Hallo Pablo,
die 3. Frage:
Handelt es sich bei dem aktuellen Rätselpilz um einen Ascomyceten?
l.g.
Stefan
Hallo Pablo,
die 3. Frage:
Handelt es sich bei dem aktuellen Rätselpilz um einen Ascomyceten?
l.g.
Stefan
Hallo,
na ja unsere Funde damals hatten schon Hüte mit einem iwie gräulichen Farbton (auf den Fotos ist das nicht so gut zu sehen) Das war makroskopisch sehr auffällig und wir hatten die im ersten Augenblick für eine Mycena gehalten.
l.g.
Stefan
hallo!
habe den Größten herausgeschnitten, und der ist tatsächlich 2,5 cm groß - allerdings fließen die ja auch zusammen - da sind dann, wie auf dem Bild zu sehen ist, drei, oder mehr zusammengewachsen
mfg magellan
Hallo,
ja und ein "Zusammenwachsen" habe ich bei meinen Diatrype/Diatrypella-Funden noch nie erlebt; sondern immer nur bei Hypoxylonverwandten.
Mit einer mikroskop. Untersuchung ist die Sache recht schnell zu klären.
Diatrype/Diatrypella: kleine hyaline Sporen.
Hypoxylonverwandte: größere sehr dunkle (meist schwarz-braune) Sporen
Ich sehe hier trotz allem einen Hypoxylonverwandten. H. multiforme ist aufgrund der Form der Fruchtkörper naheliegend. Ich gebe aber gern zu, dass das auch eine andere Art sein kann.
l.g.
Stefan
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Hallo, Stefan!
Und so lütte Pluteus cinereofuscus, wie würdest du die von Pluetus phlebophorus oder Pluteus pallescens unterscheiden?
LG, Pablo.
Spontan gar nicht. Ich habe bisher jeden jeden Fund eines unbekannten Dachpilzes ausgeschlüsselt. In dem damaligen Fall hab ich mit Toffel noch über den Fund nach getrennter mikroskop. Untersuchung am Telefon diskutiet und P. cinereofuscus, war dann eine gemeinsame Übereinkunft. ![]()
Hier hab ich ein Bild des Fundes schon gezeigt.
Mehr kann ich spontan zu dem Thema aber auch nicht sagen...
l.g.
Stefan
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Hallo,
anhand der Größe und Struktur der Fruchtkörper halte ich das eher für Hypoxylon multiforme.
l.g.
Stefan
hallo!
H. multiforme liegt doch eher flach auf - hier wird, wie im Laux steht, die Rinde quer durchbrochen - daher bin ich auf D. favacea gekommen
mfg magellan
Hallo,
ja da hast du schon recht; aber Fruchtkörper von D. favacea würden max. 5 x 2 mm groß werden. Bei dir erscheint mir das größer zu sein (gerade die Fruchtkörper im Vordergrund). Außerdem kenne ich die Art nicht mit so erhabenen Perithecienmündungen (wie bei den Hypoxylon-Arten), sondern mit eher unregelmäßiger Oberfläche. So, wie von dir gezeigt, habe ich die Art noch nie gefunden. Kannst du was zu der Größe der Fruchtkörper was sagen?
l.g.
Stefan
Hallo,
ich danke erstmal für die Antworten.
Das sieht mir schon sehr nach dem Pilz von Jürgens Link aus, aber ich werde das für mich abspeichern und zukünftig bei solchen Funden mal im Ellis&Ellis abgleichen.
Wichtig war das erstmal für mich, dass ich grob eine Tendenz bekomme, in welche Richtung das geht.
l.g.
Stefan
Hallo,
hinzu kommt noch, dass dann beim gleichen Fruchtkörper 3 unterschiedliche Leute 3 Arten rausbekommen. So geschehen bei der letzten Boletus-Tagung. Toffel, Andreas Vesper und ich hatten 3 unterschiedliche Ergebnisse, ja nachdem wie die Beschreibung der Zystidenform im Schlüssel ausgelegt wird. "Sackförmig" ist eben nicht gleich "sackförmig".
