Beiträge von thorben96

    Hallo Schupfi,

    Die Art habe ich letzte Woche zum ersten mal gefunden - nicht mehr geschafft zu mikroskopieren leider, aber so strubbelige winzige Dachpilze gibt's ja glaube ich (noch...) nicht so viele. Ist denke ich nicht so häufig die Art, oder?

    Also ich kann dir sagen, dass auf den Stämmen vor Ort einige Pluteus wuchsen und viele verschiedene Arten.

    Aber die Pluteus hispidulus könnte man theoretisch auch schon im Feld eingrenzen, wenn man sie kennt.

    Es kann halt sein, dass auch die P. hispidulus verschiedene Arten beeinhaltet, aber muss nicht.

    Nur dank der Genetik ist alles im Umbruch und Pluteus ist keine einfache Gattung mehr, zumindest wenn man kein Aggregat am Namen stehen haben möchte :/ (Ausnahmen gibt es immer).

    Es hilft nur viel Mikroskopieren, aufbewahren, mit gängiger Literatur vergleichen, Arbeitsname heraussuchen und ggf. durch Sequenzierung bestätigen.

    Das ist die aufwendige Variante.

    Die gängige Praxis ist das im Feld bestimmen oder zumindest einmal unter dem Mikroskop reinlinsen und dann einen Arbeitsnamen zu geben (oft geht es nur bis zu einem Aggregat).

    Über die Häufigkeit von Pluteus hispidulus kann ich nichts sagen, aber würde einfach mal auf Pilze-Deutschland schauen.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 03.10.25 habe ich mir erneut die Verticillium-ähnliche Anamorphe auf Impatiens anschauen.

    Mittlerweile weiß ich, dass der Pilz auf der Impatiens nicht selten ist, sondern eher recht häufig.

    So konnte ich diesen Befall schon 2020 beobachten (Siehe cf. Verticillium sp. auf Impatiens).

    Was es jetzt ist, dass ist noch ein Rätsel. Allerdings wird dieses Rätsel in naher Zukunft gelöst werden.

    Impatiens kommt bei mir sehr häufig vor und ist ein sehr tolles Substrat für jede Menge interessanter Pilze.

    Hier sind die Bilder:

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    2.


    3. sogar ein Oranement lässt sich erahnen, wenn man das Bild mit Bild Nr. 4 vergleicht.


    4.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    es gibt manche Pilze die sind so geruchsintensiv, dass selbst ich den Geruch zuordnen kann ^^
    So wie der Knoblauchschwindling in diesem Fall Mycetinis alliaceus, der wirklich sehr intensiv nach Knoblauch riecht.

    Der Fundort war am 02.10.25 in einem Mischwald auf Erlen (Alnus) und Lärchen (Larix).
    Hier sind die Bilder:

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    3. Nein ich habe den Stiel nicht geknickt. Interessanterweise ist dieser so gewachsen.


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    5. Cheilozystiden


    6. Pleurozystiden wie Cheilozystiden


    7. Kaulozystiden


    8. HDS


    9.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    und nun erhält auch Pluteus hispidulus sein Portrait :)

    Der Fund wurde am 21.09.25 auf einem Polter von Stämmen von vermutlich Erle (Alnus) gemacht.

    Hier sind die Bilder:
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    2.


    3. HDS


    4. Cheilozystiden


    5. Cheilozystiden


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    VG : Thorben

    Hallo Jörg,

    ch hätte nie gedacht das sich jemand die Mühe macht die zu mikroskopieren. Besten Dank dafür.

    Kein Problem :)

    Für mich gehört diese Art einfach dazu, auch wenn es eine 0815 Art ist.

    Es ist ja nicht so, dass es keinen Zweck erfüllt, sondern es geht um das Kartieren und halt das man mit dem Wissen weiterarbeiten kann.

    So ist diese Kollektion Makro- und Mikroskopisch bearbeitet, wird für Pilze-Deutschland kartiert und es gibt einen Beleg.

    Das größte Problem ist, dass mittlerweile gängige Pilze Aggregate werden, weil die Erkenntnisse der Genetik dies sagen.

    Oft wird dann nur ein agg. am Namen angehängt und die Sache ist erledigt, aber das sollte es nicht sein.

    Ein agg. ist im Grunde nur ein Kompromiss. Entweder weil kein genauer Nachweis mehr erbracht werden kann und man die Funde nicht erlischen lassen möchte oder als Platzhalter, weil die Art noch untersucht wird.

    Es ist auch nicht selten, dass bei 0815 Pilzen Mikroskopische unterschiede auftauchen, weil halt kaum einer diese Mikroskopiert.

    Ich freue mich immer, wenn ich durch die Portraits auch andere zum nachdenken bewegen kann und vielleicht sogar zum selber Mikroskopieren.

    Im übrigen würde ich selbst einen Steinpilz Mikroskopieren ^^


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    nach 6 Jahren konnte ich am 03.10.25 erneut eine Lepiota griseovirens finden.

    Der Fundort war ein Mischwald aus Erlen (Alnus) und Lärchen (Larix), sowie vereinzelten anderen Bäumen.

    Hier sind die Bilder:

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    3.


    4. HDS


    5. HDS


    6. Cheilozystiden in Kongorot


    7. Cheilozystiden in Kongorot


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch Marasmius cohaerens zeigen.

    Der Fund stammt vom 29.09.25 und wurde direkt in der Nähe einer Eiche (Quercus) gemacht.

