Beiträge von Craterelle

    Ahoi ihr alle,


    Ich danke euch für eure hilfreichen Antworten!


    Pilz ist zerlegt und im Umluftofen vorgetrocknet. Das meiste wird wohl verschickt, aber eine Kostprobe habe ich auch schon genommen und werde vielleicht doch ein wenig für weitere Experimente oder schlechte Zeiten aufbewahren.


    Verglichen mit dem Berliner Raum ist es hier in SH, wo ich zur Zeit verweile, geradezu pilzparadiesisch: ich habe in drei Tagen 5 verschiedene Arten gesehen.


    LG, Craterelle

    Ahoi!



    Ich glaube, meinen allererster schiefen Schillerporling gefunden zu haben, und wäre dann sehr stolz auf diesen Fund *tänzel*.


    Außen tiefschwarz, krustig, teils bröckelig, teils steinhart. Erinnert mich außer an Kohle auch etwas an manche Basalt-Lava-Gesteine.


    Innen gelblich-bräunlich, teils stark marmoriert, Konsistenz eher wie Kork, d.h. mit Kraftaufwand und scharfem Messer zu zerschneiden.


    Allerdings kompakter als Kork: das nicht allzu große Stück, das ich mitgenommen habe, war erstaunlich schwer.


    Und, äh, Wirtsbaum natürlich Birke, ziemlich mitgenommener älterer Baum, aber noch lebend.




    Wird davon eigentlich alles verwendet, also auch die schwarze Kruste? Oder nur das innere?


    LG, Craterelle

    Hallo Maria,


    Ich glaube nicht, dass Flugangst viel mit der tatsächlichen Gefährlichkeit des Fliegens zu tun hat.


    Den Rückflug habe ich übrigens sogar ohne Baldrian vollkommen gelassen ertragen.


    Jetzt recherchiere ich schon mal vorsichtig bzgl. Bretagne und nehme da auch gern Tipps entgegen.


    Allen, die mal an der mittleren Ostküste von Sardinien verweilen, will ich noch ein Ausflugsziel ans Herz legen.

    Quelle am Fuß des Supramonte, zwischen Dorgali und Oliena - ein zauberhafter Ort.


    LG, Craterelle

    Hallo Holger, bei den Ackerlingen hatte ich mich auch schon umgeguckt, der ist allerdings in meinen Büchern nicht drin. Aber als runzelig kann man den Fund auch nicht guten Gewissens beschreiben.


    Pablo, es fällt mir noch etwas schwer, mich mit dem behangenen Faserling anzufreunden.


    Der im Vergleich zu den Lamellen sehr dünnfleischige Hut passt natürlich gut, aber so zerbrechlich wie überall beschrieben hat er auf mich nicht gewirkt, ich fand ihn angesichts des dünnen Hutfleischs im Gegenteil eigentlich eher recht stabil. Vielleicht mache ich mir da die falschen Vorstellungen?


    Velumflocken passen, der hohle Stiel passt, die Struktur an der Stielspitze könnte vielleicht passen (noch mit Fragezeichen dran, da würde ich gern Detailaufnahmen von finden). Schwach geriefter Hutrand wird auch gelegentlich beschrieben, und der Hutfarbe ist wohl ohnehin nicht allzu viel Bedeutung beizumessen.


    Klingt alles in allem doch plausibler als die anderen Optionen :/


    Gruß & Dank,
    Craterelle

    Hm, Risspilz meint ihr? Ich hatte auch mal in die Richtung geguckt, aber wegen des angenehmen Geruchs nur kurz. Die Velumflocken gingen für Risspilze in Ordnung?


    Ich hadere die ganze Zeit mit den Streifen: ist das nun eine radialfaserige Huthaut oder ein geriefter Hutrand? Vor Ort hatte ich es als letzteres wahrgenommen, bin aber beim Betrachten der Bilder unschlüssig geworden.


    LG, Craterelle

    Nun spendiere ich dem "einzigen Pilz von Sardinien" doch noch eine eigene Anfrage, statt ihn im Urlaubsbericht zu vergraben.


    Ich habe jetzt so oft durch die Pilzbücher geblättert, ohne auch nur bzgl. der Gattung so richtig zu Potte zu kommen.


