Hallo Alisa,
wieder mal sehr schöne Bilder. Freut michnsehr, dass du wieder mal ein paar online gestellt hast. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Alisa,
wieder mal sehr schöne Bilder. Freut michnsehr, dass du wieder mal ein paar online gestellt hast. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Jörg,
sehr fein; so was macht Mut. Schade, dass du den Schleierling nicht näher unersucht hast. Hattest du spaßeshalber mal den Hut befeuchtet? Wurde er dann schleimig? Der sieht mir so verdächtig nach einer Phlegmacie aus. Da erwachsen gewisse Gelüste bei mir; z.B. deinen Fund in KOH zu baden. ![]()
l.g.
Stefan
P.S. das macht Hoffnung auf die Sachsentagung. ![]()
Hi Nobi,
schöner Bericht.
Nur kurz zu deinen Röhrlingen. Der Netzstielige sollte passen.
Ich hatte auch eine Rothütige Form auf der DGfM-Tagung. Teil 3 von dem kann ich aber erst Anfang nächster Woche einstellen.
Dann zu deinem X. ripariellus-Problem. Ja der hat so einen roten Hut. Ich hab den auf der Boletus-Tagung vor 2 Jahren gefunden und hatte damit den Erstnachweis für Sachsen-Anhalt. Der hat damals im Schnitt sehr stark geblaut; dein Fund tat das nicht. Allerdings sollte X. rubellus rote Pünktchen in der Stielbasis haben und dein Fund hat in der Basis komplett rotes Stielfleisch.
Ich bin jetzt kein Experte aber wenn ich das rein makroskopisch betrachte, könntest du einen rothütigen Fund von einem anderen Rotfuß da gemacht haben. X. porosporos und X. pruinatus haben auch rothütige Formen. Anhand der Stielbeschaffenheit (und ohne starkes Blauen) im Schnitt wäre ich für X. chrysenteron.
Das alles ist nur Spekulation, denn wenn man da wirklich sicher gehen will, braucht man schon die Huthautbeschaffenheit und den Sporenquotienten. Ich weiß von meinem Fund damals noch, dass Toffel da in Zusammenarbeit mit Thomas Roedig da einiges angestellt hat, um den abzusichern zu bestimmen.
Pablo, Toffel Jürgen Schreiner oder Thomas Roedig wären da kompetentere Ansprechpartner als ich. :shy:
l.g.
Stefan
Hi,
passt. ![]()
l.g.
Stefan
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... als Pilze noch Fruchtkörper bildeten.
Na, na, Nando.
Pilze bilden ganzjährig Fruchtkörper, zumindest die gaaanz Kleinen.![]()
Wenn an Großpilzen nichts wächst, sucht man halt nach den Zwergen - den Pyrenos oder den Ingopilzen.
Ist das nichts für Dich?
Fototechnisch sollte das kein Problem sein.
Ich habe übrigens noch nie so tolle Aufnahmen vom Kurzsporigen Röhrling gesehen, genau genommen habe ich den überhaupt noch nicht gesehen, wie sicher fast alle hier im Forum (und nicht nur hier!).
Ich hoffe, diese Rarität ist kartiert und bei MYKIS hinterlegt.
LG Nobi
Hallo Nando,
dem kann ich mich nur anschließen.
Übrigens kann ich zu Nobis Aufzählung noch was ergänzen; namlich die Phytos.
Die haben dieses Jahr hochsaison; insbesondere was Mehltaue und Rostpilze angeht. Zudem habe ich auch schon in dem Bereich sächs. Erstnachweise gesammelt (alles unterkartiertes und häufiges Zeug; Melampsora allii-populinum z.B.).
Außer Friedemann und mir kartiert die ja auch in Sachsen kaum jemand; wäre auch für dich ein spannendes Betätigungsfeld.
l.g.
Stefan
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Hallo, Cleoluka!
Mein Vorschlag: Beringter Flämmling (Gymnopilus junonius).
LG, Pablo.
Hallo,
ja das war auch mein spontaner Gedanke. Feines Pilzlein. Immer wieder hübsch. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo,
deine Raupe könnte auch ein Engerling sein.
l.g.
Stefan
Hallo Stefan,
sollte dein Vorschlag nicht einen genatterten oder zumindest beflockten Stiel haben? Das kann ich bei Grafei's Fund nicht erkennen aber wer sieht schon bei den grauen Scheidenstreiflingen so richtig durch
.
