Beiträge von lamproderma

    Hallo Sebastian,

    den Befall auf dem Schleimi hat ja schon Björn benannt :gbravo:


    Den Schleimi selbst halte ich für eine Hemitrichia, möglicherweise H. clavata.

    Du hast das Capillitium zwar schon fotografiert, aber man sieht nicht ob es ein stark verzweigtes Capillitium ist oder nur ein wenig verzweigtes, mit langen Elateren.

    Rein vom makroskopischen Eindruck würde ich trotzdem für H.clavata voten, das eine wenig verzweigtes Capillitiumnetz hat.

    LG Ulla

    Hallo Adrian,

    dass sieht schon nach Borstentramete aus.

    Leider hast Du nicht dazu geschrieben, was das für ein Baum war. War das Pappel?

    So hell wie die Fruchtkörper waren, würde ich das für Coriolopsis trogii - die Blasse Borstentramete halten. Auch wäre ein Schnitt durch den Fruchtkörper hilfreich um ihn von Coriolopsis gallica zu unterscheiden. Der hat eine braune Trama und wächst an verschiedenen Laubhölzern.


    LG Ulla

    Hallo,

    danke meinen Vorrednern, aber ich bin nur die Einäugige unter den Blinden. :grotwerd:

    Trotzdem möchte ich Christina zustimmen: Badhamia utricularis, zu deutsch: Fadenfruchtschleimpilz oder Verzweigter Hautbecher.

    Das ist eine Spätherbst- bis Winterart, die eben durch die meist an langen Fädchen herabhängenden Fruchtkörper auffällt.

    Deine Fotos verdeutlichen das super :gbravo:


    LG Ulla

    Hallo Maria,

    wenn Du die Bilder nicht nochmal hochgeladen hast, hat bei mir vielleicht jemand auf der Leitung gestanden, jetzt sind alle Fotos zu sehn.

    Sehr schön!

    Bei uns fangen die Winterlinge und Schneeglöckchen an zu blühen.

    Der Schleim war Hemitrichia calyculata und Metatrichia vesparium.


    LG Ulla

    Hallo Markus,

    schöne Aufsammlung der nicht so häufigen Stielboviste.

    Deine Bestimmung der Tulostoma als T.squamosum würde ich aber in Frage stellen,

    da T. squamosum zu den Stielbovisten mit definiertem d.h. gerandetem Peristom (wie auch T. brumale) gehört.

    Deine Funde zeigen ein gewimpertes, nicht gerandetes Peristom. Da kommt man im Schlüssel auf Arten um T. fimbriatum.

    Die können auch so stark rotbraunschuppige Stiele haben.

    Vergleich doch mal damit.

    VG Ulla

    Hi Steve,

    The fluffy white surface comes from a mold.

    Unfortunately, the fruit bodies are moldy.

    One therefore does not see the peridy of the myxomycetes.

    However, the capillitium with the large lime structures inside the fruit bodies looks very much like Badhamia.

    But I can't name the species more precisely based on the photos. When it comes to spore size, several types come into question.


    Greetings Ulla

    Hallo Felli,

    Dein erster Fund ist Trichia varia gut kenntlich an den einfach gewickelten Elateren.

    Die 2. Art ist wie Du schon vermutet hast, Trichia contorta var. attenuata . Die hat lang ausgezogene mehrfach gewickelte Elateren.


    LG Ulla

    Hallo Chris,

    Physarum polycephalum ist bisher bei uns im Freiland noch nicht gefunden worden.

    Es sei denn, jemand hat ihn aus einem Labor mal ausgesetzt.

    Vom Plamodium ähneln sich beide, aber es sind unterschiedliche Gattungen, wo die reifen Fruchtkörper auch völlig anders aussehen.


    LG Ulla

    Ich suche ihn zur Zeit, da ich ihn wieder mal eine Weile als "Haustier" halten will.

    Hallo Peter,

    Badhamia hat z.T. wieder Hochzeit. Sie mag das feuchte nicht zu kalte Wetter.

    Sie liebt vor allem dickere Stämme (z.B.Buchen), gern auch wo Porlinge dran sind. Sie liebt auch Phlebia sp.


    LG Ulla

    Hallo,

    sehr schöne Eindrücke von der Artenvielfalt.

    Es wäre schön wenn Du die Fotos durchnummerieren würdest und die Nummern auch im Text bei den Arten einfügst sodass nicht so bewanderte Pilzfreunde die namen mit den Fotos verbinden können..

    Ein paar Fotos sind leider auch doppelt im Beitrag.

    Ist die für Dich unbekannte Art der rötlichbraune Porling? Den würde ich für einen Zimtfarbenen Weichporling Hapalopilus rutilans halten.


    VG Ulla

    Hallo Sebastian,


    da hast Du Dich ja redlich bemüht das Richtige rauszubekommen.

    Bei den Physarales lagst Du schon richtig.

    Zur Unterscheidung von Physarum und Didymium muß man die Kalkauflage auf der Peridie untersuchen ob sie kristallin (Didymium) oder amorph (Physarum) ist. Auf Deinen letzten Fotos sieht man gut die Kalkkristalle (wie kleine Sternchen) --> deshalb Didymium

    Dann das Capillitium untersuchen: die Verdickungen der Capillitiumfäden hast Du als Kalk interpretiert. Das sind aber "nur" Verdickungen. Kalkknoten bei Physarum sitzen meist in den Achseln der Netzstruktur. Sie sehen auch anders aus als die Verdickungen. Da kommt man wieder auf Didymium.

