch nie kosten konnte. Aber wenn der Kursleiter den als leckeren Speisepilz vorstellt, dann werde ich mich hüten, hier was anderes zu schreiben. :giggle:


    l.g.
    Stefan


    Hallo Dieter,


    leider hab ich grad wenig Zeit; deswegen nur in Kürze. Bei Täublingen gibt es sehr wohl Weißsporer. Dann aber auch noch genügend Arten, die mehr oder minder gelb(liches) Sporenpulver haben. Man spricht hier auch von "Creme- oder Dottersporern". Es gibt einige Tabellen, wo die Sporenpulverfarbe abgedruckt ist und mit deren Hilfe man die Sporenpulverfarbe abgleicht und Kategorien zuordnet. Das ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal; die derzeit beste und aktuellste Tabelle ist in der inzwischen leider vergriffenen Russula-Monographie von Helga Marxmüller enthalten.


    Dass die Täublinge im Alter stabilere Lamellen haben, mag sein; insbesondere, wenn die Fruchtkörper schon leicht angetrocknet sind. Trotzdem bleiben die auch weiterhin spröde. Es ist ein Stück weit Erfahrungssache, ob nun Lamellen splittern oder nicht. Bei den meisten gefundenen Täublingen mach ich das sowieso nicht mehr, da ich den Frauentäubling anhand des Habitus schon meist ausschließen kann.


    Bei deinem 2. Täubling wäre einer aus der Gruppe um R. grisea meine 2. Wahl gewesen. Oehrling hat da wesentlich mehr Erfahrung in der Täublingsbestimmung als ich; deswegen schließe ich mich seiner Meinung auch an. Hier wären die Raktionen von Eisensulfat, Phenol und ich glaube noch Guajak wichtig für die Bestimmung gewesen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Dieter,


    ja sehr schöne Funde und Bilder. Zu den Cortinarien sag ich mal nix, weil ich die nicht frisch in der Hand hatte. ;)


    Ich bin mir nicht sicher, ob es noch Sinn macht die Tintlinge unters Mikro zu packen. So was untersuche ich lieber frisch. Cystiden können kollabieren etc. Also sei bitte nicht enttäuscht, wenns nicht mit der Bestimmung klappt.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Dieter,


    zu 1.: nein eher nicht. Die Lamellen von R. vesca werden niemals so gelb.


    zu 2. Hast du mal probiert, ob die Lamellen splittern? Das hört sich nach deiner Beschreibung nicht so an. Von der Optik her würde R. cyanoxantha auch gut passen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ralf,


    in der Tat wird dir die Frage niemand zu 100% beantworten können. Ich hatte mal Parasola misera in Kultur und die waren typisch. Ob sich andere Tintlinge anders verhalten, weiß ich nicht.


    Aber warum nicht einfach mal "Kultur"tintlinge untersuchen udn sehen. ob da was schlüssiges bei rumkommt.


    Übrigens haben wir 2 Tintlingspäpste. Hans und pilzmel. Außerdem kennt sich Nobi auch super mit (Dung)tintlingen aus; wären schon 3.


    Tintlinge werden auch zukünftig meine Baustelle werden, ich find die so spannend. :sun:


    l.g.
    Stefan


    Wochen später... habe ich nun auch einen Namen für die Schneeflocken: Schizophyllum commune - kommt das hin?


    (Ja, ich weiß, für Euch ist sowas ein alter Hut... aber als Anfänger seh ich das zum ersten Mal. Also jetzt zum zweiten, ich war noch mal da und die Pilze auch, bzw. noch besser: sie waren gewachsen (falls es denn immer noch die gleichen sind).)


    Hallo,


    würde ich dir ohne weiteres abnehmen.;)


    l.g.
    Stefan


    P.S. Die kleinen (Glimmer)Tintlinge sind übrigens auch sehr schön. Welche das nun aber genau sind, muss das Mikroskop entscheiden.

