Freiland Leucoagaricus

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  • Hallo, dieser Leucoagaricus konnte ich am 11.10. 2025 unter Fichten im Nadenstreu finden.


    Es denke es braucht etwas Lepiota Literatur, um anhand der Merkmale vielleicht noch zur Art zu kommen.


    Das Habitat ist mein Bachlauf im Siebengebirge den ich vor meiner Haustüre regelmässig besuche. Grundsätzlich Kalkhaltig, aber aufgrund der

    Fichten ist diese Seite oberflächig im Nadelstreu sauer.


    Der Habitus ist recht klein 1,5 cm im Hutdurchmesser und 4 cm lang. Die Hutschuppung zeigt mittig ein leichtes rotbraun.

    Der Huthaut steht ordentlich über. Und der Ring ist klassisch aufsteigend. Ich erkenne eine membranförmige Doppelring.

    Eine rötliche Verfärbung bei Verletzung war nicht zu erkennen.


    Meine makroskopische Einschätzung wäre aufgrund der Färbung und dem membranartigen Ring Leucoagaricus purpureolilacinus. Dieser ist aber utopisch selten und

    und ich kenne sicht seine typische Ökologie, Größe...usw. Es braucht Literatur die ich nicht habe.


    Vielleicht hat diese ja jemand von euch? zuehli ?


    Solche Funde mache ich eigentlich nur im Tropenhaus.


    Es war leider schon sehr spät und die Freilandbilder sind dementsprechend schlecht, sorry










    Danke für das Sichten und welche Schirmlingsliteratur ist empfehlenswert?


    lg Rainer

  • Hallo Rainer,


    Leucoagaricus ist prinzipiell keine einfache Gattung, da beißt man sich auch schonmal die Zähne aus. Ohne Mikroskopie kommt man da auch nicht wirklich weiter. Den aktuell besten Gesamtüberblick bei den Lepiotaceae bietet eigentlich das Pilzkompendium, aber mit nur einer Literatur ist dem kaum beizukommen.

    Von der Makroskopie würde ich deinen vielleicht bei Leucoagaricus tener suchen, aber das ist nur spekulativ.


    Beste Grüße

    Harald

  • Leucoagaricus ist prinzipiell keine einfache Gattung, da beißt man sich auch schonmal die Zähne aus. Ohne Mikroskopie kommt man da auch nicht wirklich weiter. Den aktuell besten Gesamtüberblick bei den Lepiotaceae bietet eigentlich das Pilzkompendium, aber mit nur einer Literatur ist dem kaum beizukommen.

    Hallo Harald, vielen Dank für die Info. Ich halte den Ring für sehr Bestimmungsrelevant. Was schreibt den Ludwig bezüglich der Ringeigenschaften?

    für L. purpureolilacinus und L. tener? Gibt es eine Abbildung für die Ringzone beider Arten? Im Netz ist für L. tener eine einfacher dünner aufsteigenden

    Ring zu finden.


    lg Rainer

  • Hallo Rainer,


    purpureolilacinus: "Ring: aufsteigend-trichterig; permanent; vollständig weiß"

    tener: "Ring: schmal; aufsteigend; fragil; mit bräunlichem Rand und ebensolcher Unterseite"


    Da nützt aber alles nichts, wenn man keine mikroskopischen Merkmale hat. Nach neueren Erkenntnissen und Erfahrungen, die man bei anderen Gattungen gemacht hat, muss wohl auch mal sequenziert werden.


    Beste Grüße

    Harald

  • Hallo, eigentlich schon einmal ein erster Eindruck..als eher makroskopisch interessierter Betrachter, würde ich als nächstes ein Sporenbild machen. Ein Mikroskopierer findet natürlich auch in einem Teil des Hutes mit den Lamellen entsprechend ausreichendes Sporenmaterial.