Hallo ihr beiden,
die Umbenennerei richtet sich auch nicht an solche Leute wie uns, also Hobbymykologen mit bescheidenen Kenntnissen. Es wundert mich allerdings, dass momentan so viele Hobbymykologen, die grobgesprochen grade mal einen Steinpilz von einer Marone sicher unterscheiden können (bei Flockie vs. Netzie klappts dann schon nicht mehr so sicher, geschweige denn echter Satan vs. falscher Satan), diese Umbenennerei sich zu eigen machen. Man muss sich doch nicht jeden Schuh anziehen, der einem hingehalten wird. Wenn du Boletus calopus oder Boletus appendiculatus sagst, weiß auch jeder, welcher Pilz gemeint ist.
FG
Oehrling
Hi,
einerseits hast du natürlich recht; andererseits ist es schon praktisch die neuen Artnamen zu kennen; insbesondere bei den Kartierern. Wichtig an der Stelle nicht, wie der Pilz aktuell heißt, denn das können nur Gattungsspezis sagen, sondern unter welchem Namen der Pilz bei Mykis/Pilze Deutschland hinterlegt ist.
Index fungorum und IF geben auch nicht wirklich den aktuellen Namen an, sondern listen mehr oder minder die Synonyme auf. Christoph hat dazu unlängst auch noch was geschrieben.
Mir geht die Umbenennerei auch ein Stück weit auf den Senkel, aber im Falle der Tintlinge (habe mich da bis vor kurzem etwas intensiver mit denen beschäftigt) kann ich sagen, dass dies mehr als gerechtfertigt war. Huthautstrukturen, Velumbeschaffenheit und "Zerfließverhalten" sind schon sehr unterschiedlich, so dass es schon komisch wäre, wenn die in einer Gattung weiter stünden...
Nichts desto trotz Wolfgang sehr schöne Funde.
Den Glatthütigen und den Gelbporigen würde ich sehr gerne auch mal in der Hand halten dürfen. 
l.g.
Stefan