VG Jörg
Hallo,
was meinst du, wie oft ich den Zweifarbigen schon gemeint habe gefunden zu haben. Bisher noch kein Mal. War immer A. submembranacea. ![]()
Letztens hatte ich sogar einen mit olivfarbenen Hut; ähnlich dem Grünen Knolli. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Jürgen,
danke für deine tolle, hilfreiche Erklärung.
l.g.
Stefan
Hallo,
ein Phellodon sollte es schon sein. P. melaleucus würde ich nicht ausschließen. Allerdings kenne ich mich in der Gattung zu wenig aus, als dass ich da was konkretes zu beitragen könnte.
Was du auf alle Fälle machen solltest: Die Sporen mal fotografieren (das Ornament ist wichtig) und die messen...
l.g.
Stefan
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Hallo,
vergleiche deinen Fund einmalmit dem hier:
http://www.123pilze.de/dreamhc…gerScheidenstreifling.htm
VG Jörg
Hallo,
da kommen aus meiner Sicht noch 1-2 andere in Frage. A. submembranacea wäre da auch noch eine nicht ganz schlechte Option.
l.g.
Stefan
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Hallo.
Einen Egerling kannst Du ausschließen.
Der hätte u.a. freiE Lamellen.
LG
Reinhard
Hallo Grafei,
der hätte vor allem im jungen Zustand rosa Lamellen und im Alter braune. OB die Lamellen am Stiel angewachsen sind, kann ich bei dem überbelichteten Bild leider nicht erkennen.
Ich wäre bei deinem Fund vielleicht bei einem Leucoagaricus, einer Lepiota oder Cystolepiota oder so was.
Auf alle Fälle sollte dein Fund zur genauen Bestimmung mikroskopiert werden.
l.g.
Stefan
Hallo,
ich kann mich da Ralf nur anschließen. Die Entscheidung war sehr knapp und was erschwerend hinzukommt, dass die Bilder insgesamt immer mehr qualitativ hochwertiger werden. Das stellt mich als Jury-Mitglied teilweise ganz schön an arge Probleme. Wenn z.B. 10 von 15 Bildern verdammt gut sind und eigentlich alle den Sieg verdient hätten, ist es manchmal nicht leicht diese zu bewerten. Eigentlich müsste ich den Bildern jeweils 10 Punkte geben, aber dann suche ich bei jedem Bild dann doch das "Haar in der Suppe" und nur, wenn ich keins finde, bekommt es 10 Punkte...
l.g.
Stefan
...ist aber durchaus nachvollziehbar... Danke, Stefan, für den Tipp!!
Na ja, wenn derzeit was umbenannt/umgruppiert wird, dann meist aufgrund von Sequenzierungsdaten. Meist ist das dann aber auch gerechtfertigt; zumindest dann, wenn neben den Sequenzen auch noch morphologische oder andere Unterscheidungen bestehen.
l.g.
Stefan
Hallo,
ich sehe das eigentlich eher positiv. Wenn die ThaM dahintersteht, haben die sich bestimmt auch Gedanken dazu gemacht. Ich meine, was soll denn schon dort große gefunden werden. Meist werden doch eh nur die häufigen (G. applanatum, Fompini, FomFom...) gefunden/gesehen; also so what.
l.g.
Stefan
Weißt Du zufällig, aus welchen Gründen man aus Monilia sitophila eigentlich Chrysonilia gemacht hat?
Hallo Eberhard,
nein, das weiß ich nicht.
![]()
Kann man das nicht irgendwo nachlesen??
Hallo,
wir können gern die neue Standardantwort auf die Frage bemühen. Hat sich bei der Sequenzierung so ergeben. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Jan-Arne,
auch wenn ich asu Zeitgründen nicht mitgemacht habe. Das Rätsel ist klasse.
Danke für die Mühe, die du da reingesteckt hast.
l.g.
Stefan
Hallo Stefan,
I.stellatospora war also die Überraschung die du mir telefonisch angekündigt hast....
den hatte ich letztes Jahr bei mir auch und von Ditte bestimmen lassen müssen
Hallo Björn,
nein, das sollte eigentlich der/die Callistosporium sein.
