Beiträge von Climbingfreak


    Hallo,
    ich kenne keinen Pilz, der so entsetzlich stinkt wie Cortinarius camphoratus :nana: . "Nicht mehr ganz frische Kartoffeln" ist eine Beschönigung sondersgleichen Stefan :P .


    Hi,


    ich wollte eigentlich schreiben nicht mehr ganz frische, gekochte Kartoffeln (=Geruch nach Kartoffeldämpfer") wenn man die Fruchtkörper frisch entnommen hat. Beim Liegenlassen für x Zeit entwickelt sich der Geruch in Richtung Schaf/Ziegenstall, bzw. nach verbranntem Horn. Frisch rieche ich davon noch fast nix. Ebenso interessant frisch riecht Cortinarius traganus sehr ähnlich.


    l.g.
    Stefan


    Verbrannte Haare, Verbranntes Keratin. Hast du noch nie verbrannte Haare gerochen?


    Hi,


    zu 3 ich sagte Lepiota sp. und dabei wirds auch bleiben. Ob das nun eine tödlich giftige Art ist, kann dir ohne Mikromerkmale niemand sagen.
    4. ist ein brauner Milchling. Artbestimmung ist schwer.Von einem Rotbraunen Milchling hat keiner was gesagt.
    5. eher eine Clitocybe s.l.
    9. würde ich eher als Lepiota ignovolvata ansehen; ohne Mikromerkmale nicht genau zu bestimmen
    10. Was macht dich da so sicher? Einigen wir uns auf Täubling mit grünem Hut
    13. Wir kommst du bitte darauf? Die Hutfarbe ist viel zu hell! Ein guter Arbeitsname wäre Russula decolorans; muss aber noch abgesichert werden


    Der Rest stimmt.


    Ich rate dir wirklich zukünftig vorsichtiger zu sein. Du solltest dir wirklich erstmal ein paar Basics anzueignen.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    von den Fotos her passt das. Was du noch prüfen musst, ist der Geruch. Frisch nach nicht mehr ganz so frischen Kartoffeln und nach einiger Zeit liegen lassen sollte der sich dann in Ziegenstall, bzw. verbranntes Horn ändern.


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    Gattung stimmt; der Rest ist schwer, denn Trichterlinge sind eine meiner absoluten Hassgattungen und es geht auch den meisten anderen Pilzlern so, was ich gehört habe. :) Sogar Peter Specht, unser einziger Trichterlingsexperte, den wir in Deutschland haben schimpft über die Gattung. :D


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    na ja Experte ist relativ. :) Zumindest seid ihr Safran, Heidi und du Maria gerade die Stimmen der Vernunft im Forum und das wird gerade immer wichtiger; gerade in Zeiten der "Esspilzsammlerei"; insbesondere der alten Schlappen. Dafür von mir ein herzliches Dankeschön.


    l.g.
    Stefan


    Ja, zumindest auf Cortinarius und auf ähnliche Gattungen, wie Hebeloma z.B. Und ab dann wirst du in vielen Fällen ein Problem haben, denn die Gattungen sind artenreich und ohne Mikro und Spezialliteratur wirst du viele Funde auch nicht bestimmen können.

    Hi,


    hast du mal gekostet? Sieht mir sehr nach einem alten Schönfuß aus. :)


    l.g.
    Stefan
    [hr]


    Hallo Gerd
    So schönes Blau an den Röhren, das passt wunderbar zum Schönfußröhrling. Der Rest auch!
    Was ist Kibby?


    Kibby ist ein britischer Mykologe, der einige hübsche Monographien über Boletus s.l., Lactarius, Amanita, Russula und Agaricus herausgebracht hat.


    Wird auch so nix. :D Schlüssel lieber mal mit der FN durch und guck mal, was du rausfindest. Größe, Büscheligkeit sind leider keine wichtigen Bestimmungskriterien bei Phlegmacien. Da geht viel über die Lamellenfarbe im Jungzustand und Tramafarben im Schnitt etc. Hast du auch die KOH-Reaktion an der Stielbasis gemacht?


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    hast du mal die Hüte mit Spucke oder etwas wasser befeuchtet? Wenn sich der Hut danach nicht schleimig, klebrig anfühlt, hast du kein Phlegmacium gefunden, sondern eine dickstielige Telamonie. Wäre auch noch eine Möglichkeit. Wo an den Fruchtkörpern hast du denn das KOH getestet?


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan !


