Beiträge von Climbingfreak

    Hallo,


    ich sehe das ähnlich wie Pablo. Den "Gerhard" schlage ich durchaus noch gerne mal auf, es ist für das schnelle Nachschlagen, auch gerne mal im Feld, durchaus eine Hilfe und es war mein erstes "richtiges" Pilzbuch. Von Ewald Gerhard gab es noch ein weiteres Buch (600Pilze), das ich ebenfalls sehr schätze. Gerade die Vermehrungsstrategien (Furchtkörperbildung/Sporenreifung) von Asco- und Basidiomyceten sind dort sehr gut beschrieben und dort sind auch Arten drin, die woanders nicht erwähnt werden.


    An dem Video stören mich ein paar Sachen.


    1. Ich sehe es nicht so, dass das Buch von Rita Lüders das Grundwissen eines PSV beinhalten soll. Ich war von dem, als ich zum ersten Mal in dem schmökerte nicht sonderlich begeistert (aus Sicht eines Fortgeschrittenen). Es gehört noch einiges mehr dazu, PSV zu sein, als in dem Buch steht. Es mag für Anfänger mit Vorkenntnissen ein guter Einstieg sein, das will ich gar nicht abstreiten, bzw. ab- oder bewerten.


    2. Ich würde gerne wissen, ob "Bernd" PSV ist, bzw. ob er die nötigen Kenntnisse eines PSV hat, sofern er keiner ist. Wenn er sagt, dass er immer wieder mal in Rita Lüders Buch was nachliest, dann macht mich das stutzig. Er sollte das doch das Grundwissen dann doch haben und muss nicht immer wieder was dort nachlesen. :/ Erklärt hat er alles super und er hat auch keinen Mist erzählt. Auffällig war auch, dass er meint, dass er mit dem Gerhard fast alle seine Funde bestimmen kann. Mir geht das nicht so. Gut, ich kartiere Pilze ganzjährig und hab auch einige Arbeitsschwerpunkte, die im Gerhard nicht drin sind oder aber nur mit 2-3 Arten vertreten.



    Das Buch von Björn ist natürlich klasse, gerade für Leute, die erst wirklich in die Thematik einsteigen wollen.


    Aber ja, wie Pablo schon schrieb: für Interessierte mit wenig Erfahrung sind die Bücher bestimmt gut, für Fortgeschrittene max. nur noch der Gerhard.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Safran,


    wenn ihr das nächste Mal in Dresden seid, können wir das ja mal testen. Camambert-Täublinge sind sehr häufig und auch Buchenspeitäublinge gibt es in den Buchenbeständen viel. Für mich sind beide scharf, aber zum Glück nicht allzu lange, weil ich abbeiße, und dann sofort ausspucke (bei Kostproben von Täublingen allg. sofort wenn die erste Schärfe einsetzt und dann gründlichst ausspucken). Nach 5 min ist die Schärfe dann wieder weg.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    der einzige grünhütige Pilz, den ich wirklich zum Verzehr raten kann, ist der Grüngefelderte Täubling. Der ist echt lecker. Ja es gibt noch grüne Frauen- und Speisetäublinge; aber die muss man erstmal finden. ;) R. aeruginea soll nicht so lecker sein; die lasse ich auch immer stehen.
    Ansonsten gibt es noch einen Kandidaten, der von oben dem Grünen Knolli gleicht; Tricholoma sejunctum, der Grüngelbe Ritterling. Zum Gück ist das kein Speisepilz. :giggle:



