Beiträge von ingosixecho


    Sowas gibt es auch bei den Doppelpilzen:


    Hi Pablo,


    ich meine, diese Galerie ist nicht öffentlich sondern ein Projekt vom Betreiber der Doppelpilze-Seiten. Das Forum ist ja nur ein Teil davon.
    Ein Projekt, welches es meiner Meinung nach verdient hätte, etwas zu investieren, ist >dieses hier.< Zumindest hatte ich dort vor Jahren meine Bilder eingestellt. Soweit mir bekannt ist, soll die Datenbank auch weiter betrieben werden - auch ohne das mittlerweile geschlossene Forum. In diese wurde sehr viel Zeit und Wissen durch verschiedene Pilzexperten eingebracht.
    Da hier mittlerweile zahlreiche ehem. Mitglieder aus der alten fungiworld aktiv sind - vielleicht gibt es ja aktuellere Informationen.


    Gruß Ingo


    Die Krönung war aber der in Mecklenburg-Vorpommern relativ seltene
    Perlhuhn - Champignon (Agaricus moelleri). Namensgebung für den giftigen Pilz sind graurußigen Schüppchen auf der Kappe.


    Hallo Andreas,


    wo wir schon bei den Perlhühnern sind. Kennst du eigentlich schon den Perlhuhn-Egerlingsschirmpilz
    (Leucoagaricus meleagris)?



    gefunden 2006 im Oderland, auf einem Campingplatz. Immerhin ist er im Parey's eine Erwähnung wert.


    Gruß Ingo


    Um welche Erkenntnisse ging es da? Etwa um die, dass der Grünling giftig ist? ;)


    Hallo Stephan,


    Nö! Das war noch eine andere Baustelle im pp-Forum. Die französischen Pilzesser hatten angeblich M. Bon die aufgesammelten Pilze gezeigt, wonach diese von M. Bon als Kieferngrünlinge bestimmt wurden. Wobei mir im Nachhinein auffiel, dass die Pfannenfreunde M. Bon ihre Funde gar nicht hatten zeigen können, da sie diese bereits aufgegessen, und daran zum Teil gestorben waren. Grausig - aber ich wollte auch keinen Spass damit treiben. Wer war denn dabei, als die gesammelt hatten?


    Im Beitrag von Holger und Andreas ging es um die angebliche Giftverdächtigkeit vom Muschelseitling und dessen Ursprünge. Dabei nicht ganz unbeteiligt war Ch. Hahn, den ich im Übrigen sehr schätze.
    Was ich meinte - mitunter ist es besser, nachzufragen. ;)


    Was mir bei dem ganzen Geschreibe auffällt - liest du eigentlich im "Tintling"? Ist zwar keine Pflichtlektüre, aber ich finde den mitunter lehrreich.


    Gruß Ingo
    [hr]


    @ Ingo: Ja ich bin es und ich freue mich Dich Asco Fan auch hier zu treffen!!


    Nee Holger,


    leider falsche Baustelle. ;o)) Mich hat eben gerade mein Avatar daran erinnert, dass ich ein ausgemachter Winterfeind bin. Ascos mag ich nur, wenn sie mindestens 10 cm hoch werden. Ingo Wagner ist hier aber auch zugegen.


    Grüßlis Ingo


    hast Du Zugriff auf den Tintling 1/2012?


    Hallo Holger,


    eigentlich hatten wir ja schon mal woanders Bekanntschaft geschlossen. ;o)
    Aber, ein "Wald" ist ja bekanntlich nicht genug. Deshalb liebe Willkommensgrüße, auch von mir, hier in diesem Forum.


    Euren Gemeinschaftsbeitrag im Tintling No. 74 finde ich übrigens grandios und obendrein sehr lehrreich. Ein schönes Beispiel dafür, dass es gut tut, hin und wieder mal "Erkenntnisse" von Berufsmykologen kritisch zu hinterfragen.


