Beiträge von Craterelle

    Hallo Habicht,


    Danke, dass du das noch mal an die Oberfläche holst. Evtl. wird Veronika ja auch noch darauf aufmerksam, aber ich glaube, sie ist bei 123pilze aktiver als hier.


    Eine Frage hätte ich außerdem noch zu Thorstens Beitrag.



    C. rubellus kann je nach dem, ob er sich durchs Moos quetschen musste oder nicht OHNE Stielzeichnung kommen.
    Ich habe direkt zuschauen dürfen, als die Kollegen das Fleisch positiv auf Orellanin getestet haben.


    Ich meinte, dass sowohl C. rubellus als auch C. orellanus (und evtl. auch weitere Rauhköpfe) Orellanin enthielten. Das wäre also kein Hinweis auf die Art. Und noch neugieriger gefragt: womit weist man Orellanin denn nach?


    LG, Craterelle

    Hallo Mausmann,


    Gefällt mir gut! Etwas mehr Leben in der Küche, das ist auch schön.


    Ich habe Tintenschöpflinge immer stehen lassen, weil sie mir irgendwie unheimlich waren. Laufen die vielleicht weg auf dem Weg nach Hause oder während der Zubereitung 8|


    Gestern habe ich zum ersten Mal einen mitgenommen und ebenfalls in Brühe gedünstet (ohne Ofen, Käse, Schinken). Ich war recht angetan: farb- und formstabil und guter Geschmack.


    Insofern kann ich mir deine "gratinierte Suppe" sehr lecker vorstellen.


    LG, Craterelle


    Hast Du Bilder von Deinem Fund gemacht?


    Hallo Thomas,


    Vom Pilz ja, von der Farbreaktion leider nicht.

    Zitat von Oehrling

    Bei den Erdritterlingen können lt. Literatur auch T. basirubens und T. atrosquamosum röten, ferner der im RIVA (1988) beschriebene T. tumidum (mMn ein Phantom). Bekannt ist das Röten beim Seifenritterling (T. saponaceum-Gruppe) in der Stielbasis und am Hutrand.


    Danke, Oehrling. Einzig den Seifenritterling würde ich wegen des Geruchs ausschließen. Aber ich denke, eine Bestimmungsanfrage macht bei unvollständiger Dokumentation keinen Sinn.


    LG & Entschuldigung fürs "Kapern",
    Craterelle


    P.S.: Thomas, freut mich, dass du mit dem Milchling noch weitergekommen bist.


    Hallo!


    Ich denke dass man Mitleid mit solchen Menschen haben soll. Die Armen haben offensichtlich keine Ahnung davon was für Pilze sie zum Essen gesammelt haben. Sie essen das was sie nicht kennen.
    Der Schriftsteller Nicholas Evans hat den Spitzgebuckelten Raukopf mit dem Steinpilz (STEINPILZ!!!) verwechselt! Er hat sich selbst und drei seiner Familienmitglieder vergiftet. Er lebt jetzt mit einer ihm von seiner Tochter gespendeten Niere. Wenn intelligente Erwachsene Menschen einen Raukopf von einem Steinpilz nicht unterscheiden können, dann kann man sich über nichts mehr wundern... Hier ist ein Interview mit Nicholas Evans darüber, auf Englisch.


    Hallo Alexander,


    Ich wollte mich noch für die Verlinkung des Interviews bedanken. Ich finde es sehr aufschlussreich. Schockierend auch, ja.


    LG, Craterelle

    Hallo Igel,


    Wir hatten das Thema kürzlich hier https://www.pilzforum.eu/board…tzle?pid=379504#pid379504 schon mal, allerdings ohne handfeste Ergebnisse.


    Mir ist keine Quelle bekannt, die sie als roh essbar ausweist, aber Rohgiftigkeit ist auch nirgendwo verzeichnet.


    Ratsam wäre wohl, vorsichtshalber von letzterem auszugehen und auf andere Pilze auszuweichen, bzw. auf andere Zubereitungsweisen für die Trompetenpfifferlinge.


    LG, Craterelle

    Hallo Abeja,


    Ich habe dazu mal in das Buch von Guthmann et al. (2011) geschaut, weil das Fokus auf die Inhaltsstoffe legt und mit Quellenangaben zumindest deutlich besser ausgestattet ist als viele andere populäre Pilzbücher.


    Darin ist zu Paxillus involutus zu lesen, dass das Involutin wohl gar nicht an der Giftwirkung beteiligt wäre. Leider ohne wirkliche Quellenangabe, nur untermauert durch den Verweis auf die starke chemische Ähnlichkeit zu einen Stoff im ungiftigen Kornblumenröhrling. Demnach wären es unbekannte Stoffe, die das Paxillus-Syndrom bei Kremplingsgenuss auslösen können.