Das hat mir dann aber auch im Nachhinein ganz schön zu denken gegeben. So toll wie der Dachpilzschlüssel im Gröger ist, einige Funde werden trotzdem auch frisch nicht bestimmbar sein. Ich habe für mich damals entschieden, dass ich zukünftig mir Dachpilze auch weiterhin angucken werde, aber bei größeren Ungereimtheiten in der Bestimmung dann mich nicht weiter mit dem Fund befassen werde.
Für P. cinereofuscus btw ist mir der Fruchtkörper aber etwas zu "stämmig". Mein (bisher einziger) Fund der Art hatte eher was von einem größeren Helmling, als von einem Dachpilz. Muss aber auch nichts heißen.
l.g.
Stefan
Hell ist relativ..*gg*
Na ja, wir können zumindest davon ausgehen, dass der Rätselpilz nicht schwarz ist; sondern maximal grau. Oder was meinst du?
Hallo,
also für die nächste Runde setze ich auch noch mal aus; wegen Schimmelpilzkurs und Betreung von Besuchern.
Ab dann werde ich das Rätsel wieder "schmeißen".
Also Frage nach Ascomyceten? Wenn dann ein ja kommt, habe ich nur noch einen Kandidaten. Mit so hellen Ascomycten kenne ich mich nämlich überhaupt nicht aus. :shy:
l.g.
Stefan
Hallo,
anhand der Größe und Struktur der Fruchtkörper halte ich das eher für Hypoxylon multiforme.
l.g.
Stefan
Hallo,
ich denke mal Ganoderma adspersum oder Ganoderma applanatum passt ganz gut. Welcher der beiden das nun ist, kann ich nicht genau sagen. Dazu sind mir die Bilder nicht aussagekräftig genug.
Leider bist du dir mit der Sporengröße nicht sicher; bei G. applanatum sollen die nicht größer als 8 µm werden. Gefühlt würde ich aber anhand der Bilder eher zu G. applanatum tippen.
l.g.
Stefan
Hallo Kerstin,
ja du kannst mir gern das Material schicken. Danke. ![]()
Mir war nur erstmal eine erste fundierte Einschätzung wichtig, weil ich solch geformte Sporen auch schon als Ascosporen gesehen habe.
l.g.
Stefan
Hallo,
für unseren heutigen Mikroskopiezirkel habe ich gestern mal Peniophora cinerea mitgenommen. Ich versuch mich grad etwas in der Präparation von Rindenpilzen; mit nicht so gutem Erfolg. Die Cystiden waren nur in 1-2 Präparaten von 6 oder 7 gut zu sehen. Das sei nur mal der Vollständigkeit halber erwähnt. Trotzdem möchte ich gern mal folgende septierte (Fremd)Sporen zeigen.
Könnt ihr dazu grob was sagen? Die Sporen waren auf alle Fälle über 20 µm lang, unterschliedlich oft septiert und grünlich. Nur in einem Präparat waren die zu sehen; mindestens 100 Stück.
Die Bilder sind leider nicht so gut. Meine Kamera tut sich da manchmal etwas schwer, da ich die Bilder durch das Okular fotografieren muss. Trotzdem sind die wichtigsten Details zu erkennen.
Meine Fragen: Ist das was Anamorphes? Ich hab in dem Präparat keine Asci oder Perithecienhüllen gefunden (was natürlich nicht viel heißen muss). Gibts Literatur dazu?
Danke schon mal im Voraus.
l.g.
Stefan
Hallo Sarah,
Melanoleuca sollte schon passen. Für nen Dachpilz halte ich das nicht, da die Lamellen am Stiel angewachsen sind. Aber M. cognata? Dafür sind mir die Lamellen schon etwas zu weiß. M. cognata hat gelbliche Lamellen; in der Literatur wird die Lamellenfarbe auch mit cognacfarben beschrieben. Ich bin darüber unglücklich, weil ich Vergleiche mit Eigenschaften von Spirituosen immer etwas zwiegespalten gegenüber stehe.
Ich würde deinen Fund rotzfrech Melanoleuca melaleuca s.l. nennen. Außer M. verrucipes und M. cognata ist in der Gattung gefühlt keine Art eindeutig beschrieben. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
ich hab gestern folgende Dungköttel eingesammelt (und heute früh in Kultur genommen). Sieht aus wie Wildschwein; nur in kleiner. Was meint ihr? Ist das Dung von Frischlingen vielleicht? Was könnte es sonst sein? Das 1-Cent-Stück dient zum Größenvergleich. Danke schonmal im Voraus.