    Diese kleine Winzlinge , wie kann man bestimmen als Coprinopis oder ist auch Coprinus richtig ?


    LG beli !


    Coprinus ist die alte Gattung und sollte nicht mehr verwendet werden. Der einzige Pilz, der da noch drin steht ist Coprinus comatus und noch ein paar nahe Verwandte und ungeklärte Arten. Coprinopsis, Coprinellus und Parasola sind die "neueren", kleineren Gattungen worin die Tintlinge aufgespalten worden. Die genauen Unterscheidungskriterien sind die Velumsbeschaffenheit und Hutdeckschicht und nicht die Größe der Fruchtkörper Beli. Bei Klaus habe ich den jungen Tintling mit dem stark haarigen Velum gesehen und wusste, dass das nur Coprinopsis sein kann, denn Coprinellus hat mehr körnigeres Velum, bzw. richtige Pileocystiden und Parasola hat kein Velum und keine Pileocystiden. Ich hoffe ich konnte deine Frage zur Zufriedenheit beantworten.




    Hallo zusammen und vielen Dank für die schnelle Hilfe.
    Jetzt habe ich also meine ersten Tintlinge gesehen.
    Eine weitere Frage habe ich aber noch. Wenn diese Tintlinge, genau wie die eigentlich geplante Pilzart der Kräutersaitling Saprobionten sind. Hat dann der Tintling den Kräutersaitling verdrängt und kann ich das Stroh und das Experiment als fehlgeschlagen verbuchen und entsorgen?


    Grüße Pilzklaus


    Kommt darauf an. Hast du schon die Strohballen mit Kräuterseitlingsbrut beimpft? Ansonsten wird dir die Frage maximal nur ein Züchter beantworten können. Es kann sein, dass der Tintling die Seitlinge verdrängt hat, wovon ich jetzt aber noch nicht ausgehe, kann sein, dass beide weiter kommen; kann auch sein, dass der Seitling nach ein paar Anlaufschwierigkeiten die Tintlinge verdrängt. Warte erst mal ab, was passiert, bevor du deine Ansätze entsorgst. Mich würde es schon interessieren, was passiert. Wenn du magst, dann zeige uns ruhig mal, wies weitergeht; fände ich klasse.


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    gute Idee. :thumbup: Ich bin bei so was immer vorsichtig; bestimmte Gattungen möchte ich einfach nicht "nur" nach Bildern bestimmen; ohne Fruchtkörper selber in der Hand, Geruch und Mikromerkmale . Lepiota, Echinoderma und Agaricus gehören dazu. Bei den Inocyben lasse ich mich hin und wieder mal zu einer genaueren Aussage hinreißen. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    wie du beim ersten auf einen Semmelstoppelpilz kommst, erschließt sich mir nicht ganz; das Ding sieht mir sehr nach einem alten Sklerotionporling aus. Ein Semmelstoppelpilz hätte richtige Stacheln unter dem Hut und keine Poren, wie bei deinem Fund.


    Ich bin mir auch nicht sicher, anhand welcher Merkmale du die Safranschirmlinge festzumachen glaubst. Auf einigen deiner Bilder zeigst du uns verletzte Fruchtkörper, die nicht röten und benennst die als Safranschirmlinge. Das sind doch wohl eher Macrolepioten, als Chrlorophyllum-Arten. Zudem gibts auch giftige Safranschirmlinge; also Vorsicht!!!


    Zudem zeigst du uns auch für meinen Geschmack zu alte Fruchtkörper, die du dir wohl offensichtlich in die Pfanne gehauen hast. Gerade ältere, überständige Fruchtkörper neigen zum Verderb. Durch diese VErderbnisporzesse entstehen giftige Stoffe (google mal nach biogenen Aminen; allen voran Histamin), welche dann ihrerseits auch Vergiftungen (von ansonsten essbaren Arten) auslösen können. Man spricht hier von sog. unchten Pilzvergiftungen. Also bitte Vorsicht!!! Zeige deine Funde lieber einem PSV und lass dir mal die relevanten Merkmale erklären. Ich würde dir nicht raten anhand so krasser Fehlbestimmungen diese Arten weiter zu nehmen!


    Zu deinen Champis: Ja das sind welche; welche genau kann ich dir ohne Fruchtkörper in der Hand, mikroskopischer Untersuchung leider auch nicht sagen. Meine Champi-Funde schlüssle ich immer von A bis Z durch, es sei denn es ist ein Karboli oder einer der Anischampis. Es gibt ca. 70 Arten in der Gattung und eine genaue Art-Diagnose ist ohne weiteres nicht möglich. Wenn du mit deinem "Braunschuppigen Champignon" Agaricus augsustus meinst, magst du recht haben. Voraussetzung ist, dass dein Fund nach Anis roch.


