Beiträge von Climbingfreak

    Wenn es um die Verbreitung einer Art geht, kannst du auch bei >Pilze deutschland< gucken, da ist sicherlich auch nicht alles eingegeben, aber es verschafft schon ein ziemlich solides Bild.



    LG; Pablo.


    Hi,


    na ja, nur wenn die Leute auch wissen, was sie da tun. Eine fundierte Ritterlingsbestimmung traue ich nur einigen Leuten zu. Ich möchte da nicht wissen, wie einige der Funde da bestimmt wurden. Wenn ich so sehe, wie hier in Sachsen bestimmte Pilzfreunde kartieren, bekomme ich das kalte Grausen. Worauf ich hinaus möchte. Selbst Pilze Deutschlands muss man krititsch hinterfragen.


    Noch eine Sache zum "Ludwig": Ich schätze Erhard sehr. Ein wunderbarer Mensch und ein sehr guter Mykologe. Das einzige was mich etwas bei seinem Kompendium stört, ist die Tatsache, dass bei einigen Gattungen eigene Konzepte vertritt, die nicht in der gängigen Literatur so drin stehen.


    Heidi: Harald hat Recht. Außer dem "Ludwig" ist in deutscher Sprache kaum ein gutes, wiss. fundiertes Pilzbuch zu bekommen. Die verlässlichsten sind immer noch die Bände der Fungi europaei-Reihe (ein Band kostet so um die 80€) und die Fungi of Northern Europe-Reihe, bzw. Fungi non deliniati noch einige separate Gattungsmonographien aus Italien.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    nur noch mal zu den Glimmertintlingen. Eigentlich sind die ganz einfach; mich wundert immer wieder, warum die so gro0e Probleme bereiten. Die langen Kaulos von C. micaceus sind wunderbar unter der Stereolupe zu sehen; am besten auf der Stielspitze schauen. Wenn diese nicht vorhanden sind, entscheidet die Sporenform, ob das nun C. saccharinus oder C. truncorum ist, wobei laut Pilzmel C. truncorum nur auf Pappel- und Weidenholz wächst.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    also ich muss mich schon sehr wundern. Rötlinge anfragen nur anhand von makroskopischen Eigenschaften? Das geht im Regelfall nicht. Wir brauchen Angaben, wie Schnallen ja/nein, HDS-Schnitt, Sporenbild. GEruch von deinem Fund fehlt auch. Makroskopisch käme wirkliche E. sericeum sehr gut hin; allerdings müsste dein Fund dann auch extremst mehlartig gerochen haben.


    Mehr kann ich leider nicht zu der Thematik beitragen, da ich mich ansonsten mit Rötlingen kaum befasse. Ich hab mit meinen anderen Baustellen mehr als genug zu tun...


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    neben den Baumpartnern und Bodenverhältnissen ist bei den Ritterlingen folgendes wichtig.


    1. Geruch; gerne auch nach "Aufschneiden" der Fruchtkörper, bzw. bei Verletzung. Der Geruch verändert sich bei einigen Arten nach Verletzung.
    2. Bei solchen Fruchtkörpern mit so einer Optik, quetsche ich partiell die Lamellen und prüfe nach 10-15 min, ob an der Druckstelle eine Gelbfärbung eintritt. Wenn ja, dann hast du einen der 3 Gilbenden Erdritterlinge. :)
    3. Geschmack: wichtig; einige Arten schmecken z.B. auch scharf oder schärflich; das ist bei deinem Fund wohl nicht der Fall.
    4. Schnittbild sowieso


    So rein von der Optik würde bei deinem Fund Tricholoma agyraceum ganz gut passen. Muss aber ggf. auch mittels der Sporenform überprüft werden.


    l.g.
    Stefan

    Hi Heidi,


    mich stören an der Sache 2 Dinge:


    1. dass du den Fruchtkörper als zerbrechlich beschrieben hast; das sollte der Büschelrasling nun eben gerade nicht sein. Der ist knorplig und sehr stabil.


    2. Mir passt diese geaderte Huthaut nicht so wirklich. Das kenne ich bei dem nun überhaupt nicht so. Auch fehlt mir diese typsiche "speckig-glatte" Hutoberfläche bei deinem Fund.


    Ist auf alle Fälle was komisches. Schade, dass du kein Mikro hast. Anhand der typischen Sporen wäre der Büschelrasling schnell abzusichern.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    na ja mit ein bisschen Fantasie kann ich schon einen Seifenritterling in deinem Fund erkennen. Es gibt eine Varietät in der Optik, Stielbasis rötet auch mit etwas wohlwollen. Dass der nicht gerochen hat, kann auch daran gelegen haben, dass der Fruchtkörper kalt war. Hast du den mal bei Zimmertemperatur berochen?


