Lieber Habicht!
Das ist immer das Problem mit "selbstgemachten" Sachen, gewerblich lohnt sich das nur, wenn man billig produzieren lässt (dann ist es nicht mehr selbstgemacht) oder entsprechend teuer wird, und ab da wird es dann wirds wieder uninteressant.
Über die Provision werden wir uns schon einig ;).
Ich habe mal Seife selbst gesiedet. Das war super Seife, ich habe heute noch ein paar Kunden, die nur meine Seife verwenden, weil keine unnützen Zusatzstoffe drin sind und sie hypoallergen ist. Auf meine Etiketten musste ich jedoch aus rechtlichen Gründen aufdrucken, dass die Seife nur für Dekozwecke verwendet werden darf. Grund: ich hätte für jedes meiner 18 Seifenrezepte ein unabhängiges Gutachten benötigt, das jeweils im Schnitt 500 Euro gekostet hätte. Da hätte ich entweder eine kleine Fabrik aufmachen müssen (soviel zur Manufaktur) oder den Preis dermaßen hochschrauben, dass sie keiner mehr gekauft hätte. Und ab da hätte ich noch keinen Euro Steuer bezahlt. Das rechnet sich also nicht.
Wofür ich diese Gutachten gebraucht hätte, ist mir bis heute schleierhaft. Das einzig gefährlich an Seife kann sein, dass man sich mit der Berechnung der Natronlauge vertut. Das kann das Gutachten auch nicht verhindern. Jedoch habe ich jede Charge bevor sie in den Verkauf ging pH-Wert-getestet, das verhindert die einzige mögliche Verletzungsgefahr, dieVerätzung.
Na ja, genug gejammert, nun weiß ich, wie super Seife gemacht wird und brauche keine mehr zu kaufen. Vielleicht schicke ich Dir das nächste Mal eine mit.