Beiträge von lamproderma

    Hallo Thorsten,
    Pilze bestehen zu mehr als 90% aus Wasser und wenn das friert, dehnt es sich aus und zerstört die Zellwände. wenn der Pilz dann wieder aufgetaut wird, wird das ganze dann oft Matsch und nicht mehr verwertbar. Durchs Blanchieren verlieren die Pilze das meiste Wasser und sehen zubereitet dann genauso appetitlich aus wie frisch zubereitet.
    Aber vielleicht ist das beim schnellen Aufwärmen und Zubereiten dann noch nicht so extrem, wenn Du das bisher so gemacht hast. Im Handel sind die gefrorenen Champignons ja auch noch roh. Aber da weiß ich nicht wie schnell dabei das Einfrieren erfolgt. Ich bin bisher deshalb immer gut gefahren mit dem Blanchieren (aber man kann die Pilze auch fertig zubereiten und dann einfrieren).
    LG Ulla

    Hallo Thorsten,
    ja das ist der Wiesenstäubling.
    Gut auf Deinem letzten Foto daran zu erkennen, daß die Fruchtschicht (Gleba) von dem sterilen Teil des Stieles getrennt ist (Diaphragma).
    Beim Flaschenstäubling geht die Frichtschicht allmählich in den Stiel über.
    Zur kulinarischen Verwertung des Wiesenstäublings kann ich leider nichts beitragen, habe ihn noch nie gegessen.
    Allerdings sollte man generell Pilze vor dem Einfrieren blanchieren und nicht roh einfrieren.


    LG Ulla

    Hallo Norbert schöne Fotos,
    aber leider sind Deine Schleimer noch unreif. Man kann die Gattung nur erahnen, eventuell Physarum oder Didymium.
    Da müßte man etwas reiferes haben um das zu mikroskopieren.
    Vielleicht kannst du da mal nochmal hinschauen, ob da was Ausgereiftes zu finden ist.
    LG Ulla

    Hallo,
    bei Pfifferlingen handelt es sich um Leistenpilze, d.h. die "Lamellen" bzw. Leisten sind mehr flacher und spärlicher als bei Blätter- bzw.Lamellenpilzen.
    Tricjhterlinge sind Lamellenpilze mit mehr und deutlicheren "Blättern". Das könnt Ihr ja mal "googeln".
    LG Ulla

    Hallo Craterelle,
    Deinen Erdstern würde ich nicht für den Gewimperten halten sondern eher für den Rötenden Erdstern - Geastrum rufescens.
    Zwar ist das Foto etwas rotstichig, aber der Rötende Erdstern ist anfänglich nicht rötlich. Der Gewimperte Erdstern müßte in dem Stadium schon nach unten gebogene Lappen der Exoperidie haben. Der Rötende bleibt meist so ausgebreitet und ist generell auch größer.
    LG Ulla

    Hallo,
    obwohl mir der Vorschlag von Pablo schon ganz gut gefällt (der Stiel könnte schon ein wurzelnder sein, allerdings sind mir Lamellen zu weit auseinanderstehend)
    werf ich mal noch 'ne andere Idee ins Rennen:
    vielleicht sind es etwas vermurkste Brennende Rüblinge, Gymnopus peronatus ? :rolleyes:
    Der hat mich schon manches Mal erstaunt wie vielgestaltig er sein kann.


    LG Ulla

    Hallo Andreas,
    das ist auf jeden Fall eine Hypogäe, also ein unterirdisch wachsender Pilz, ganz sicher aus der Gattung Elaphomyces. Die marmorierte Peridie spricht für Elaphomyces muricatus, die Bunte Hirschtrüffel. Vergleich mal damit.
    Die Hirschtrüffel ist schon ziemlich alt, nicht optimal ausgereift und auch eventuell von einem Pilz befallen (die gelben Hyphen auf Deinen Fotos).
    Die Bezeichnung "Trüffel" sollte man nur für die Gattung "Tuber" verwenden.
    LG Ulla

    Hallo beisammen,
    also ich würde den Maggipilz völlig ausschließen, der sieht meiner Meinung viel kompakter aus.
    Das Milchen der Fruchtkörper wäre typisch aber auch der Habitus eines Sprödblättlers. das sehe ich hier so nicht, sondern würde eher auf einen Trichterling tippen. Allerdings habe ich da nur wage Vorstellungen, vielleicht der Kerbrandige Trichterling.
    LG Ulla

    Hallo Heidrun,
    ich würde mal in Richtung Mürbling/Faserling- Psathyrella tippen, aber das ist leider auch ein sehr schwieriges Feld.
    Da kann ich Dir leider auch nicht weiter helfen.
    Vielleicht meldet sich noch jemand mit mehr Ahnung dieser Gattung.
    LG Ulla

