Beiträge von thorben96

    Hallo,

    Wenn du es genauer wissen willst, dann kommt in dem Fall, weil die Deckflügel glatt sind, eigentlich nur ein Frühlingsmistkäfer (Trypocopris vernalis) in Frage.

    Eine gute Seite für Käfer gibt es bei Kerbtier.


    VG : Thorben

    Hallo Martin,


    was hast du denn von der Lamelle Mikroskopiert ?

    Auf der Lamellenschneide müsstest du Cheilozystiden finden und auf der Lamellenfläche jede Menge Pleurozystiden.

    Vergleichen kannst du mit diesem Portrait hier, dann kannst du auch mal den Stiel auf Kaulozystiden checken.

    Ich hatte Kongorot verwendet zum färben und konnte ohne Probleme die Zystiden finden, aber eventuell verhält sich das hier mit Wasser anders oder du hast zu stark gequetscht.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern war ich wieder im Wald unterwegs und wurde im Nadelstreu von Taxus baccata fündig.

    An den Nadeln wuchsen kleine schwarze Pünktchen, die sich als die Nebenfruchtform Cryptocline taxicola entpuppt haben.

    Selten ist der Pilz nicht, dafür wieder einmal wenig beachtet, aber wer sucht der findet.

    Hier sind die Bilder:
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    VG : Thorben

    Hallo Claudia,


    damit die verpilzte Fliege einen Namen bekommen kann, benötigt man einige Angaben.

    Dazu gehört folgendes:

    Fotos von Primär- und Sekundärkonidien, Aufbau der Konidienträger, Fotos von eventuelle Zystiden, Rhizoide Hyphen vorhanden ?, man könnte noch nach Dauersporen im Körper des Wirtes suchen, wie groß sind die Primär- und Sekundärkonidien.

    Hat man alle Merkmale zusammen, dann kann man vergleichen und schauen, ob bisher beschriebene Arten passen oder ob es sich eventuell, um eine unbeschriebene Art handeln könnte.

    Für das Messen der Primär- und Sekundärkonidien macht man Sporenabwurfpräparate und für die Sekundärkonidien ein Feuchtpräparat, damit die Sekundärkonidien aus den Primärkonidien wachsen können.

    Es ist ein langer Bearbeitungsprozess, der auch nicht mit einer befallenen Fliege getan ist.

    Wer sich allerdings die Mühe macht und alles dokumentiert, die verpilzten Fliegen vielleicht sogar noch in 70% Ethanol aufbewahrt, der wird später belohnt durch eine Artbestimmung oder einer Neubeschreibung.

    Claudia, wenn du das machen möchtest, dann lohnt es sich weitere verpilzte Fliegen einzusammeln.

    Ich rate nicht dazu ab diese nicht zu Mikroskopieren, denn spannend sind die Mikromerkmale, nur die Bestimmung ist halt schwierig und es gibt viele Pilze die sich einfacher bestimmen lassen.


    VG : Thorben

    Hallo Nobi,


    Ich kenne diese Art nur aus der Literatur ("Räuberische Pilze und andere pilzliche Nematodenfeinde" Asmus Dowe 1987) und freue mich sehr, dass du den Pilz hier vorstellst.

    Deine Bilder sind dir übrigens gut gelungen :):thumbup:


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich konnte im Wald am 06.06.23, auf Haselnüssen (Corylus avellana), diese Anamorphe finden.

    Interessant ist, dass es eine Codinaeella coryli gibt, die auf den Nüssen von C. avellana beschrieben wurde und zu passen scheint.

    Seten konnte ich nicht erkennen, aber es kann auch sein, dass ich sie übersehen habe, da die Seten den Konidienträgern gleichen.

    Hier sind die Bilder:

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    VG : Thorben

    Hallo Kerstin,


    ich kann mich auch irren mit dem Zygomyceten, aber bisher hat mich kein Merkmal überzeugt.

    Denn für eine Synnemata sollte der Stiel durchgehend aus Hyphen bestehen und klare Konidiogenese Zellen vorhanden sein, auch im Quetschpräparat.

    Die Gloeosynnemata ochroleucum passt Makro- und Mikroskopisch nicht, da die Konidien viel zu klein sind, die Konidienform nicht passt und vor allem sollen die Hyphen Schnallen an den meisten Septen besitzen (Siehe Art-Beschreibung hier).


    nobi_†:

    Wie hast du das Präparat Mikroskopiert durchs quetschen oder Deckglas drauf und Wasser absaugen ?

    Falls ja, kannst du Fotos machen, wo du den Pilz nicht gequetscht hast und/oder Wasser abgesaugt ?


    VG : Thorben

    Hallo Chris,


    du zeigst da schon Sekundärkonidien, die sind halt nur etwas kleiner als die Primärkonidien.

    Jetzt musst du noch schauen, ob es Zystiden gibt und wie die Konidienträger aufgebaut sind.

