Rötender Saftwirrling, Abortiporus biennis?

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 79 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von boccaccio.

  • Liebe Pilzmenschen


    Gestern habe ich auf einem grossen, alten Laubholz-Stumpf folgende Pilze gefunden. Es hat frisch geregnet, drum ist alles recht glänzend und dunkel. Wahnsinnig typisch für Rötende Saftwirrlinge sehen die Fruchtkörper nicht aus. Alte Exemplare sollen jedoch vollständig dunkel behaart sein können (Dörfelt/Ruske). Meine Exemplare sind zwar recht klein. Wegen der starken Trockenheit in den letzten Monaten kann ich mir vorstellen, dass sie sehr klein geblieben und in dieser Grösse (ca. 4-5 cm Hutdurchmesser) gealtert sind. Die Fruchtschicht passt gut und hat auch gerötet/gebräunt, da wo sie berührt wurde.


    1)


    2)


    3)


    Jetzt trocknet der mitgenommene Pilz langsam:

    4)


    5)


    Ein Querschnitt war nicht wirklich möglich; der Fruchtkörper ist gummig-zäh, aber komplett ausgehölt und wird von innen heraus abgebaut:


    6)


    Ich finde nichts anderes, das irgendwie passen könnte. Wie seht ihr das?


    7)

    Ebenfalls auf dem gleichen Baumstrunk wachsen Riesenporlinge, Schwefelköpfe und einige rätselhafte Gebilde:


    8)


    9)


    Für sachdienliche Hinweise - auch zu den rätselhaften Gebilden - bin ich sehr dankbar:-)


    LG Andreas

  • Hallo Andreas,


    die rätselhaften Gebilde am Ende sind Phlebia nothofagi. Riech da mal dran, die riechen nach Birnenschnaps.


    Björn

    Hallo Björn


    Herzlichen Dank! Du meinst jene auf Foto Nr. 9, gell?


    Da muss ich unbedingt nochmals hin, das klingt ja verlockend:-) ...wobei möglicherweise der Hundeurin überwiegt... der Baumstumpf steht an einer Wanderwegkreuzung bei mehreren beliebten Feuerstellen...


    Ich werde berichten - sofern mich der Birnenschnapps nicht grad umhaut;-)


    LG Andreas