    Nr. 3 ja ist Lepiota sp. ohne weitere Angaben ggf. mikroskopischer Untersuchungen nicht bestimmbar.
    Nr. 6 ist was sehr spannedes, kann ich so nicht aus der Hand sagen; scheint mir aber ein Freiblättler zu sein. Aussagekräftigere Bilder wären hilfreich
    Nr. 8 ist ein Igelstäubling; schöner Fund.
    Perli passt
    Nr. 15 ist Tricholomopsis rutilans


    Zu deinen anderen Anfragen: schwer, viele Bilder sind unscharf und zeigen zu wenige Details, als dass ich dazu was sagen könnte.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    also bei keinerlei Verfärbungen im Schnitt liegst du mit "Birkenpilz" wahrscheinlich richtig. Ansonsten wäre es gut, wenn du zumindestens bei deiner nächsten Anfrage das Schnittbild auch zeigst, denn einige Arten verfärben sich z.B. nur in der Stielbasis. Deswegen immer komplette Fruchtkörper inkl. ein komplettes Schnittbild zeigen. Weiterhin ist es oft sehr wichtig, welche Baumarten genau in der Nähe des Fundortes wachsen. Dewswegen ist eine komplette Auflistung aller mykorrhiza-fähigen Bäume wichtig. 4


    Nun zu deinem Fund. Standen am Fundort Birken?


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    mit den Dermocyben ist das so eine Sache. Ohne FN und ggf. noch Mikro brauchst du auch nicht anzufangen. Da geht viel über die Ökologie, Farbschattierungen in Hut und Stiel, makrochem. Reaktionen, Sporengrößen usw.


    l.g.
    Stefan

    @ Stefan,


    kann denn der Hainbuchenraufuß auch mit sooooo gelben Röhren? DAS habe ich noch nie sooo gesehen. Bei einem Hainbuchenraufuss. Hattest Du schon mal einen Gelbsporigen?


    Hi,
    den Gelbporigen hatte ich bisher nur bei Harzi im Urlaub vorletzte Woche. Kannst ja mal hier nachlesen; bzw. hast du da sogar was dazu geschrieben. Eine Fortsetzung kommt noch.
    Je mehr ich mir deine Bilder so ansehe, desto unsicherer werde ich. Den Hainbuchenraufuß kenne ich auch mit gelblichen Poren, die manchmal auch etwas intensiver gelb sein können.


    Also 2-3 Bilder von meinen bisherigen Sichtungen der Gelbporigen





    l.g.
    Stefan


    ==Gnolm7 ich habe vor kurzem gelernt, dass es bei den ca. 150 Täublingsarten seeeehr schwierig ist, sie zu bestimmen. Du kannst hier mit etwas Glück aber ein paar echte Profis finden, die Deinem Täubling einen Namen geben, der dicht an der Wahrheit ist. Vorausgesetzt allerdings, Du bringst ein paar Details mit: Geruch, wo wuchs er- welche Bäume in der Nähe, Schnittbild, lässt sich die Huthaut abziehen und wenn ja bis wohin, Toll ist auch ein Sporen Abwurf. Dazu legst Du einen (am besten aufgeschirmten) Pilzhut auf einen Untersetzer/Glasscheibe und siehst am nächsten Tag nach, welche Farbe die Sporen haben, die er abgegeben hat und Du machst, (nur wenn du sicher bist, dass es ein Täubling ist) eine Kostprobe, indem Du ein Stückchen Pilz eine Weile kaust (dann wegpackst) und feststellt ob er bitter scharf oder mild ist. Mit Deinen Fotos wird es wohl nichts mit einer seriösen Bestimmung.


    Lieben Gruß Claudia


    Danke, dass du die Schreibarbeit für mich übernommen hast; :thumbup: ab einem gewissen Punkt habe ich echt keine Lust mehr immer und immer wieder das gleiche zu schreiben. :D Wichtig wäre noch der Geruch; gerne auch nur an der Stielbasis; z.B. nach Jodoform.


    Ansonsten ist das für mich erstmal kein "Speitäubling", denn die haben fast alle mehr oder minder rote Hüte.


    l.g.
    Stefan