    Fundort: künstlich bewässerter Rasen unter Laubbäumen (Fehler: kein Bestimmungsversuch), Mittelmeerraum, Meeresnähe


    Hutdurchmesser ca. 3-4 cm


    Sporenfarbe: nicht aussporen lassen (Fehler: kein Sporenabdruck), am alten vertrockneten Exemplar rechts im 1. Bild ist aber zu sehen, dass die Lamellen sich im Alter dunkelgrau färben


    Geruch: angenehm pilzig, kein Mehlgeruch


    Auffällig fand ich ferner die Velumflocken auf dem Hut und am Hutrand sowie die Radialstreifigkeit


    Am häufigsten bin ich bei Träuschlingen (Stropharia) hängengeblieben, v.a. wegen der vermuteten Sporenfarbe. Auch die Velumflocken würden recht gut passen, und der Ring darf bei einigen Arten ja auch vergänglich sein. Nur der streifige Hutrand will nicht so recht gefallen.


    Gucke ich überhaupt in die richtige Richtung?


    Danke im Voraus für alle Hinweise,
    Craterelle


    Das ist so was wie "Zelt aus Stein" ? ... oder wie muss man sich das vorstellen? Da kommt dann je nach Saison auch schon die herrschende Außentemperatur ganz körpernah an (ich meine jetzt die nächtliche Kühle im Frühjahr und Herbst und die hochsommerliche Hitze?)
    Sind das so Kleinsthäuschen, die man auf einem Campingplatz anmieten kann - wenn man ohne Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil anreist?


    Hallo Abeja, ja genau. Gibt's dort auf fast jedem Campingplatz aus ganz unterschiedlichem Material (Stoff, Holz, Stein, alte Wohnwagen) und in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Die Preise variieren auch entsprechend, in der Vorsaison kann selbst die einfachste Variante teurer sein als eine komplette Ferienwohnung. Klimatisiert sind eher nur die Bungalows der Luxusklasse, aber die Temperaturen waren um die Zeit noch gar kein Problem. Allerdings sind die Hütten absolut nicht mückendicht, in der Hinsicht wäre man mit eigenem Zelt noch besser dran gewesen.


    Trotzdem bin ich sehr froh, dass wir noch dorthin gefahren sind.


    LG, Craterelle

    Hallo Stefan,



    das mit den Pseudonymen hat auch seinen Grund, denn damit kann man die Qualität der eingegebenen Daten besser beurteilen und ggf. bei den Leuten nochmal wegen der Fundumstände nachfragen.


    Den Wunsch nach Kontaktmöglichkeit verstehe ich, aber nicht, wieso dafür der Klarname erforderlich sein sollte. Aber das wurde an anderer Stelle schon mal diskutiert und hat laut Wolfgang bei der Überarbeitung keine Priorität.



    Aber gut, solange es sich nur um solche Allerweltspilze handelt, ist das auch nicht schlimm, wenn die auf der DGfM-Seite fehlen. Die werden in dem Messtischblattviertelquadrant bestimmt noch ein 2. Mal auftauchen...


    Äh, nö. Der Allerweltspilz Ohrlöffelstacheling scheint sogar in allen 4 Quadranten des Messtischblatts zu fehlen. Städtische Gebiete sind offenbar teilweise etwas unterkartiert.



    Nur mal als kleine Anregung: Du kannst zukünftig auf Rostpilze, echte und falsche Mehltaue und sonstige Phytos achten. Die machen eine schöne lange Liste. ;)


    Eine möglichst lange Fundliste ist gar nicht das Ziel, wenn man sich ein bestimmtes Gebiet regelmäßig angucken will.


    LG, Craterelle

    Ein bisschen hat es gedauert, und die Fundliste vom 25.05.2017 bleibt auch sehr übersichtlich.


    25.05.2017
    1) Ohrlöffelstachling - Auriscalpium vulgare
    2) früher Ackerling - Agrocybe praecox


    Ich will das gern hier festhalten, auch wenn es vielleicht bei der zentralen DGfM-Kartierung besser aufbehoben wäre. Aber da sind pseudonyme Einträge ja leider aktuell nicht möglich.

    Von dieser hübschen Seite habe ich Sizilien nicht kennengelernt. Ich kenne nur Palermo (durch eine Kreuzfahrt) und da war es brutal heiß, stickig, staubig, hektisch und laut (dank der zig nervig-lauten Mofas).


