Hallo Juliane,
leider ist bei unreifen Schleimis nicht immer eine Bestimmung möglich.
Man müßte versuchen sie ausreifen zu lassen.
Deine Pilzchen sehen nach einer unreifen Arcyria aus.
Allerdings würde dagegen sprechen, daß Du sagtest daß sie jetzt kaffebraun sind. Kaffebraune Arcyria-Arten gibt es nicht.
Die sind meist rot, rosa, gelb oder grau. Vielleicht kannst Du noch ein Bild von den gereiften Fruchtkörpern einstellen.
Die Gattung Comatricha würde mit braunen Fruchtkörpern besser passen, aber da müßten die Stiele schon im unreifenZustand schwarz sein und nicht hell wie die Fruchtkörper selbst auf Deinen Fotos.
LG ulla
Beiträge von lamproderma
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Hallo Mausmann,
Die Fuligo septica var. candida ist meines Wissens nach wie vor eine Varietät von Fuligo septica. Meinst Du mit der Art Fuligo cinerea? Das ließe sich durch mikroskopische Untersuchung klären. F. cinerea hat wesentlich größere Sporen (12,5-14,5) als F. septica v. candida (6,5-7,5um). Hast Du einen Beleg von deiner Aufsammlung? Dann könnte man das untersuchen. Wäre interessant. Makroskopisch ist es sonst schwierig.
LG Ulla -
Hallo Mario,
sieht schon ganz nach Lyogala conicum aus, wenn auch noch nicht reif. Aber sehr schöne Fotos!
Typisch sind die zugespitzten Fruchtkörper die keine andere Lycogala hat.
War das an Laubholz? Da liegen ja Nadeln auf dem Holz. An Nadelholz habe ich die Art allerdings bisher noch nie gefunden. Nach der Literatur ist die Art aber auch auf Picea nachgewiesen.
LG Ulla -
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Hat nix mit Brandstelle zu tun, aber dieser Schleimi? hat mich mit seinem Fußballmuster schon interessiert. Einen Namen hab ich nicht, ist sonst gar nicht meine Baustelle.
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Hallo Ralf,Dein Schleimi könnte Physarum conglomeratum sein. Die Sporengröße wäre allerdings grenzwertig, die sind normalerweise etwas größer (8-12um). Ist allerdings nur eine Vermutung, man müßte sich auch das Capillitium ansehen um eine Physarum festzumachen.
Deinen Achat-Eulenspinner finde ich ganz toll! Man möchte ihn am liebsten streicheln. Faszinierendes Muster!
LG Ulla
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Hallo Abeja,
tolle Fotos, schöne Zusammenstellung!!
Auf Deine Anfrage möchte ich mich aber noch zu den Schleimis äußern.
auf 20/21, das gelbe Plasmodium kann alles werden und ist deshalb nicht ansprechbar.
22/23 Ceratiomyxa fruticulosa ist ja klar
24-26 halte ich für eine von der Hitze geschädigte und angetrocknete Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides, auf Foto 26 gut erkennbar
27-29 ist m.M. das was schon Pablo vermutete, also kein Schleim
30-31 sind wieder unbestimmbare unreife Myxos
32-33 Arcyria obvelata hast Du ja schon erkannt
und die Fuligo auf Nr. 42 denke ich ist nur eine normale Fuligo septica.
LG Ulla -
Hallo,
da kann ich Pablo nur zustimmen. Der Schleim ist leider noch unreif und so unbestimmbar. Gattungsmäßig wäre Stemonitis denkbar, aber nur durch weitere mikroskopische Untersuchung der gereiften Fruchtkörper.
LG Ulla -
Hallo Matthias,
ich bin immer noch nicht überzeugt (wegen der Fruchtkörperfarbe und Größe), daß das Stemonitis fusca ist. Was hältst Du von Stemonitopsis,
z.B. St. amoena? Die Sporengröße käme hin, auch die netzige Struktur. St. amoena kann auch an Nadelholz wachsen.
Die Art hat nur ein fragmentarisches Oberflächennetz des Capillitiums, während St. fusca ein vollständiges Oberflächennetz hat.
Vielleicht kannst Du Dir das Capillitium noch anschauen.