    Dünnschaliger Kartoffelbovist
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers.




    Synonyme:
    Lycoperdon verrucosum Bull.
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers.var. verrucosum
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers. f. verrucosum
    Scleroderma verrucosum (Bull.) Pers. subsp. verrucosum
    Scleroderma verrucosum var. maculatum Peck
    Scleroderma cepa var. maculatum (Peck) Lloyd
    Scleroderma maculatum (Peck) Lloyd
    Scleroderma verrucosum var. fascirhizum Å ebek
    Scleroderma verrucosum var. violascens Herink
    Scleroderma verrucosum f. angustistipitatum


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Boletales --> Sclerodermataceae --> Scleroderma --> Scleroderma verrucosum



    Fruchtkörper: 3-6 cm breit, kugelig bis knollig, Scheinstiel bis 5 cm lang und meist gut ausgebildet; kann aber auch mal kleiner sein, Peridie bis 1mm dick, gelblich sehr braun-grauen Schüppchen, deren Größe extrem variabel ist


    Fruchtschicht: Sporenmasse (Gleba) jung weißlich, im Alter olivfarben bis schwarzbraun


    Speisewert: giftig


    Sporenmasse: bei Reife schwarzviolett; Sporen kugelig, (7)8 bis 10(11) µm im Durchmesser, mit bis zu 1,4 µm hohen separaten Stacheln


    Vorkommen: Mykorrhiza mit verschiedenen Laubbäumen; rel. häufig meist finde ich sie an Wegrändern, Grünanlagen oder Parks


    Verwechslungen: mit 2-5 mm dicker deutlich geschuppter Peridie --> Scleroderm citrinum
    mit glatter bis feingeschuppter dünner Peridie, fehlendem Scheinstiel und netzartig-ornamentierten Sporen--> Scleroderma bovista
    Der Leopardenfell-Kartoffelbovist Scleroderma areolatum sieht Scleroderma verrucosum sehr ähnlich. Die Schuppung der Peridie und die Ausprägung des Scheinstieles sind keine verlässlichen Unterscheidungskriterien. Lediglich die größeren Sporen von (8)9-12(14) µm mit deutlich größeren Stacheln (1,5-2,5 µm) können als einzig sicheres Unterscheidungsmerkmale dienen.


    Wissenswertes: Es wurden wenige Vergiftungsfälle dokumentiert, wo es bei größeren verzehrten Mengen von Fruchtkörpern von Scleroderma-Arten zu Bewusstseinsstörungen bis hin zu temporärer Erblindung kam. Die betroffenen Personen haben die Fruchtkörper verzehrt, weil sie meinten Trüffel gefunden zu haben. Näheres dazu: hier


    Bilder:







    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Scleroderma areolatum<
    >Scleroderma bovista<
    >Scleroderma citrinum<
    >Scleroderma cepa<

    Hallo,


    noch ein Tipp: denkt nicht zu kompliziert. Der Pilz ist in den Standardwerken drin; auch teilweise schön bebildert. Ich wollte mit dem Rätsel euch schon vor eine gewisse Herausforderung stellen; euch aber keinesfalls überfordern. :shy: :saint:


    Ich muss mir langsam ernsthaft überlegen, was ich euch zukünftig "zumuten" darf, ohne euch zu überfordern. Ich hoffe, dass mein nächstes Rätsel für euch wieder einfacher wird.


    Außerdem ist es vielleicht eventuell möglich, dass hier schon 1-2 Zaunphäle aufgestellt wurden. Ist zwar noch nicht Ostern. Aber wie heißt es doch so schön:


    Wer suchet, der findet. (oder so) :evil:


    l.g.
    Stefan


    Oder wir tragen das in den Portraits nach; auch eine Variante...


    l.g.
    Stefan


    Eine weitere mögliche Frage, die vielleicht anderen besser gefällt, wäre auch : Frage nach Schleimigkeit des Hutes (bzw. Stieles). Was meinen die anderen zu der Frage: erstmal vielleicht nur nach Schleimigkeit des Hutes?