    Ahoi Kuschel! Also... aber... Sardinien liegt eigentlich gar nicht auf Sizilien, sondern ein bisschen daneben. Vielleicht sah es deshalb etwas anders aus ;)


    Kreuzfahrerei wäre für mich eher nichts, glaube ich. Ich fahre total gern Fähre, aber nach einem Tag oder so ist es dann auch erstmal genug. Die meisten Überfahrten sind ja eher noch kürzer.


    Bretagne werde ich mir auf jeden Fall als potentielles Reiseziel merken, das Klima würde mir vermutlich sogar entgegenkommen.


    LG, Craterelle (die noch Pilze schuldig geblieben ist)


    nur einmal vorsichtshalber - Günsel ist eine komplett andere Pflanze. Zwar auch eine mystisch beladene und eine Heilpflanze aber nicht zu verwechseln mit dem Gundermann / der Gundelrebe. (Aber vielleicht gibt es da ja regional Namensunterschiede?)


    Hallo Maria,


    Den Namen Günsel hat mir eine aus Süddeutschland stammende Freundin - während wir vor der Gundelrebe standen - als den bei ihr zuhause verwendeten verkauft. Theoretisch wäre eine Regionallbezeichnis denkbar, inzwischen glaube ich eher an eine Verwechslung.



    Zum Aroma / Geschmack: Ja, nach der Blüte wird die Pflanze bitterer, herber. Deshalb sollte man dann auch nur noch die Triebspitzen ernten - die sind dann ähnlich dem Geschmack (und dem Geruch) der Pflanze vor und während der Blüte. Und nachdem man diese Triebspitzen, die Pflanze wächst wirklich beinahe das ganze Jahr hindurch, immer ernten kann, bin ich noch nie auf die Idee des Einfrierens gekommen.


    Bitter ist nicht das, was ich meine, sondern unangenehm, irgendwie sprittig nach Treibstoff riecht es für mich und überdeckt die immer noch in Andeutungen vorhandene herb-würzige Aromakomponente fast vollständig, in ganz jungen Blättern ebenso wie in alten. Ich bin fast erstaunt, dass du das offenbar anders wahrnimmst. Zu gern würde ich mal einen "Nasenmenschen" wie Ingo darauf ansetzen und dessen Meinung dazu erfahren.


    LG, Craterelle

    Hi Marco, das würde mich gar nicht stören, mach nur :D


    Pablo, wenn ich schon Wolfgangs Scherz nicht mitbekommen habe, wie soll ich da denn Ironie wahrnehmen?


    Die Bretagne steht wiederum mit auf meiner Liste, auch wenn ich nicht so sehr frankophil bin. Im September habe ich nochmal Urlaub, mal sehen, wohin die Reise geht.


    LG, Craterelle

    Hallo Claudia, die guten Vorsätze bestehen darin, nicht zu verreisen? Überleg doch mal, das vielleicht einfach ins Gegenteil zu verkehren ;)


    Wolfgang, natürlich bin ich dir nicht böse. Ich fand deine Bearbeitung ja sogar schöner anzusehen.


    Ich wollte ja noch weiter berichten:


    Wir sind dann also in den Norden gefahren, nach Palau, das ich von früheren Urlauben schon kannte. Palau ist nicht besonders groß (ich vermute dort aber mehr ganzjährige Einwohner als in San Teodoro), recht quirlig und hat durch den Fähr- und den großen Jachthafen ein sehr maritimes Flair.


    Vorher hatten wir in einer mit Küche, Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher, 3 Balkonen sowie 3 Betten ziemlich luxoriös ausgestatteten Ferienwohnung quartiert. Unsere neue Wohnung heißt Tukul, und mehr als ein Bett passt nicht hinein.

    Blick aus der Tür heraus:

    Romantik ist der neue Luxus ;)


    Der Granit ist prägend für die ganze Region und ist sein eigener Bildhauer und Architekt.


    Diese Skulptur gefällt mir ganz besonders.


    Auch die Vegetation ist wieder etwas anders. In der Macchie finden sich natürlich Baumheide und Zistrosen, auch die Erdbeerbäume konnte ich zweifelsfrei identifizieren.


    Diese ausgesprochen hübsche Distel blühte daneben. Sie hätte eigentlich den Namen Golddistel verdient, sie glänzte wirklich wie für den Weihnachtsbaum lackiert. Zumindest in die Gattung könnte sie auch tatsächlich passen, fand ich nach Bildvergleichen.