    Und natürlich kann man es echt nicht oft genug sagen, dass die Pilze sich genau angesehen werden sollten; gerade bei den Grünhüten Arten. Auch von einer Verwechslung mit Champignons wird im Zusammenhang mit Grünen Knollis oft genug gewarnt, bzw. gibt es in der Literatur/Vergiftungsmitteilungen der DGfM genug Beispiele. Für mich ist das unverständlich. Schon bei der Lamellenfarbe muss man da doch hellhörig werden.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    dine erster ist schon ein Steinpilz; deine letzten definitiv Rotkappen. Aber erwarte bitte bei denen keine genaue Bestimmung. Was waren denn für Bäume am Fundort? Ausschließlich Fichten oder hat sich da doch eine Birke mit reingemogelt? ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    das ist ein kein schlechter Gedanke. In letzter Zeit habe ich es mir auch wieder angewöhnt hier mehr deutsche Namen zu schreiben; genau aus dem Grund. In dem konkreten Fall finde ich das aber auch nicht schlimm, denn Pablo hat ja auf das Pilzportrait von L. cyaneobasileucum verlinkt. Das Hauptproblem, was ich dabei sehe: Bisher wusste ich nicht, dass diese Art überhaupt einen deutschen Namen hat. Es ist übrigens auch in der Zwischenzeit so, dass Pablo und (ich auch) uns teilweise mit Pilzen befassen, die einfach keine deutsche Namen haben (weil zu speziell). Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich auch meist überlege, welchen Namen ich nehme und ich entscheide mich meist für den kürzeren. :giggle:


    "Grubiger Wurzelrübling" ist halt viel länger als "Xerula radicata" und die Buchstaben (Anschläge) auf der Computertastatur sind bei zweiterem einfach angenehmer verteilt.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ob dein erster ein Lungeseitling oder ein Austernseitling ist, kann ich dir nicht genau sagen; tendenziell ist es aber eine "Auster" (und erst recht nix mehr für die Pfanne, wenn er schon "fischig" riecht. Das ist schon ein klarer Beweis für Eiweißzersezung!


    Dein Dachpilz ist einer; mehr kann ich zu dem auch nicht ohne Mikroskop. Untersuchung sagen. Dachpilze lassen sich makroskop. nur sehr schlecht bestimmen.


    Deine X. radicata kann gut möglich sein, wobei mich die komische netzige Huthautstruktur da mehr stört, als die fehlende wurzelnde Stielbasis. Die darf der auch mal nicht haben, das ist nicht alzu ungewöhnlich...


    Deine "Keule" sollte wohl eher auf Merupilus giganteus (Riesenporling) hören. ;) Die sehen jung aus und schärzen auch schon in dem Zustand.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Thorben,


    aufgrund deines ersten Bildes würde ich den Ganoderma lucidum (s.l.) nennen wollen. Ich kenne den derzeitigen Stand nicht. Es gibt da Arten aus dem Formenkreis, die dem sehr ähnlich sehen. Ob das eigene Arten sind oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich nenne sie alle G. lucidum; Wahlweise auch Glänzender Lackporling. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    zumindest sind das braunhütige Raufüße (Gattung Leccinum); sofern eine Birke in der Nähe stand auch tendenziell L. scabrum. Alle Arten der Gattung sind prinzipiell essbar. Eine Verzehrsfreigabe ist das natürlich nicht!


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    nur noch mal 1-2 Sachen zur Ergänzung.


    Chlorophyll ist auch ein "Farbstoff"; es wird sogar in der Lebensmittelindustrie zum Färben angewandt; in Form von Spinatextrakt z.B. ;)


    Wie die Farbstoffsynthese, bzw. Sekundärmetabolitsynthese bei Pilzen funktioniert Heidi, da scheint die Forschung erst in den Kinderschuhne zu stecken. Die Industrie kam erst in den letzten Jahren auf den Trichter, dass Pilze interessante Stoffe (Pharmaka, Pestizidwirkstoffe; zumindest deren Vorläufer, Enzyme für die Lebensmitelindustrie usw. enthalten). Dieser verstärkte Trend besteht erst sein ein paar Jahren. Ich finde das etwas traurig, weil das Penicillin schon seit vo 70-80 Jahren entdekct wurde.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    viele deiner Bestimmungsobjekte sind etwas unglück aufgrund von Trocken-, bzw. Nässeschäden. Zu den Schleimpilzen sage ich nix; da habe ich zu wenig Ahnung. ;)


    Dein Egerling ist ein Egerling. Zu dem A. augustus zu sagen traue ich mir anhand deiner Fotos nicht. Es ist gut möglich, kann aber auch gut was anderes sein. HAt er denn nach Anis gerochen?


    Dein Schwefelporling ist ein Blättling; ich vermute mal Gleophyllum sepiarium.


    Dein Dachpilz kann auch gut P. cervinus sein. Die können auch mal so gräulich aussehen. Ohne Mikro keine Chance. Natürlich gibt es bei dem Aussehen noch weitere Kandidaten.


