Beiträge von lamproderma

    Hallo Mik, Gabi,

    zu 6. könnte ich eine Stemonitis- Art in die Runde werfen.

    Hatte im Spätsommer mal einige auf toten, liegenden Laubholzstämmen (Hainbuche und Buche) gefunden. Beim nächsten Besuch sahen sie dann ähnlich wie auf deinem Bild aus.

    Muss definitiv mikroskopiert werden.

    Stemonitis schließe ich in dem Fall aus. Die wachsen nicht so kompakt und groß. Auch der Wuchs an senkrechten Substraten spricht nicht dafür. Ich tippe eher auf Symphytocarpus sp.

    Aber da stimme ich zu, das muß definitiv mikroskopiert werden.

    Zu 6: Im Prinzip könnte ich noch einen Beleg einsammeln, wenn's denn interessant genug zu sein scheint, der Fundort ist nur ein paar hundert Meter von meinem Wohnort entfernt. Aber Mikroskopieren lernen steht bei mir zumindest in absehbarer Zeit nicht auf dem Programm. Werde ich also erstmal als unbekannten Schleimpilz verbuchen.

    Falls Du Interesse hast welche Art das genau ist und es nicht zuviel Umstände macht etwas des Fruchtkörpers zu ernten, könntest Du ihn mir schicken. Ich würde dann das Mikrroskopieren übernehmen.

    Falls ja, dann schicke ich Dir per Pn meine Anschrift und wie Du das Ganze händeln müßtest.


    VG Ulla

    Hallo,

    die Nr. 6 ist ein Schleimpilz, aber den Stäublingsschleimpilz Reticularia lycoperdon schließe ich aus.

    Es kommen da andere Gattungen in Frage. Eine genaue Bestimmung wäre nur mit mikroskopischer Untersuchung möglich.

    Dazu müßte man einen Beleg (getrocknetes Exemplar) des Schleimpilzes untersuchen.

    Es ist immer gut, wenn man von unbestimmten Pilzen einen Beleg aufhebt, den man im Zweifelsfall an andere Pilzfreunde zur Bestimmung schicken kann.


    VG Ulla

    Hallo Hartmut,

    da hast Du wieder was tolles gefunden.

    Aber ich kenne Oligonema fulvum bisher nicht, sie ist auch aus Deutschland bisher nicht sicher nachgewiesen.

    Ich habe mich gleich in der Literatur kundig gemacht. Dein Fund sieht schon nach Oligonema fulvum aus.

    Wie hast Du sie bestimmt?

    Ich hoffe, dass Du dieses Mal einen Beleg aufgehoben hast, den man vielleicht auch mal sehen könnte?

    Um den Fund sicher zu dokumentieren ist ja ein Beleg unablässlich.


    VG Ulla

    Hallo,


    ich bin auf jeden Fall für eine Diderma.

    Aber dabei gibt es eben Schwierigkeiten bei der Bestimmung.

    Könnt Ihr feststellen ob die Peridie doppelt oder einfach ist? Ich vermute eigentlich bei der so stark eierschalenartigen Kruste dass sie doppelt ist.

    Bei dem offenen Fruchtkörper meine ich am Grund desselben eine rotbraune Verfärbung zu sehen, was eventuell auf eine Columella in der Farbe hinweist. Da fallen die Arten mit weißer Columella raus.

    Ich hätte nach dem ersten Foto erst einmal gesagt, sieht aus wie Diderma testaceum (die muß nicht immer rosa sein, sondern blasst schnell aus).

    Die Sporenskulptur würde auch passen, aber die von Euch gemessene Größe wäre etwas zu groß.

    Es gibt leider noch einige andere ähnliche Kandidaten, aber da paßt auch einiges nicht so richtig.

    Aus der Ferne ist es eben oft schwierig die Art 100%ig anzusprechen.

    Leider kann ich da heute nicht mehr dazu sagen.


    LG Ulla

    Hallo Felli,


    Dein Myxo hört auf den Namen Perichaena depressa.

    Er kommt oft in Kultur, scheinbar auch an Dung.

    Die Fruchtkörper wachsen immer so dicht beieinader wie zusammengepreßt.

    Sporen und Capillitium passen auch.


    LG Ulla

    Hallo Björn,


    sehr schöne Dokumentation!

    Natürlich hast Du recht mit Stemonaria irregularis.

    Ich hatte die Art auch 2x in den letzten Wochen. Fotos davon habe ich auch gemacht, aber Deine sind um vieles besser! :daumen:

    Allerdings ist die Art wirklich recht selten. In Pilze-deutschland.de gibt es nur nur wenige Funde. Alle aus den östlichen Bundesländern.

