Conocybe aurea

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  • Liebe Forumisten,

    ende Juni wurde ich über den Giftnotruf kontaktiert, weil mal wieder ein Kleinkind an einem "Beet-Pilz" genascht hatte (zumindest in den Mund gesteckt). Die zugesandten Fotos zeigten ein großes gold-orangenes Samthäubchen, das ich noch nie gesehen hatte. Es konnte sich nur um Conocybe aurea handeln. Kurz darauf, Anfang Juli, fand ein regelmäßiger Teilnehmer unseres Pilzstammtisches die selbe Art, auch in einem Beet in seinem Garten und brachte einen Beleg mit zum Mikroskopieren. Es passte alles bis auf die Sporengröße. Die war bei dieser Kollektion größer als in allen anderen mirzur Verfügung stehenden Literaturquellen: 10,5-14,0 x 7,2-8,5 µm!

    Funga Nordica nennt 10-12,5 x 6-7 µm, Moser (1983) 9-13 x 6-7 µm, usw. Lediglich die Angaben bei Ludwig (Pilzkompendium) passen ins Bild: (8,5) 9,5-13,5 (14) x 6-9,5 (10) µm.

    Die von mir beobachteten Basidien waren 4-sporig, 2-sporige habe ich keine gesehen (könnten aber vorhanden gewesen sein).

    Die Art scheint recht selten zu sein und ist in den meisten "Pilz-Bilderbüchern" nicht enthalten. In Pilze-Deutschland.de finden sich bisher 7 Nachweise für Bayern (jetzt sind es 7 :cool: ).

    Anbei noch Fotos von der betroffenen Mutter und von dem Pilzfreund.





    Cheilozystiden und Sporen x400 (5 Teilstriche entsprechen 10 µm)

    Gruß Helmut