    Eine der von Nobi vermissten Landschildkröten hat sich mir tatsächlich gezeigt, und die wäre auch langsam genug zum Fotografieren gewesen. Aber genau da hatte ich noch nicht mal mein Handy dabei, weil ich nur ein paar Schritte durch das Hinterland zum Baden in die nächste Bucht unterwegs war. Ich bin danach noch mindestens dreimal dort gewesen und habe sogar etwas Grünzeug hingelegt, habe sie aber nicht mehr angetroffen. Aufgrund der sehr stattlichen Größe vermute ich, einer Breitrandschildkröte begegnet zu sein. Griechische Landschildkröte wäre die andere Möglichkeit.


    Ebenfalls tierischen Ursprungs und sogar noch mit einigen Stacheln, hoppla. Nach diesem Fund habe ich beim Baden deutlich vorsichtiger darauf geachtet, wohin ich meine Füße setze. Aber die Kalkschale sieht gerade von der Innenseite wie ein Meisterstück aus mit ihrem filigranen Lochmuster.


    Diese Felsinsel liegt ganz nah an der Küste, und ich hatte mich von Anfang an gefragt, ob man da wohl hinschwimmen könnte.


    Ja, das geht, man kann allerdings alternativ auch laufen, höher als brusttief wird das Wasser nicht. Die Steine waren von der Sonne herrlich aufgewärmt und ich hätte gern länger dort verweilt, war aber doch zu besorgt wegen Sonnenbrandgefahr.


    Die Strände sind meist nicht allzu groß, manchmal auch ganz winzig klein und immer wieder von Granitfelsen unterbrochen. Diesen kleinen Strand am alten Zentrum von Palau mochte ich vor allem deshalb so gern, weil die Pinien den ganzen Tag immer einem Teil des Strandes Schatten spenden. Am späten Nachmittag, wenn der Schatten der Pinien aufs Wasser fällt, übernimmt dann die Mauer den Job.


    Das weiche Morgen- und Abendlicht ist immer so schön, ein paar habe ich noch.



    Wir wollen es nicht übertreiben, aber ... Sonnenaufgang am allerletzten Tag.

    Unser Verkehrsmittel für den ersten Abschnitt der Rückreise.

    Auch innen sehr liebevoll restauriert.

    Der Trenino verde fährt ab Palau nur als Touristenattraktion und in der Vorsaison auch nur 2x die Woche. Weil die Strecke schon einmal stillgelegt werden sollte, wollte ich unbedingt damit fahren statt mit dem Bus.
    Abfahrt PPPFFFFFFFFF

    Hallo Heide,


    Meistens begleitet er mich auf Reisen, sofern Platz im Rucksack ist. Etwas abgeschabt sieht er schon aus nach all den Jahren, aber wir sind eben alle nicht mehr die Jüngsten.


    Danke für den Jasmin!


    Wolfgang, die erstaunliche Ähnlichkeit der Bilder habe ich erst jetzt gesehen, :/. Da ziehe ich meine Frage nach der Zeit zurück. Stattdessen könnte ich nach dem Bildbearbeitungsprogramm fragen, aber wenn's eben so aussah, dann lasse ich es auch so.


    LG, Craterelle

    Hallo ihr alle,


    Vielen Dank für eure netten Antworten!


    Joe, das finde ich auch prima, dass hier auch Pflanzen, Tiere und Reiseberichte Platz finden. Zumindest einen kleinen Pilz will ich aber zum Schluss noch unterbringen.


    Pablo, naja, kommt wohl etwas auf die Pilzfixierung und die sonstigen Interessen und Bedürfnisse an, was die richtige und was die falsche Reisezeit ist. Für mich wäre Hochsommer definitiv falsch, Herbst dagegen würde mich interessieren, wobei der September auch pilzfrei sein dürfte. Im Oktober könnte ich mir zumindest in den höher gelegenen Wäldern, Supramonte z.B., Pilzwachstum vorstellen, ab November dann auch anderswo, aber da wird es für andere Aktivitäten recht ungemütlich, hat mir mal ein Einheimischer gesagt.


    Tuppie, ich würde lieber die Fototapete von Wolfgang nehmen ;)


    Rotfüßchen, es würde mich freuen, wenn ich dich mit zu einer Reise dorthin inspiriert hätte. Aber erstmal viel Spaß in Schweden.