    Eine Entomophthora scheint das nicht zu sein.

    Meine Vermutung geht in die Richtung Erynia, aber nur anhand von Konidien, kann ich nichts genaueres zu sagen.


    VG : Thorben

    Ich denke man kann auch nachträglich die Konidien befeuchten.

    Wichtig ist halt, dass es feucht ist und die Konidien so Bildung weiterer Konidien anregen können.


    VG : Thorben

    Hallo Chris,

    puh Glück gehabt, dann ist die Antwort doch noch an die richtige Person gegangen ;)

    Das sieht gut aus und ich hoffe du hast Erfolg mit den Sporenabwurfpräparaten.

    Bei diesen warmen Temperaturen geht das recht schnell mit dem Abwurf der Konidien, weshalb du jetzt winzig kleine weiße Pünktchen/Belag auf den Objektträgern sehen könntest.

    Besonders auf dem untersten Objektträger sieht man das am besten. Falls du nichts siehst oder erkennst, dann könnten trotzdem Konidien auf dem Objektträger sein.

    Ein Objektträger kannst du dann für 3-4 Stunden in die Feuchtkammer packen. Ich mache gerne noch einen Tropfen auf die Konidien, aber dieser darf nicht vom Objektträger laufen.


    VG : Thorben

    Hallo Ingo,

    danke für deine fachkundigen Erklärungen! den Fund hat aber Chris gemacht- ich habe nur meinen unqualifizierten Senf dazu gegeben;) Grüße Ingo

    Ohje =O ,dass habe ich nicht gemerkt gehabt :haue:

    Ich werde das sofort Korrigieren.

    Danke dir für den Hinweis :)


    VG : Thorben

    Hallo Chris ,


    die Bearbeitung ist etwas komplexer.

    Du musst 2 Sporenabwurfpräparate machen und dann eines davon in die Feuchtkammer legen.

    Ich mache es so, dass ich das infizierte Insekt auf einem Objektträger lege und dann anschließend mit kleinem Abstand ein Objektträger drüber lege.

    Bei Erfolg hast du auf beiden Objektträgern Primärkonidien, ansonsten brauchst du ein frischeres infiziertes Insekt.

    Weitere Varianten zur Gewinnung der Sporen werden in Obtaining and observing conidia erklärt.

    Es wichtig, weil es Primär- und Sekundärkonidien gibt, die unterschieden und anschließend gemessen werden müssen.

    Aus den Primärkonidien, wachsen in der Feuchtkammer die Sekundärkonidien, aber es kann auch sein das es keine Sekundärkonidien gibt.

    Ebenso solltest du ein kleines Stückchen vom Pilz Mikroskopieren und schauen, ob es Zystiden gibt und wie die Konidienträger aufgebaut sind.

    Erst danach kann man schauen, ob es eine passende Art zu dem Fund gibt.


    VG : Thorben

    Hallo Daniel,


    das A und O ist das Verständnis der Kamera, denn ohne dieses nützt dir die ganze Technik und Optik nichts.

    Es hilft schon enorm, wenn man weiß was die Blende ist, der ISO-Wert (Filmempfindlichkeit) und die Belichtungszeit, die alle 3 zusammen arbeiten.

    Die Bildbearbeitung ist nur zweitrangig und manche sagen auch, dass man das Bild vorher schon fertig schießen sollte und eine Bearbeitung höchstens 5min dauern sollte, aber das spielt in dem Fall keine Rolle.

    Ein Makroobjektiv frisst Licht, dass heißt deine Belichtungszeit wird länger und damit wird die Gefahr größer, dass dein Bild verwackelt "unscharf" wird.

    Wer eine Spiegelreflexkamera hat, sollte bedenken, dass das Auslösen per Hand und auch das Auslösen der Kamera leichte Vibrationen auslöst.

    Ersteres kannst du durch einen Fernauslöser und/oder Bildstabilisator vermeiden, aber bei letzterem braust du etwas stabiles.

    Die Beleuchtung selber ist auch interessant, denn du kannst mit einfachen Hilfsmitteln (Papier, Taschentuch....) natürliches Licht erzeugen, was Schlagschatten vermeidet.

    Bitte keine Alufolie verwenden, weil diese einen Goldstich bei deinen Bildern verursachen kann.

    Auf jeden Fall kannst du mit der Beleuchtung, Belichtungszeit sparen und/oder Blendenzahl erhöhen (hier spielt das oben genannte Zusammenspiel eine Rolle).


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 16.04.23 konnte ich an einem Fagus Ast, eine Lopadostoma fagi finden, die kleinere Sporen hat als Lopadostoma turgidum.

    Vielleicht hat der ein oder andere diese Art auch schon gefunden oder mit L. turgidum verwechselt.

    Hier sind die Bilder:
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    1.1


    1.2


    1.3 Reaktion auf Lugol


    VG : Thorben