Jau, so mit Bäumchen sieht das schon etwas solider aus. Allerdings darf das nach wie vor kritisch beurteilt werden. Da bin ich übrigens ganz der gleichen meinung: Vor allem, wenn hier nur die ITS - Sequenzen beobachtet werden, kann man daraus nicht unbedingt auch eine solide systematische Position ableiten, auch wenn es - in vielen Bereichen - ganz tauglich sein mag, um unterschiedliche Arten zu identifizieren.
Hm, dass sie so hübsch anschaulich und "wissenschaftlich" wirken, ist m.E. gerade ein Problem an diesen Baumdarstellungen. Wie instabil so ein Baum ist, wenn man genetisch relativ weit entfernte Arten (< 80% Übereinstimmung) darstellt, habe ich selbst bei meinen ersten Schritten im letzten Jahr erfahren und auch später von jemanden bestätigt bekommen, der sich sehr gut damit auskennt, aber weder namentlich genannt noch zitiert werden wollte.
Zwischen UDB002284 (X. subtomentosus) und UDB000944 (B. edulis) im von Jens verlinkten Diagramm beträgt die Ähnlichkeit um die 65% (Needleman-Wunsch mit verschiedenen Parametern).![]()
Ich denke inzwischen, der Vergleich der ITS-Sequenzen hat seine großen Stärken, wenn es darum geht, nah verwandte Arten zu vergleichen bzw. die Verhältnisse innerhalb einer Art oder Artengruppe zu klären (also eher so, wie ihr es mit euren braunen Ritterlingen vorhabt, Pablo).
Das ist allerdings hinsichtlich der ursprünglichen Frage etwas off topic. Entschuldige, Lotte.
LG, Craterelle
