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Hallo zusammen,
aber natürlich ist das eine Eichenrotkappe.
Grüße, Jürgen
Der Experte hat gesprochen.
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Hallo zusammen,
aber natürlich ist das eine Eichenrotkappe.
Grüße, Jürgen
Der Experte hat gesprochen.
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Nicht wirklich, Die Stielknolle ist bei der Gattung wichtig! Dazu musst Du den Fruchtkörper schon rauspflücken.
Grüße
Harald
Hallo,
Harald hat vollkommen recht. Übrigens sage bitte in Zukunft "Stiel" und nicht Stängel. Pilze sind keine Pflanzen! Ansonsten ist die Gattung Chlorophyllum aus meiner Sicht jetzt sicher...
l.g.
Stefan
Alles anzeigenDas erfolgt mehr oder minder willkürlich. Der Mensch setzt eine Grenze, wie stark die Sequenz abweichen darf. Alles was an Abweichungen über dem Schwellenwert liegt, ist dann eine neue Art. Natürlich ist auch die Auswahl der Gensequenz wichtig. Diese muss konservierte Bereiche haben und auch "artindividuelle". Bisher hat sich zumindest bei den Basidiomyceten die sog. ITS-Region eingebürgert. Ich denke mal, dass noch weitere Genabschnitte in den nächsten Jahren hinzukommen, so dass der Vergleich der Sequenzen unterscheidlicher Bereiche dann noch eine größere Aussagekraft hat.
Hallo Stefan,
Danke für deine Antwort.
"Willkürlich" lässt erstmal aufhorchen
Es gibt aber dann sicherlich wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit dieser Festlegung beschäftigen?
LG, Craterelle
Hallo,
na ja. Das ganze steckt noch mehr oder minder in den Kinderschuhen. Aber diese Kritik ist auf alle Fälle berechtigt. Es geht ja nicht nur um die abwechende Gensequenz, sondern auch um die makro- und mikromorphologischen Unterschiede. Inwieweit neue Arten definiert werden, die alle die gleiche morphologischen Merkmale haben, nur stark unterscheidliche Gensequenzen. Ich werde die Frage gern mal mit Marco Thines und/oder Bernd Oertel diskutieren. Die sehe ich ja auf der DGfM-Tagung.
Übrigens fällt mir zu dem Thema auch noch eine Aussage von Heinrich Dörfelt ein. "Es gibt eigentlich keine Arten".
Er hat das etwas provokant formuliert, hat aber im Grunde recht. Der Mensch will/muss alles in Schubladen stecken. Dem Pilz ist es egal, wie er heißt...
l.g.
Stefan
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Ok, noch mal zu der Sache mit dem Sex.
Da sich Pilze also sexuell vermehren, kommt es zu ständiger Rekombination genetisch leicht verschiedener Varianten, und auch die Herausbildung lokaler "Stämme" erscheint nicht ausgeschlossen. Genetisch identisch wären dann ja vermutlich nur mehrere Pilzkörper desselben Mycels.
Wie zieht man aber jetzt die Abgrenzung zwischen genetisch (weniger) verschiedenen Individuen einer Art und genetisch (stärker) verschiedenen Individuen zwei nahestehender Arten?
Im Tierreich macht man das soweit ich weiß an der (biologischen) Fähigkeit fest, sich miteinander erfolgreich zu vermehren. Also: Wolf und Haushund miteinander kreuzbar => keine Arten, nur Unterart. Pferd und Esel kreuzbar, aber sterile Nachkommen => verschiedene Arten. Bei Pflanzen vermute ich ähnliches. Aber bei Pilzen? Für mich praktisch nicht so recht vorstellbar.
"Da sich Pilze also sexuell vermehren, kommt es zu ständiger Rekombination genetisch leicht verschiedener Varianten, und auch die Herausbildung lokaler "Stämme" erscheint nicht ausgeschlossen. Genetisch identisch wären dann ja vermutlich nur mehrere Pilzkörper desselben Mycels."
Vollkommen richtig.
"Wie zieht man aber jetzt die Abgrenzung zwischen genetisch (weniger) verschiedenen Individuen einer Art und genetisch (stärker) verschiedenen Individuen zwei nahestehender Arten?"