Hab mir dir Kötel gerade angesehen, sieht aus, als ob wieder "nur" irgendwelche Zygomyceten kommen. Zumindest hab ich schonmal was feines für Kerstins Schimmelpilzkurs nächstes WE.
![]()
l.g.
Stefan
Ich hab noch nie von Ascosporen gehört, die so klein sind. Könnten das nicht wieder Konnidien in einer Hülle sein, analog einiger Zygomyceten?
Du solltest Dich mal mit "richtigen" Pilzen beschäftigen, Stefan, nicht immer nur mit diesem Großpilzzeugs!
![]()
Da ist ja eh schon fast alles bekannt! Viel spannender sind doch die "Kleinen"!
Hallo Nobi,
Na ja kommt darauf an, wie du "klein" definierst.
Für mich sind derzeit Fruchtkörper von 0,5 mm "Größe" gerade so noch geeignet die gescheit zu erkennen und zu präparieren. Da hab ich genug zu tun mich da reinzulesen. ("Hyphomyceten" jetzt mal ausgenommen)
Alles was kleiner ist, liegt gerade nicht unbedingt in meinem Interessenbereich und gescheite Gattungsschlüssel und Einsteigerwerke für die Ascomyceten (egal in welcher Größe) gibts außer PdS BAnd 1 ja leider auch nicht.
l.g.
Stefan
Hallo ihr lieben,
ich hab gerade von Pablo noch eine mögliche 4. Frage erbettelt. Kann gut sein, dass wir die gebrauchen können. Er schrieb was von einfachen mikroskopischen Merkmalen. ![]()
Das kann sich dann nur noch um so was einfaches, wie Sporenornamentation oder Asco-/Basidiomycet handeln. Mich würde ja brennend interessieren, ob die Sporen(masse) innerhalb einer festen Hülle heranreift und sich dann im inneren der bei vollständiger Reife nur noch Sporen innerhalb dieser Hülle befinden.
Was meint ihr?
l.g.
Stefan
Hallo Thorben,
äähm na ja. Ich hab keine Ahnung. Ich weiß nicht, wo du das ganze Zeug findest.
Nur mal eine Sache; mit deinen "Asci". Bist du dir sicher, dass das wirklich Asci sind? Und dann noch so kleine Ascosporen. ![]()
Ich hab noch nie von Ascosporen gehört, die so klein sind. Könnten das nicht wieder Konnidien in einer Hülle sein, analog einiger Zygomyceten?
l.g.
Stefan
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Hallo, Dieter!
Ich schneide Pilze am liebsten möglichst groß.
Ja, bei Fichtenreizkern hatte ich ganze Hüte (und ein paar halbierte), weil ich das bei anderen Reizkern ebenso mache. Und ich hatte sie auch als Reingericht. Es war irgendwie nicht mein Fall.
Das gebe ich auch immer allen leuten mit, die mich danach fragen, ob der denn lecker sei: Sie müssen es probieren, ob sie ihn mögen oder nicht. Manche finden ihn nachher total lecker, anderen geht es eher wie mir.
LG, Pablo.
Na ja ich denke eher, dass es ein Alters-/Standort-/Witterungsproblem ist. Manchmal schmecken die für mich richtig lecker; beim nächsten Mal nicht mehr.
Die mitzunehmen hat sich sozusagen als "Russisch-Roulette"-Pilzgericht rausgestellt; auch als Mischgericht. Entweder total lecker oder aber bääh.
![]()
l.g.
Stefan
Telamonien als Exsiccat bestimmen wird eher schwer bis unmöglich.
Aha - warum ist das so?
Hallo Dieter,
du kannst Schleierlinge (insbesondere Telamonien) auch noch anhand von Exsiccaten bestimmen; aber dafür brauchst du eine verdammt gute Beschreibung des/der frischen Fruchtkörper, um anhand der Merkmale den noch nachzubestimmen. Es lohnt sich hier wirklich 8-10 Fruchtkörper in unterschiedl. Alterstadien mitzunehmen. Ich kann dir einen Kurs bei Andreas (oder bei jemand anderem) nur anraten, wenn du dich mit Schleierlingen befassen willst.
