Hallo Pablo,
natürlich ist bei den Schleimis immer die Ausbildung der reifen Fruchtkörper entscheidend.
Man muß die Struktur der Stiele ansehen, ,welche Farbe er hat, ist er kalkhaltig, ob er hohl ist oder aus fasrigen Elementen besteht.
Dann ist das Capillitium, d.h. die netzförmige Struktur des Köpfchens entscheidend. Gibt es im unreifen Zustand eine Peridie, also Außenhaut. Die hatte Rainers Schleimi aber nicht. Wie ist das Capillitium am Stiel angewachsen, hat es ein Oberflächennetz und wie sind die Capillitiumfasern ausgebildet. Deshalb ist es unumgänglich das mikroskopisch zu klären. Rein makroskopisch wäre das alles nur Spekulation.
Schönen Abend
Ulla
Beiträge von lamproderma
-
-
Hallo Rainer,
Badhamia kannst du definitiv ausschließen, die Gattung hat immer kalkhaltiges Capillitium und auch auf der Oberfläche der einzelnen Fruchtkörper findet man Kalk.
Das was Du da gefunden hast und recht schön in der Entwicklung dokumentiert hast, gehört zu den Stemonitales. Ich vermute daß das eine Comatricha ist. Für Stemonitopsis wie Pablo halte ich das nicht.
Leider läßt sich die genaue Bestimmung nur mikroskopisch klären, da man vor allem das Capillitium untersuchen muß. Falls Du es genauer wissen willst und einen Beleg hast, könnte ich es versuchen. Dann melde Dich.
LG Ulla -
Hallo Lothar,
ja das Datum stimmt. Man muß an den Beständen der Roten Pestwurz suchen, wenn die Blätter sich gerade aufgerollt haben.
Wir haben sie bei gezielter Suche in fast allen größeren Pestwurzbeständen finden können (man muß allerdings manchmal hunderte von Blättern drehen).
Das betrifft nicht nur Bestände im unteren Bergland (im oberen kommt ja meistens nur die Weiße Pestwurz vor, an der die Schleimis nicht wachsen) sondern auch bei uns im Hügelland.
Die braune Didymium vernum ist allerdings nicht so häufig.
Bald gehts wieder los, wir haben schon ein paar neue Standorte der Roten Pestwurz ausgemacht.
Mit nivicolen Schleimis wird es dieses Jahr bei uns im Harz ja auch nicht gut aussehen. Da muß man sich eben andere Highlights suchen.
LG Ulla -
Hallo,
damit alle wissen was sie sich als Leinwand oder Acryl dann über die Wohnzimmercouch hängen:
Dein Schleimi ist Physarum leucophaeum.
LG Ulla -
Hallo Rainer,
würde Ingo recht geben:
Funalia oder Coriolopsis trogii.
Wächst meist auf Pappel. Die weiße Trama und die relativ weiten Poren würden auch dafür sprechen.
LG Ulla -
Hallo beisammen,
Craterocolla ist ein ausgesprochener Winterpilz.
Er wächst ja immer auf Kirsche.
Auf Streuobstwiesen mit alten Kirschbäumen sollte man an abgebrochenen Ästen oder Stämmen schauen, die nicht zu trocken liegen.
dann dürfte man fündig werden.
LH Ulla -
Hallo,
Deine Weinpokale sind Craterium minutum.
Wenn Du mal unter den Deckel der Pokale schaust, dann siehst Du nicht nur die Sporen sondern auch weißes kalkhaltiges Capillitium.
Wieder tolles Foto!
LG Ulla -
Hallo,
super Beatles!
Ist auf jeden Fall eine Arcyria.
Für A. cinerea ist sie mir zu gelb und das Capillitium ist auch zu weitmaschig.
Ich tippe auf A. pomiformis, aber wie ich immer sage, zur 100%igen Sicherheit: siehe unten
LG Ulla -
Hallo,
ich möchte Pablo vollständig zustimmen.
Klar gibt es Schleimis die man auch makroskopisch erkennen kann, aber wenn man genauer ins Métier einsteigt, merkt man doch, daß es ohne Mikroskop meist nicht geht.
Erfahrung spielt dabei auch eine Rolle, d.h. wenn man eine Art mehrfach sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch untersucht hat, kann man diese Arten auch schon oft makroskopisch ansprechen beim nächsten Mal.
Dagegen es gibt Arten, die man auch dann jedes Mal mikroskopieren muß.
Das ist aber auch bei den Großpilzen nicht anders, zumindest bei den schwierigeren Gattungen.
Man muß eben wissen wie hoch man seine Ansprüche stellt: ob einem reicht welche Gattung das ist (das ist meist schon makroskopisch möglich) oder ob man es doch genauer wissen möchte.
LG UllaNicht umsonst ist mein Motto, da ich es doch sicher wissen möchte:
-
Hallo,
auf Deinem letzten Bild sieht man schon etwas, daß sich auf dem Köpfchen Kalkkristalle bilden.