Das erfolgt mehr oder minder willkürlich. Der Mensch setzt eine Grenze, wie stark die Sequenz abweichen darf. Alles was an Abweichungen über dem Schwellenwert liegt, ist dann eine neue Art. Natürlich ist auch die Auswahl der Gensequenz wichtig. Diese muss konservierte Bereiche haben und auch "artindividuelle". Bisher hat sich zumindest bei den Basidiomyceten die sog. ITS-Region eingebürgert. Ich denke mal, dass noch weitere Genabschnitte in den nächsten Jahren hinzukommen, so dass der Vergleich der Sequenzen unterscheidlicher Bereiche dann noch eine größere Aussagekraft hat.
"Im Tierreich macht man das soweit ich weiß an der (biologischen) Fähigkeit fest, sich miteinander erfolgreich zu vermehren. Also: Wolf und Haushund miteinander kreuzbar => keine Arten, nur Unterart. Pferd und Esel kreuzbar, aber sterile Nachkommen => verschiedene Arten. Bei Pflanzen vermute ich ähnliches. Aber bei Pilzen? Für mich praktisch nicht so recht vorstellbar."
Das ist die klassische Artdefinition. Das lässt sich bei Großpilzen nur schwer prüfen, ob mögliche Nachkommen auch fruchtbar sind. Während man bei Tieren und Pflanzen die Fruchtbarkeit der Nachkommen recht einfach prüfen kann, gestaltet sich das bei den Pilzen als recht schwer, eben weil viele Arten erst bei bestimmten Bediungen sich sexuell fortpflanzen, bzw. viele Arten ( ua. die ganzen Mykorrhizapilze) nicht kultivierbar sind.
l.g.
Stefan
Hi,
wirklich sehr schöne Bilderstrecke.
Übrigens deine "Mutation" ist eigentlich keine. Du hast lediglich einen deformierten Fruchtkörper gefunden. Das ist eine Wachstumstörung. Das sei nur mal zur Richtigstellung beigetragen. Ich muss da Jan-Arne zustimmen. Das Teil sieht cool aus. ![]()
l.g.
Stefan
Vor kurzem war hier ein Thread wo einer meinte die sehen eigentlich fast aus wie Rotfußröhrlinge. Das finde ich auch von den Bildern her.
Hallo,
wäre schlimm wenn nicht, denn das Goldblatt gehört schon in den Verwandtschaftskreis von den Filzröhrlingen. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
also für ich ist die teilweise überängende Huthaut schon ein Argument für L. quercinum. Allerdings hatte alle meine Funde der Art rötliche Stielschuppen. Ich bin mir da wirklich unsicher.
Wo ist ein Röhrlingsexperte, wenn man mal einen braucht? ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
von meiner Seite kommt zwar auch kein Veto, aber starke Bedenken. Der Hainbuchenröhrling hat eine gelbolivbraune Hutfarbe, dagegen nie orangebraune Töne. Bei älteren Hainbuchenröhrlingen verjüngt sich normalerweise der Stiel zum Hut hin, und die Stielschuppen verlaufen auch meist parallel, was hier auch beides nicht zu sehen ist. Daher würde ich stattdessen die Laubwald-Rotkappe (Leccinum quercinum) vorschlagen, welche ja zur Eiche passt.
FG
Oehrling
Auch eine spannende Idee.
Allerdings hatte ich die wegen fehlender roter Stielschuppen ausgeschlossen. Darf die im Alter auch schwarze Stielschuppen haben? Im Falle von Leccinum quercinum müsste auch die Huthaut überhängen. Kannst du das bitte mal überprüfen Jan.
l.g.
Stefan
Hallo,
der Fuchsige stimmt. Die Grünblättrigen wahrscheinlich auch. Dein Ziegelroter kann auch sehr gut ein Grünblättriger sein. Ich mag mich aufgrund deiner Fotos nicht festlegen.
Deinen Rauchblättrigen halte ich eher für eine Psathyrella. Mir wirkt der Hut einfach flächenmäßig zu groß und zu dünnfleischig, der Stiel zu schmal und irgendwie die Fruchtkörper insgesamt zu zart und fragil. Außerdem passt der nun auch gerade wirklich nicht in die Jahrszeit. Der braucht noch 1,5 Monate im Regelfall.
l.g.