    Gruß Ingo

    Hallo Pilzfreunde,


    weil's gerade ins Abseits zu laufen scheint, möchte ich auch mal meinen Senf dazu zum Besten geben. Ich denke, der angefressene Pilz war ein klassischer Hellsporer und nennt sich mit Vornamen "Amanita".
    Ich denke, dass könnte auch Stephans (Öhrling) Verdacht gewesen sein. In Tateinheit mit Linde könnte es z. B. ein Fransiger Wulstling gewesen sein, der seine beste Zeit schon hinter sich hatte. Den Nachnamen zu 100% herausfinden werden wir wohl alle nicht mehr. Es sei denn, es gibt vom Pilz Trockenmaterial.


    Gruß Ingo


    Ich möchte eine Art Kur machen, außerdem meine Nichte, die an einer chronischen Magenschleimhautentzündung leidet versorgen. Es ist für mich und die Nichte jedoch eine Premiere, mal schauen, wie sich's entwickelt.


    Moin Tuppie,


    da es für dich die Premiere ist, hier ein paar Erfahrungen von mir. Zum ersten Mal hatte ich die Porlinge (glaube ich) 2005 eingesetzt. Vor allem bei Akutproblemen können die sehr hilfreich sein. Ich stelle aus den getrockneten Würfeln mit Hilfe einer Kaffemühle mittelfeines Pulver her. Das kommt dann direkt (etwa 1 geh. Esslöffel), zusammen mit 2-3 Beuteln Kamillentee, in eine Kanne. Mindestens 10 Minuten ziehen lassen, dann ist der Sud gut und die Teebeutel können raus. Der Porlings-Kamillentee wird dann ohne Rücksicht auf "Verluste" eingenommen. Also - wenn ein paar Krümel Pilz mit verschluckt werden, macht das nicht. Die meisten Krümel werden sich sowieso am Boden absetzen. Die Bitterkeit des Gesöffs sollte dabei ignoriert werden.


    Ich habe diese Art Medizin nicht nur bei mir erprobt sondern auch Verwandte, Freunde und Kollegen damit verarztet. Die hatten meist akute Probleme wie Magengrippe, Gastritis und Co.. Nach der Einnahme kam es fast ausnahmslos zu einer Verbesserung des Wohlbefindens, oft auch verbunden mit einer plötzlichen Appetitszunahme.


    Welche langfristige Auswirkungen eine dauerhafte Einnahme hat, kann ich allerdings nicht beurteilen. Vielleicht macht ja mal Jemand einen Thread in einem passenden Unterforum auf.


    Gruß Ingo


    Zu Hause sichtete ich dann meine Birkenporlinge. Auch das Putzen und schneiden der Pilze hatte an diesem Morgen fast etwas meditatives.


    Hallo Tuppie,


    schöne spätherbstliche Eindrücke zeigst du uns hier. Danke dafür.
    Aber - was stellst du eigentlich mit den "Holzwürfeln" vom Birkenporling an?
    Ich gebe ehrlich zu, dass ich die Art auch hier und da verwerte.
    Deine Portion würde bei mir mindestens 10 Jahre ausreichen. ;o))


    Gruß Ingo

    Hallo Andreas,


    Ende der 70-er Jahre hatten wir die öfters mal auf den Weiden in Richtung Grimmen in Massen - von Greifswald aus gesehen (wo ich herkomme). Meiner Meinung nach sind sie in einer Hitliste meiner liebsten Speisepilze immer noch ganz weit oben.
    Leider scheint die Art tatsächlich stark im Rückwärtsgang zu sein. Obwohl ich nicht glaube, das sie gefährdet ist. Wenn die Bedingungen passen, sollten die Lilastiele wieder bessere Jahre erleben.