Ich habe immer Probleme bei den Stemonitales, weil man wirklich alles (Sporen, Capillitium mit und ohne Oberflächennetz, Columella) untersuchen muß.
Makroskopisch ist da eben leider nicht viel drin. Trotzdem bleiben mir oft Zweifel. ob ich die Art richtig angesprochen habe. Oft sind die Fruchtkörper auch nicht völlig reif und da kann man die Sporen schlecht ausblasen um das Capillitium zu betrachten.
Vielleicht gelingt es Dir.
LG Ulla -
Hallo Matthias,
Gratulation für die tollen Bilder, vor allem Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides ist Dir gut gelungen!
Physarum contextum, auch ein schöner Fund! Ist eine Sommerart, die wir auch immer auf Blättern aber auch an krautigen Teilen finden.
Dein Bild von der Stemonitis fusca (1. Foto) kommt mir etwas komisch vor, die Fruchtkörper sind eigentlich zu rötlich/violettlich. Das sie zu klein sind hattest Du ja schon bemerkt. Hast Du die Sporen angesehen?
Vielleicht ist es doch was anderes, aber dazu müßte man wenigstens die Sporen ansehen um zu entscheiden in welche Richtung im Schlüssel es geht.
LG Ulla -
Hallo Juliane,
leider sind Deine Fotos wirklich nicht aussagekräftig, da man die Struktur der eventuell reifen Myxos (wenns welche sind) nicht erkennt.
Das müßte man sich im Original ansehen. Anders wirst Du sicher zu keinem Ergenbis kommen.
Falls Du den Beleg schicken willst, melde Dich. Ich würde mir ihn mal ansehen.
LG Ulla -
Hallo Nobi,
auch von mir vielen Dank für den Hinweis.
Habs gleich bestellt und bin schon gespannt drauf.
LG Ulla -
Hallo Stefan,
Dein 3. Rißpilz erinnert mich an den den ich heute auch fand: Inocybe napipes.
Die knollige Stielbasis erkennt man bei Deinem Fund ja ganz gut, die Sporen sind sehr höckrig und der Fund bei nadelbäumen würde auch passen. Wäre zumindest ein Vorschlag.
Zu den anderen beiden enthalte ich mich.
LG Ulla -
Hallo beinander,
schöne Eindrücke, auch ohne Pilze.
Man sollte immer den Blick auch für andere schöne Dinge offen halten.
Die Nr. 11 ist das Immenblatt - Melittis melissophyllum, die zerrriebenen Blätter riechen nach Honig.
Die Pflanze ist recht selten, kommt in wärmeliebenden Laubwäldern vor
LG Ulla -
Hallo Stefan,
geht doch!
Da dürfte es nun keinen Zweifel mehr geben, daß es doch Fuligo septica v. candida ist.
Ich hätte zwar zunächst auf Mucilago getippt, aber man erlebt eben immer wieder Überraschungen. Die Arten können meiner Erfahrung nach doch ähnlich sein.
Da ist es eben schön wenn das Mikroskop so schnell bei Zweifeln hilft.
Wieder was dazu gelernt.
Trotzdem bin ich der Meinung, daß zur korrekten Bestimmung einer Art die mikroskopische Untersuchung wichtig ist, auch wenn man sich makroskopisch eigentlich sicher wähnt.Da berufe ich mich auf "mreul"'s Beitragszusatz,
da es mir genauso geht:"Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen".
LG Ulla
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Hallo Matthias,
dank dem Poststreik habe ich Deine Probe heute zum Sonntag erhalten und mir gleich angeschaut.
Die Aufsammlung war wunderbar ausgereift und man konnte die Sporen problemlos ausblasen, sodaß ich das Capillitium gut ansehen konnte.
Ich bin nach der Untersuchung zu dem Ergebnis: Stemonitis herbatica und nicht St. splendens gekommen.
Sporen: warzig, 6,8-8,5um (würde allerdings auch für St. splendens zutreffen).
Capillitium relativ grobmaschig, aber stärker vernetzt als es für St. splendens sein sollte.
Das gut ausgebildete Oberflächennetz hat Netzmaschen die vorwiegend unter 25 um liegen. St. splendens hat große Netzmaschen bis zu 100um.
