Beiträge von Craterelle

    Meine Kalender waren schon fertig,als ich Ende September aus dem Urlaub zurückkam. Sie gedruckt in den Händen zu halten, ist nochmal wieder was ganz anderes :cool:


    Gestern habe ich einen einer Freundin als Geschenk übereicht. Sie und alle anderen waren auch ganz begeistert, ob nun eher pilz- oder foto-interessiert oder weder noch. Aus dem Kreis wird es wohl auch noch eine Nachbestellung geben.


    LG, Craterelle


    Hallo Igel,


    es sieht wohl so aus, als würden die mit Kiefern als Partnern (S. squamosus) von denen mit Fichten (S. imbricatus) in den meisten aktuellen Veröffentlichungen getrennt. Ich denke, dieser Artikel hier dürfte maßgeblich beteiligt sein:
    http://booksc.org/book/20351468/76d188


    Die makroskopischen Unterschiede werden hier aufgelistet:
    https://www.123pilze.de/000Forum/attachment.php?aid=5071


    Ich war aber ganz froh, dass meine bisherigen Funde immer über die Begleitbäume (2x Kiefer, 1x Fichte) eindeutig zuzuordnen waren, sonst hätte ich mich da sehr schwer getan. Ob ich die geschmacklichen Unterschiede nachvollziehen kann, werde ich dann gelegentlich mal ausprobieren.


    LG, Craterelle

    Hallo Igel,


    Findest du bei dir auch die Kiefernwald-Form oder unterscheidest du nicht zwischen beiden? Einige meinen, es gäbe da auch geschmackliche Unterschiede.


    Hallo Kletterstefan, im Elbsandsteingebirge solltet ihr doch wohl passende Habitate haben? Dann scheint der aber arg unterkartiert, für Sachsen gibt es insgesamt nur 11 Datensätze auf pilze-deutschland.de.


    Mir sind in meiner näheren Umgebung nur zwei Vorkommen bekannt. Den aufgrund seiner Seltenheit mit absolutem Entnahmeverbot belegten Grünling finde ich um Größenordnungen häufiger. Aber der Habicht hat eben auch die bessere Tarnung.


    Hallo Tuppie und Heide,


    doch, doch, ich bin wieder ganz ruhig.

    Aber die Bilder sind nicht sehr gut geworden, es war doch schon recht dämmerig. Schade, wo die Pilze doch so hübsch sind. Auf deine vielen Berichte bin ich auch sehr gespannt, Heide.


    Hallo Alexander,


    dir dann ebenso Glückwunsch! Ich habe ihn auch als lecker in Erinnerung, aber es ist eben schon ganz, ganz lange her.


    Zum Trost gibt es noch ein Bild der Langfußlorchel (wohl H. macropus oder villosa), die tatsächlich ein Erstfund für mich war, der ich aber weit weniger Beachtung geschenkt habe.


    LG, Craterelle

    Vier lange Jahre hat es mich immer wieder an diesen Ort gezogen, wo ich damals zum ersten Mal dem Kiefern-Habichtspilz begegnet bin.


    Nie war er zuhause, wenn ich vorbeikam. Am Samstag wollte ich dann am Ende eines ausgedehnten Streifzugs zumindest kurz vor der Dämmerung noch einmal gucken. Stapfte suchend herum, hielt inne, etwas frustriert, und wollte die Suche abbrechen. Und sie standen weniger als 1 m neben meinen Füßen 8|


    Ich bin dann wirklich ganz schnell aus dem Wald herausgestürmt wie mit Scheuklappen, weil noch mehr Funde mich völlig überfordert hätten.


    Ich freue mich noch immer. Bild folgt, wenn ich mich wieder beruhigt habe :cool:


    LG, Craterelle

    Hallo,


    Ich hefte den mal gedanklich als L. pubescens cf. ab. Für torminosus fehlte sämtlichen Altersstufen die Zonierung, deshalb überzeugt mich das nicht recht. Einweichen halte ich für nicht zielführend, weil die Exemplare ja durchaus feucht waren, s.o.


    Igel, du kannst dein Geld behalten ;) Normalerweise werden ja Chips gewettet, aber auch das ist wohl etwas aus der Mode gekommen.


    LG, Craterelle

    Hallo Tuppie,


    Ich freue mich mit dir! Für mich wäre das ein Erstfund gewesen, aber für dich war es doch eher ein Wiederfund, richtig? Die können auch sehr viel Freude bereiten, wenn man sie herbeigesehnt hat.