    Gruß Ingo

    Hallo Jule,


    ich wollte deine Bestimmung nicht anzweifeln, zumal ich diese Egerlingsschirmlinge noch nicht selbst gesehen habe. Vom Habitus her sehen junge L. americanus eben ähnlich aus. Nur gibt es bei denen nicht diese
    typischen Schwarzfärbungen. Daher kommt es sicher schon makroskopisch
    mit L. badhamii hin. Schade, dass mein 2006-er Biotop völlig hin ist.
    Ich hatte da seinerzeit die Rarität unter den Egerlingsschirmlingen schlechthin: L. meleagris!


    Hier im Bild - Leucoagaricus americanus



    LG Ingo[hr]


    Gesehen habe ich den leider noch nie. Den deutschen Namen habe ich aus den GPBWs genommen, da wird L. badhamii mit Anlaufender Egerlingsschirmling übersetzt und L. americanus mit Büscheliger Egerlingsschirmling.


    Hallo Pablo,


    in irgendeinem Bestimmungsbuch wurde dieser Name auch für L. americanus verwendet. Im Pareys nennen sie sich Gelbstielige Egerlingsschirmlinge. Dazu noch mit dem veralteten Fachnamen L. bresadolae.
    Momentan gültig ist Leucoagaricus americanus. Das schaut schon nett aus, wenn da 30 Fruchtkörper von der Gräße von Safranschirmpilzen im Büschel stehen.
    Der deutsche Name für L. badhamii (Anlaufender Egerlingsschirmling) sollte so korrekt sein.


    Gruß Ingo


    Und noch ein Erstfund.
    7 Cortinarius trivialis (Natternstieliger Schleimfuß)


    Hallo Mario,


    tolle Bilder von Arten, um die andere Pilzler gerne mal einen "Bogen schlagen". Kannst du dich noch erinnern, mit welchen Begleitbäumen die Natternstieligen vergesellschaftet waren? Bei mir gibt es nur einen einzigen Standort, wo ich die alle Jahre wieder finde.


    Gruß Ingo


    Geruch: Unvergleichlich !!! Bäääääh. <X <X <X
    Der Gestank hielt bei Lagerung im Freien mehrere Tage an. Bei Lagerung in der Wohnung wäre ich Single geworden ;)


    Hallo Lothar,


    ich kenne die Art zwar nicht vom Angesicht, aber rein von den Bildern her stimmen alle beschriebenen Makromerkmale mit T. stiparophyllum überein.
    Zum Geruch steht in den Fungi of Northern Europe - nach alten Küchenabfällen; mit eventuell (unangenehmer) chemischer Komponente.
    Das sollte doch passen, oder?! ;-))


    Gruß Ingo


    Ein deutscher Name wäre glaube ich "Anlaufender Egerlingsschirmling"


    Hallo Pablo,


    ich glaube, dieser Name wird auch für Leucoagaricus americanus benutzt.
    Hattest du den schon mal gesehen? Falls nicht, könnte ich ja irgendwann im Winter ein paar Bilder zeigen.


    Gruß Ingo


    [hr]
    Hallo Jule,


    bist du sicher, dass die Kollektion auf dem letzten Bild zur selben Art gehört?
    Ich hatte 2006 mal ein paar L. americanus auf Kompost, die ziemlich ähnlich ausschauten.


    Gruß Ingo


    Seehöhe). Daneben befindet sich eine Föhre (Zirbe).


    Hallo Dieter,


    mit Zirben kenne ich mich nicht wirklich aus. Allerdings sehe ich da auf einem Bildern Nadeln, die mich schon etwas an Kiefern erinnern. Die Pilze im Bild sehen auf jeden Fall auch nach Croogomphus rutilus aus. Das büschelige Vorkommen ist zwar nicht der Normalfall, aber ich hatte das auch schon in meinen Gefilden beobachtet. Übrigens können das auch viele andere Kiefernbegleiter. Wenn ich nur wüsste, wo das Bild von dem Butterpilzbüschel wieder steckt?! ;)


    Gruß Ingo


    Ein Sandkiefer - Scheidenstreifling...Ja, das wär's jetzt.


