Blaufüßige Risspilze IV: Unbestimmbare montane Art

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  • Weiter geht es mit einem Fund, der mir am 05.10.1991 im Murnauer Moos gelang, bei einer Exkursion mit Alfred Einhellinger. Es war ein winziger Einzelfruchtkörper, der zu keiner der in Esteve-Raventos et al. 2024 beschriebenen Arten passt. Hut 11 mm breit, 7 mm hoch, mäßig faserschuppig, auch in der Hutmitte fast anliegend, Stiel 50 x 1,5 mm, Basis bis 2 mm, Sporen (8,7) 9,0-12,3 (13,8) x 5,0-6,5 (7,5) µm, im Schnitt 10,5 x 5,7 µm, Q=1,6-2,0, im Schnitt 1,83, Cheilozystiden (21) 25-50 (60) x 8-12 (14) µm, Av. 40,0 x 10,3 mm, Q = 2,3-4,8 (5,4), QAv = 3,9.

    Es unterscheiden sich:

    • I. gracilentum durch alpines Vorkommen und signifikant größere und v. a. breitere Sporen (auch wenn der Quotient wieder passt) und kürzere Zystiden
    • I. praetermissum durch deutlich längere Sporen und einem höheren Sporen-Quotienten sowie i. d. R. größere Frk.
    • I. calamistratum s. str. durch stärker sparrig-schuppigen Hut, geringere Sporenbreite mit höherem Quotienten und kürzere Zystiden
    • I. subhirsutum (Komplex) durch deutlich breitere Sporen mit einem Q-Wert um 1,6

    Um weiterzukommen, wird wohl die ITS-Analyse unabdingbar sein.


    Inosperma 911005 (calamistratum-Gruppe)


    Inosperma 911005 Cheilozystiden


    Inosperma 911005 Sporen


    Gruß Helmut

  • Hallo Helmut


    Oha, spannend. Ja, das geht wohl nur mit Sequenzierung.


    I. subhirsutum kann aber auch schlankere Sporen haben, siehe hier: Risspilze 28.08.2024

    Die Kollektion ist sequenziert.


    Rein makroskopisch scheint dein Pilz aber was anderes zu sein.

    Naja, schwierig, wenn es nur einen Fruchtkörper gibt.

    Oder eben, dieser Komplex wäre noch aufzuteilen in mindestens zwei Arten, die sich auch makroskopisch unterscheiden.


    LG Raphael