    Wir können nach der Auflösung das gern diskutieren. :thumbup: Eine Frage nach Schleimigkeit finde ich übrigens gut. Das Angebot mit den 4 Fragen steht übrigens noch.


    l.g.
    Stefan

    Eine Frage habe ich zu dem Träuschling:
    Wie sieht denn die Lamellenschneide im Gesamtbild aus? Stropharia aeruginosa hat ja auch Chrysozystiden auf der Lamellenschneide, die sind nur halt eher spärlich verteilt und keulige Zystiden ohne Inhalt überwiegen.


    Hallo Dieter,


    ja wirklich große klasse deine Mikrobilder. :thumbup: Ich komme da mit meinen nicht ran; ok ich hab auch kein Fototubus etc. ;) Zu deinen Helmlingsbestimmungen kann ich wenig beitragen. Ich kenne mich da zu wenig aus.
    Die "Strobilurusse" hast du aber richtig bestimmt. Die Mühe mit dem Sporen und Cheilos ausmessen hättest du gar nicht machen brauchen. Dort ist die Form der Cheilos wichtig und ob die mit Kristallen oder einer Harzkappe besetzt sind.


    Die Sache mit den Chrysozystiden hat dir Pablo schon erläutert. Im Exsiccat kollabieren die übrigens schnell. Wichtig ist, dass du dich erstmal mit den gängigen Schlüsseln vertraut machst und die dann "abarbeitest". Das ist so ziemlich der einzige Weg unbekannte Pilze sicher zu bestimmen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Pablo,


    danke für den Hinweis. Ich hab das Schriftbild angepasst.


    Erklärung Mikroskopier-Trick: Das ist ein kleiner Trick, den ich von WolfgangP auf der letzten Boletus-Tagung erhalten habe. Scleroderma-Sporen sind stark hydrophob. In Verbindung mit Wasser erzeugt das winzige Luftblasen, wodurch die Sporen unscharf erscheinen, bzw. die Höhe des Ornaments nicht gemessen werden kann.
    Wenn man aber anstatt des Wassers nun Immersionsöl als Einbettungsmedium nimmt, ist das Sporenornament gestochen scharf. Der Trick stammt eigentlich aus der Pflanzenmikroskopie und wird schon seid vielen Jahren für die mikroskopische Untersuchung von Pollen eingesetzt.


    l.g.
    Stefan


    Na jetzt stellt euch mal nicht so an. :evil::saint: Wenn ihr den Pilz einmal gezeigt/erklärt bekommen habt, dann ist erkennt ihr den auch 100pro wieder. Übrigens ist auch die Pilzbestimmung innerhalb der Gattung auch nicht so schlimm, wie es von einigen hier angedeutet wird; zumindest nicht in jedem Fall. Ein guter Bestimmungsschlüssel ist da aber auf alle Fälle Vorraussetzung und ein Kurs kann auch nicht schaden. :giggle:


    l.g.
    Stefan


    Zwischenfrage:


    wenn es hier ein Schleierling wäre, würde man dann nicht irgendwo zumindest nicht einen kleinen Rest der Cortina sehen? Bei den Klumpfüßen etc. bleibt ja gern ein kleiner (kaum sichtbarer) Rest am stiel zurück in dem sich dann die Sporen verfangen wodurch man die Cortina dann eben doch erkennen kann.


    Oder gibt es in dieser Größe auch Cortinarien die dieses verhalten so gar nicht aufweisen?


    Die Beantwortung deiner Frage ist wie Lotto-Spielen. :D Prinzipiell hast du recht, aber solch kleinen "Reste" an Cortina, wie du schreibst, können durchaus auch mal verlustig gehen, durch Regen oder mechanischen Abrieb beim Anfassen/Entnehmen der Fruchtkörper etc.


    l.g.
    Stefan