    Entsprechend ist auch bei der Netzhexe nur vermerkt, dass sie in Verdacht steht, das Paxillus-Syndrom auszulösen. Hier wird auf Flammer 1985 verwiesen (also noch als die von dir gefundene Quelle) mit der Bemerkung, dass dieser Verdacht nicht erhärtet werden konnte.


    Wenn das Involutin der problematische Stoff wäre, wäre es m.E. durchaus machbar, diesen Stoff in anderen Arten nachzuweisen (und nebenbei vermutlich auch noch Versuchstiere damit zu traktieren). Wenn man aber gar nicht weiß, welche Stoffe Auslöser sind, kann man sie ja nicht gezielt suchen und kann nur von ähnlichen Symptomen/Auswirkungen ausgehen, was naturgemäß deutlich schwieriger sein dürfte.


    Insofern erscheint mir die Darstellung dort recht plausibel.


    LG, Craterelle

    Hallo Joseph, hallo Alexander,


    ich glaube nicht, dass es gelingt, Edelreizker zu zerkochen. Wenn sie noch etwas weicher werden sollten, wäre mir das durchaus nicht unrecht. Mindestens eines der Gläser wollte ich verschenken, dass sollte dann ohne Hinweis "musst du aber ganz bald essen" erfolgen und zumindest ein paar Monate haltbar sein.


    Vielleicht befülle ich beim nächsten Mal ein ganz, ganz kleines und lasse das unsterilisiert (nur kochend heiß abgefüllt), um die Haltbarkeit zu beobachten. Da das ja praktisch heißt, sie gezielt verderben zu lassen, wäre mir ein größeres Glas zu schade dafür.


    Und ja, wirklich nur Essig und Salz. Der Sud war auch ohne jegliche Gewürze extrem lecker, die Edelreizker bringen genug Eigengeschmack mit. Essig (in diesem Fall war es auch Essigessenz, aber hier werde ich bei weiteren Versuchen noch variieren) auch wirklich nur minimal, in der Dose war nämlich gar keine Säure.


    Sterilisieren im normalen Topf oder im Backofen geht auch, das weiß ich, aber im Dampfdrucktopf soll es energiesparender sein.


    LG, Craterelle


    Hallo Oehrling,


    danke für die Antwort. Meine Frage war gar nicht auf das Exemplar von Thomas bezogen, sondern allgemein. Mein Fund hatte stark und auffällig gerötet (korallenrot könnte man es vielleicht als Kompromiss nennen), und ich wollte gern wissen, ob diese Reaktion bei anderen Ritterlingen vorkommen könnte.


    LG, Craterelle

    Herbst im Glas, sozusagen.


    Nachdem ich anhand dieser Dose feststellen konnte, dass Reizker eingelegt durchaus gut schmecken (zumindest viel, viel besser als roh eingefrorene <X ), habe ich das selbst versucht.


    Reizker gründlichst putzen, kleingeschneiden und portionsweise (damit es schneller geht und frische Schnittstellen nicht anlaufen) in Wasser mit ganz wenig Essig je 5-10 min abgekocht.


    Pilzstückchen in Twist-off-Gäser gefüllt, Kochwasser durch einen Kaffeefilter abgeseiht und kräftig gesalzen (gut 1 TL auf 200 ml Flüssigkeit). Ggf. Gläser und Flüssigkeit noch einmal erhitzen, falls sie abgekühlt sind (geht prima in der Mikrowelle, falls verfügbar), dann fest verschließen und kurz auf den Kopf stellen.


    So sehen sie jetzt aus, deutlich hübscher als die industriell hergestellten (die waren sehr viel dunkler), und der Sud war auch total lecker.


    Jetzt sollen sie noch 1/2 h im Dampfdrucktopf sterilisiert werden, damit sie auch wirklich haltbar sind. Ich habe zwar einen, aber ich finde die Benutzung etwas gruselig, so dass ich vor diesem Schritt noch gezögert habe.


    Für andere Pilzarten würden ich diesen Aufwand eher nicht betreiben.


    LG, Craterelle

    Hallo Schupfnudel,


    Der Kampfermilchling entwickelt sein Aroma sogar erst beim Trocknen.


    Bzgl. der Skepsis hatte ich schon mal geschrieben: ich habe schon so viele Pilze verschickt und bekommen. Keine Ahnung, ob die jeweiligen Empfänger meine Pilze unauffällig entsorgt haben, ich habe einen großen Teil der erhaltenen auf jeden Fall mit Genuss verzehrt.