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    an sich ein sehr löbliches Ansinnen; trotzdem brauchen wir unbeschädigte Fruchtkörper um was genaues sagen zu können; selbiges gilt für aussagekräftige Fotos. das schließt auch ganze Fruchtkörper mit ein, wo man Hut, Stiel und Hymenium sieht. Schnittbild ist wichtig; aber auch erst nachdem, wir den ganzen Fruchtkörper gesehen haben. Anhand deiner Röhrlingsbilder hätte ich mir keine Artdiagnose bisher zugetraut.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    dein dritter ist ein Tintling aus der Micaceus-Gruppe; also im weiteren Sinne ein Glimmertintling; um den auf Artebene bestimmen zu können müsstest du die Stielbereifung prüfen und die Sporenform dir unterm Mikro ansehen...


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan,


    entschuldige bitte, ich muss nochmals nachfragen. Was meinst Du mit "Stielbereifung" und wie wären da die Unterschiede zu deuten?


    LG Mischa


    Du müsstest bei C. micaceus unter der Lupe deutliche "Härchen" sehen; am besten im oberen Stieldrittel schauen. Unterm Mikro erkennst du dann Kaulocystiden, die bis zu 100 µm lang sind.


    l.g.
    Stefan


    Hi,


    du kiregst alle 3 Arten nur mikroskopisch sicher auseinander bestimmt; anhand der Sporenform und Stielbereifung; letzeres geht duchaus auch mal mit einer Lupe. Alles weitere zu deinem Fund ist Spekulation.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    Weidentinlinge wachsen nur an Weiden und Pappeln; du hättest fragen sollen, ob das Glimmertintlinge oder Überzuckerte Tintlinge sind. ;) Um die zu unterscheiden musst du dir die Stielbereifung ansehen; eine Stereolupe, bzw. Einschlaglupe reicht dafür...


    l.g.
    Stefan


    Hallo Stefan!


    Huthaut ist nicht klebrig, nicht ansatzweise. Ein kleines Stückchen habe ich gerade gut durchgekaut: der mehlartige Geruch ist auch geschmacklich wahrzunehmen, es ist nach wenigen Sekunden nur eine ganz schwach ausgeprägte Bitterkeit wahrzunehmen, die steigert sich auch nicht mit längerer Kauzeit. Keinesfalls zu vergleichen mit Gallenröhrling, grünem Schwefelkopf oder dergleichen sondern - fast - mild.


    Gruß,


    Dann beibts bei T. alobrunneum s.l. :thumbup: iIh schließe mich da Pablo an.


    Uwe: achte mal drauf, wenn du das nächste Mal braune Ritterlinge findest. Anhand der Farben (unterschiedliche Brauntöne) kannst du schon einiges erkennen, bzw. vorab einschätzen; auch ohne ökologische Angaben. Das ist allerdings Erfahrungssache; das gebe ich gerne zu. :)


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    dein Pilz nr. 2 sollte eine Hebeloma sein. ;)


    Nr.3 da habe ich auch keine Ahnung; kann aber auch gut was aus der Schwindlingsecke sein.


    Nr.4 Hmm, dazu hätte ich schon eine gewagte Idee; aber stand da nicht wirklich eine Kiefer in der Nähe; nicht mal eine einzige? :shy:


    5. wird wohl ein einfacher Jungfernellerling sein und bleiben.


    6. eine Stäublingsleiche


    7. Tricholoma terreum, sofern er nicht mal Mehl roch und auch relativ geschmacklos war mit einer leichten ranzigen Komponente.


    8. sollte eine Neotiella sein; N. rutilans oder N. vivida. Musst dir mal die Sporenornamente in BWB unterm Mikro ansehen; netzartig oder nicht.


    l.g.
    Stefan

    Hi,


    Sporenpulverfarbe bringt in dem Fall nix. Wichtiger wäre es zu wissen, ob die Huthaut klebrig war im feuchten Zustand oder nicht. Wenn nein, ist Tricholoma albobrunneum schon mal eine gute Hausnummer. T. ustale sollte das nicht sein und für T. ustaloides passt das Habitat nicht; es sei denn dort wäre auch iwo ein Kalkeinfluss. Hast du mal gekostet? Wenn nein, dann mach mal; einfach in kleines Stück Fruchtkörper rausbrechen ca. 30 sec im Mund behalten und dann wieder ausspucken. Mich interessiert sehr ob der Fund bitter ist, oder nicht.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Sepp,


    ich freue mich sehr über dein Lebenszeichen und sehr für dich, dass du es "geschafft" hast. :thumbup: Die Bilder sind wieder mal große Klasse. Ich wünsche dir auch weiterhin einen sehr erfolgreichen Pilzunruhestand und hoffe auf baldige Fundneuigkeiten von dir. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo !


    Oder Lepista , Violette töne ?


    LG beli !


    Ich würde zu dem Substrat gar keine Angaben machen; bzw. Rückschlüsse ziehen! Ich habe lediglich einen Röhrling favorisiert, weil ich auf meinen Streifzügen meist verschimmelte Röhrlinge fand und so gut wie nie Lamellenpilze. Natürlich hat Uwe recht; das kann alles und nix mal gewesen sein...


    l.g.
    Stefan