Die I. stellatospora hat einfach nur hübsche Sporen. ![]()
Hallo ihr anderen,
@ Tuppie:
Wo nimmst du nur die Ideen her?
@ Mausmann: Fomrosi wuchs an Nadelholz; Fichte oder Tanne. Da wuchs beides.
l.g.
Stefan
Hallo ihr lieben,
nach dem tollen ersten Tag, sind einige von uns gleich am nächsten Tag nochmal hingefahren.
Dass dieses Exkursionsgebiet nochmal angeboten wurde, dafür gabs 2 Gründe:
1. Es gingen die feuchten Exkursionsgebietsideen aus. :shy:
2. konnten einige am ersten Tag nicht mitkommen.
Also was lag da für uns näher. Diesmal haben wir (Björn, Karin, Tomentella-Frank, Peter Karrasch, Janett (hab ich zu einem Fachberaterkurs kennengelernt) und ich) uns den wesentlich trockeneren Teil; jenseits der Straße umgesehen. Also auf keinen Wegen, sondern mitten durchs Totholz. An 2-3 Stellen war auch kein Vorankommen mehr. Es war teilweise wirklich sehr anstrengend sich durchs Unterholz zu kämpfen. Erfahrungsgemäß konnte ich an diesem Tag meine geliebten "Inocybchen" nicht finden. Obwohl, das stimmt nicht ganz eine aus der Lanuginosa-Gruppe konnte ich finden. Zur Erinnerung: die sehen alle ungefähr so aus. ![]()
Leider ging die auch bei Entnahme kaputt. Trotzdem habe ich die mir nachmittags angesehen und betimmen können. Es gab da eine große Überraschung. Ich komme aber später nochmal darauf zurück. ![]()
Der absolute Sensationsfund des Tages (zumindest für mich; Frank könnte das etwas anders sehen; er hat da richtig krasses Rindenpilzeugs gefunden;)) ist dieses kleine unscheinbare Pilzchen an Eibe (wahrscheinlich; auf alle Fälle aber Nadelholz).
Auffällig waren die extrem olivfarbenen Lamellen und der dunkle Hut; zudem noch dieser gedrungene Wuchs und fehlender Geruch.
Komisches Ding.
Muss ich das kennen?
Konnte das spontan in keine Gattung oder sonst was einordnen. Ich hab mal Björn und Peter gefragt.
Die meinten es wäre eine Callistosporium-Art. Hab noch nie was von der Gattung gehört.
Natürlich habe ich mich auch mal schlau gemacht. Die Gattung ist durch den braunen Hut, Lamellen mit olivfarbenen Tönen gekennzeichnet. Eine sehr hübsches Alleinstellungsmerkmal gibts natürlich. Die Lamellen werden mit KOH violett. Meinen Fund konnte ich mit der Funga Nordica anhand der Sporengröße (3-4 x 2-3 µm) als C. pinicola bestimmen. Bitte seid nicht verwundert. In einigen Werken wird der auch als Callistosporium luteoolivaceum var. minor geführt. Auf alle fFlle ist das was richtig seltenes. Björn meinte, dass er noch keinen Vertreter der Gattung gesehen hatte.
Peter hat uns dann noch ein hübsches, fotoggenes Fotomotiv gebracht. Mycena renati (Gelbstieliger Helmling) ist wirklich ein hübsches Pilzchen.
Ein weiterer Grund für die Plakerei war das Versprechen auf FomRosi.
Den kenne ich bisher auch noch nicht. Dabei ist der so schön rosa.
Hier ist er endlich Fomitopsis rosea.
(das 2. Bild ist leider etwas verwackelt :shy: ).
Xylaria longipes mal besonders fotogen.
Auch mal interessant. Ein resupinater Pilz/Porling, der beim ankratzen schön blutrot wird; Physisporinus sanguinolentus. Ich hoffe, dass ich den richtig benamst hab/kein Misverständnis vorliegt. Frank hat mir am Telefon gerade noch den Namen genannt.
Auch immer wieder hübsch; Auriporia aurolenta der Duftende Goldporling. Die komische Wuchsform erklärt sich, dass der resupinate Porling hier einen Aststummel überwachsen hat. Auf jeden Fall auch ein schöner goldiger Fund.
Hier mal ein paar Eindrücke, durch welche Widrigkeiten wir uns an dem Tag durchkämpfen mussten.