    Wolfgang, absolut fototapeten-tauglich das Bild. Ist das sehr früh am Tag oder sehr früh oder spät im Jahr, dass es so leer ist?


    Nobi, die Westküste kenne ich wiederum kaum, nur einige wenige Abschnitte um Oristano und Alghero von einer lange zurückliegenden "Inselumrundung" mit dem Fahrrad. Das würde ich auch nicht unbedingt wiederholen, außer vielleicht mit E-Bike. Für Motorradfahrer scheint die Insel auch ein Leckerbissen zu sein, was ich mir gut vorstellen kann.


    So, ich muss noch etwas Bilder aussortieren, bevor es weitergeht.


    LG, Craterelle

    Und schon wieder ein Off-Topic-Reisebericht 8|


    Vor ziemlich genau 10 Jahren habe ich mich in Sardinien verliebt und es zu einer meiner 3 Lieblingsinseln erklärt. Weil die Anreise auf dem Land- und Seeweg aber so langwierig und umständlich ist, war ich lange nicht mehr dort. Da ich jedoch so gern mal wieder an und ins Mittelmeer wollte, habe ich mich irgendwann im Februar entschlossen, die Flugreise auf mich zu nehmen. Auf dem Hinflug habe ich noch mit Baldrian gedopt, das wäre aber eigentlich gar nicht nötig gewesen gewesen. Mein großer menschlicher Flugbegleiter saß ca. 20 Sitzreihen entfernt, und der kleine pelzige hatte diesmal vielleicht mehr Angst als ich. Ab den Alpen gab es Bodensicht, und ich habe bis zur Landung fasziniert aus dem Fenster gestarrt.


    Jener kleine pelzige hatte auch unseren ersten Aufenthaltsort ausgesucht, San Teodoro an der Ostküste südlich von Olbia. Normalerweise bleibt er meistens in der Unterkunft, aber "seinen" Ort haben wir ihm natürlich gezeigt.

    Er heißt eigentlich Theodor, Teddy ist nur eine Abkürzung.


    Dieser Strand, feinsandig, weiß und endlos lang, hat durchaus das Zeug zum Traumstrand.


    Ich habe ein Faible für flach abfallende Nichtschwimmerstrände, und davon gibt es auf Sardinien einige. In der großen Lagune dahinter sollen Flamingos zuhause sein, nach denen wir intensiv und vergeblich Ausschau gehalten haben.


    Mai/Juni finde ich eine sehr angenehme Reisezeit. Die Temperaturen sind im angenehmen Bereich, das Wasser noch erfrischend. Anfang Mai mit 17 º vielleicht sogar eher etwas zu erfrischend, aber ich habe mich trotzdem jeden Tag mindestens einmal hineingetraut, in der zweiten Wochen mit steigenden Temperaturen auch mehrmals täglich und ausgiebiger. Sehr windig kann es auch gelegentlich sein, wir hatten zwei Tage Starkwind, bei dem man am Strand gesandstrahlt wurde. Feinsandige Strände mit großer Windangriffsfläche sind doch nicht immer von Vorteil ;)


    Ein weiterer Strand in der Nähe in geschützterer Lage, ebenso feinsandig und flach abfallend, ist die Cala Brandinchi.


    Die Orte, die wir besucht haben, sind durchaus stark touristisch geprägt. Aber je früher im Jahr, mit desto weniger anderen Touristen teilt man die Insel. Die kann um diese Zeit noch grün sein oder auch eher gelb und steppenartig, je nach Niederschlagsmengen im Frühjahr. In diesem Jahr war es die gelbe Variante, saftiges Grün nur noch auf bewässerten Flächen und einigen natürlichen Feuchtwiesen. Pilze machten sich dann wie zu erwarten rar, aber es blüht alles mögliche.


    In den Gärten z.B. dieser extrem stark duftende Strauch, könnte das Jasmin sein?


    Am Wegesrand sieht man viel gelbe Margariten und blühende Feigenkakteen.


    In den Dünen blüht gelber Hornmohn, hier mit Klatschmohn und Stranddisteln, die noch nicht ganz soweit sind.


    Auch blauvioletter kugeliger Lauch fühlt sich in der Nähe wohl, gehört aber wohl nicht unbedingt dorthin, falls mein Bestimmungsversuch als Allium caerulum zutrifft.


