Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 229 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Suku.

  • Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    ...und weiter geht´s im 12. PPC-Jahr! Das Dutzend ist voll!!!

    Ich hoffe auf rege Teilnahme, es gibt ja mittlerweile schon schöne Pilzfunde dieses Jahr, auch die Röhrlinge zeigen sich schon, da finden sich reichlich Themen zum Dichten.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PP-Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    essen - schwül - Tarnkappe

    Abgabeschluss ist der 24.07.24 24:00 Uhr.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
    ------------------
    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)



  • Also gut, dann traue ich mich als Neuling mal... :S




    Ein Sommertag :sun: !


    Es war einmal,

    so wie ich’s mag,

    ein superheißer Sommertag.


    Die Sonne schien so freundlich drein,

    drum ging ich in den Wald hinein.

    Wollt Pilze finden ganz, ganz viele,

    so groß warn‘ da noch meine Ziele.


    Zum essen abends das wär fein,

    zieh ich mir dann ne Pilzsupp rein.

    So dacht ich das ganz unbeschwert
    und wurd des besseren Belehrt!


    Ich stieg bergauf,

    ich ging bergab,

    die Schwüle bracht‘ mich fast ins Grab.


    Ich suchte hier, ich suchte dort,

    die Pilze waren alle fort.

    War vor mir schon ein Pilzverrückter,

    der bei der Hitze Pilze pflückte?


    So blöd kann doch hier keiner sein.

    Ich bin bestimmt im Wald allein.

    Wenn den Boletus ich ertappe,

    der heimlich trägt ne Tarnkappe.


    Doch von den Pilzen fand ich keine,

    der ganze Wald war nur voll Steine.

    Gefrustet kehrt ich wieder Heim.

    Und trank erstmal ein Glaserl Wein.



    Liebe Grüße Birgit

  • Oh Schreck...


    Im Wald, im Park und auch im Moos,

    Schleichend, getarnt und nicht zu hören,

    Zieht's zu Lamellen ihn und Röhren,

    Lässt sich durch nichts und niemand' stören,

    Mal ziemlich klein, mal ganz schön groß.


    Wenn's regnet, das ist sein Plaisir,

    Dann trumpft er auf, ist pudelwohl.

    Oft splitternackt, glänzend, frivol,

    Verschmäht er nicht den Parasol,

    Doch noch viel mehr steht er auf Bier.


    Wann du auch kommst, er war schon da,

    Ist wundersam schnell, scheint ziemlich lahm.

    Frisst alles auf, zu deinem Gram,

    Ein Nimmersatt, ganz ohne Scham.

    Kam in der Nacht, wenn's niemand sah.


    Man sieht sehr schnell wo er gewesen,

    Im Boden ein Loch, daneben die Spur,

    Rundherum glitzernd von seiner Tour.

    Frisst scheinbar alles auf Feld und Flur:

    Gemüse, Pilze und ich gleich 'nen Besen!


    Vermehrt sich prächtig im schwül-warmen Wetter

    Versteckt unterm Pilzhut, im Haus, unterm Blatt,

    Ist Bruder und Schwester zugleich und aalglatt.

    Er kann sich verformen: mal bucklig, mal platt,

    Er frisst und frisst und wird immer fetter...


    ...der Schneck