    Hallo Pablo,


    genau so schaut es aus. Das Teil hat bei mir mittlerweile eine ganze Bestimmungs-Evolution durchlebt.


    Momentan sieht es so aus, dass die Art sich Amanita pini (Neville) nennt.


    Stephan kennt ja meine Beiträge aus dem Paralleluniversum. Die Art gehörte bisher in den Dunstkreis von Amanita vaginata. Du musst dir allerdings vorstellen, dass diese Pilze, im Vergleich mit anderen ringlosen Amaniten, riesig und auch schwer sind.
    Jesko Kleine, ein anerkannter Amateurmykologe aus Leipzig, teilte mir vor zwei Jahren mit, dass es sich bei A. vaginata spez. wohl nur um ein Aggregat von grauen Scheidenstreiflingen handelt, welches vermutlich demnächst komplett aufgesplittet würde. Ob eine Art namens A. vaginata übrigbleibt, darf bezweifelt werden.


    Vermutlich handelt es sich bei der vorgestellten Art um die größten Amanitopsis neben den Kaiserlingen. Leider war dieses Pilzjahr eher suboptimal, da ich diese Kollektion erst vorige Woche auffand. In gut durchwässerten Sommern tauchen die auch mal Mitte Juli auf. 15 cm. hoch und auch so breit und gut 300 g schwer!

    Gruß Ingo



    [hr]


    Auf Nr. 2 bin ich besonders gespannt, den kenne ich nämlich nicht.


    Hi Stephan,


    das ist Cortinarius quarcitictus (Lindstr.) - der Quarz Dickfuß.
    Eine ähnliche Art ist Cortinarius malachius, der aber deutliche Schüppchen auf dem Hut hat.


    Die Teile wachsen im gleichen Terrain wie Tricholoma joachimii, focale und Co. - also im Flechten - Kiefernwald.


    Gruß Ingo[hr]


    Hallo Alex, du hast die meisten Sachen herausgefunden - 8 Punkte!
    Wer meine Beiträge in der Parallelwelt kennt, wie Stephan zum Beispiel, bekommt auch noch den Namen vom Scheidenstreifling raus. Den Schleierling als solchen zu erkennen, war ja auch schon OK.
    Nur - Google mal nach Cortinarus quarcitictus. Ein Bild kommt da, welches meinem sogar etwas ähnelt. Daher war die volle Punktzahl eigentlich für Niemenden hier machbar. Ich gebe ehrlich zu, dass es ein wenig gemein von mir war. Falls hier Jemand ein Pilzrätsel aus den Kalkgebieten posten würde - ich hätte auch nicht die Spur einer Chance!


    Gruß Ingo

    Hallo Clara,


    das sind ziemlich eindeutig Bischofsmützen. Glückwunsch zu diesem Fund.


    Gruß Ingo


    p. s. Diese Lorcheln enthalten, wie der Vorname schon besagt, das Gift Gyromitrin, welches auch in den Frühjahrslorcheln enthalten ist. Daher sind diese auch giftverdächtig und keinesfalls zum Verzehr geeignet!

    Liebe Pilzfreunde,


    heute wage ich es doch wieder und zeige euch meine Pilzbeute vom vergangenen Samstag. Da war schon eine illustre Gesellschaft beisammen. Gelbe, grüne, violette, graue und braune Pilze. Seht selbst:



    Oh shit! Das ist ja die "Pilzmischung" vom Sonntag. ;) Nicht dass da die NSA ihre Hände im Spiel, und meine Bilder getauscht hatte. ;-)) Trotzdem - lecker waren diese hier schon!
    Macht aber nichts, dann muss ich die Pilze eben so zeigen. Wie gesagt, eine kleine Mischung aus meiner Region, wobei das Meiste bei Kiefern wuchs. Die Wuschelköpfe hier kennt ihr sicher. Es sind Helmlinge mit dem besagten Schimmel.



