Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Dieter,


    wie Öhrling schon schrieb:


    Den dort beschriebenen KOH-Test (20-40%ig) mache ich bei Phlegmacien immer. So ist mir die türkis-farbene Rekation bei C. infractus aufgefallen, die auch Öhrling schon erwähnte.


    Problem dabei: diese Türkisfärbung ist bisher nirgends dokumentiert.


    Als positiv wird in der Funga Nordica für Phlegmacien meist auf dem Hutrand und/oder Stielknolle (Knollenoberseite beim Stielansatz und Knollengrund) eine Rot- bis Rosafärbung und in der Stieltrama einen gelben Fleck; ggf. auch nur einen Fleck mit gelbem Rand. Keine Färbung, bzw. eine Bräunung nach KOH-Behandlung gilt als negativ.


    Nachweis von Dermocyben: Oehrling hat dazu schon was geschrieben. Die Pigmente lassen sich mit Brennspiritus aus dem Fruchtkörper herauslösen. Dazu reicht es etwas Küchenkrepp mit Brennspiritus zu tränken und den fraglichen Fruchtkörper für 3-4 Stunden aufgeschnitten daraufzulegen. Problem an der Sache ist, dass es auch Leprocyben gibt, die das auch können. Wenn man wirklich mit dem Nachweis eine Dermocybe von einer Leprocybe unterscheiden, muss ein Farbumschlag der Parbpigmente unter Ammoniakdampf stattfinden. Dazu einfach die Ammoniakflasche öffnen und das Küchenkrepp daüber halten. Das passiert bei Leprocyben nie.


    Der Nachweis für die Telamonien mit der Braunfärbung auf dem Hut (KOH): Davon ist in der Funga Nordica nichts erwähnt; wohl aber bei "Grundkurs Pilzbestimmung", das ich nicht habe, und im Gerhardt z.B.
    Das Problem an der Sache ist, dass die Autoren der Funga Nordica Telamonien und Sericeocybe zusammengelegt haben.
    Grund: Laut Defiinition für die Sericeocyben gibt es keine hygrophane Arten in der Untergattung (Gerhardt und Aussage von Andreas Gminder). Ich habe aber in meinem Märchenwald einen hygrophanen, für mich nicht bestimmbaren, Dickfuß stehen (und es gibt da wohl noch ein paar mehr), so dass dieses Konstrukt mit der Trennung der Dickfüße und Gürtelfüße sehr stark hinkt. Man kann es auch umgekehrt sehen. Wasserköpfe sind hygrophan und haben per Definition dünne Stiele. Nun gibt es aber hygrophane Dickfüße...


    Ich finde die Zusammenlegung der Untergattungen aus diesen Gesichtspunkten nachvollziehbar und logisch.


    Ansonsten kann ich dir nur raten Dieter, dass du dir die Funga Nordica zulegst (soll bald wieder erscheinen) und selbstständig anfängst mit schlüsseln. Was anderes haben wir beim Cortinarien-Kurs bei Andreas auch nicht gemacht.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    also ich kann nicht sagen, was das ist. Ich vermute mal Mastformen von Filzröhrlingen (Ziegenlippenverwandtschaft); aber Sommersteinpilze sind das nicht; dafür sind mir auch die Stiele außen viel zu gelb.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    hast du den mal am Stiel angekratzt, bzw. der Länge nach halbiert. Ich würde wetten, dass er sich an Verletzungsstellen orange verfärbt.


    Auch wenn es ein Riesenschirmling sein sollte, würde ich den nicht als Parasol im direkten Sinne einordnen; wohl eher als eine nahe verwandte Nachbarart.


    Mein Favorit bleibt aber erstmal natürlich Chlorophyllum olivieri; der Olivgrüne Safranschirmling.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ja die Bilder sind wirklich große Klasse. :thumbup: :thumbup: :thumbup: Da gibts nix. Da kann sich so manch anderer Forumler noch ne Scheibe abschneiden; inkl. mir. :shy: Dennoch 1-2 Anmerkungen zu euren Bestimmungen.


    Die rötlichen Lacktrichterlinge: Schreibt da bitte in Zukunft Laccaria laccata s.l. Die rötlichen Lacktrichterlinge (und da gibt es einige) lassen sich nur mikroskopisch trennen.


    Euer Parasol ist leider keiner. Die Stielnatterung fehlt mir da etwas und auch die Hutschuppung ist mir für die Art zu spärlich. Anhand des Bildes kann ich aber nicht sagen, ob es M. rhodosperma oder M. mastoidea ist. Es ist vielleicht auch nicht so schlimm, dafür ist es künstlerisch sehr schön geworden. :)


    l.g.
    Stefan

    Hallo Dieter,


    ich hab mal angefangen mit Schlüsseln. Allzuweit bin ich nicht gekommen. Das Hauptproblem sind die Geruchsangaben. Schon bei einer Schlüsselfrage bin ich geschietert: fruchtiger Geruch in den Lamellen. Ich hab denen mal unterstellt, dass die nicht fruchtig rochen.