    LG, Craterelle

    Hallo nochmal,


    Ich bin der Milchlings-Hypothese gegenüber absolut aufgeschlossen, zumal die Stiele auch karottig brechen.


    Aber die wollen absolut keine Milch abgeben. Ich habe noch mehrere Exemplare eingesammelt, recht junge mit noch heruntergebogener Hutkante und auch ein Baby von 1-2 cm Durchmesser. Die wirkten komplett intakt und wollten trotzdem nicht milchen. Ich habe sie dann kurzentschlossen mit der Knoblauchpresse malträtiert, das hat aber auch außer klare Flüssigkeit nichts ergeben.


    L. pubescens würde auch vom Standort recht gut passen, aber zumindest im Laux ist angegeben "Milch anfangs reichlich", und das trifft hier so gar nicht zu.


    LG, Craterelle

    Hallo Sepp,


    Hm, die Milchlinge hatte ich auch noch so ein wenig im Hinterkopf, aber der hat wirklich überhaupt nicht gemilcht, obwohl er frisch und nicht angetrocknet wirkte. Dagegen fließt die Milch beim Bruchreizker in Strömen. Ich kann nochmal einen neuen versuchen zu angeln und den dann auspressen.


    Danke & LG,
    Craterelle

    Hallo zusammen,


    Eine eher beiläufige Begegnung beim abendlichen Gang durchs Viertel.


    Der Stiel war ziemlich kurz, wenige cm. Anders als Abschneiden (unterm Zaun durch) wäre ich gar nicht drangekommen, das ging also leider nicht besser. Als Baumpartner käme wenn überhaupt eigentlich nur Birke in Frage.


    Lamellen auffällig eng stehend und mit ausgeprägtem orange-rötlichen Schimmer.


    Der Hut misst c. 7-8 cm, und die Huthaut ist filzig-zottelig.


    Ich habe versucht, die Kante nochmal im Detail aufzunehmen, aber eigentlich erkennt man im Schnittbild am besten, wie lang die Fasern tatsächlich sind.


    Mein Verdacht geht am ehesten in Richtung Riesenkrempentrichterlinge, ich finde da nur keinen, der so richtig passen will. Falsch abgebogen?


    LG, Craterelle


    P.S.: Sporenpulver hat er in 2 Nächten nur wenig rausgerückt, wird dem Anschein nach aber sehr hell oder weiß ausfallen.


    Danke fürs Verlinken, Frank. Demnach ist es also unklar, wie sich andere Arten verhalten.


    LG, Craterelle

    Hallo ins Forum,


    Ich nehme mir in letzter Zeit öfter mal einen Schleierling mit nach Hause, um über dessen Artnamen zu meditieren. Meist ohne Bestimmungserfolg, aber zu diesen hatte ich sogar gleich im Wald schon eine Idee. Dort durften sie allerdings wegen extrem starkem Madenbefall auch verbleiben.



    Stiel schleimig, Huthaut trocken stark glänzend, mit Sand und anderem beklebt, Kusstest positiv. Hutfarbe perfekte Kastanien-Imitation, Lamellen milchkaffeefarben, Stiel hell. Standort sehr sandiger, lichter Kiefernbestand.


    Ich möchte den gern Heide-Schleimfuß nennen. Könnt ihr dem zustimmen?


    LG, Craterelle


    Hallo Cortinarien-Kenner,


    Zu diesem Test habe ich eine Frage: ist das spezifisch für C. varius, schließt also andere Schleierlinge aus?


    An anderer Stelle habe ich mal einen ähnlichen Tipp gelesen, die Lamellen zu entfernen, wo dann auch violette Streifen auf der Hutunterseite sichtbar sind. Das ist vermutlich das gleiche?


    LG, Craterelle


    Hallo Chris,


    doch, die röten schon, aber extrem langsam (wie Perlpilze, die kannst du ja auch nicht anschneiden und auf das Röten warten, außer du hast sehr, sehr viel Zeit).


    Beim kupferroten wird die Reaktion durch Hitze stark beschleunigt. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine starke Farbreaktion geben müsste, wenn man mit dem Feuerzeug ein bisschen "kokelt". Das habe ich aber noch nicht ausprobiert.


    LG, Craterelle

    Nochmal ein Nachtrag: ich nehme die doch ganz gern mit inzwischen. Den Geschmack bewerte ich positiver als im ersten Test, die Konsistenz ist nicht ganz so meins, aber der Farbumschlag in der Pfanne ist so hübsch.