    Du schriebst, die Fruchtkörper seien nicht gestielt, aber auf dem ersten Foto sieht man das sie nicht ganz aufsitzen und auf den 2 folgenden Fotos sieht man auch, das da eine weißer stämmiger aber sehr kurzer Stiel ist, der bis in den Fruchtkörper reinragt. Die Fruchtkörper haben oft auf der Unterseite einen Nabel in den der Stiel reinragt und sie deshalb wie sitzend scheinen. Die von Dir vermutete D. anellus ist wirklich sitzend, hat keinen Stielansatz und die Columella sitzt direkt auf dem Hypothallus auf.

    Die dunkle Verdickung im Köpfchen auf dem 2. Foto ist die Columella. Die besteht auch aus Kalk. Das ist anders als bei den Stemonitales. Die sind ja völlig kalkfrei.

    Die Sporenstruktur und -größe ist auch i.O. sodass ich wie vermutet wieder auf Didymium squamulosum komme.

    Diese Art ist sehr vielgestaltig (vielleicht kommt bei zukünftiger Sequenzierung raus dass es mehrere Arten sind?). Sie ist aber sehr häufig und kommt gern auf Laub vor.

    Da Du mit einem Schlüssel versucht hast zum Ergebnis zu kommen, versuch den doch mal rückwärts zu gehen. Da findest Du vielleicht raus wo der Denkfehler war.

    Noch eine Bemerkung zu nivicolen Arten. Die wachsen wie bekannt am Rande des tauenden Schnees. Die Schneelage muß dick sein und mehrere Wochen liegen bleiben und dann erst bei frühlingshaften Temperaturen tauen. Solche Bedingungen hat man in der Ebene nicht, deshalb das Vorkommen im Gebirge (teilweise schon ab 500m in Mittelgebirgen, z.B. Harz, Thüringer Wald, Schwarzwald). Dieses Jahr wird es aufgrund der ungünstigen Schneelagen sicher auch in den Alpen schwierig für diese Arten von den Mittelgebirgen ganz zu schweigen.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    heute ist der Beleg wohlbehalten angekommen.

    Ich werde ihn in den nächsten Tagen mal genauer unter die Lupe (Mikro) nehmen.

    Weitergehende Literatur habe ich mir auch noch besorgt, da es mit Badhamia nicht leicht ist. Es gibt einige neu beschrieben Arten.

    Ich hoffe, dass ich wirklich auf ein schlußendliches Ergebnis komme.


    LG Ulla

    Hallo Sebastian,

    das wird schon etwas problematischer.

    Man sieht nicht ob die Fruchtkörper einen Stiel haben. Er kann auch sehr kurz sein.

    Man muß dann die Peridie mikroskopieren ob die weißen Kalkteile aus Kalkkristallen bestehen --> das wäre dann Didymium.

    Das Capillitium schein ja keine Kalkknoten zu haben. Das spricht auch für Didymium.

    Ich würde auf einen kurzen weißen Stiel tippen und Kristalle auf der Peridie?

    Dann könnte es Didymium squamulosum sein. Die Art wächst gern auch auf Laub.


    LG Ulla

    Hallo Sebastian,

    Deinen Schleimi würde ich für Physarum nutans (Ph.album) halten. Typisch sind die nickenden Köpfchen.

    Allerdings ist Deine Aufsammlung noch nicht reif. Im reifen Zustand sind Schleimpilze einfacher zu erkennen. Meist hilft aber nur das Mikroskop.

    LG Ulla

    Hallo,

    schöne Fund hast Du da gemacht.

    Dass die "Österreicher" schon so weit sind ist ja bei Euch nicht verwunderlich :giggle: .


    Zu Deinen Schleimpilzfunden:

    Nr. 7 halte ich nicht für Trichia contorta, die ist nämlich ungestielt. Ich denke dass das Hemitrichia ist, entweder H. Calyculata oder H. clavata.

    Nr. 10: das letzte Foto kann auch was anderes sein als Arcyria denudata. man sieht, dass sich da Capillitium leicht vom Stielbecher löst und es auch viel grobmaschiger.

    N3: dürfte Dictydiaethalium plumbeum sein. Man sieht auf dem letzten Foto, dass der Myxo aus vielen Einzelfruchtkörpern besteht. Vergleich mal damit.


    LG Ulla

    Hallo Jörg,

    Deine Funde sind leider noch nicht reif, da ist es oft schwierig selbst die Gattung zu erkennen.

    Trichia decipiens könnte das sein, obwohl ich die unreif nie ein so goldgelb gesehen habe sondern mehr lachsfarben.

    Man müßte abwarten bis die Fruchtkörper reif sind.


    LG Ulla

    Hallo Jörg,

    ich würde Erwin beipflichten: Arcyria.

    Leider sind die Fruchtkörper noch nicht richtig reif, d.h. das Capillitium hat sich noch nicht gestreckt. Die Farbe ist auch etwas unklar: ist das mehr beige, gelb oder doch etwas rötlich?

    Um die Art rauszukriegen müßte man mikroskopieren.


    LG Ulla

    Hallo, ich würde das auch für einen unreifen Myxo halten.

    Vielleicht wird das mal Badhamia utricularis?

    Ist aber unsicher. Man müßte die reifen Fruchtkörper untersuchen


    VG Ulla.