    Für die nächsten fünf Funde möchte ich gerne eine kleine Bestimmungsrunde mit Punkten eröffnen. Wobei es sich hier nur um Myko-Ehrenpunkte handelt. Mein Konto bleibt tabu! ;o)
    Wie stellen wir es nun am Besten an?! 2 Punkte für die korrekte Art. Einen für den Vornamen und einen für den Nachnamen - bitte internationale Bezeichnungen angeben. Einen Tipp gibt es auch noch.


    Nr. 1 - Die einzige Großlorchel im Herbst, die mit Vornamen nicht Helvella heißt.



    Nr. 2 - strenger, seltener Kiefernbegleiter im sauren Moos-Flechtenwald ohne Hutschüppchen.



    Nr. 3 - der Nachname wäre eher etwas für Kenner der Materie



    Nr. 4 - typische Art des Spätherbstes, meist nach den ersten Bodenfrösten



    Nr. 5 - eine ebenfalls typische Art saurer Kiefernwälder. Hier sind zwei Nachnamen zulässig. Das Teil ist aber nur mit aktueller Fachliteratur zu knacken. Erstbeschreibung, glaube ich, 2007 oder 2008 in Frankreich.



    Also 10 Punkte wären es maximal.


    Ansonsten entwickelt sich die Saison wie so oft. Die Artenvielfalt nimmt ab und die Pilze mit Hut und Stiel verabschieden sich langsam. Wie man hier sieht, bleiben wenigstens die Stiele :



    Die kommende Jahreszeit wirft seine langen Schatten voraus, auch wenn diese momentan noch sehr klein ausfallen.



    Ritterlinge habe ich da jetzt mal rausgelassen. Das dürfte dann eher eine Expertenrunde werden, wenn ihr denn mögt. Das wären dann nochmal fünf Pics.


    Ach was soll's. Ich versuche es nochmal mit dem Korb vom Samstag.



    Allmächtiger - was soll denn das nun wieder? ;-))


    Viel Spass beim Mitmachen.
    Gruß Ingo


    Parasitischer Scheidling - Volvariella surrecta


    Hallo ihr 2 1/2 Portionen!


    Schöne Funde habt ihr da gemacht. Womit impft ihr eigentlich die
    Nebelkappen, damit die von den Parasitischen befallen werden?
    Ich finde jedes Jahr hunderte von dnenen und nada! °


    Gruß Ingo


    Um nochmal auf den Grünling zu kommen...
    Der hätte ja typischerweise die Kiefer als Symbioseparter... dann gibts/gabs dann ja noch den Pappel-Grünling... aber Birke/Eiche? Weiß da einer was näheres?


    Hallo Tricholoma Gemeinde!


    Wenn ich das richtig gelesen habe, sollte es sich um ein Altbergbaugebiet handeln. Die scheinen sowieso ihre eigenen Regeln zu haben. Aus Sachsen wurde berichtet, dass in solchen Gebieten sogar strenge Kiefernbegleiter mit Espen gehen.


    Ansonsten wurde schon richtig festgestellt:
    Die Seifenritterlinge sind ziemlich astrein, vermutlich sogar T. s. var. saponaceum
    Der Schwarzfaserige ist auch OK, der darf auch mal bei Laubbäumen wachsen
    Die Grünlinge sehen von oben fast aus wie Pappelgrünlinge (T. frondosae) und von unten wie Kieferngrünlinge. Mir hatte neulich jemand mitgeteilt, dass auch bei den "Normalos" gerade Untersuchungen laufen, die nahelegen, dass sich dahinter weitere Arten verbergen. Ich meine, da war von 4-6 Arten die Rede. (!!!) Man tut aber nichts Falsches, solche Funde unter T. equestre sl zu verbuchen. Also Grünlinge im weiteren Sinne.


    Viel Spass beim Grübeln


    Grtuß Ingo


    Och nöööööööö...
    Hast du da zufällig einen Link zu einem Artikel oder einer Seite mit Infos, daß ich mir das mal angucken kann? Meine Literatur ist dünn und gibt da nix her.