Zurück im Kloster hatten wir eine kleine Überraschung. Irgendjemand konnte tatsächlich den SATAN
ins Kloster schmuggeln.
Ok war nicht allzuschwer. Ist noch ein kleiner Satan; obendrein leider etwas lädiert. ![]()
Später hatte Björn noch seinen Workshop über Ascos. Ich hatte das Glück, dass ich alle 3 angebotenen Workshops von Björn, Jule und Ditte besuchen konnte.
Verabschieden möchte ich mich mit der Inocybe. Als ich die unterm Mikro hatte, staunte ich nicht schlecht. Die Sporen sahen wirklich aus, wie kleine Mini-Sterne/Sonnen. Allerdings konnte ich I. asterospora und I. calospora ausschließen. Mit der Funga Nordica konnte ich meinen Fund als Inocybe stellatospora bestimmen. Der Abgleich mit Dittes Webseite erfolgte natürlich. Die Sporen- udn auch Zystidenform sind markant für die Art.
Noch 1-2 Worte zu Ditte. Sie hat mich wirklich während der gesamten Tagung sehr unterstützt. Ich zeige ihr Funde und sie sagt. "Mach mal; kriegst du raus. Morgen reden wir drüber." War auf alle Fälle eine große Unterstützung für mich. Ansonsten hab ich ihre Bestimmungskünste erlebt. Sie besieht sich den Pilz, riecht dran und benamst ihn sofort.
Das fand ich wirklich beeindruckend.
Teil 3 in einem separaten Thread folgt.
l.g.
Stefan
Hallo,
zu dem würde ich nix konkretes hinsichtlich Artbestimmung sagen, da einfach zu jung. Zudem muss bei einigen Amaniten zwingend mikroskopiert werden; insbesondere bei den Scheidenstreiflingen. Auf alle Fälle ist das schon eine hübsche Laune der Natur. Ich denke, dass das sternförmige Aufreißen eher der Trockenheit oder sonstiger widriger Umwelteinflüsse geschuldet ist.
l.g.
Stefan
Hallo ihr lieben,
erstmal danke für das Lob/Rückmeldungen.
Kozaki: Ich weiß gar nicht, inwieweit die Elaphomyces-Arten (Hirschtrüffel) unter Schutz stehen? Ich für meinen Teil grabe Hypogäen zu Kartierungszwecken natürlich aus; sofern ich denn mal welche finde. ![]()
Harald + Mausmann: Ich schrieb ja schon oben, dass fotografieren aufgrund der recht widrigen Lichtverhältnisse schon einiges an Schwierigkeiten bereitet hat. Das sollte ja auch keine Bestimmungsanfrage sein, sondern ein (Exkursions)Bericht. Da ist es auch mal legitim, dass ich einfach ein hübches Motiv fotografiere.
Nun zum Porling: Eine Ganoderma kann ich natürlich nicht ausschließen; allerdings fällt mir keine mit dieser extrem dunklen und ungezonten Hutoberseite und rel. weicher Konsistenz ein.
sarah: tröste dich. Dafür hab ich fast alle megatollen Mittelmeerpilze, die du hier so einstellst, noch nicht finden können. Bin unlängst über deinen Fundbeitrag von Boletus lupinus "gestolpert". Das macht hier fast die ganze Pilzcommunity neidisch. Ich finde du klagst da ganz schön auf hohem Niveau.
Aber mal im Ernst: Trompetenpfifferlinge und Stachelbeertäublinge sind häufig und die gibts in jedem einigermaßen guten Fichtenwald.
@Pablo: Ich hab keine Ahnung. Ich hab lediglich ie Fruchtkörper fotografiert. Weitergehende Gedanken habe ich mir da aufgrund von viel zu vielen eigenen "Bestimmlingen", bzw. Termindruck nicht machen können.
l.g.
Stefan
Hallo,
nach den ersten 2 Tagen ging das wissenschaftliche Vortragsprogramm los. Im Laufe des Sonntags kamen die besagten Studenten und ihre Dozenten. Dadurch bekam die Tagung noch mehr "Würze". Im Laufe der Zeit habe ich mich auch mit einem von Ihnen angefreundet. Wir hatten sehr interessante, erfrischende und teilweise auch sehr philosophische Gespräche geführt; insbesondere auch außerhalb der Mykologie. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür Max. ![]()
Am Montag (12.9.) ging ein Run auf ein bestimmtes Exkursionsgebiet los. Bei der Vorstellung der Exkursionsgebiete wurde es auch von Peter Karrasch entsprechend beworben. Erwartungsgemäß war der Bus auch bis auf den letzten Platz belegt.