Stefan
Hallo,
der Hut ist mir nicht ausgebeult genug und auch zu schorfig. Besonders typisch ist der demzufolge nicht. + Aber das kann auch witterungsbedingt sein. Ansonsten kommt von meiner Seite kein Veto. ![]()
l.g.
Stefan
P.S. Ich gehe davon aus, dass du Hainbuchen (er)kennst. ![]()
Ach ja, wenn du magst, schick mir mal per PN eine Mailadresse von dir. Ich habe eine gewissen Liste gefunden, die du wolltest. ![]()
Hallo,
hier wäre wirklich wichtig gewesen zu wissen, ob der Geschmack bitterlich (Ziegelroter)oder deutlich bitter (Grünblättriger) ist. Ich mag mich auch zwischen beiden Arten anhand der Bilder nicht entscheiden.
Klar ist: einer von beiden ist es in jedem Fall.
l.g.
Stefan
Hallo,
Ditte erwähnt auf ihrer Website eine Form mit besonders viel weißem Velum. Ich denke das kommt schon ganz gut hin. Allerdings gilt meine Aussage solange, bis Helmut oder Ditte die revidieren. ![]()
l.g.
Stefan
Wenn ich raten müsste, dann würde ich denken, dass Phellinus ignarius s.l. (Grauer Feuerschwamm im weiteren Sinn) nicht so ganz falsch sein könnte.
Ähhm an Buche hab ich den allerdings noch nie gefunden.
Wäre sehr unwahrscheinlich. Möglich wäre ein Fom pini.
l.g
Stefan
Hallo,
hast du auch Bilder?
Was du beschreibst, kann alles und nichts sein.
l.g.
Stefan
edit: Ahh Bilder nun da. Das ist der Nadelholzbraunporling Phaeolus spadiceus/schweinitzii.
Hallo Harald-Andres,
schöne Funde und wieder mal wunderschön dokumentiert. Zu den Cortinarien sag ich mal nix. Dafür hab ich zu wenig Ahnung. Zu deinem Ritterling möchte ich noch kurz eine Anmerkung machen.
Nach derzeitig aktuellsten Erkenntnissen (sprich FNE 4;)) wird T. pseudonictitans mit T. fulvum synonymisiert. Macht aus meiner Sicht auch Sinn. Ist für dich nur zur Info gedacht. Du wolltest ja Rückmeldungen von uns. ![]()
l.g.
Stefan
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Hallo Martin,
ich habe nicht geschrieben dass ich so sicher bin, sondern, dass es mir scheint.
Der Fundort spricht schon mal ganz klar dagegen und der gesamte Habitus, insbesondere was man noch vom Stiel erahnen kann.
Alles andere ist hier spekulativ!
Grüße
Harald
Hallo Harald,
besten Dank für Deine Antwort.
Fundort ist klar und in diesem Fall eines der schlagendsten Merkmale, diese hoch spekulative (weil kurz vor dem Exitus) Spezies zu bestimmen.
Das mit dem gesamten Habitus ist wohl ein Erfahrungswert, den man sich über viele Jahre aneignet. Das lernt man wahrscheinlich nur, wenn man bereits viele Champignons gefunden hat und sie in den eigenen Händen hält.
Ist wohl noch ein weiter Weg für mich, hier Aussagen bei Bestimmungsanfragen tätigen zu können :shy:
Naja, ich versuch mich lieber weiterhin daran, so gut es geht meine eigenen Funde benennen zu können.
Liebe Grüße,
Martin
Hallo Martin,
na ja. Ich hatte letztes Jahr das Glück einen Wiesenchampignon zu finden. Die sind hier in Dresden nicht so häufig und ich beschäftige mich nur selten mit der Gattung; bzw. nehme ich selten Funde mit. Da gibts für mich spannenderes. Kurz: Wiesenchampignons sind recht klein und zierlich, haben einen vergänglichen Ring udn meist eine zugespitze Stielbasis. Heidis Fund oben ist zu kräftig, zu robust für die Art.