    Moin Pablo,


    Macht doch nichts - wir sind nun mal keine Wissenschaftler. ;-))
    Soweit mir bekannt ist, gibt es keine deutschsprachigen Publikationen.
    Falls du im Netz nicht Passendes findest, würde ich dir bzw. jedem anderen
    Interessierten die Funga Nordica Teil4 nahelegen. Die gibt es zum Beispiel im
    Mykoshop bei Andreas und Tanja.


    Gruß Ingo


    Bis sie es bereits nach geringen Portionen mit Bauchkneifen, Blähungen und Durchfall zu tun bekam.
    Etwa einen Tag hielten die Beschwerden an.
    Ist zwei, dreimal vorgekommen, und immer nach Mahlzeiten mit dem Halli.


    Hallo Nobi,


    vielen Dank für die Antwort. Damit erhärtet sich aber mein Verdacht, dass es sich hier weniger um eine Vergiftung als um eine persönliche Unverträglichkeit handelt. Persönlich habe ich Probleme mit Kohlarten, die "modern" zubereitet wurden, also im Dämpfer, möglichts bissfest und geschmacksecht.
    Derartig zubereiteten Rosenkohl kann ich eigentlich gleich auf dem Klo essen.
    Nur wenn genügend tierische Fette dran sind (Butter etc.) vertrage ich den.


    Deinen Tipp mit den Nierchen finde ich übrigens ganz toll. Das erinnert mich daran, dass ich mal wieder welche schmoren könnte. Lecker!


    Gruß Ingo[hr]


    Ein Arzt sagte mir mal es könne auch an der Bauchspeicheldrüse liegen,
    dass da gewisse Verdauungsenzyme nicht mehr bzw. nicht mehr ausreichend gebildet werden.


    Hallo Helmut,


    genau das wollte ich damit sagen. Pilze haben unter Umständen viel Chitin intus. Möglicherweise sind solche Unverträglichkeitserscheinungen auch Anzeichen beginnender Erkrankungen.


    Gruß Ingo


    Einer ist hier aber gar keiner, nur welcher - und was für einer? :evil:


    Hallo Anna,


    vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Leider kann ich momentan nur an den Wochenenden das tolle Herbstwetter zur Pilzpirsch nutzen.


    Im Übrigen (ich möchte nicht als Meckerkopp dastehen) ist auf dem Bild mit der Grünlingsversammlung kein einziger mit dem Namen Tricholoma equestre vertreten. Der links unten nennt sich vermutlich Tricholoma sulphureum, wenn er denn einen guten Laubbaum dabei hatte.
    Die anderen nennen sich nun offiziell Tricholoma frodosae. Ich denke mal, da hatte es Espen in der Nähe. Die Blätter kann man ja gut erkennen.
    Die nordischen Mykologen konnten die Art mittels ITS Daten von T. Equestre sicher abgrenzen. Die Art unterscheidet sich auch makroskopisch deutlich vom Kiefernwaldgrünling.
    Stephan weiß schon Bescheid, welches Buch er sich beim Weihnachtsmann wünschen soll - nicht wahr? ;-))


    Der Schütterzahn ist allerdings was extrem Seltenes. Da muss man nur mal in den BW Pilzen nachschlagen - wer die da hat.


    Gruß Ingo

    Hallo nochmal,


    vielen Dank für eure Meinungen. Wenn man eure Statements querliest, kommme ich zu dem Schluss, dass die Hallimasche mehrheitlich eher als (vom Speisewert) kritische Arten angesehen werden.


    Ich denke, wir haben es hier mit mindestens drei Problemen zu tun.