    Ich habe sie meist nur im Winterhalbjahr gefunden.


    LG Ulla

    Hallo Urs-Peter,

    Deinen Fund würde ich für die Blasse Borstentramete - Coriolopsis trogii halten.

    Die Art wächst meist an Pappel.

    Sie ist von der Braunen Borstentramete - Coriolopsis gallica durch das weiße Fleisch unterschieden (C.gallica hat braunes)


    VG Ulla

    Hallo,

    auch Dir ein pilzreiches neues Jahr!

    Der Baum könnte eine Kirsche und der Pilz dann ein Pflaumenfeuerschwamm Phellinus pomaceus (wächst auch an Kirsche) sein.


    VG Ulla

    Hallo,

    trotz der Verbreitungskarte bei Pilze-deutschland.de kann man m.M. nach für den Osten Deutschlands einen Rückgang verzeichnen.

    Vor der Wende, war Lepista personata in vielen Gebieten, vor allen dort wo Vieh noch auf der Weide stand ein Massenpilz.

    Nachdem die Viehhaltung sich stark reduziert hat und die Tiere nicht mehr draußen stehen, sind die Pilze auf den Wiesen auch meist verschwunden.

    Man findet sie jetzt mehr in Parks, an Wegrändern und Gebüschsäumen und dann auch oft nur einzeln und nicht massenhaft.


    LG Ulla

    Hallo Waldfee,


    herzlich willkommen im Forum,


    auf Tipps und Schwarmwissen kannst Du hier immer zählen. Wir freuen uns auf Deine Beiträge!


    VG

    Hallo,

    wir haben diese Varietät von der Rickenella auch schon gefunden unter den selbene Bedingungen wie Ingo.

    Erst hatten wir sie für eine Hygrocybe gehalten, aber da paßte ja mikroskopisch nichts.Zum Glück sind wir dann auf die richtige Lösung gekommen.


    VG und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr


    Ulla

    Hallo Cornelius,

    dein Fund Nummer 2 sieht nur auf den ersten Blick aus wie ein Schleimpilz. Er hört auf den Namen Phleogena faginea und ist recht selten. Er riecht spätestens in getrocknetem Zustand stark nach Maggi.

    Einen guten Rutsch wünsch ich,

    Martin

    Hallo Martin,


    da muß ich leider ein veto einlegen. Die Nr. 2 ist tatsächlich ein Schleimpilz, möglicherweise ein Physarum (z.B. leucophaeum). Ein Didymium würde ich ausschließen, dafür ist mir der Kalk auf der Peridie zu fein. Man müßte natürlich zur vollständigen Klärung mikroskopieren. Physarum hat amorphen Kalk auf der Peridie während Didymium kristallinen Kalk dort hat.

    Phleogena faginea ist völlig kalkfrei, das Köpfchen sieht mehr wattig aus und ist dem Stielchen gleichfarbig. Mikroskopisch unterscheidet es sich natürlich sowieso.

    LG und guten Rutsch


    Ulla

    Hallo Thorben,

    trotz des von Dir verochenem Anisgeruch würde ich hier die Blasse Borstentramete -Coriolopsis trogii sehen.

    Für die Anis-Tramete Trametes suaveolens ist die Oberfläche viel zu striegelig, die Poren müßten etwas etwas kleiner sein.

    Ich habe die Anis-Tramete bisher nur an Weide gefunden, soll aber leider auch schon an Pappel gefunden worden sein.

    Vielleicht wissen die Spezis mehr.


    VG Ulla

    Hallo Andy,

    von den roten Arcyria-Arten gibt es einige.

    Man muß zunächst darauf achten, ob sich das Capillitium leicht vom Stielbecher trennen läßt oder fest angewachsen ist.

    In Deinen Fall gehört die Art zu denen wo das Capillitium leicht abgeht. Der Stielbecher ist klein ohne Vertiefung. Das sieht man auf den letzten Fotos. Das Capillitium ist stark strukturiert mit Ringen und Halbringen, Warzen. Die Sporengröße und Skulptur paßt auch sehr gut. Ich würde Deinen Fund deshalb auch als Arcyria ferruginea bezeichnen.

    Allerdings sind die Fruchtkörper auf Deinen ersten Fotos nicht ausgereift. Da wäre es allein nach diesen schwierig die Art zu erkennen. Aber die letzten 2 Fotos zeigen die typischen Merkmale der Art.


    VG Ulla