Derzeit ist die Funga Nordica vergriffen; soll aber wieder aufgelegt werden. Ist ein tolles Schlüsselwerk und nicht nur für Schleierlinge. ![]()
l.g.
Stefan
Herrliches Bild.
Sagen wir mal so. Dachpilze mit dem (zugegebenermaßen recht variablen) Aussehen an Laubholz mit Rettichgeruch sind für mich immer P. cervinus.
Bei den anderen zugehörigen Kleinarten, halte ich mich immer etwas "bedeckt", zumal ich keine Lust habe einzuschätzen, wie viel % der Septen nun Schnallen tragen oder nicht. Hinzu kommt noch, dass die Schlüssel alle unterschiedlich sind. Das tu ich mir einfach nicht an. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Dieter,
5x P. cervinus? Herrlich das nenn ich mal Enthusiasmus.
Die Bestimmung hättest du auch ohne mikroskop. Untersuchung haben können. ![]()
Aber deine Bilder sind wieder mal Oberklasse.
Das ist wirklich beeindruckend, dass deine Präparate aus den Exsiccaten so gelungen sind. Hochachtung vor deiner Präparierkunst.
Meine Mikrobilder werden nie so schön werden; u.a. auch deswegen weil ich mangels gescheiter Hardware meine Kamera ans Okular halte und fotografiere. :shy:
l.g.
Stefan
Hallo Dieter,
C. collinitis ist eine typische Fichtenart. Ich halte deinen Fund für C. mucosus (da unter Kiefer wachsend); der darf auch mal einen leicht violettlichen Stiel haben. Vergleiche mal hier.
Telamonien als Exsiccat bestimmen wird eher schwer bis unmöglich. Auch ist der verwendete Schlüssel wichtig. Ich empfehle immer die Funga Nordica. Alles andere soll wohl eher nicht so toll sein. Ich war letztes Jahr bei einem Cortinarien-Kurs bei Andreas Gminder und habe da schon ein bisschen Erfahrung in der Schleierlingsbestimmung sammeln können. Außer Sporengrößen brauchst du da eigentlich nichts weiter mikroskopisch. Wichtig sind Ökologie, Schnittbild, Geruch (auch in speziellen Fruchtkörperteilen), Geschmack, Verhalten auf KOH bei den Phlegmacien, Färbung von Lamellen wenn jung, Hutfarbe, Hygrophanität... Bis auf wenige Ausnahmen werden Schleierlinge makroskoskopisch bestimmt.
Die Sache mit der "Giftigkeit" von T. terreum ist noch nicht zu 100% vom Tisch. Siegmar hat zum Giftpilzkongress letztes Jahr in München darüber was gesagt. Ein großer chinesischer Toxikologe hat den auch weiterhin als potenten Giftpilz eingestuft. Solche Aussagen sollten keineswegs vollkommen negiert werden, obwohl ich Siegmar in der Stellungnahme im Tintling schon recht gebe. Übrigens hatten wir in Brandenburg auch einen dokumentierten Fall von Rhabdomyolyse aufgrund von Grünlingsverzehr. Da ist auch noch Forschungsbedarf.
An deine R. integra glaube ich auch noch nicht so richtig dran, weil ich den noch nie unter Kiefer fand; lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Und ja der Tintling ist toll. Besonders der April-Tintling wird ganz besonders toll.
![]()
l.g.
Stefan
P.S. Bist du dir sicher, dass dein "C. vibratilis" überhaupt ein Schleimfuß ist und keine Telamonie? ![]()
Hallo,
na ja zur Not gebe ich mich mit einer 0-Punkterunde zufrieden.
l.g.
Stefan
Alles anzeigen
Allerdings war ich ein klein wenig enttäuscht. Ich dachte du zeigst uns die ersten Saftlinge.
Nichts gegen die makroskopisch in der Tat sehr hübschen bis majestätischen Saftlinge.
Aber Du musst zugeben, Stefan, dass das Innenleben der "Kleinen" viel attraktiver ist.
LG Nobi
Hallo Nobi,
gut Punkt für dich. ![]()
l.g.
Stefan