Das schließt Cribraria aus, da diese Gattung keine Kalkkristalle auf der Peridie hat.
Physarum ist dadurch sehr wahrscheinlich. Möglicherweise Physarum leucophaeum. Dafür spricht der Stiel, der von dunkel bis nach hell an der Spitze übergeht.
Didymium wäre auch möglich, da diese Gattung auch Kalkkristalle (richtig kristalline) auf der Peridie hat, aber die Stielstruktur ist meist anders.
LG Ulla -
Hallo,
es sind ja wirklich schöne Aufnahmen, besonders die von gestern mit den Wassertropfen.
Die Gattung Comatricha ist auf jeden Fall richtig, aber ob nigra wäre etwas Spekulation dabei ohne weitere mikroskopische Untersuchung.
Es gibt schon noch andere ähnliche Arten.
Leider kommen die beiden letzten Fotos bei mir etwas farbverfälscht an. Die Fruchtkörper sind sicher nicht so rötlich.
LG Ulla -
Hallo,
wieder sehr schön Dein Foto!
Sieht mir sehr nach Trichia decipiens aus, ist auch schön reif diesmal.
Allerdings ist auch Hemitrichia clavata sehr ähnlich. Vielleicht etwas gelber. Das ließe sich leider nur mikroskopisch eindeutig feststellen.
Bei den Schleimlingen geht eben oft nichts ohne Mikroskop.
Lg Ulla -
Hallo Tuppie,
schöne Idee das mit den Briefmarken.
Ich habe auch vor Jahren damit angefangen und inzwischen eine recht umfangreiche Sammlung. Allerdings hat sich das als ein Faß ohne Boden rausgestellt, da es inzwischen schon unendlich viele Ausgaben vor allem aus Übersee gibt.
Ich möchte Euch hier auf eine fast allumfassende Sammlung aufmerksam machen:die Mykothek:
das ist die Seite von Dr. Siegfried Holstein und Prof. O. Becker
Sie beschäftigt sich auch mit anderen Druckobjekten wie Servietten, Kartenspielen u. ä. und ist meines Wissens die umfangreichste Internetseite zu diesem Thema.
Es lohnt sich da mal reinzuschauen!!
LG Ulla -
Hallo,
sehr schön, daß sich wieder jemand mit tollen Fotos u.a. auch meinen Lieblingen den Schleimpilzen widmen möchte.

Herzlich willkommen im Forum! Bin gespannt auf weitere Beiträge.
Wie Jan-Arne schon vorschlug kann ich ihm nur beistimmen: Arcyria cinerea.
Auf dem letzten Foto ist der Schleimi schon von Schimmel befallen. Das passiert oft bei zu feuchter Witterung.
Ansonsten ist diese Art eine der häufigen aus der Gattung Arcyria, gut kenntlich durch die graue Farbe und die zylindrische Form.
LG Ulla -
Hallo Sven,
auch von uns die allerherzlichsten Glückwünsche. Viele tolle Pilzfund in diesem Jahr!
Vielleicht trifft man sich mal wieder. Würden uns sehr freuen.
Herzlichst
Gunnar und Ulla -
Hallo Bernhard,
ein Schleimpilz ist das definitiv nicht.
Würde das eher für Mycelstränge eines andern Pilzes halten. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.
Ist sicher auch nicht so bestimmbar.
Lg Ulla -
Hallo Tuppie,
alles Gute fürs neue Jahr! Hoffentlich viele schöne Pilzfunde und weiter spannendes in Deinem Pilz-Terrarium.
Ja, der aufbrechende Schleimi dürfte wirklich Physarum leucophaeum sein.
Im Inneren der Köpfchen müßtest Du vielleicht kleine weiße Pünktchen sehen. das sind die Kalkknoten vom Capillitium.
Dein 2. Schleim, die Arcyria läßt sich ja Zeit. Hoffentlich ist er nicht völlig verärgert und vepuppt sich.
Bleiben wir gespannt!!
Liebe grüße
Ulla -
Hallo Wiltrud,
zum Jahresabschluß so tolle Fotos von Badhamia utricularis! Ich bin immer wieder fasziniert von dieser Art.
Danke

und auch Dir einen schönen Jahreswechsel und im neuen Jahr hoffentlich viele schöne Pilzfunde!
LG Ulla -
Hallo Hartmut,
Dein Schleimi dürfte anhamd der beschriebenen Merkmale eigentlich relativ leicht zu bestimmen sein.
Er gehört aus jeden Fall in die Gattung Didymium, durch die Kalkkristalle auf der Peridie gut zu erkennen.
Dann ist er gestielt, der Stiel ist kalkhaltig, da kommen nur noch wenige Arten in Frage. Das Capillitium mit den tellerartigen Verdickungen ist auch typisch sowie die warzigen Sporen mit dem umlaufenden Grat, der aber nicht immer so gut zu erkennen ist.
Also für mich ist das Didymium squamulosum, eine recht häufige Art, die gern auf krautigen Teilen wächst und auch jetzt im Spätherbst noch zu finden ist.