    Die Absender waren nun auch nicht gerade Forums-Neulinge (da würde ich vielleicht auch einen Tausch ablehnen oder die Pilze ins Regal legen, bis sich die Bestimmungskompetenz herausgestellt hat), aber persönlich kannte ich andererseits auch niemanden davon.


    Ich kann mir auch vorstellen, dass die Idee für einige sehr vorsichtige Menschen gar nichts ist, und evtl. ist Tausch auch schon zu "kommerziell" für dieses Forum.


    LG, Craterelle


    Liebe Craterelle,


    ich glaube, ein paar Leute von meiner Weiterbildung haben sich schon in Goslar angemeldet. Für mich ist der F2 Kurs noch nichts. Ich muss erst noch mal im F1-er nachsitzen ;). Mein Wissen ist noch sehr lückenhaft. Das ist mir bei diesem Kurs durchaus klar geworden, obwohl ich ein paar Zusammenhänge durchaus begriffen habe. Ich mach nächstes Jahr noch einen F1-er und wenn ich das Gefühl habe, dass ich weiter gekommen bin, mach ich den F2. Ob mit oder ohne Prüfung werde ich sehen. Ich bin so gar kein Prüfungsmensch. Wir haben abends beim Bier versucht, die letzten Prüfungsfragen zu beantworten. Dabei sind wir nur auf 30-40% gekommen. Da ist also noch jede Menge Luft nach oben.


    Hallo Claudia,


    Jetzt wo du es schreibst, fällt mir Verdrängtes wieder ein. Ich habe auch ziemliche Prüfungsangst (zum Glück musste ich lange keine Prüfung mehr ablegen) und müsste jeden Stoff mindestens doppelt so gut können wie eigentlich zum Bestehen nötig wäre, um mich halbwegs sicher zu fühlen. Vielleicht doch besser mit F1 anfangen - oder F2 mehrfach? Nach den Kriterien auf Andreas' Website fühlte ich mich eigentlich für F2 gerüstet, aber lieber zu klein als zu groß. Also wer weiß, vielleicht begegnen wir uns ja doch mal.


    LG, Craterelle

    Hallo Claudia,


    vielen Dank für den Bericht, über die von Fortbildungen freue ich mich immer ganz besonders. Ich überlege auch schon länger, mal einen Kurs mitzumachen, kneife dann aber doch immer (bzw. warte einfach ab, bis alle Plätze weg sind).


    Willst du nächstes Jahr den F2-Kurs machen? Mit Prüfung? Noch sind für den in Goslar Plätze frei, und Goslar wäre für mich von der Lage her auch sehr günstig. :/


    LG, Craterelle

    Hallo zusammen,


    Ich bin heute - ich glaube zum 2. Mal überhaupt - nicht so weit gekommen wie ich eigentlich wollte, weil es einfach zu viele Pilze gab.


    Die Büschelraslinge standen fast exakt an der gleichen Stelle wie beim letzten Mal, für die war ich allerdings ein paar Tage zu spät. Ebenso standorttreu die Grünlinge und die kupferroten Gelbfüße. Nur der Kiefern-Habichtspilz, den ich dort früher mal gefunden habe, lässt sich nicht mehr blicken.


    Eine neue Bekanntschaft war der spitzschuppige Stachelschirmling. Das können ja riesige Trumms werden, und sind trotzdem keine Riesenschirmlinge.


    Und überall standen Reizker, die zu meinen Lieblingen gehören - rudy, rudy, rudy rydz (oder so). Jetzt habe ich tatsächlich mal so viele, dass ich mit Einkochen herumexperimentieren kann.


    Die Röhrlinge habe ich weitestgehend ignoriert und nur einige junge Butterpilze mitgenommen. Der Wald war auch ziemlich voll mit Sammlern, aber Reizker werden meist verschont.


    Abgerundet wurde die Tour durch einen kräftigen Regenschauer.


    Euch allen frohes Finden!


    LG, Craterelle

    Ich hatte das hier angeregt und starte einfach mal einen Versuchsballon.


    Ich suche Kampfermilchlinge (Lactarius camphoratus). Ausdrücklich keine Bruchreizker (L. helvus), da ich beschlossen habe, den trotz seines leckeren Geruchs nicht zu verzehren.


    Im Tausch anzubieten hätte ich momentan eigentlich nur Chaga / schiefen Schillerporling (Inonotus obliquus). Oder Dryadensattel / schuppigen Porling (Polyporus squamosus), aber den schätzen wohl abgesehen von Safran und mir nur sehr wenige.

    ¡Hola!


    Im Spanienurlaub habe ich die Angebote natürlich auch unter die Lupe genommen, zunächst in der Markthalle von Santander.

