Beiträge von lamproderma

    Hallo beisammen,
    ich tippe auch eher auf den Schild-Rötling, Entoloma clypeatum. Wächst normalerweise bei Rosengewächsen, die vielleicht auch als Gebüsch unter Eichen vorkommen könnten.
    Der Riesen-Rötling ist eher ein Herbst-Pilz und auch viel kräftiger als ein Mai-Pilz.
    LG Ulla

    Hallo Schleimpilzfreunde,
    heute möchte ich Euch auf 2 Spezialisten unter den Schleimpilzen aufmerksam machen.
    Angeregt durch einen Artikel in der letzten Zeitschrift für Mykologie von A. Kuhnt, K.-H. Baumann & W. Nowotny über das Vorkommen spezieller Myxomyceten an Pestwurzblättern im Frühjahr machten wir uns hier in Sachsen-Anhalt gezielt auf die Suche nach Beständen der Roten Pestwurz, Petasites hybridus, einer Pflanze die ähnlich dem Huflattich erst Blüten treibt und dann erst die Blätter bekommt.
    Sie wächst meist an Bachrändern oder in Feuchtbiotopen.
    Hier eine Biotopaufnahme:

    Wir haben erst im Südharz gesucht und sind in einem Bachtal sofort fündig geworden. :D:D:D:D
    Wir fanden die beiden Schleimpilzarten recht reichlich auf der Unterseite der Pestwurzblätter. ;)
    Didymium tussilaginis


    sowie
    Didymium vernum, welche sich optisch, makroskopisch sofort durch die braune Färbung von D. tussilaginis unterscheidet


    Auch an anderen Standorten haben wir beide Arten sofort gefunden, obwohl bei uns im Hügelland die Pestwurzblätter schon fast übern Berg sind und dadurch auch natürlich die Schleimis.
    Also wer Pestwurzbestände in seinem Umfeld hat kann ja mal dort schauen. Einfach nur die Blätter umdrehen und nach dunklen Pusteln absuchen (ist allerdings auch oft Wurm- oder Schnecken-AA), Besser mit der Lupe schauen, da sieht man den Unterschied, denn beide Arten haben Kalkkristalle auf der Peridie.
    Die Autoren sind sicher an neuen Fundstellen interessiert.
    LG Ulla

    Hallo Pablo,
    Phellinus conchatus hat meistens nicht so stark ausgeprägte Hüte, wodurch natürlich die Biegsamkeit dieser welcher geringer ist als bei Phellinus ribis. Auch kommt Ph. conchatus mehr an Weiden, Erlen, (Hasel?) im Auwald vor.
    Bin aber natürlich kein Porling-Spezi. Vielleicht äußert sich Tomentella dazu.
    LG Ulla

    Hallo Gerd und Harry,
    wer entscheidet bei Eurer Wette denn wer nun recht hat? D. h. untersucht jemand den Fund?
    Rein optisch würde ich den Pilz jedenfalls für Polyporus tuberaster halten.
    Auch scheint der scheinbar nicht auffällige Geruch auch dafür sprechen.
    P. tuberaster kommt m. E. auch nicht bevorzugt nur auf Buche vor.
    LG Ulla

    Hallo Lothar,
    das ist schon der kleine Nest-Erdstern, Geastrum quadrifidum. Es sind vorjährige Exemplare, denn die wachsen meines Wissens erst im Spätsommer im Nadelwald.
    Der Große Nest-Erdstern, Geastrum fornicatum ist meistens größer, auch viel dunkler (dunkelbraun) und hat wie Pablo schon sagte kein gehöftes Peristom (Mündung). Man findet ihn auch meist in trockenwarmen Gebüschen (Flieder). Bei Nadelbäumen habe ich ihn noch nie gefunden.
    Ein schöner Fund, denn so häufig finde ich ihn auch nicht!
    LG Ulla

    Hallo beinander,
    hier mal einen Blick in unsere Osterpfanne:
    gefüllte Speisemorcheln.



