Sistotrema 4- bis 8sporig

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 112 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Tomentella.

  • Hallo zusammen,

    bei dieser mehrsporigen Sistotrema konnte ich Basidien mit 4,6 und 8 Sporen eindeutig (2sp. +/-) sehen. Eine 8sporige Basidie konnte ich auch mit etwas Glück abbilden (>Foto).

    Die Sistotrema breitete sich auf der Rinde eines alten, feuchten Holzklotzes Prunus sp. aus und überzog noch ein darunterliegendes Walnussholz. Den Pilz beobachtete ich im eigenen Garten und er war zumindest im kompletten Februar vital.





    Mit typisch urniformen Basidien, schwach allantoiden Sporen, Hyphen mit Öltröpfchen, Verdickungen an den Schnallen, Gloeozystiden(*) und weißem Frkp. (auch als Exsikkat) bin ich hier bei Sistotrema coroniferum angekommen.

    Mein vorläufiges Ergebnis war S. octosporum, weil ich keine Gloeozystiden sah. Jedoch die schwach allantoiden Sporen passten nicht richtig zu S. octosporum. Erst bei Nachprüfungen am Exsikkat fand ich sehr vereinzelte, schlecht differenzierbare Gloeozystiden, eingebettet im Hymenium.


    Sp: Abwurf 02.Febr. in Wasser: 4,5-6 x 2-2,5

    Neuer Frkp. 3 Wochen später: Sporen im Durchschnitt etwas größer und bis 6,5 (7) µm, sowie vermehrt 2sp. Basidien. Zumindest sah es oft aus nach Sterigmen kleiner gleich 4. >siehe Fotos Präparat 2 in Phloxin und Kongo.

    Sp >> 4,5-6,5 x 2-2,5 µm / Basidien urniform 15-22 x 4-7 µm






    *Gloeozystiden ca. 20-70 x 4-10µm waren eher spärlich vorhanden und schlecht differenzierbar. Am besten konnte ich sie noch in Phloxin und Kongo sehen (Exsikkat).

    Wenn meine Gloezystiden Fotocollage von einem Präparat wäre, hätte ich weniger Bedenken für S. coroniferum, jedoch ist es ist ein Zusammenschnitt von mehreren Exsikkat-Präparaten, wobei ich Schwierigkeiten hatte zwischen Gloeozystiden und gloeopleren Hyphen zu unterscheiden. Dieses Problem wird auch in der Anmerkung zu S. coroniferum bei CoNE beschrieben.


    Die Hyphen bis 6 µm sind +/-dünnwandig, mit Schnallen, oft mit Öltropfen und auch mit deutlichen Verdickungen im Bereich der Schnallen.


    Geschlüsselt mit Sistotrem aphyllo.net und in CoNe

    Sistotrema resinicystidum, auch mit Gloeozystiden, habe ich wegen ihrer kleineren und weniger allantoiden Sporen ausgeschlossen.

    Die Sporengröße entspricht auch der Angabe von Elia Martini in aphyllo.net., wobei die Sporen in der Sporenskizze von Elia Martini im Durchschnitt länglicher sind als die Sp. von meinem Abwurf.

    Übrigens wird auch bei Pi. d . Schw. BK 2 Nr 190 auf verschiedene Sporenmasse/ Sporengröße bei gleicher Koll. hingewiesen.


    Ich hoffe, dass Frank Tomentella :) zu den Punkten Gloeozystiden, Sporen sowie zu meinem Ergebnis sein Fachwissen beisteuert .


    Gruß Armin

  • Hallo Frank,


    freut mich, dass es passt.

    Dann müssen es auch nicht immer die auffälligen "fetten"Gloeozystiden sein, wie sie bei Bernicchia abgebildet sind.

    Danke für deine Einschätzung, dann werde ich die Sistotrema auch so ablegen.

    Gruß Armin