A. bitorquis halte ich für möglich; allerdings muss ich Harald recht geben. So was sollte man stehen lassen. So was bestimmen zu wollen hat mehr was von Kaffeesatzleserei als mit seriöser Pilzbestimmung zu tun.
Heidi: Ist nicht böse gemeint. Ab einem gewissen ERfahrungsschatz, den du sicher bald haben wirst, kannst du einschätzen ob es die Mühe für eine Bestimmung auch wert ist. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
das wird dir keiner sagen können, denn dazu braucht es schon Nahaufnahmen. Man sieht ja fast nix auf den Bilder. Zudem scheint dein Fund noch sehr jung zu sein. So junge (vermeintliche) Baumporlinge zu bestimmen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Sei bitte so gut und stelle Nahaufnahmen ein.
Falls du zukünftig weitere Anfragen einstellen möchtest, dann mach auch bitte folgende Angaben. So was erleichtert die Bestimmung ungemein. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
ich bin kein Hebeloma-Experte, deswegen kann ich zu deiner Bestimmung nicht viel beitragen. Aber wenn du das mit dem neuen Fungi-Europaei Hebeloma-Werk abgeglichen hast und alles passt, sehe ich formal keinen Grund deine Bestimmung anzuzweifeln. ![]()
Hast du dir das neue Hebeloma-Werk gekauft? Ich hab den Westerholt und bin mit dem auch sehr zufrieden. ![]()
Noch ein Wort zu 123-Pilze. Da waren noch vor wenigen Jahren einige Fehlerchen drin. Inzwischen wurden viele davon korrigiert. Trotzdem sollte dort nicht alles blind geglaubt werden, was da steht; ebenso in Wikipedia. Ein weiterer Grund für die unterschiedlichen Synonymisierungen sind auch darin begründet, dass diese erst auf neuesten Ergebnissen basieren. Da hinken IF und Mycobank hinterher. Also nicht wundern, wenn in deinen Büchern was anderes steht als im Netz. Das ist normal und wird dann auch nach einiger Zeit auch im Netz korrigiert. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Uwe,
Nach meinem Wissensstand trennt man die nach Substrat (Wenn man trennen will)
Marasmius rotula auf Buchenästchen in der Laubschicht
Hallo,
ich glaube die Art ist nicht nur auf Buche beschränkt; Laubholz aber passt allemal.
l.g.
Stefan
Hallo,
ich bin tendenziell für das Laubstreu-Käsepilzchen; Marasmius bulliardii (sofern dort wirklich kein Nadelstreu am Fundort war). Der Halsbandschwindling wird etwas größer und hat ein ausgeprägteres Kollar.
l.g.
Stefan
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Hallo,
es ist ein Braunsporer, wenngleich der Abwurf spärlich ist. Heute, nach 24 Stunden halbgetrocknet in der Dose, riecht er für mich deutlich nach Schokolade. Später setzte ich mich ans Mikroskop.
Danke bis dahin.
LG, Dieter
Hallo,
Schokolade passt super zu Hebeloma. Da hat Ulla wieder mal einen verdammt guten Riecher gehabt. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Ingo,
danke für deine Ergänzungen. Klingt auch sehr spanend. Nur leider braucht man in solchen Fällen auch einen Stromanschluss.
l.g.
Stefan
Hallo Kerstin,
ja genau. Bei der nächsten lege ich das verschimmelte Brot direkt neben den Steinpilz.
Natürlich hast du vollkommen recht. Es wäre sowieso recht interessant mal für einige Besucher auch solche Pilze zu zeigen. Alternativ einen Camembert vorher kaufen oder einen Roquefort-Käse.
Ich hatte mich schon geärgert, dass ich am Vortag zur Pilzausstellung keine Bäckerhefe gekauft habe; oder 1-2 Flaschen Bier. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
stimmt Ulla;
Hebeloma gefällt mir für den Pilz optisch sehr gut. Schade, dass die Geruchsangage "fruchtig" nun nicht unbedingt zu den Hebelomen passt.
l.g.
Stefan
Hallo Volkmar,
danke für die Info. Hätte mir ja denken können, dass es sich dabei um Eckart handelt. ![]()
l.g.
Stefan