    Rezept:
    Man nehme möglichst große Morcheln, schneide den Stiel ab.
    Die Füllung besteht aus kleingeschnittenen Morcheln (fertig gedünstet), Kochschinken, ev. etwas Zwiebel und einem Ei um das ganze etwas anzudicken. Danach die Füllung in die Morcheln füllen und die Morcheln mit etwas Butter im Backofen ca. 20 min bei mittlerer Hitze zubereiten.
    Echt lecker!
    Ich hoffe, ich habe Euch Appetit gemacht!
    LG Ulla

    Hallo Mentor, schöne Frühlingsimpressionen!
    Deinen Seitling halte ich auch für den Orangeseitling. Allerdings denke ich bei Deinem letzten Bild nicht, daß das Orangeseitlinge sind. Meiner Erfahrung nach wachsen die eigentlich meist nur an liegendem Holz nicht an stehenden Bäumen, auch ist die Farbe auch zu wenig orange. Könnte vielleicht ein Muschelseitling sein?
    LG Ulla

    Hallo Hans,
    ich wäre auch für eine Psathyrella. Es könnte Psathyrella spadicea oder Ps. spadiceogrisea sein. Müßte man aber genauer untersuchen.
    LG Ulla

    Hallo Waldfried,
    würde ich auch so sehen, den Südlichen Ackerling.
    Erstaunlich, daß der so zeitig im Frühjahr erscheint. Aber dieses Frühjahr ist ja nichts normal.
    LG Ulla

    Hallo Hartmut, auf Grund Deiner weiteren Fotos würde ich das wirklich für den Waldgoldstern halten, der hat so ein großes breites Grundblatt, auch sind die Blütenblätter abgerundet und nicht zugespitzt.
    Danke für die Schleimdaten!
    LG Ulla

    Hallo Hartmut, hast ja den Beitrag ergänzt, während ich geschrieben habe. Der unbekannte, noch unreife Myxo könnte Comatricha nigra werden. Hast du vielleicht einen Beleg mitgenommen? Ich würde mich über jeden Beleg den Du aufsammelst freuen. Jeder Fundpunkt zählt, auch von Tricha varia. Vielleicht kannst Du mir die Funddaten mitteilen, danke und schönen Abend
    Ulla

    Hallo Hartmut, Dein unbekanntes "Blümchen" ist das Wechselblätterige Milzkraut, Chrysosplenium alternifolium.
    Bei dem Goldstern müßte man die Blätter besser sehen und den Blütenstand von größerer entfernung. Ich vermute aber, daß es eventuell der Waldgoldstern ist.
    Trichia varia würde ich auch so sehen, hast Du mikroskopiert? Dann wäre es eindeutig.
    LG Ulla

    Hallo Christian,
    auch von mir herzliches Willkommen im Forum.
    Auf Deinem 2. Foto hast Du einen Schleimpilz, Myxomyceten abgelichtet, aus der Gattung Trichia. Es könnte Trichia scabra oder Trichia persimilis sein. Genaueres kann man nur nach mikroskopischer Untersuchung sagen. Deutsche Namen gibt es für Schleimpilze eher weniger.
    Zu den anderen Pilzen kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen.
    Schöne Aufnahmen hast Du gemacht!
    LG Ulla


    Hallo Christian,
    schicke Dir gleich eine PN, daß wir das besprechen können.


    [hr]
    Hallo Christian,
    PN ist raus, leider 2x, da bei der 1. eine Fehlermeldung kam und ich das ganze nochmal geschrieben habe, deshalb nicht wundern!
    LG Ulla

    Hallo Christian,
    da muß ich Mausmann voll zustimmen,
    jeder der sich für Pilze interessiert ist Zielgruppe unserer Vortragstagung.
    Wir, dh. der Landesfachausschuß Mykologie besteht vorwiegend aus Amateur-mykologen, die sich aber schon über 20 Jahre intensiv mit der Pilzflora unseres Landes beschäftigen. Jedes Jahr veranstalten wir so eine Vortragsveranstaltung wo interessante Funde oder andere Themen vorgestellt werden.
    Wir freuen uns über jeden Interessierten der dazustößt!
    Deshalb möchten wir hier nochmal alle Forumsmitglieder dazu einladen!
    LG Ulla