    Das Primäre dürfte mit den allgemeinen Verdauungsproblemen zusammen hängen. Hallimasch sind von der Konsistens her, auch nach längerem Kochen, schön bissfest und damit auch weit schwerer verdaulich als beispielsweise schlabbrige Steinpilze, für die man eigentlich gar kein Gebiss bräuchte.
    Ungenügend gekaut, dürften hier die allermeisten Probleme auftreten. Vor allem, wenn noch längere Stielabschnitte verwendet wurden. Das Ganze kann man übrigens so auch mit Büschelraslingen erleben.


    Problem Nummer zwei ist eigentlich kein so dramatisches. Hallimasche sind roh giftig und das Kochwasser muss nach mindestens zwanzig Minuten Dauergarens fortgeschüttet werden. Warum aber nur?! Sind die Gifte etwa wasserlöslich? Wozu dann aber kochen? Man könnte die Pilze ja über Nacht in einen Wassereimer legen. Klingt auch nicht logisch, oder? Also sind die Gifte thermolabil und werden durch Erhitzen zerstört.
    In dem Fall geht man auf Nummer sicher und gart sie mindestens 20 Minuten. Das ist ungefähr auch die Zeitspanne, in der man Kartoffeln weich bekommt. ;) Ich persönlich halte es wie folgt - Wenn Pilze die erkennbar gar sind, sind sie zum Verzehr geeignet. Das hängt in erster Linie von der Größe der Pfanne et al und der zu garenden Pilzmenge ab, vorausgesetzt natürlich, man gibt auch ausreichend Hitze zu.


    Übrigens: hat schon mal Jemand bei Rotkappen und Birkenpilzen den Hinweis gefunden, diese mindestens 20 Minuten zu kochen und anschließend das Wasser fortzuschütten? Den meisten Pilzfreunden ist nämlich nicht bewusst, dass nahezu alle Raufüße roh mindestens genau so giftig sind wie Hallimasch.


    Problem Nummer drei ist die individuelle Unverträglichkeit.
    Hier würden mich echt konkrete Fälle interessieren. Was verstehen die Leute denn darunter? Böse Brechdurchfälle nach ausreichend erhitzter Mahlzeit? Bauchkneifen, Blähungen und / oder Flottgang, weil zu viel Stiel am Pilz gelassen wurde und die Pilze nicht ausreichend gekaut oder vielleicht auch nicht ausreichend gegart wurden?
    Der meiste Verruf sollte durch allgemeine Verdauungsprobleme entstanden sein. Für den Fall, dass Brechdurchfälle auftraten wäre es wichtig zu erfahren, um welche Art Hallimasch es sich handelte. So stehen zum Beispiel die beiden gelbschuppigen Arten (A. gallica / A. mellea) eher im Verdacht als zum Beispiel die Dunklen Hallimasch aus meinem Küchentipp.


    Vielleicht mag ja Jemand was dazu sagen. Nach meiner Meinung handelt es sich hier um ein Sammelsurium von Gespinsten, die über kurz oder lang dazu führen werden, die Art offiziell als giftverdächtig einzustufen. Wäre echt schade drum. ;(


    Gruß Ingo

    Liebe Freunde der Töpfe und Pfannen,


    So oder ähnlich (Siehe Titel) lesen sich derzeit die Anfragen einiger Pilzfreunde, die sich über einen größeren Hallimaschfund freuen konnten, aber wegen der verschiedenen Meinungen über die Bekömmlichkeit besorgt sind oder einfach nicht wissen, wie sich diese Pilze am besten konservieren lassen.


    Dass dieses Thema brandaktuell ist, beweist die Tatsache, dass mir am vergangenen Wochenende A. ostoyae (Dunkler Hallimasch) an wenigstens sechs verschiedenen Substraten, bei seiner zerstörerischen Tätigkeit, begegnete.


    Was wir mit denen zu Hause mitunter anstellen, möchte ich nachfolgend einmal anhand einiger Pics verdeutlichen, denn Bilder sagen mehr als Worte.


    Hier haben wir einige der braunen Wichte bei Fichte:



    Also - zuerst brauchen wir natürlich die frischen Hallimasch. Hier im Korb befindet sich zum Beispiel eine mittelprächtige Beute. Insgesamt drei Kilo.