    Überhaupt ist wohl einiges aus Gärten ausgebüxt. Verwilderte Passionsblumen sahen wir des öfteren, Kakteen außer den Feigenkakteen sonst eher nicht.


    Auch die Calla, die später unseren Tisch zierte, stammt aus der Nähe von Gärten, wuchs aber eindeutig außerhalb davon.


    Für die Fauna war ich immer wieder zu langsam mit der Kamera. Möwen, Nebelkrähen und Eidechsen hat Nobi in seinen tollen Ägäis-Beiträgen so perfekt porträtiert, dass ich lieber darauf verweise:
    https://www.pilzforum.eu/board…-symi-perle-der-aegaeis-1
    https://www.pilzforum.eu/board…-symi-perle-der-aegaeis-2


    Die letzten Tage haben wir im Norden der Insel verbracht, der wieder ganz anders ist als die bzw. der mir bekannte Teil der Ostküste, aber mindestens ebenso schön. Fortsetzung folgt...


    LG, Craterelle

    Hallo Maria,


    Danke! Das ging jetzt in der Tat sehr viel schneller, als ich nach deiner ersten Antwort erwartet hatte.


    Ich sammle die Gundelrebe (kennengelernt als Gundermann, aber ich finde den Namen Gundelrebe schöner als Gundermann oder Günsel) zwar nicht zu medizinischen Zwecken, aber trotzdem ausschließlich im Frühjahr. Das liegt am Aroma, dass sich nach meinem Empfinden stark verändert. Im Hochsommer mag ich das Kraut gar nicht riechen.


    Mein eindeutiger Favorit ist die Verwendung in Limonaden, gern in Kombination mit etwas Minze. Bisher habe ich noch nie das Bedürfnis verspürt, herzhafte Speisen damit zu würzen, und auch die häufige Empfehlung, die Blätter mit Schokolade zu überziehen, würde ich wenn überhaupt zum Einstieg am ehesten mit weißer Schokolade/Kuvertüre ausprobieren.


    Wenn man den selbstgewählten Sammelzeitraum so stark einschränkt, stellt sich natürlich auch die Frage nach der Konservierung. Trocknen habe ich ausprobiert und verworfen, vom Aroma bleibt bestenfalls eine Ahnung übrig. Einfrieren wird gerade getestet.


    LG, Craterelle

    Ich habe es tatsächlich am letzten Urlaubstag noch bis nach Tempio, dem einzigen Ort auf Sardinien mit einer Lidl-Filiale, geschafft, nur leider dort nicht bis zum Lidl, weil wir weiter mussten :(


    Also keine Erkenntnis darüber, ob Pioppino nun landesweit im Sortiment ist oder nicht.


    Und ich werde jetzt, wo es auch hier wärmer ist, wohl mal die Bestellung bei Pilzmännchen angehen.


    LG, Craterelle

    Hallo Nobi,


    Ein in beiden Teilen sehr stimmungsvoller Bericht, den ich urlaubsbedingt beinahe verpasst hätte.


    Sollte ich den Jubilar rein zufällig kennen, richte ihm nachträglich ganz herzliche Glückwünsche von mir aus!


    Grüße von einer anderen Insel im Mittelmeer,
    Craterelle

    Hallo Heidi,


    Da bin zu 100% bei dir, es kommt immer auf den eigenen Geschmack sowie die geplante Verwendung an.


    Als Tischsalz z.B., was ich mir auf mein Frühstücksei streuen will, finde ich eine deutlich wahrnehmbare, aber halbwegs dezente Bärlauch-Note sehr viel angemessener (und Zwiebel dürfte für mich durchaus auch drin sein).


    Etwas anderes ist es, wenn man zum Würzen eigentlich nur den Bärlauchgeschmack will und das Salz als notwendiges Konservierungsmittel auffasst. Augenmaß ist einfach eine gute Sache.


    LG, Craterelle

    Hallo Holger,


    Danke für die Reanimation! Ich hatte dieses Thema vor einiger Zeit mal zufällig gefunden und mit Vergnügen gelesen. Nur beizutragen habe ich selbst nicht viel, wir grillen nur ab und zu mal etwas (meist Gemüse) auf der ausgeräumten Glut vom Backofen, sehr rustikal also.


    Über Pilze auf dem Grill habe ich auch öfter nachgedacht, aber bisher hat das zeitlich nicht gepasst.


    LG, Craterelle