    Hallo Dieter,
    tolle Funde und ganz super Fotos von Euren Funden.
    Wir sind auch nicht wirklich neidisch. 8| Leider kommen wir nicht ständig in Sümpfe wie z.B. im Oberharz.
    Bei uns im Hügelland ist immer noch "tote Hose". :(
    Toll die Fotos von Matthias von der Cribraria cancellata. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    "Girlandenpilz" finde ich einen interessanten Namen, habe ich noch nie gehört. Ich liebe diesen Schleimi mit seiner filigranen Struktur sehr.
    LG Ulla

    Hallo Wiltrud,
    schön, daß auf Deinem Rindenmulch doch schon was wächst. Sage mal Tiegelteuerling, Crucibulum laeve. ;)
    Bei uns sollte man vielleicht auch solche schönen Fliegenpilze aufstellen um die Leere in den Wäldern zu überbrücken :thumbup:
    Im Harz hatten wir am letzten Wochenende zwar 30 Arten, darunter waren aber nur wenige Arten mit Hut und Stiel.
    Hoffen auf weitere Regenfälle. :P
    LG Ulla

    Hallo Jürgen,
    da hast Du was schönes gefunden. Tolle Aufnahmen und sehr gute Mikroaufnahemn die alles Wichtige zeigen. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist das Amaurochaete atra.
    Das ist eine Art die gern auf Holzstapeln an relativ frisch geschlagenen Kiefernstämmen wächst, meist an der Schnittfläche.
    Eigentlich wird die Art als eher selten bezeichnet, aber bei gezielter Suche an diesen Kiefernholzstapeln wird man oft fündig.
    Im jungen Zustand sind die flächigen kissenförmigen Aethalien von einer glänzenden Cortex überzogen, die aber schnell zerbröselt und die Sporenmasse mit dem strauchartig aussehenden Pseudocapillitium freigibt. Die Sporen sind, wie auf Deinen Mikroaufnahmen gut zu sehen, warzig bis feinstachlig mit einer aufgehellten Seite (11-14um).
    Gut zu wissen, daß die Art jetzt schon kommt. Wir haben sie meist später im Jahr gefunden. Da werde ich an entsprechenden Standorten gleich mal die Augen offenhalten.
    LG Ulla

    Hallo Pablo,
    bin ganz neidisch auf Deine Funde und Glückwunsch zu all den tollen Fotos. Bei uns ist immer noch große Dürre und Pilz-Ebbe.
    Tyromyces kmetii hatten wir zum ersten Mal schon mal zu besseren Zeiten vor 2 Jahren im Harz.
    Aber vor allem danke ich Dir für den super Namen von Arcyria denudata : "Rotwuschelpuschelschleimpilz" :thumbup: :D :D
    Muß ich mir merken, auch wenn der natürlich auf alle roten Arcyria-Arten zutreffen würde.
    LG Ulla

    Hallo,
    Schleimpilze wachsen natürlich gern auf Holz oder krautigen Teilen von Pflanzen. Sie benutzen diese allerdings im Allgemeinen nicht zur Ernährung sondern nur als Unterlage. Normalerweise ernähren sie sich von Bakterien, Protozoen, Hefezellen und Sporen. Aber z.B. Badhamia utricularis kann auch pilzliches Material (wie z.B. Porlinge) zersetzen und aufnehmen. Das geschieht alles im Stadium des Plasmodiums was eigentlich eine riesige Freßzelle ist. Wenn der Schleimpilz Fruchtkörper bildet braucht er eigentlich kaum noch Nahrung.
    Ob Deine braunen Stellen auf dem Rasen allerdings von dem Schleimpilz stammen kann ich nicht sagen.
    LG Ulla

    Hallo, Deine Nr. 4 würde ich nicht für einen Kahlen Krempling halten, eher für einen Milchlng - Lactarius- . Bei der Trockenheit zur Zeit kann es ja sein daß er keine Milch absondert.
    Das müßte man mikroskopisch abklären, denn die Sporen sehen auf jeden Fall anders aus.
    LG Ulla

    Hallo,
    sehr schöne Fotos von Deinem Schleimpilz.
    Da ist er aber leider noch unreif. Die Lohblüte - Fuligo septica wäre schon eine Option. Das Biotop wäre allerdings etwas ungewöhnlich, den Fuligo septica wächst mehr auf Totholz.
    Aber es gibt noch andere Fuligo-Arten, die auch auf krautigen Teilen oder Gräsern fruktifizieren. Das ließe sich nur mikroskopisch feststellen falls Du davon ein Exsikkat hat.
    Falls ja kannst Du Dich melden, würde die Sache dann weiter untersuchen.
    LG Ulla

    Hallo Clavulina,
    schön, daß Du die Narrentaschen (Taphrina) an Erle zeigst. Haben wir leider nur im Winter gefunden wo sie natürlich nicht mehr so schön farbig sind.
    Da müßten wir uns bald auf Suche an den bekannten Stellen begeben um sie auch mal so farbenprachtig zu sehen.
    LG Ulla