    Wenn man wirklich mal ganz viele hätte, könnte man damit evtl. das von Nobi gepostete "Pilzrotkraut"-Rezept ausprobieren.


    Safran, melde dich bei mir, falls du mal im Herbst im Berlin bist. Dann können wir gern an meinen Stellen gucken gehen.


    LG, Craterelle

    Hallo,


    Ich danke euch allen für eure Antworten.



    Manfred, dir ganz besonders! Das geht schon sehr in die Richtung, die ich mir vorgestellt habe.


    LG, Craterelle


    Hallo Norbert,


    Die erste sollte die richtige sein. Ich habe auch welche bei mir, aber wieder vergessen, welche Sorte Art es nun war.


    LG, Craterelle

    Hallo Norbert,


    Auf der Spur war ich auch schon mal unterwegs (und meine Schwertlilien im Garten waren in Gefahr). Leider ist es wohl nur eine ganz bestimmte Art oder Varietät, die überhaupt so riecht, und die muss man auch erstmal lange trocknen. Quellen dafür habe ich jetzt nicht mehr bei der Hand, ist nur aus der Erinnerung heraus geschrieben.


    Also lass deine Schwertlilien lieber in Ruhe, ich habe auch noch in Erinnerungen, dass die auf Störung eher empfindlich reagieren, aber ebenso ohne Quellenangabe.


    LG, Craterelle

    Hallo zusammen,


    [x] Mir ist bekannt, dass der Grünlinge (Tricholoma equestre s.l.) in aktueller Literatur als Giftpilz eingestuft wird.


    Die Knüppel :haue: also jetzt bitte wieder einpacken.


    Ich suche Rezepte (auch historische oder aus Familientradition) für Grünlinge, um diese durch schwarzfaserige Ritterlinge zu ersetzen, was m.E. geschmacklich perfekt passen sollte, nur eben in leicht anderer Farbe.


    Von daher sind natürlich auch Rezepte für den schwarzfaserigen selbst sehr willkommen, ich fürchte nur, die sind eher noch seltener.


    Ich freue mich sehr, wenn jemand etwas hervorkramt. Evtl. auch aus dem benachbarten Ausland, es gibt ja einige Länder, in denen der Grünling beliebt war.


    LG, Craterelle

    Sie sind wieder da!


    Und sie riechen genauso blumig-parfümiert wie ich es vom letzten Herbst in Erinnerung hatte. Nach Iris-Rhizom habe ich in so einigen Apotheken nachgefragt, aber die gehört wohl nicht mehr zum Standard-Sortiment.


    Pablo, hast du noch etwas Butter zum Fisch?


    Welche Leucopaxillus-, Calocybe- und Lyophyllum-Arten kämen denn in Frage? Riecht eine davon blumig?


    LG, Craterelle

    Hallo,


    Wenn du einen Pilzhut mit Leisten in einigem Abstand vom Hutrand quer zu den Leisten durchschneidest, sieht der Querschnitt etwa wie Zähnchen aus, also möglicherweise zwar höher als breit, aber an der Basis breiter als an der Spitze und dadurch im Anschnitt dreieckig. Machst du das bei einem Lamellenpilz, sollten die Lamellen nicht nur etwas, sondern wesentlich höher als breit sein und die Seiten über fast die gesamte Länge annähernd parallel (wie ein Kamm ungefähr).


    Ich habe dazu mal ein Foto gemacht, füge ich später noch ein.


    Soweit also die Theorie zu den Unterschieden.


    Außerdem laufen Leisten bei allen Arten, die mir einfallen, immer am Stiel herab. Der Hut geht nahtlos in den Stiel über. Wenn du eine Trennung erkennen kannst, spricht das also gegen einen Leistling. Achtung: umgekehrt gilt dieser Schluss nicht, es gibt auch Lamellenpilze, bei denen die Lamellen herablaufen (Trichterlinge).


    LG, Craterelle


    Update: Bild angefügt, Pfifferling vs. Hallimasch. Ob das beim falschen Pfifferling auch so gut rauskommt, würde mich interessieren, hatte aber gerade keinen zur Hand. Das geht sogar beim falschen Pfifferling viel besser, als ich erwartet hätte (wobei zur Unterscheidung vom echten der "Knautschtest" die einfachere Methode bleibt).

    Hallo Alexander!