    An den Ständen nur wenige Zuchtpilze (Champignons, Shiitake), dafür ein Plakat mit allerlei, was es nicht gab.

    Interessant, dass eine Helvella-Art dabei ist.


    Erfolgreicher war der Besuch im Carrefour, dort gab es neben auch bei uns üblichen Trockenpilzen getrocknete Trompetenpfifferlinge.

    Außerdem auch getrocknete Edelreizker, die ich allerdings für diese Konservierungsmethode eher zu schade finde.


    Die eingelegten dagegen wurden noch vor Ort verkostet und waren vorzüglich. Meiner Ansicht nach die Methode der Wahl zur Konservierung von eventuellen Reizker-Überschüssen.


    Außerdem, weil es thematisch gerade so schön passt, die Querverlinkung zu Safrans Bericht über chinesische Marktpilze:
    https://pilzforum.eu/board/the…m-markt-in-kunming-yunnan


    LG, Craterelle

    Hallo,


    Hans und Grüni, besten Dank für die Reaktivierung! Ich lese schon immer begeistert mit und kringele mich bei den Auflösungen, bin aber offenbar vollkommen unbegabt für diese Art Rätsel.


    Und an die Mods eine Bitte: Das gehört doch unbedingt in die Rätselecke verschoben, dort habe ich es gerade vergeblich gesucht.


    LG, Craterelle

    Hallo Jürgen,


    Ich hatte bei der ersten Vorstellung schon mein Lob ausgesprochen, das wiederhole ich gern. Ich gucke ab und zu hinein und habe gerade erfreut festgestellt, dass Lepista irina hinzugekommen ist, den ich wohl diesen Herbst auch probieren werde.


    Ich freue mich auf weitere kulinarische Testberichte.


    LG, Craterelle

    Hallo Feinschmecker,


    Ich habe getrocknete Pilze sowohl schon zugeschickt bekommen als auch selbst verschickt, nicht mal selten. In einem Fall sogar als Pilzpulver, wo man also gar nichts außer evtl. Geruch noch selbst beurteilen kann. Am besten tauscht es sich wohl mit Menschen, denen man vertraut.


    Zur Rohgiftigkeit von Trompetenpfifferlingen kann ich erstmal nichts weiter beitragen.


    Silbergrau, berichte doch mal, wenn du es ausprobierst.


    LG, Craterelle

    Ahoi, etwas spät melde ich mich dazu auch noch mal zu Wort.


    Ich bin ja nicht aus Süddeutschland, aber kommt nicht immer außer Eiern auch noch etwas Flüssigkeit an den Teig?


    Wenn ja, mache es doch so wie in Safrans Pilzbutter-Rezept: Pilzpulver mit wenig Wasser verrühren und ausreichend lange garen. Wenn man streng nach Rezept kochen will, könnte man das ganze vor der Wasserzugabe und nach dem Durchkochen wiegen, um die Wassermenge zu ermitteln.


    Was den Trompeten-Hagel angeht, stelle ich mich gern neben Feinschmecker. Ich habe noch nie welche gefunden. Vielleicht sollten wir im Unterforum Marktplatz mal eine Tauschbörse einrichten.


    LG, Craterelle

    Hallo Claus, hallo Oehrling,


    Keine Sporen über Nacht :(


    Ca. 6 h hätte er noch Zeit dafür.


    ich habe selten einen so eindeutigen Heringstäubling gesehen. Wenn du ihn wegdiskutieren möchtest, dann kommst du meiner Meinung nach als Gegenbeweis nicht um die Eisensulfatprobe herum.


    Nö, will ich ja gar nicht (und selbst wenn hätte ich immer noch kein FeSO4). Etwas um R. xerampelina war sogar meine erste Idee, aber durch den Hundepipi-Pilz kürzlich war ich nicht so recht bereit, dem Geruch Glauben zu schenken. Er fing aber einige Stunden nach der Waschaktion wieder an zu fischeln.


    Vielen Dank auch für deine ausführlichen weiteren Erläuterungen, die sehr hilfreich waren.


    Ich finde den Geruch tatsächlich zum Weglaufen, aber ich mag Fisch auch nur, wenn er möglichst wenig nach Fisch schmeckt.


    Und vergammelt wirkt der Fruchtkörper auf mich auch nicht, war zwar voll aufgeschirmt, schien aber noch ziemlich fit und ist auch über Nacht nicht "weggelaufen".


    LG, Craterelle


    Was mich dazu noch interessieren würde: kann T. sciodes, der schärfliche, denn das mit dem Röten beim Antrocknen? Ich weiß natürlich nicht, wie das bei dir war, aber bei mir war die Reaktion sehr auffällig und die Farbe kräftig rot-orange. .


    LG, Craterelle