    Hast du deine Flatschenpilzfunde an Buche mal durchgeschnitten? Mich würde das Innenleben von denen mal brennend interessieren.


    Deine X. polymorpha kann auch gut X. longipes sein.


    Dein 2. Risspilz ist eher eine Tubaria oder Galerina.


    Dein "Flügelporling" mit Stiel sollte Polyporus leptocephalus (Löwengelber Stielporling) sein.


    Dein letzer Pilz sieht spannend aus. Könnte in Richtung Schizopora oder so gehen. ICh hab von Rindenpilzen keine Ahnung, da sollten dann Experten ran.


    Von meiner Seite wars das erstmal. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    du könntest das Mycel max. sequenzieren lassen, um den Pilz zu bestimmen. Meines Wissens nach ist es nicht möglich Pilze nur anhand des Mycels (ohne anamorphe Strukturen) zu bestimmen.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    auch mir wäre eine Pause recht. Ich hab durch meine neue Arbeit einiges zu tun und auch sonst muss ich mich um private Dinge kümmern; und das betrifft nicht nur die Pilze.


    Das einzige Problem, was ich sehe, ist der Wiedereinstieg. Ich werde im September/Oktober definitiv nicht dazu kommen das OEPR zu betreuen. Da hab ich schon sehr viel um die Ohren; diesmal aber Pilzliches; Tagungen etc...


    l.g.
    Stefan

    Hallo Tuppie,


    auch von mir Alles Gute. War in letzter Zeit sehr viel unterwegs, da habe ich dein Ehrentag leider "verpasst". Nicht minder herzlich möchte ich dir nachträglich Alles Gute, besonders Gesundheit, viele schöne Stunden im Kreise deiner lieben und den obligatorischen immer vollen Pilzkorb wünschen.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Maria,


    Harald will auf Leccinum versipelle, die Heiderotkappe (Birkenrotkappe), hinaus, die nur bei Birken vorkommt. Ich hatte sie oben btw auch nicht zu 100% ausgeschlossen. Ein Birkenpilz (Leccinum scabrum) verfärbt sich übrigens nicht im Schnitt. Wenn ein Birkenpilz im Schnitt/bei Verletzung bläulich anläuft handelt es sich um Leccinum variicolor (Vielfarbiger Birkenpilz) und evtl. noch L. cyaneobasileucum (kommt auch bei Birke vor).
    Ja diese Raufüße haben es in sich. :giggle: Warte erstmal ab bis du Hainbuchenröhrlinge un Pappelraufüße findest. Dann hast du auf einmal "Birkenpilze" die im Schnitt schwärzen und auch mit Birken keine Mykorrhiza eingehen. :evil:


    l.g.
    Stefan

    Hallo Torsten,


    sehr schöne Fotos. :thumbup: Ich hoffe auch, dass die bunte Vielfalt bis November hält. Bei einem von deinen Funden musste ich an eine Dermoloma denken. Sonst kann ich auch nicht viel dazu sagen. Bis auf Düngerlinge sind leider keine Gattungen dabei, mit denen ich mich bisher näher befasst habe/befasse.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Stephan,


    da ist guter Rat teuer... Ich kann sagen, dass bei meinen 2 Funden von I. appendiculata nach ein paar Stunden in der Plastikdose der Geruch nach Mörtelbrühe sehr deutlich war (beim reinriechen in die Plastikdose); am Frischpilz, direkt nach Entnahme aber nicht wirklich. Da war nur ein spermatischer Geruch mit nicht näher zu identifizierender Beinote wahrnehmbar.


    Bei wasser-, trockenheits- oder frostgeschädigten Fruhtkörper so was zu diskutieren halte ich btw nicht für besonders sinnvoll. Den Honiggeruch meiner letzten gefundenen I. cookei konnte ich auch erst eindeutig wahrnehmen, nachdem ich die Fruchtkörper ganz schön geärgert habe.


    Ich hoffe, dass Ditte oder Helmut hier noch was dazuschreiben. Gerüche sind immer so eine Sache; besonders bei den jetzigen Wetterkapriolen...


    l.g.
    Stefan


    P.S. I. erubescens riecht im Alter sehr wohl spermatisch; im jungen Zustand obstartig...