    Allerdings gibt es eine Sache die mich stört.

    In der Literatur werden Cheilozystiden erwähnt, die ich leider nicht finden konnte.

    Hier sind die Bilder:

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    3.


    4. HDS in Kongorot


    5. HDS in Kongorot


    6. Seten auf der Lamelle


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    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    im Hintergrund ist immer viel Action und einen kleinen Auszug davon möchte ich euch zeigen.

    Es ist ein Fund von dem 29.08.25 und wurde auf einem Ast von der Hainbuche (Carpinus) gemacht.

    Das schwarze ist eine Cheirospora botryospora die von zwei Pilzen befallen wurde.

    Keine Ahnung wo ich das Aufgeschnappt habe, aber C. botryospora scheint kein Mykoparasit zu sein.

    Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Pilz der dabei wächst.

    Es sehr chaotisch, aber vielleicht gibt es sogar für diese unbekannte Synnemata und dem anderen Pilz zukünftig einen Namen.

    Hier sind die Bilder:
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    6. Cheirospora botroyspora


    7. Unbekannte Synnemata die Konidienträger


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    9. Konidien der Synnemata


    10. der zweite Parasit


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 30.09.25 konnte ich erneut einen Befall finden, aber dieses mal in meinem Kartierungsgebiet Hohenstein.

    Dieser Zygomycet wuchs an einer alten Laccaria.

    In diesem Fall verzichte ich auf Mikromerkmale.

    Ein Beleg ist vorhanden.
    Hier sind die Bilder:

    2.0


    2.1


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne die Mycena filopes zeigen.

    Diese Art ist nicht selten, aber wird gerne übersehen oder bewusst ignoriert (dazu gehöre ich auch :haue: ), weil es eher ein 0815 Pilz ist.

    Für das persönliche Kartierungsprojekt Botanischer Garten Münster konnte ich dort am 01.10.25 eine schöne Kollektion einsammeln.

    Hier sind die Bilder:
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    4. Hyphenauswüchse der HDS


    5. Cheilozystiden


    6. Stielauswüchse


    7. Stielauswüchse


    8.


    Man sieht im Internet so viele verschiedene Mycena filopes, dass man fast spekulieren könnte, ob es nicht mehrere Arten sind.

    Vielleicht muss man in Zukunft ein Aggregat davorsetzen :/


    VG : Thorben

    Hallo Sabine,

    Dann muss ich gleich mal schauen, ob der aus meiner Ausstellung noch zum Mikroskopieren taugt.

    Solange die Lamellenschneide in Ordnung ist, kann man ihn auch noch Mikroskopieren :)
    Gleichzeitig kann man die Art mit den Cheilos noch einmal bestätigen oder wird überrascht, wenn plötzlich andere Cheilos zu sehen sind ^^


    VG : Thorben

    Hallo Bernd,

    das scheint ganz gut zu passen, die eine oder andere Art aus der Gruppe - nur muss man dann schlüsseln nicht "white / creamy / whitish grey" - was nur mit erheblichen Interpretationen gelingt.

    ich habe selber eine ähnliche Aufsammlung hier liegen, aber auch noch viele andere Pilze, weshalb dieser erst einmal warten muss.

    Jeder Pilzfund braucht halt seine Zeit und es gibt nicht nur mycena.no, sondern auch Mycena d' Europa und halt die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft im Internet.

    Persönlich finde ich die Gattung Mycena verdammt schwierig, auch weil die Frk. Makroskopisch variabel sein können.


    VG : Thorben

    Hypocrea aureoviridis mit Messungen lg danke

    Und das ist halb richtig.....

    Hypocrea/Trichoderma ist in Ordnung, aber eine Artbestimmung mit diesen Merkmalen ist unmöglich.

    Mehr informieren ist der Schlüssel und nicht einfach Bilder vergleichen, den bestmöglichen Pilz auswählen und diesen so Bestimmen.

    Die Gattung Hypocrea/Trichoderma besitzt hyaline Sporer und grün Sporer bei der Hauptfruchtform.

    Zusätzlich muss man bei den Sporen auf das Ornament achten, die Anordnung der Sporen im Ascus, sowie die Sporengröße.

    Dann gehört oft noch ein Querschnitt durch den Frk., sowie ein Test mit KOH-3% hinzu, damit man sieht ob und wenn ja welche Verfärbung stattfindet.

    Und selbst wenn du alles gemacht hast, dann wirst du nur zu einem Arbeitsnamen, aber zu keiner Bestimmung kommen.

    Zusätzlich zu den normalen Bestimmungen, muss man bei einigen Arten, um diese Abzugrenzen, die Nebenfruchtform kennen.

    Es gibt hier keine Abkürzung.

    Man kann zum Beispiel mit diesen beiden Arbeiten arbeiten:
    European species of Hypocrea Part I. The green-spored species

    European species of Hypocrea part II: species with hyaline ascospores

    Hallo zusammen,


    vor paar Jahren konnte ich diese Cortinarius (Siehe Cortinarius saniosus an Pappel) im Auenwald finden.

    Am 22.09.25 konnte ich am gleichen Fundort diese Aufsammlung machen.

    Ich würde den wieder bei Cortinarius saniosus agg. einordnen, aber mit Cortinarien habe ich keine Erfahrung.

    Was meint ihr dazu ?
    Hier sind die Bilder:
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    4. HDS


    5.


    6.


    VG : Thorben