Deine Daten würde ich gern für meine Myxomyceten-Kartierung in Mykis abspeichern.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu.
Dir und allen Forianern einen guten Rutsch ins neue Jahr, welches hoffentlich ein besseres Pilzjahr wird!
LG Ulla -
Hallo Safran,
ich würde Deinen Fund auch für Ischnoderma resinosum halten.
Deine Exemplare sind zwar schon etwas ältlich und das Foto ist m.M. etwas gelbstichig.
Der Anis-geruch ist aber typisch für den Pilz.
Wir waren am letzten Wochenende unterwegs und haben den Porling schon von weitem gerochen.
LG Ulla -
Hallo Bernhard,
ja leider ist Dein Myxo noch unreif und da kann man nur ahnen was es eventuell werden könnte.
Trichia varia allerdings ganz sicher nicht. Die ist wie Jan-Arne schon richtig sagte, meist ungestielt. Auch ist die Art nie so rötlich im unreifen Zustand.
Es käme wirklich Trichia decipiens in Frage, diese durchläuft so ein rosa Stadium, wird dann gelblich-bräunlich und ist dann gestielt.
Allerdings sollte man auch die Gattung Arcyria nicht außer acht lassen.
Das ließe sich allerdings dann erst im reifen Zustand erkennen.
Mehr kann ich da leider nicht dazu sagen.
Falls Du die Fruchtkörper weiter beobachten kannst, wäre schön, allerdings sehe ich auf den letzten 2 Fotos schon Entwicklungsstörungen und ich vermute daß die Fruchtkörper nicht mehr richtig ausreifen.
LG Ulla -
Hallo Hans,
eine interessante Arcyria hast Du da gefunden.
Allerdings halte ich diese nicht für Arcyria ferruginea. Dazu ist das Capilliitium zu wenig strukturiert. A. ferrugunea hat ein Capillitium, welches mit Ringen und Halbringen, sowie mit Warzen und Stacheln besetzt ist. Das Capillitium Deines Fundes hat scheinbar nur Warzen bzw. Stacheln. Das spräche für A. oerstedtii oder oerstedtioides. Die letztere müßte allerdings einen tieferen Stielbecher haben. Dein Fund hat aber nur einem flachen Becher von dem sich das Capillitium leicht löst. Leider hast Du bei Deinem Sporenbild keine Maße angegeben. A. oerstedtii hat Sporen von 7-9um und A. oerstedtioides ab 9,5um.
Das könnte man nun anhand der Sporenmaße eventuell besser abgleichen.
LG Ulla -
Alles anzeigen
Hallo, Lothar!Kannst du an die kleinen, weißen Pilzchen näher dran? Also wenigstens ungefähr die Form erkennen?
Solche Strukturen in Mosen an stehenden Bäumen hatten wir neulich beim Moddi - Treffen auch. Die kleinen weißen Pilzchen im Zentrum (meist an abgestorbenen Moosen) haben sich als Chromocyphella muscicola herausgestellt. >Link zum Fund<
Ist aber nicht ganz einfach bei den kleinen cyphelloiden an Moosen, da gibt es wohl etliche Arten aus unteschiedlichen gattungen, die teils gar nicht leicht abzugrenzen sind. Ob die auch solche Spuren an den befallenen Moosen hinterlassen, ist mir aber nicht bekannt.LG, Pablo.
Hallo Pablo!
danke Dir für Deinen Beitrag, hat er doch bei mir ein UMO (unbekanntes mykologisches Objekt) aufgelöst.
Vor kurzen fielen mir auch solche kranke Stellen an Moosen am Baum auf, auf denen dann diese cyphelloiden Pilzchen wuchsen.
Da hatte ich gar keine Ahnung was das sein könnte, außer das es was cyphelloides war.
Aber nun habe ich das dann überprüft und es stimmte.
Ist auch ein Erstfund für mich und für unser Bundesland, freu!!
LG Ulla -
Hallo Chris,
schöne Doku!
Das ist eine der rötlichen Schleimis aus der Gattung Arcyria.
Leider ist er immer noch nicht reif, deshalb ist es nicht möglich ihn genau zu benennen.
Bei rötlichen Arcyrien ist es wichtig zu wissen wie das reife Capillitium am Stiel angewachsen ist und wie dessen Struktur ist. Da müßtest Du noch warten bis die Fruchtkörper richtig ausgereift sind und dann abtrocknen.
LG Ulla -
Hallo Tuppie,
also ich muß meine Vermutung Craterium zurücknehmen,
denn das sieht nun schon eher wie ein Physarum aus, vielleicht Physarum leucophaeum.
Die 2. Art wird sicher mal eine Arcyria. Da müßte man abwarten welche Endfarbe sie entwickelt. Wenn es eine rötliche art wird, dann gibt es mehrere Möglichkeiten die aber auch eventuell makroskopisch nicht zu lösen sind.
Es bleibt also weiter spannend!
LG Ulla