Auch sind die Fruktifikationen nur 5-6 mm hoch, bei St. splendens können sie größer sein (ist meiner Erfahrung aber nur bedingt zur Bestimmung hinzuzuziehen, da es auch Minis oder auch Maxis gibt in Abhängigkeit der Wachstumsbedingungen).
Du schriebst: Wachstum in leerem Blumenkübel. Da meinst Du sicher auf Erde in einem nicht bepflanzten Kübel.
Ich denke Du kannst die Art als Stemonitis herbatica abhaken. Ich habe die Art erst einmal gefunden, deshalb beglückwünsche ich Dich zu diesem schönen und reichlichen Fund!
Ich hoffe, daß Du nichts dagegen hast, daß ich den Beleg meinem Herbar einverleibe. Die Daten hattest Du ja dazu mitgeteilt, Vielen Dank!
Sporen
Capillitium ausgehend von der Columella
Netzmaschen des OberflächenetzesLG Ulla
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Hallo Steffen,
wenn Du Dir da absolut sicher bist, bist Du zu beneiden.
Bei Myxomyceten erlebt man oft Überraschungen, deshalb kläre ich sowas lieber anhand der mikroskopischen Merkmale, wodurch ja beide Arten eindeutig auseinander zu halten sind. Damit vergibt man sich sicher nichts, sondern erweitert seine Erfahrungen.
LG Ulla -
Hallo Steffen,
ich meine, wenn man mit der makroskopischen Bestimmung nicht mehr weiter kommt (da sich beide Arten ähneln) muß man eben doch zum Mikroskop greifen. Dadurch müßte man die Bestimmung klären können.
Für mich ist das immer die entscheidende Option, vor allem bei Myxomyceten. Ohne Mikroskop geht bei mir eigentlich gar nichts.
LG Ulla -
Hallo beinander,
nochmal zum Thema Fuligo oder Mucilago. Makroskopisch geht da nun scheinbar gar nichts mehr. Also doch bitte mal unters Mikroskop quetschen.
Wenn es eine Form der Fuligo septica ist, dann müßten die Sporen unter 10 um sein. Mucilago hat größere Sporen >10um. Auch ist die Sporenskulptur eine andere. Fuligo hat feinwarzige und M. groberwarzige bis fast netzige Sporen. Als letztes Unterscheidungsmerkmal käme noch die Struktur der kalkigen Peridie in Frage. Fuligo hat eine granulierten Kalkauflage und Mucilago eine kristalline. Also das müßte doch zu machen sein! Wenn nicht, Stefan kannst Du's mir immer noch schicken.
LG Ulla -
Hallo Stefan,
Deinen Schleimi würde ich eher für Mucilago spongiosa (M. crustacea) halten. Fuligo septica var. candida wächst eigentlich nicht so an Stängelchen hoch sondern eher flächig auf dem Substrat (meist auf Holz mit Moos).
Aber wie schon immer ohne mikroskopsche Untersuchung ist das nicht 100%-ig. Wenn Du einen Beleg hast, kannst Du ihn mir gern zusenden. Ich versuche dann mein Glück ihn zu bestimmen
LG Ulla -
Hallo,
leider muß ich meinen Vorrednern recht geben. Der Schleim ist in diesem Zustand nicht bestimmbar, deshalb ist die Bezeichnung als Stemonitis splendens sehr weit aus dem Fenster gelehnt.
Es könnte wie gesagt auch ein Schleim aus einer ganz anderen Gattung sein. Die unreifen Fruchtkörper vieler Arten sind weiß und sehen ähnlich aus. Falls Du nochmal an die Stelle kommst und vielleicht reifere Fruchtkörper entdeckst, wäre schön.
Aber bei Schleimpilzen ist es eben meist so, daß nur die ausgereiften Fruchtkörper bestimmt werden können. falls Du da Bedarf hast, bin ich jederzeit bereit Bestimmungshilfe zu leisten. Dann melde Dich.
LG Ulla -
Hallo Matthias,
schöne Aufnahmen!
Stemonitis ist ja klar, aber da beginnen wirklich die Probleme.
