Hallo,
Pablo hat vollkommen recht, zudem sollten die Zystiden auch büschelig am Stiel zu finden sein. Das nächste Problem; das weiß ich von Ditte, dass bei Exsiccaten es recht schwierig sein soll, die Stielbereifung zu präparieren. Frisch ist das immer am besten. Deswegen bin ich da auch mit der Kaulocystide skeptisch.
Noch 1-2 Sachen Thorben. 
1. Bei Risspilzen ist es erstmal wichtig, ob der Fruchtkörper spermatisch riecht. Das ist bei vielen Risspilzen so aber bei weitem nicht bei allen. Ich gehe mal davon aus, dass du weißt, wie Sperma so ungefähr riecht.
Wenn der Risspilz mal nicht spermatisch riecht, ist das ein wichtiges Bestimmungsmerkmal, bzw. wenn du einen spermatisch riechenden Risspilz rausbekommen hast (laut Literaturangaben) und dein Fund riecht nicht spermatisch, dann solltest du zumindest deine Bestimmung kritisch herinfragen. Gerüche können sich auch mit ungünstigen Witterungsbedingungen verändern oder aber auch mal völlig fehlen.
2. Das Vokabular für die sensorische Beschreibung von Gerüchen muss erst erlernt werden. Ich hatte das Glück, dass ich im Studium eine Sensorikausbildung hatte. Du kannst Begriffe für Geruchsbeschreibungen z.B. aus einer DIN_Norm für die Einfach Beschreibende Prüfung" nehmen oder aber du versuchst sog. Aromaräder (gibts in der Wein- und Kaffeesensorik z.B.) zu bekommen. Das bekommst du auch eine Hilfestellung für das Vokabular. Ich musste mir das damals auch mühseelig anlernen; jetzt klappt das ganz gut. Du kannst ja auch beschreiben. Verbrannter Gummi riecht z.B. anders als verbranntes Plastik von einer Kabelisolierung usw.
l.g.
Stefan