Beiträge von lamproderma

    Hallo,

    auch bei uns in Sachsen-Anhalt (Südrand Fläming) gab es vor kurzem den ersten Nachweis von A. projectellus!

    Leider nur ein Fruchtkörper. Aber angekommen ist er.

    Warten wir ab, ob er, wie es in der Literatur vermutet wird, einheimische Pilzarten verdrängt.


    LG Ulla

    Hallo Jörg,

    Deine Arcyria ist leider boch nicht reif. Man müßte sehen, wenn sie reif wird, wie sich das Capillitium vom Stielbecher löst (leicht oder schlecht). A. denudata gehört zu den Arten wo sich das Capillitium schlecht vom Becher löst (es bleiben dann immer Capillitiumfäden im Becher zurück).

    Dann müßte man den Schleim auch noch mikroskopieren, denn wichtig ist auch die Sporengröße und natürlich die Skultur der Capillitiumfäden.

    So vom Foto wird das leider nichts.

    LG Ulla

    Da kann ich auch einen Beitrag dazu liefern, leider ohne Bilder, ist auch schon über 40 Jahre her.

    Bei einer meiner Rennsteigwanderungen im Thüringer Wald wurde immer Quartier an der Ebertswiese gemacht. Ein einfaches Wanderquartier mit Herzhäuschen daneben. Dort wuchsen direkt daneben die schönsten, größten und kräftigsten Hallimasch.

    Ein Schelm der Böses dabei denkt! ;)



    VG Ulla

    Hallo Rainer,

    es wäre schön gewesen, wenn Du auch einen Fruchtkörper durchgeschnitten hättest, damit man die mögliche Verfärbung des Fleisches sehen könnte.

    Der Falsche Wiesenchampignon Agaricus pseudopratensis gilbt im Fleisch an der Stielbasis, rötet dann aber nach einiger Zeit.

    Siehe im Foto rechts die gelbe Verfärbung am frisch angeschnittener Fruchtkörper, links einer nach ca. 10 Minuten mit rötlicher Verfärbung.


    VG Ulla

    Hallo Tobias,

    die beiden Fotos die Du jetzt gepostet hast, sind das neue Funde?

    Das ist wieder nun ganz was anderes. Das sind junge Fruchtkörper von Geastrum triplex, dem Halskrausen-Erdstern.

    Die Halskrause sieht man leider noch nicht, sie bildet sich erst im Alter aus. Aber die Mündung (Peristom) ist gewimpert mit einem Hof drumrum. Das hätte der Rötende Erdstern nicht, dessen Mündung ist gewimpert aber ungehöft. Er hätte auch im jungen Zustand immer die rötliche Farbe, die der Halskrausen-Erdstern nur sehr sehr jung ganz wenig hat.


    VG Ulla

    Hallo Tobias,

    wie schon Matthias schrieb, ist der Fruchtkörper noch recht jung und man sieht die typische Strukturen an der Unterseite der Endoperidie ("Staubkugel") nicht, aber ich tendiere stark zu Geastrum striatum, dem Kragen-Erdstern. Dafür spricht vor allem die mehlig bestäubte Endoperidie, die rötliche Fruchtkörperfarbe (durch die Du sicher zu G. rufescens gekommen bist, aber die Art kein gefurchtes Peristom sondern ein gewimpertes) und das Vorkommen in einem Garten.

    G. pectinatum, der Kamm-Erdstern ist ein typischer Waldbewohner während G. striatum vor allem auf nährstoffreichen Böden u.a. in Gärten, Gebüschen vorkommt. Die anderen genannten Merkmale passen auch nicht für G. pectinatum.


    VG Ulla

    Hallo Hans,


    Toller Fund! :gbravo:

    In Martin & Alexopoulos sind die Sporen aber auch mit 7-9um angegeben. Würde sicher passen.

    Leider kein Erstfund für Deutschland.

    Im Herbar von Heidi Marx gibt es einen Beleg von Peter Schirmer aus Hessen von 2002, kultiviert auf Amaryllis-Zwiebelschalen.


    LG Ulla

    Hallo Jens,

    wäre schön, wenn Du die Fotos durchnummerieren würdest. Das erleichtert bei der Bestimmung.

    Ich würde die Egerlinge auf den Fotos (rückwärts 4-8) aufgrund des büscheligen Wachstum für Agaricus bohusii halten.

    Wuchsen die in einem Auwald o.ä.?

    VG Ulla

    Hallo,

    ich halte das auf jeden Fall für einen jungen Erdstern, aufgrund der Farbe und der Form des geschlossenen Fruchtkörpers eventuell für den Rötenden Erdstern Geastrum rufescens.

    Auf dem Foto mit dem durchgeschnittenden Fruchtkörper sieht man schon die innere Struktur der Endoperidie: in der Mitte die Columella aus der sich das spätere Capillitium entwickelt und die die Verbindung zwischen Exo- und Endperidie (Außen- und Innenhülle) bildet, d.h. das nach dem Öffnen des Erdsterns die kugelige Endoperidie nicht von der später ausgebreiteten Exoperidie (Sternlappen) abfällt.

    Natürlich ist die Form der Mündung des Fruchtkörpers noch nicht zu sehen. Deshalb wäre es natürlich schön schon reife Frk. zu sehen.

    Aber Erdstern ist sicher, denn in einer Hirschtrüffel sieht man ganz gleichmäßige Strukturen, die ich hier nicht sehe.

    LG Ulla

    Hallo Annerose,

    ich würde Deinen Fund auch für Bovista plumbea halten.

    Die Sporen sind subglobos bis ellipsoid, glatt bis ganz fein warzig. Größe ist auch i.O.

    Das Capillitium ohne Poren und Septen stimmt auch.

    Bovista nigrescens, die sehr ähnlich ist, hat meist globose bis subglobose Sporen die aber stärker warzig sind. Das Capillitium der Art ist aber allerdings sehr ähnlich.

    Wir finden B.nigrescens mehr im Bergland. Das scheint eventuell typisch zu sein.


    LG Ulla

    Das hört sich jetzt a bisserl komisch an, und ist vielleicht auch weit hergeholt, aber könnte es sein, dass das ein unreifer Schleimer ist/war, der verkapselt /sklerotiesiert ist ?

    Wobei es auf dem 2.Bild mit den apikalen Abflachungen eher nach einem Asco ausschaut!

    Hallo Bernd,


    bei den Fotos habe ich zuerst auch an einen Myxo gedacht.

    Leider gibt es nur wenig Angaben dazu was an Dung vorkommt.

    Von der Form her käme nur die Gattung Licea in Frage.

    Aber in der mir zugänglichne Literatur habe ich keine Art gefunden die solche großen Sporen hat.

    Man muß natürlich immer damit rechnen wenn Myxos nicht richtig ausreifen, das die Sporen abartig sind, aber hier sind die Sporen (?) sehr gleichmäßig.

    Also ich kann dazu auch nicht zur Aufklärung beitragen.


    LG Ulla