Das mit dem Ausblasen der Sporen klappt meist nur bei ganz reifen Fruchtkörpern. Deine Aufsammlung besteht wie im Foto zu sehen ist meist aus noch nicht völlig reifen Fruchtkörpern. Da klumpt meist alles miteinander zusammen und dadurch wird es wirklich schwierig.
Ich versuche immer wieder mich mit Stemonitis zu beschäftigen, aber leider nur mit mäßigem Erfolg. Aber wenn Du willst kannst Du mir ja mal ein Stück vom Beleg schicken.
Und ich versuche damit mein Glück. Die Richtung die Du denkst würde ich auch einschlagen. Für S. pallida, die makroskopisch auch ähnlich aussieht scheinen mir die Sporen zu stark warzig zu sein.
Also melde Dich.
LG Ulla -
Hallo Dieter, schöne Vorstellung Eurer Funde!
Allerdings würde ich Euer Breitblatt anzweifeln. Dafür sind mir die Lamellen zu dicklich und zu engstehend und auch die Farbe scheint mir zu dunkel. (auf dem letzten Fotos sieht es nicht nach einem Weißsporer aus). Erst habe ich an Dachpilz gedacht, aber da stimmt der Lamellenansatz nicht. Könnte das nicht eher ein Rötling sein? Habt Ihr mal mikroskopiert, da wäre es bei Entoloma leicht erkennbar.
LG Ulla -
Hallo Magellan,
Deine Nr. 1 könnte auch in Richtung Würziger Tellerling (Rhodocybe gemina) gehen. Aber ohne genauere Untersuchung ist da nichts besseres rauszuholen.
LG Ulla -
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Hallo,habe ich hier Trichia decipiens fotografiert, oder ist es ein anderer?
Wuchsort auf feuchtem, verrottendem Holz an einem Waldtümpel in Mecklenburg. Stiel 1 mm lang. Innen alles voller hell ockerfarbener Sporenmasse und einzelne wie geflochten wirkende Stränge (Hyphen?). Sporen ornamentiert-stachelig, 12 x 10 µm.
Für Rückmeldung wäre ich dankbar.Chris
Hallo Chris,
ich denke schon, daß Du recht hast und Trichia decipiens gefunden hast. Das makroskopische Aussehen stimmt, die Sporengröße und Ornamentation auch.
Die "wie geflochten wirkende Stränge" sind das Capillitium, ein Fadengeflecht welches die Schleimpilze oft haben ähnlich den Bauchpilzen, zu denen die Myxomyceten lange gezählt wurden. Das "geflochtene" sind sogenannte "Spiralleisten". Das Capillitium ist meist auch wichtig zu untersuchen, da es oft artspezifisch ist. Bei Trichia decipiens wäre das auch so. Leider hast Du die Enden der Capillitiumfäden nicht mit auf den Mikrofotos. Die müßten bei dieser Art lang ausgezogene Spitzen haben. Deshalb ist es keine hundertprozentige Bestimmung.
Ähnlich wäre noch Hemitrichia clavata, allerdings stimmt da die Sporengröße nicht. Das Capillitium wäre ähnlich, aber hätte keine lang ausgezogenen Spitzen.
LG Ulla -
Hallo Wiltrud,
kann Jan-Arne nur recht geben.
Die roten deformierten Kugeln sind in ihrer Reifung gestörte Blutmilchpilze - Lycogala epidendrum. Die Gattung Tubifera ist auszuschließen, da würde das Gebilde aus mehreren Fruchtkörpern bestehen. Das würde man auch sehen wenn der Schleimi unreif oder nicht fertig ausgebildet ist.
Die rotbraunen kleineren Gebilde mit den wolligen Puscheln sind wie schon gesagt, das Wespennest- Metatrichia vesparium. Man sieht recht gut die wespennestartig zusammengewachsenen Kelche.
LG ulla -
Hallo abeja,
ja Dein rotes "Dingelchen" könnte schon eine Arcyria sein. Es sieht sogar aus als wäre das Capillitium nur am Kelchbecher angeheftet. Da kommen allerdings immer noch ein paar Arten in Frage. Ohne Beleg und Untersuchung desselben kann man deshalb die Art nicht genau benennen. Falls Du den Beleg noch hast, meine Adresse kennst Du ja.
Kannst jederzeit was schicken.
LG Ulla