    Beim Sammeln bin ich dabei nicht allzu wählerisch. Ich bevorzuge eher sogar große, aufgeschirmte Exemplare, weil die sich besser säubern lassen und mehr Masse bringen. Wichtig ist, dass sie noch fest sind und weißes Hutfleisch haben. Möchte man die kleinen, geschlossenen Exemplare für eine besondere Zubereitung aufheben, so kann man diese auch einer Sonderbehandlung unterziehen. Bei uns kommt jedenfalls alles in einen Topf; oder wie hier, erst mal in eine Sammelschüssel. Die weiteren Teilnehmer der Zeremonie stehen auch schon bereit. Ein tiefer Topf mit möglichst großer Kochfläche und ein paar flache Behälter zum Abkühlen der Pilze.



    In den Topf geben wir etwas Butter (ca. 20 g) und stellen maximale Power ein. Wenn die Butter wild herumbrutzelt, geben wir die Hallimasch hinzu. Auf diese Menge kommt auch noch ein gehäufter Teelöffel Salz und dann geht das Geschmörgel los.



    Unter ständigem Umrühren werden die Pilze heruntergeschmort, bis die ganze Flüssigkeit verdampft ist und die Pilze trotz Rührens anbrennen möchten. Dann sind sie gut!



    Die geschmorten Pilze sind umgehend in möglichst flache, breite Gefäße umzufüllen und flach auszubreiten. Wir nehmen dazu immer diese beiden Lasagneformen:



    Die Pilze sind nun übrigens völlig genießbar und können probiert werden - lecker! Im Anschluss sind die Gefäße mitsamt Hallimasch dorthin zu bringen, wo sie möglichst schnell abkühlen können. In dieser Jahreszeit ist unser Balkon dafür bestens geeignet.



    Nach etwa einer Stunde sind die Pilze nahezu auf Außentemperatur abgekühlt und können fachgerecht weiter verarbeitet werden. Bei uns werden sie in Portionsbeutel eingeschweißt. Ein Anderer hat vielleicht passende Gefäße oder Schüsseln, wo er die Pilze hineintut. Auf jeden Fall kommen sie dann ins "ewige Eis" und können dort vorschriftsgemäß bis zu einem Jahr lang aufbewahrt werden. Zur Verarbeitung kommen die Pilze dann gefroren in den vorerhitzten Topf oder Bräter.


    Übrigens; diese Konservierungsmethode wende ich bereits seit einiger Zeit bei fast allen Pilzarten an, da diese Methode den mit Abstand geringsten Qualitätsverlust mit sich bringt. Alles andere, wie zum Beispiel Abbrühen vor dem Frosten oder Blanchieren kostet nur Geschmack und Qualität. Eine Einschränkung sei an dieser Stelle noch vermerkt: Für Röhrlinge eignet sich diese Methode, wie das Frosten überhaupt, nur eingeschränkt. Man sollte unbedingt nur ganz feste Fruchtkörper verarbeiten. ausgewachsene Steinpilze werden beispielsweise meist pappig. Diese trocknet man besser!


    Bitte denkt auch daran, dass einige wenige Personen diese oder andere Pilzarten nicht oder nur eingeschränkt vertragen. Bei mir ist es egal. Ich kann auch einen "Festmeter" davon futtern. Sollten Zweifel bezüglich der persönlichen Verträglichkeit bestehen, testet euch am besten mittels kleinerer Mengen an das kulinarische Erlebnis heran.


    Bon Appetit –“ Ingo


    p. s. sollte hier Jemand den Eindruck haben, das Pamphlet schon mal irgendwo gelesen zu haben.
    Ich hatte es schon mal in ähnlicher Form vor etlichen Jahren in einem anderen Forum gepostet.
    Dort ist der Beitrag mittlerweile hübsch archiviert und entzieht sich einer sinnvollen Betrachtung.