Es ging in den Eibenwald bei Paterzell, dem vielleicht noch einzigsten Eibenwald Deutschlands; mit teilweise sehr alten Eibenbeständen. Daneben waren da noch Buchen, Tannen, Fichten, einige sehr wasserreiche Bäche und demzufolge war es sehr feucht, bzw. sumpfig. Leider waren die Belichtungsverhältnisse an vielen Stellen sehr ungünstig, so dass einige Bilde verwackelten oder farbstichig waren.
Trotz dieser äähm leichten Widrigkeiten waren die Funde (Seltenheit und Fülle) enorm.
Björn kam übrigens auf über 1400 Fotos während der gesamten Tagung. Das ist Rekord. Hier mal ein Beweis. Er knipst schneller als sein Schatten.
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Diesmal wieder mit einem seltenen Fund. Lentinellus castoreus hab von dem noch nie gehört. Auf Deutsch: Filziger Zähling.
Am Fuß der ältesten Eibe im Gebiet, die vor 5 Jahren einem Brandanschlag zum Opfer gefallen war
, (es steht da jetzt "nur" noch ein toter Stammteil), konnte ich endlich was gescheites finden. Es gibt doch nix über meine Lieblinge.
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War wieder ein Erstfund. Durch einen Hinweis von Ditte hatte ich den dann in der Nachbestimmung sehr schnell raus. I. lanuginosa; GPBW unterscheidet da noch einiges an Variationen. Ich komme mit dem GPBW-Schlüssel auf I. lanuginosa var. ovatocystis; FN nennt den Pilz I. lanuginosa = I. ovatocystis. Ist aber auch nicht so wichtig. Pleurocystiden vorhanden; Cheilos recht kurz und gedrungen; eiförmig. Das sind die markanten Merkmale.
Folgender Pilz wurde von Tomentella-Frank angekündigt:
Amylostereum laevigatum; kann auch an Taxus (Eibe) vorkommen; meist aber an Wachholder (Juniperus) zu finden
Hier sind nicht ganz so verwackelte Bilder. :shy:
Für diese Tour habe ich mich Karin Pätzold äähm angeschlossen oder besser gesagt wir waren plötzlich allein.
War mir auch sehr recht. Karin ist eine sehr sympathische und eine gute und kompetente Gesprächspartnerin. Ich habe die Zeit, die wir auch teilweise mit Björn zu dritt verbracht haben sehr genossen.
Es ging mäßig los:
Ischnoderma benzoinum Nadelholz-Harzporling (wohl eher nicht und Frank hat den auch nicht bestimmt) Auf alle Fälle sah der fotografierte Porling interessant aus. Trotzdem hatten wir an dem Tag auch sichere Funde von Ischnoderma benzoinum; bisher hatte ich seinen "Bruder" immer nur an Laubholz. Ob und wie beide Arten zu trennen sind, wusste auch Frank keine abschließende Antwort. Er trennt so:
an Laubholz: I. resinosum
an Nadelholz: I. benzoinum
Russula queletii (Hutfarbe darf auch mal braun sein; war aber trotzdem am markanten Stachelbeerkompottgeruch zu erkennen; deutsch: Stachelbeertäubling). Es hat sich auch während der Tagung immer mehr folgende Begrifflichkeiten herauskristallisiert:
"auf Schlau" und "auf Dumm". ![]()
Romantischer Waldweg
Es wird langsam besser: Die Trompeten von Jericho. ![]()
Hier hatte ich noch die Hoffnung, dass der nicht rötet und ich endlich I. corydalina finden darf; aber nein, den Gefallen tat er mir nicht; wieder "nur" I. fraudans. ![]()
Am Fuße dieses tollen Bachlaufs hatte ich einen neuen pers. Erstfund:
Inocybe nitidiuscula (leider nicht fotografiert) hier und hier könnt ihr euch aber umfassend informieren.