    Hallo Nobi, Ihr müßt doch nicht Euer Licht unter den Scheffel stellen, habt doch auch tolle Sachen gefunden!
    Die Zipfellorchel haben wir bei uns noch nicht im Bergbaugebiet gefunden, kennen sie nur aus der Bitterfelder Ecke. Zipfellorcheln wachsen bei uns "nur" in den Wäldern um Freyburg auf Kalk. Gunnar hat mit Manfred Huth dieses Jahr auch schon eine an einem allerdings bekanntem Fundort gesehen.
    Schön wärs, wenn Ihr die Schleimis (oder auch die Erdsterne) noch einstellen würdet. Würde mich natürlich sehr interessieren.
    LG Ulla


    Hallo Sabine & Holger,
    ist eigentlich kein Problem Euch ein paar Verpeln zu zeigen. Falls Ihr die Zeit habt und den weiten Weg (ich weiß nicht wie weit er allerdings ist) auf Euch nehmen würdet, könnten wir nächsten Sonntag eine Verpel-Exkursion anbieten (hoffentlich regnets bis dahin nochmal, daß nicht alles vertrocknet ist). Es können auch gern noch andere Forums-Mitglieder dazustoßen, wer Lust hat.
    Meldet Euch, dann machen wir Zeit und Treffpunkt aus!


    Lebrac schrieb:
    Verpeln stehen bei mir auch ganz ober auf der Wunschliste.
    Was war das für ein Bergbau, von dem die Halden stammen?
    Viele Grüße
    Gerd lebrac


    Hallo Gerd,
    da sind bei uns Braunkohlenabraumhalden ca. 100 Jahre alt


    LG Ulla

    Hallo beinander,
    willst du endlich Pilze sehen, mußt Du früh beizeiten gehen!
    Das haben wir uns zu Herzen genommen und sind schon früh bei dichtem Nebel zu unseren Verpel- und Spitzmorchelstellen aufgebrochen. Die befinden sich hier vor allem auf Bergbauhalden im Geiseltal.

    Zielgerichtet marschierten wir los, stießen zunächst erst mal auf alte Halskrausenerdsterne, Geastrum triplex:

    Dann standen sie da wie gemalt, Spitzmorcheln in allen Größen :)

    .
    Unser Körbchen war bald voll.
    Nun ja, dann traten wir den Rückweg an und machten noch einen Umbogen über die Hochfläche der Halde wo dann auch noch Unmengen an Böhmischen Verpeln standen. :D:D
    Da kann man verschiedene Wuchsformen finden:
    Die "dürrwänstigen", langstieligen mit kleinen Hütchen stehen meist in Ligustergebüschen:

    während die fetten, kurzstieligen, aber mit großem Hut bei Espe wachsen (dort allerdings oft auch in irgendwelchen Gebüschen)

    Ja, Verpeln sammeln ist schon schweißtreibend, da man da meist durch mehr oder weniger undurchdringliche Gebüsche robben muß.<X
    Aber es hat sich ja gelohnt und man kehrt dann doch zufrieden nach Hause!:P
    Wir hätten nicht gedacht, daß sich trotz der recht trockenen Witterung
    doch so viele Spitzmorcheln und Verpeln gezeigt haben.
    Nun hoffen wir auf etwas Regen und daß wir vielleicht auch noch mit Speisemorcheln zum Zuge kommen.
    LG Ulla

    Hallo Pablo, schöne Funde hast Du gemacht.
    Vor allem die Pachyella. Hoffentlich bestätigt sich die Art!
    Über die "Käffchen"morchel (Mitrophora semilibera oder Morchella gigas) habe ich etwas geschmunzelt.:) Die kommt bei uns auch sicher bald.
    LG Ulla