    Ich finde es total beeindruckend, welche Mühe du dir machst, den Prozess für uns ausführlich zu dokumentieren. :thumbup:


    Bei dem "Schimmel" könnte es sich evtl. um Kahmhefen handeln, wenn es eher ein flächiger Belag ist als pelzig. Meiner Kenntnis nach sind die ungefährlich und tummeln sich gern mal als ungebetene Gäste bei der Milchsäuregärung herum (Sauerkraut, milchsaure Gurken, Sauerteig).


    LG, Craterelle

    Hallo ihr,


    Ich bin beim Pilzeputzen sowieso schon ziemlich pingelig (ich versuche mir gerade abzugewöhnen, die Schuppen vom Hallimasch abzuputzen - bringt enorme Zeitersparnis), aber zum Einkochen habe ich wirklich nur Exemplare komplett ohne Fraßspuren verwendet und auch jegliche Teile mit vergrünter Milch entfernt, weil das im Glas nicht so hübsch aussieht.


    Mit anderen Worten: Es gab jedes Mal reichlich Ausschuss, der nach meinem Empfinden aber durchaus noch pfannentauglich war.


    Der hatte folgendes Schicksal:


    Reizkerstücke mit Zwiebel scharf anbraten (vielleicht sogar ausnahmsweise in Annatto-Öl wegen der Farbe, Olivenöl tut's aber auch, auch Butterschmalz wird sicherlich taugen), Langkornreis noch kurz mitbraten, dann mit dem Reizker-Kochsud* ablöschen, 1-2 Lorbeerblätter zugeben und auf kleiner Flamme kochen, bis der Reis gar ist. Vielleicht noch einen Hauch schwarzen Pfeffer dran, das war's.


    Für mich bekennende Reizker-Liebhaberin: einfach himmlisch.


    * Den hat man natürlich nicht unbedingt, wenn man nicht Reizker zum Einkochen blanchiert. Putzreste mit ganz wenig Essig und Salz auskochen wäre eine andere Idee.


    LG, Craterelle



    P.S.: Foto folgt evtl. - ich kann da nichts versprechen ;)

    Hallo,


    Wow, toller Garten!


    Nr. 1 sieht schon extrem nach Fliegenpilz aus. Die Punkte sind nicht zwingend und können auch vom Regen abgewaschen werden. Und am Hutrand sind ja sogar noch weißes Velumflocken.


    Nr. 2 auf jeden Fall eine Art aus dieser Gattung. Beutelstäubling wäre auch möglich. Schneide ihn mal längs durch, ob da eine Linie zwischen oberem und unterem Teil erkennbar ist.


    Nr. 3a sieht nach einem der rotmilchenden Reizker sein. Welcher ist für mich nicht klar erkennbar, da könnte man aber noch weiterkommen. Welche Nadelbäume stehen in der Nähe? Wenn verschiedene Baumarten in Fragen komme, müsstest du schauen, ob der Stiel Grübchen hat und wie sich die Milch verfärbt. Ach ja, Reizker gehören zu den Milchlingen. Die Gattung umfasst alles, was so eine ähnliche Statur hat, beim Durchbrechen des Stiels nicht auffasert und Milch absondert.


    Nr. 3b hatte sicher keine rote Milch, ich vermute, er hatte gar keine? Ich finde es von den Farben her schwer erkennbar, aber die Hutstruktur erinnert mich an den rötlichen Holzritterling, mit dem könntest du mal vergleichen.


    Bei Nr. 4, dem weißmilchenden, habe ich erstmal keinen Tipp. Auch da könnten die Begleitbäume hilfreich sein.


    Die nachträglich hinzugefügten, Nr. 5, könnten evtl. rauchblättrige Schwefelköpfchen sein. Die sind per Bild aber schwer bestimmbar.


    LG, Craterelle

    Hallo
    Mit den Pilzen gibt es ein weiteres Problem. Die können sehr lange "herumstehen", aber keiner kann sagen wie alt die wirklich sind. Die sehen sehr lange gut aus, aber wann genau beginnt die Zersetzung?


    Hallo Uwe,


    Da ich auch vorher schon mal gelesen hatte, dass das Alter der Herbstlorcheln schwer zu beurteilen sein soll, habe ich bei meinen ersten Funden genau drauf geachtet.


    Ich findet, man erkennt durchaus, welche älter und welche frischer sind. Besonders am Stiel, der nur bei den jüngeren hell elfenbeinweiß ist und sich später bräunlich verfärbt, sowie an der Elastizität; ältere sind wesentlich brüchiger. Eingetrockneter Hutrand wäre für mich noch kein eindeutiges Zeichen, nur ein Grund, genauer hinzuschauen.


    LG, Craterelle