Kurze Zeit später sah ich von der anderen Seite des Baches sehr große und iwie merkwürdige Tropetenpfifferlinge rumstehen. Das war mein Überraschungsfund des Tages:
Goldstielige Leistlinge Craterellus lutescens
Später fand ich dann noch das (2 Fruchtkörper direkt nebeneinander; Geruch rettichartig):
![]()
Ich war mir nicht sicher. Inocybe ja oder nein. Hin und her überlegt. Die Dinger haben doch auch ne Menge von einer Hebeloma (Fälbling).
*grübel* Als ich die beiden später Ditte und Bernd zeigte, waren die sich auch nicht sicher. Das beruhigt ungemein. ![]()
Der Fruchtkörper mit den weißen Lamellen ist steril, deswegen sind die Lamellen auch weiß. Ich kann nun auch auflösen: Ditte hat den Fund mit I. flocculosa bestimmt (als was sonst). Den hat sie auch in Ihrem Vortrag nochmal erwähnt. Der kann makroskopisch sehr variabel sein. Ultimatives Chamäleon halt. ![]()
Karin hat auch noch einen sehr schönen Fund gemacht:
Zungenkerneule Elaphocordyceps ophioglossoides
Natürlich, so wie sich das gehört auch mit entsprechender Hirschtrüffel dran. ![]()
An einem toten stehenden Stamm einer Tanne:
Tannenfeuerschwamm Phelinus hartigii
Auf dem Rückweg trafen wir auch wieder unsere Berliner Pilzfreunde
und nicht nur die, sondern auch St. sanguinolentum (Blutender Nadelholzschichtpilz). ![]()
Wir haben uns auch von einem alten Fenchelporling in die Irre führen lassen. Der sah so sehr nach einem Phelinus aus. Frank hat uns gleich auf den Fehler aufmerksam gemacht.
Der Beschleierte Zwitterling Nyctalis parasitica ist auch dieses Jahr im Dresdner Raum nicht selten
Nachmittags ging im Kloster die Vortragstagung los. Über das Plakat konnten Björn und ich nur einfach lachen. Scheint eine neue Pilzart zu sein. The Common Sampling
(für die nicht ganz englischsprachigen Versierten unter euch Sampling=Probennahme) Wenn der Wortwitz so beabsichtigt war, ist das genial. Auch scheint es zukünftig Mode zu werden, die Pilze mit einem Kescher zu fangen. Interessante Ansätze.
![]()
In der Pilzaustellung haben die anderen Gruppen auch schöne Sachen gefunden.
Amanita ceciliae
Hemitrichia serpula
Josef Christan hat noch einen sehr schönen Fund gemacht: Die Schleiereule Cortinarius praestans.
Leider haben wir insgesamt zu wenig Phlagmacien und Kalkboleten finden können. Trotz der widrigen Umstände haben wir teilweise sehr tolle Funde machen können, bzw. werden wir noch machen.
Ich will nicht undankbar erscheinen. Am nächsten Tag werde ich was wirklich tolles finden.
Ihr dürft gespannt sein.
l.g.
Stefan
P.S. Zur vermeintlichen Ischnoderma als Klarstellung: den hat Frank nicht bestimmt. Ich hab das oben unglücklich geschrieben. Die Korrektur sollte jetzt aber passen. Inzwischen bin ich auch der Meinung, dass Ischnoderma beim Bild nicht ganz passt. Sorry für das Misverständnis. :shy:
Alles anzeigen
Danke Stefan,
das ist ja schon viel mehr als ich erhofft hatte.
Och, der arme Pilz, woher kommt denn so eine Missbildung?
Trockenheit?
LG Hukos
Möglich. Da hab ich keine Ahnung. Ich da leider nicht Pilz genug, um die zu verstehen. ![]()
Hallo,
Geruch salatgurkig. Das kann ein verkrüppelter Schuppiger Porling (Polyporus squamosus) sein. Der Geruch kommt zumindest hin. Aber sicher bin ich mir natürlich (auch wegen des Kunstlichtbildes) nicht.
l.g.
Stefan
Jan-Arne, verrätst Du uns wieder die Zahl der 60% und 80% - Schwellenüberschreiter
Du bist aber auch neugierig. Aber dann mache ich doch am Ende die Überraschung kaputt...
Ich sag mal so. 11 sind über 50%, 2 haben sich die 90% geschnappt und es gibt heute ein grooooßes Mittelfeld von 55 - 75%.
Ja das stimmt. Die Überraschung ist jetzt kaputt. ![]()