    Dann nächste wichtige Frage: Was für Begleitbäume waren da? Laub-, Fichte, Kiefer?


    Das ist sehr schwer für jemanden zu schlüsseln, wenn man nur die Bilder hat. So was geht nur, erst recht bei den Telamonien (inkl. Sericeocybe), wenn man die Pilze selber in der Hand hat.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Nobi


    danke. :thumbup: Genau auf solches Material hab ich gewartet. :thumbup: :thumbup: :thumbup: Morgen check ich das nochmal und dann wirds "eingetütet". Drück mal bitte die Daumen, dass auch der Risspilz für Ditte was besseres ist. ;)


    Ansonsten na ja. Dieses Jahr habe ich wohl ein besonderes Händchen für seltene Funde; bzw. die Bestimmung seltener Funde anderer. :shy:


    l.g.
    Stefan


    Hallo Hartmut,


    es ist der Herbstrotfußröhrling.
    Bei uns im Erzgebirge gibt es sie momentan in Massen!


    Viele Grüße vom Brätling


    Hallo,


    so was sollte immer mit Schnittbild entscheiden werden, zumal für einen Herbstrotfuß tendenziell mir der Stiel zu rot ist. Ich denke da eher an X. chrysenteron, bzw. X. cisalpinus. ein Rotfuß aber ist das allemal.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan,


    genau das wäre auch mein Tipp gewesen, auch wenn ich die Art nicht aus eigener Anschauung kenne ;) . Ich weiß nicht, ob mit solch riesigen Sporen noch etwas Anderes in Betracht kommt, aber die Beschreibungen passen ganz gut.


    Liebe Grüße,
    Florian


    Hi,


    kannst du mir bitte Literatur zu dem nennen, bzw. ggf.schicken? Mich würde es sehr interessieren.


    l.g.
    Stefan


    edit: danke Mausmann für den Link. Das einzige Problem, was ich noch sehe, dass die Sporen, welche ich gemessen habe, deutlich größer waren als bei dem Link angegeben.


    Hallo Stefan,


    stehen da zufällig Eichen herum? Und haben die Asci Haken? Röten die Apothecien bei Verletzung?


    Liebe Grüße,
    Florian


    Hallo Flori,


    danke für deine Antwort. :thumbup: Eichen standen da. Haken habe ich keine gesehen, hab aber auch nicht explizit danach gesucht. Eine Röten habe ich auch nicht beobachtet. Wie lange dauert so was, bis sich da was tut? Zumindest bei der Präparation und 15 min danach, war nix zu sehen.


    Ein sehr versierter Pilzfreund aus Sachsen hat mich angeschrieben. Er meinte, dass es sich bei dem Becher um Phaeoleotium geogenum handeln könnte. Kennt den von euch jemand. Mir sagt der Name nix. Das muss nicht viel heißen, denn mit inoperculaten Acsos habe ich mich bisher noch kaum befasst.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Ascofreunde,


    so langsam komme ich in den Wintermodus. Beim einsammeln von Risspilzen habe ich kleine weiße Becherlinge auf Erde gefunden. Unter normalen Umständen hätte ich die nicht mitgenommen, aber da ich ja fast im Wintermodus bin... :cool:


    Die Risspilze gehen zu Ditte. Die waren komisch (rosatielig, total bereift). Der Becherling war auch komisch btw. :D


    Er hatte 2-3 mm Durchmesser, weißlich bis cremefarben, kurz gestielt, auf feuchter Erde (mit Pflanzenresten durchsetzt; Straßenrand Wassergraben) wachsend, sehr wahrscheinlich inoperculat.


    Sporengröße: 30-40 x 4-5 µm Sporen: gelblich, hyalin, mit sehr vielen feinen Öltröpfchen. bzw. fein punktiertes Ornament. Das konnte ich unterm Mikro nicht erkennen.


    Textura: kugelige Zellen


    Ascusspitze Jod leicht positiv


    Ich habe heute in einem Asco-Gattungsschlüssel geschlüsselt und komme auf Hymenoscphus s.l. Es passt vieles; nur leider die Textura nicht. Zudem habe ich auch auf Ingos Seite und PdS mal ein bisschen gestöbert. Da passt auch nix.


    Wer kann da helfen. Es sind noch 2 Apothecien da. Falls ich noch irgendwelche Reaktionen testen kann und sollte, sagt bescheid.








    Für sachdienliche Hinweise bin ich, wie immer, sehr dankbar.


    l.g.
    Stefan